Ebene

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Es gibt sieben Ebenen. Das sind Bhuloka (die Ebene der Erde), Bhuvarloka (Antariksha der Raum zwischen Erde und den himmlischen Welten oder auch Astralraum genannt), Svargaloka (Himmel oder der mentale/ geistige Raum), Maharloka, Janaloka, Tapoloka und Satyaloka (wörtlich Wahrheitswelt auch Brahmaloka oder die Welt Brahmas, des Schöpfers, genannt). Tapasvins (Askeseten) sind in Tapoloka zu Hause.

Darstellung der himmlischen Sphären aus dem Buch Le livre du Ciel et du Monde, 1677

Wenn du zu Hause in einem Zimmer verschiedene Lichtquellen benutzt, wie eine Petroleumöllampe, eine Senfölleuchte, eine Petroleumstarklichtlampe, Kerzenlicht, elektronische Beleuchtung; durchringen die verschiedenen Lichtquellen den Raum. Gleichsam hat jede Ebene ihre Eigenart inwieweit sie die daruntergelegene Ebene durchdringt und auf sie wirkt.

Die astrale Ebene so wie Bhuvarloka durchdringen die Erdebene und erstrecken sich auch noch darüber hinaus. Die geistige/mentale Ebene durchdringt die astrale aber erstreckt sich auch weiter in den Raum über letztgenannte hinaus. Die Schwingungen der Astralwelt sind höher als die der physischen. Die Schwingungen der mentalen Ebene sind wiederum höher und schneller als die der astralen Ebene. Die Schwingungen der Satyaloka sind höher als die der mentalen Ebene. Auf jeder Ebene entwickelt die Seele einen neuen und höheren Sinn für Kraft und Stärke.

Der Weg ins Jenseits, Hieronymus Bosch (circa 1450–1516)

Wenn du von einer Ebene auf eine andere wechselst, bewegst du dich nicht im Raum. Du veränderst einfach dein Bewusstsein. Du kannst mittels verschiedener Linsen und deren Brennweite unterschiedliche Bilder durchs Teleskop wahrnehmen. In dir selbst verfügst du über unterschiedliche Fähigkeiten, die den verschiedenen Ebenen entsprechen und auf unterschiedlichen Ebenen funktionieren. Im Traumzustand ist dein Astralkörper aktiv. Im Tiefschlaf arbeitet dein Kausalkörper.

So agiert dein Astralkörper auf der Astralebene, auf der Geistebene dein Mentalkörper auf der Ebene von Brahmaloka funktioniert dein Kausalkörper. Jede Ebene ist aus Materie unterschiedlicher Dichte konzipiert. Auf der mentalen Ebene ist die Materie feiner als auf der astralen. Auf der Kausalebene ist die Materie feiner als auf der mentalen. Die Ebenen nehmen dieselbe Position im Raum ein. Der Himmel ist hier. Brahmaloka ist hier. Nutze das jeweilige Fahrzeug (die jeweilige Fähigkeit) oder den jeweiligen Körper so wie dein subtiles (drittes/spirituelles) Auge.

Du kannst auf allen Ebenen funktionieren und wirken. Auf der physischen Ebene erlangst du Erkenntnis mittels der fünf Jnana Indriyas, mittels der Sinne der Erkenntnis oder den Fähigkeiten des Wissens, des Vorstellungsvermögens, des Gehörs, der Haut, des Geschmackssinns, des Sehvermögens, des Geruchssinns über die Objekte.

Seele wird zum Himmel getragen, William-Adolphe Bouguereau (1825–1905)

Auf der geistigen Ebene oder der himmlischen fühlt, hört oder sieht man nicht mittels anderer auf dort beschränkte Fähigkeiten. Mittels des neuen geistigen Auges (dem spirituellen Auge) kann man umgehend alles über das jeweilige Objekt der Aufmerksamkeit erfassen. So kann derjenige (der dies beherrscht) ein exaktes und perfektes Wissen über die Objekte erhalten. So wird er nicht durch äußere Erscheinungen getäuscht und in die Irre geführt. Auf diese Weise ist Missverstehen ausgeschlossen.

Im Geist (mind) sind alle Kräfte aller Sinne vermischt. Der Geist (mind) ist eine Mischung oder ein Kompositum aller Sinnesfähigkeiten. Er ist fähig zu hören, sehen, schmecken und zu fühlen. Mittels Sankalpa oder aus reiner Willenskraft kann er so alles erreichen. Wenn er an ein himmlisches Fahrzeug denkt, erscheint es ihm sofort. Wenn er an einen Ort denkt, ist er dort umgehend. Denkt er an eine Person, ist sie ebenso sofort vor ihm. Für ihn gibt es keine Entfernung. Es gibt kein Gefühl der Getrenntheit. Er liest die Gedanken der anderen. Deshalb sind Fragen und Antworten auf der geistigen Ebene nicht notwendig. Der Austausch von Ideen ist rasant. Er kennt ebenso Vergangenheit und Zukunft. Er ist mit Hellsichtigkeit und Hellhörigkeit ausgestattet. Er kann sich gleichzeitig in verschiedenen Formen manifestieren.

Der Himmel ist ausschließlich ein Ort des Genusses (vgl. eher Seligkeit). Es ist ein Ort, an dem die Früchte guten Karmas, im Erdendasein erlangt, geerntet werden. Dort kann kein neues Karma geschaffen werden. Von dort aus kann weder Moksha noch letzte Befreiung erreicht werden. Um das Heil zu erlangen, muss man wieder auf die Erde herabsteigen.

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Indra, Varuna, Agni etc. sind die urspünglichen Götter des Himmels. Es gibt auch „Karma-Gottheiten“. Das sind Menschen, die sich selbst durch verdienstvolles Handeln im irdischen Dasein zum Status der Götter emporgehoben haben. Ein Gott hat einen strahlenden Feuerkörper (Lichtkörper). Die Götter weisen gemäß ihrem unterschiedlichen Entwicklungsgrad unterschiedliche Lichtstufen auf.

Für einen Gott, wie die Bewohner der geistigen Welt oder des Himmels, gibt es weder Tag noch Nacht. Wenn er den Himmel betritt, empfindet er intensives Glück. Das geschieht im Wachzustand. Wenn sich die Zeit im Himmel zu Ende neigt, sinkt er in einen unbewussten Zustand.

Brahmaloka ist die Welt Brahmas oder Hiranyagarbhas. Jene ist auch unter dem Namen Satyaloka bekannt. Wer zu den Göttern und nach Erkenntnis strebt, erreicht diese Ebene. Wer verdienstvoll und selbstlos handelt (ohne Erwartung, etwas im Gegenzug zu erhalten); wer ein Leben in Reinheit und Aufrichtigkeit lebt und wer Hiranyagarbha (ver)ehrt sowie alle verwirklichten Gläubige werden in diese Gefilde eingehen. Sie erlangen Krama-Mukti oder fortschreitende Befreiung. Sie erfreuen sich des göttlichen Reichtums und am Ende des Zyklus verschmelzen sie mit Brahman, dem Schöpfer, im Absoluten (Para Brahman).

Für einen Verehrer von Hari (Vishnu) wird Brahmaloka zu Vaikuntha (Wirklichkeit jenseits von Tod und Geburt) bzw. erscheint ihm als solches. Für einen Anhänger und Verehrer Shivas wird Brahmaloka zu Kailasa oder zu Shivaloka. Was sich auswirkt, ist die Einstellung und innere Haltung.

Siehe auch

Literatur

Seminare

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