Jalasamadhi

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Jalasamadhi (Hindi: जल समाधि jal samādhi m.) bedeutet wörtlich "Samadhi in Wasser" (skt. jala) bzw. "Wasserbestattung". Der Jalasamadhi kann verschiedene Formen haben: ritueller Selbstmord, Unfall oder eine Form von Bestattung. Der Jalasamadhi bedeutet das völlige Aufgehen in das Wasserelement.

Ritueller Selbstmord

Bei Jalasamadhi als rituellem Selbstmord, begibt sich ein Sadhu oder eine heilige Person in ein heiliges Gewässer und ertränkt sich auf diese Weise. Ein beliebte Örtlichkeit ist Triveni, der Zusammenfluss der heiligen Flüsse Ganga, Yamuna und der unsichtbaren Sarasvati bei Allahabad.

Rama war der erste, der diese Form des Jalsamadhi beging. Nachdem er die erdgeborene Sita beschuldigt hatte, ihm untreu geworden zu sein, beteuerte sie bei einer öffentlichen Versammlung ihre Unschuld und versank sogleich in der Erde. Darauf beschloss Rama seinen eigenen Tod. Lakshmana wollte dies aus brüderlicher Liebe verhindern, starb aber deswegen sofort und wurde in Indras Himmel erhoben. Rama ging zum heiligen Fluss Sarayu, schritt in diesen und versank für immer in den Fluten und erlangte Samadhi.

Unfall

Eine weitere Form von Jalasamadhi liegt vor, wenn eine Person durch göttlichen Willen in einem heiligen Gewässer durch Unfall ertrinkt, vornehmlich während einer rituellen Handlung. So versank Swami Haridas Giri am 4. September 1994 plötzlich in den Fluten der Alaknanda, einem Nebenfluss der Ganga und wurde nicht mehr aufgefunden.

Eine Abgrenzung zum rituellen Selbstmord ist nicht immer eindeutig, da die Person den Jalasamadhi nicht vorher angekündigt hatte.

Wasserbegräbnis

Die mildeste Form von Jalasamadhi ist das Bestatten eines eben verstorbenen Heiligen in einem heiligen Gewässer. Dies geschah bei Swami Vishnu-devananda, dessen Leichnam zwei Tage nach seinem letzten Atemzug in einem mit Steinen beschwerten Sarg bei Gangotri in die Bhagirathi, dem heilgsten Quellfluss der Ganga, versenkt wurde.

Siehe auch