Antar

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Erkenne das Göttliche in dir

Antar (Sanskrit: अन्तर् antar, in Zusammensetzg. auch अन्तः antaḥ adv.) innen, innerhalb; zwischen, unter, inmitten (lat. inter); hinein.

Über Antar

Antar heißt innen. Es gibt innen, Antar, und Bahis, außen. Innen ist die Tiefe des Selbst, innen ist deine wahre Natur. Bahir im Äußeren ist die Welt. Letztlich auch, hinter der ganzen Welt, hinter dem Äußeren, ist auch das Göttliche, ist Brahman. Tief im Inneren von dir ist Atman. Dazwischen ist alles Mögliche. Wenn du nach innen schaust, siehst du natürlich erst deine Emotionen, deine Gefühle, du siehst deine Gedanken, im Sinne von Worten und Bildern. Du gehst tiefer nach innen und du erkennst deine tieferen Anliegen und erkennst deine Psyche mit all ihren Fähigkeiten und Besonderheiten. Dann gehst du aber noch weiter nach innen, noch weiter nach Antar.

Und noch tiefer findest du dann die göttliche Natur in dir. Und ganz tief im Inneren bist du Atman, ganz tief im Inneren bist du Satchidananda, Sein, Wissen und Glückseligkeit. So auch, wenn du einen Menschen siehst, gibt es erstmal das Äußere, Bahir. Du siehst seinen Körper. Und du siehst natürlich auch deine Projektion auf den anderen. Du siehst den Menschen nicht wirklich so, wie er ist, aber du siehst dein Bild von dem Menschen. Trotzdem, du kannst erstmal schauen, was ist der Mensch? Dann schaue weiter nach innen. Und du erkennst, der Mensch hat Motive, der Mensch hat Fähigkeiten, Emotionen, er hat einen Charakter, eine Persönlichkeit. Das ist tiefer innen. Wenn du noch tiefer gehst, wirst du auch im anderen erkennen, im Inneren des anderen, im Antar des anderen, ist die Sehnsucht nach Liebe und ist die Sehnsucht, Gutes zu tun, Liebe zu geben, Liebe zu empfangen, Liebe zu erfahren, aus Liebe heraus zu handeln.

Noch tiefer, noch mehr im Antar, ist das Selbst an sich, welches verbunden ist mit allem. Wenn du also immer tiefer nach innen gehst in dir selbst, tiefer ins Innere von anderen, erfährst du immer das Gleiche, letztlich, es gibt nur Brahman. Antar, im Inneren ist Brahman. Und letztlich, selbst das Äußere ist eine Manifestation dieses Brahmans. Noch etwas: Patanjali spricht von den inneren und den äußeren Angas, Gliedern des Yogas. Die äußeren Glieder des Yoga sind Yama, Niyama, Asana und Pranayama, manchmal sogar auch Pratyahara. Das sind die äußeren Schritte. Das heißt, da tust du etwas. Die nächsten Schritte, Dharana, Dhyana und Samadhi, sind die inneren Schritte. Der Körper ist bewegungslos, von außen ist nichts mehr zu sehen, aber es sind innere Schritte. Du kommst von der Konzentration zur Meditation, Absorption, und schließlich zur Verschmelzung, Samadhi. Und Patanjali sagt dann, es gibt noch etwas Tieferes, noch etwas mehr Inneres als Dharana, Dhyana, Samadhi, das ist Nirbija, der Zustand ohne Same. Natürlich, hier ist Samadhi als Samprajnata Samadhi zu verstehen, Samadhi noch mit einem Bewusstseinsinhalt. Dharana, Dhyana, Samadhi sind Antar, innen, gegenüber den ersten fünf Stufen des Yoga, und sie sind Bahir gegenüber dem höchsten Samadhi Zustand, Nirbija Samadhi.

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