Sukadev Volker Bretz

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Sukadev Volker Bretz (* 3. Februar 1963 in Bad Kreuznach) ist der Gründer und Leiter von Yoga Vidya, Seminar- und Ausbildungsleiter, Autor mehrerer Bücher und Vorsitzender des Berufsverbands der Yoga Vidya Lehrer/innen e.V. (BYV). Sukadev Volker Bretz lernte 12 Jahre bei Swami Vishnu-devananda.

Sukadev Volker Bretz

1992 gründete Sukadev Yoga Vidya in Frankfurt. In den Folgejahren entstanden zahllose weitere Stadtzentren und vier größere Ashrams im Westerwald, in Bad Meinberg, an der Nordsee und im Allgäu. Yoga Vidya hat dabei die Entwicklung und Verbreitung des ganzheitlichen Yoga in Deutschland und Europa stark geprägt und gefördert. Sukadev Volker Bretz lehrt in der Tradition von Swami Sivananda und Swami Vishnu-devananda, begründete aber auch den Yoga Vidya Stil als eigenen Yoga Stil.

Elternhaus und Jugendzeit

Volker Bretz wuchs als zweitältester von drei Söhnen in einer Unternehmerfamilie auf. Seine Eltern sind Karl-Fritz Bretz und Erika Bretz, seine beiden Brüder Hartmut Bretz (spiritueller Name: Atmaram) und Norbert Bretz. Schon als Kind hatte er erste spirituelle Erfahrungen. Volker Bretz wuchs in Gensingen auf, wo bereits sein Großvater die Firma "Bretz & Co." begründet hatte, und besuchte dort auch drei Jahre lang die Grundschule, in der er die 3. Klasse übersprang. 1972-1980 folgte der Besuch des Stefan-George-Gymnasiums in Bingen.

Neben dem Lesen, besonders geschichtlicher Bücher, galt ab 1976 sein besonderes Interesse dem Reiten. Bereits als Kind machte er erste spirituelle Erfahrungen, doch auch beim Ausreiten hatte er mystische Erlebnisse. In dieser Zeit las er auch Werke der klassischen deutschen Literatur (Lessing, Goethe und Schiller) sowie viele Bücher von Hermann Hesse und C.G. Jung, die ihn faszinierten und sein Interesse an Mystik und Spiritualität entfachten. Als Jugendlicher wuchs sein Interesse an Techniken zur Entfaltung des geistigen Potentials und er befasste sich mit psychologischer, philosophischer, theologischer, esoterischer und spiritueller, auch historischer Literatur.

Er entwickelte die Fähigkeit des "Speed-Readings" und nahm sich vor, täglich ein Buch zu lesen. Das Lesen der Bücher von Thorwald Dethlefsens "Das Leben nach dem Leben" sowie "Das Erlebnis der Wiedergeburt" erweckten besonders sein Interesse an Esoterik.

1978 erlernte Volker Bretz anhand von Büchern erste Meditationstechniken. Durch die Werke von Swami Omkarananda, eines Schülers von Swami Sivananda, kam er in ersten Kontakt zu dessen Lehren. Fasziniert davon, begann er mit 17 regelmäßig Meditation und Yoga zu praktizieren. Beim Durcharbeiten von Übungen aus den Werken von Franz Bardon in der Zeit von 1979-1981 machte er mystische Erfahrungen und bekam Zugang zur Feinstoffwelt.

Nach dem Abschluss des Gymnasiums im Jahre 1980 (als Jahrgangsbester), studierte er nach einem mehrmonatigen Praktikum in der elterlichen Firma in München Betriebswirtschaft mit Nebenfach Psychologie und schloss 1983 im Alter von 20 Jahren sein Studium zum Diplom-Kaufmann ab. Das Thema der Diplomarbeit lautete: "Determinanten der Arbeitsmotivation. Eine Analyse vergleichbarer Ansätze aus westlicher und indischer Psychologie".

Während seines Studiums wurde er auf das Sivananda-Yoga-Zentrum in München aufmerksam, wo er im Herbst 1980 durch einen Vortrag erstmals von der Vedanta-Philosophie, dem Mantrasingen und der Spiritualität des Yoga tief berührt wurde. Schon bald besuchte er regelmäßig zweimal wöchentlich den Satsang und nahm an einem Meditationskurs bei Swami Durgananda teil. Dieser Kurs wurde über mehrere Jahre fortgesetzt; Sukadev besuchte ihn bis 1984.

Seine erste Yogastunde hatte er im Januar 1981 bei der fast erblindeten, über 70-jährigen Swami Ramananda, einer Schülerin von Swami Vishnu-devananda. Im Mai 1981 begegnete er erstmals Swami Vishnu-devananda persönlich und erhielt eine Mantraweihe. Ab Oktober 1981 wohnte er in sehr einfachen Verhältnissen im Münchner Sivananda-Yoga-Zentrum und arbeitete dort als Sevaka. Auch die Astrologenschule von Wolfgang Döbereiner besuchte er in seiner Münchener Zeit zwei- bis dreimal wöchentlich.

Lehrzeit unter Swami Vishnu-devananda

Sukadev Volker Bretz mit Swami Vishnu-devananda, Spanien 1985

Sukadev Volker Bretz beendete 1981 die Yogalehrer-Ausbildung in den Sivananda-Zentren und 1982 nahm er an der fortgeschrittenen Yogalehrerausbildung bei Swami Vishnu-devananda in Kanada teil. Anschließend erhielt er die Einweihung als Brahmacharin (Schüler). Ab diesem Zeitpunkt lernte und lehrte er zwölf Jahre als Schüler unter Swami Vishnu-devananda.

Von Juli 1983 bis Dezember 1991 war er Vollzeitmitarbeiter in den Sivananda-Yoga-Zentren und war Leiter der Yogazentren in Wien, Genf, Paris, London, New York und Los Angeles. 1985 wurde Sukadev als "Swami Sukadevananda" in die Mönchsgelübde (Sannyas) eingeweiht. Im Jahre 1988 war er als persönlicher Assistent von Swami Vishnu-devananda tätig und Leiter des Hauptsitzes der internationalen Sivananda-Yoga-Zentren in Val Morin, Kanada. Swami Vishnu-devananda ernannte Sukadev 1990 zum "Acharya" (Yoga Meister), berief ihn in den Vorstand der Sivananda Yoga Vedanta Zentren (EBM). Im selben Jahr übergab Swami Vishnu-devananda die Leitung der Zentren an seine Nachfolger.

Zu Sukadevs Tätigkeiten gehörten unter anderem die Ausbildung von Yogalehrern in Amerika, Kanada und Spanien. Er gab Yogastunden, Meditationskurse und unternahm Vortragsreisen durch Amerika und Europa. Aus der intensiven Praxis und der umfangreichen Lehrtätigkeit entwickelte er spezielle Weisen, wie die Rishikeshreihe auf besondere Zielsetzungen angewandt werden kann:

  • Rishikeshreihe für Energie-Erweckung und Harmonisierung: Langes Halten der Stellungen mit Chakra-Konzentration
  • Rishikeshreihe für geistige und psychische Entwicklung: Langes Halten der Stellungen mit Affirmationen, Selbstbefragung und Visualisierung
  • Rishikeshreihe für Flexibilität und körperliche Entwicklung: Viele Variationen, ohne Zwischenentspannung, gezielter aber spärlicher Einsatz von Hilfsmitteln wie Bänder, Wand und Kissen (Vgl. Sukadev Volker Bretz: "Das Yoga Vidya Asana Buch". Yoga VidyaVerlag, Oberlahr 2003, S. 34–52)

Swami Vishnu-devananda lehrte Sukadev auch das Unterrichten von fortgeschrittenem Pranayama und das Unterrichten von Kundalini Yoga-Intensivseminaren. Daraus entwickelter er Pranayama-Kurse und Kundalini Yoga-Intensiv-Kurse.

Um 1991 entband Swami Vishnu-devananda Sukadev von seinen Mönchsgelübden und entließ ihn aus dem Vorstand. Aus Swami Sukadevananda wurde wieder Sukadev. Anschließend leitete Sukadev das Sivananda Yoga Center in Toronto. Im Dezember 1991 verließ Sukadev Volker Bretz die von Swami Vishnu-devananda gegründeten Zentren. Er begab sich auf eine Reise durch Amerika, Israel und Indien und verbrachte mehrere Wochen im Sivananda Ashram in Rishikesh. "Dort hatte er eine Vision von Swami Sivananda. In dieser Vision wurde ihm klar, dass es seine Aufgabe war, nach Deutschland zurückzukehren, um dort Yoga zu lehren und eine größere Yoga-Bewegung zu gründen." [1] So legte er 1992 die Grundlage für den Yoga Vidya e.V. in Deutschland.

Gründer und Leiter von Yoga Vidya

Sukadev entwickelte mit dem Yoga Vidya Stil einen eigenen Yoga Stil

Sukadev Volker Bretz kehrte 1992 nach Deutschland zurück und eröffnete in Frankfurt das erste Yoga Vidya-Zentrum mit dem Ziel, den klassischen, ganzheitlichen Yoga in der Tradition von Swami Sivananda und Swami Vishnu-devananda zu lehren. Der ganzheitliche Yoga, den Yoga Vidya lehrt, ist eine Kombination der verschiedenen Yogawege: Hatha Yoga, Kundalini Yoga, Bhakti Yoga, Raja Yoga, Jnana Yoga und Karma Yoga.[2] Als höchstes Ziel wird die Erfahrung des Unendlichen angesehen. Etappen auf diesem Weg sind u.a. Gesundheit, ein ausgeglichener Geist, Harmonie mit sich selbst und der Umwelt, Zugang zur Intuition und Entfaltung von Fähigkeiten.

Sukadev Volker Bretz entwickelt um 1992 das Konzept: "Rishikeshreihe als Verehrung Gottes"; Asanas als "Ganzkörper- Gebet zur Verehrung Gottes" mit dem Ziel, sich als Instrument Gottes zu fühlen.

Den Grundstein für die systematische Verbreitung von Yoga legte Sukadev Volker Bretz mit der ersten Yoga-Vidya-4-Wochen-Yogalehrerausbildung. Hier lehnt er sich an das von Swami Vishnu-devananda entwickelte Konzept der 4-Wochen-Yogalehrerausbildung an. 1993 begann zudem die erste zweijährige Yoga Vidya-Yogalehrer-Ausbildung.

1994 gründete Sukadev Volker Bretz den Yoga Vidya Verlag. Mit der Verlagsgründung wurden die ersten eigenen Bücher, Yogaübungs-Videos und -CDs herausgegeben. 1995 folgte die Gründung des Yoga Vidya e.V. und die Gründung des Bundes der Yoga Vidya Lehrer e.V. (BYV), welcher 2007 in "Berufsverband der Yoga Vidya Lehrer/innen" umbenannt wurde. Der Yoga Vidya e.V. ist ein eingetragener nichtkommerzieller Verein mit Hauptsitz in Bad Meinberg. Der Berufsverband der Yoga Vidya Lehrer/innen ist ein Zusammenschluss von Yogalehrern, die sich verpflichtet fühlen, die klassische, authentische Yogalehre weiterzugeben.

Von 1993 bis 1996 beschäftigte sich Sukadev Volker Bretz mit der sportlichen Trainingslehre und der Sportmedizin. Er entwickelte die Yoga-Vidya-Fitness-Reihe und Yoga Bodywork (Partneryoga) [3] sowie Yoga für den Rücken [4]. In diesen Yogareihen werden die Prinzipien der klassischen Rishikeshreihe mit den Erkenntnissen der modernen sportmedizinischen Trainingslehre und mit orthopädischen Gesichtspunkten verbunden.

1995 eröffnete Sukadev das Haus Yoga Vidya in Oberlahr, Westerwald. In diesem Seminarhaus werden verschiedene Seminare, Aus- und Weiterbildungen angeboten. In den ersten Jahren unterrichtete Sukadev Volker Bretz die Yogalehrerausbildungen und die fortgeschrittenen Seminare selbst. Später begannen auch andere Yogalehrer unter seiner Anleitung Yogalehrer auszubilden und fortgeschrittene Seminare zu leiten.

Im Zeitraum von 1998 bis 2000 führten ihn kurze Besuche in den Sivananda Ashram in Rishikesh, wo er sich auf das Studium von Sanskrit konzentrierte und die Rezitation klassischer indischer Schriften erlernte.

Die Hochzeit von Sukadev Volker Bretz mit Shivakami Renate Röhrig, seiner langjährigen Lebensgefährtin, fand im Jahre 2000 statt (Scheidung 2012).

Von September bis Dezember 2001 begab sich Sukadev Volker Bretz in intensive Yogapraxis. Im selben Jahr entwickelte er das Konzept der zweijährigen Yogalehrer-Bausteinausbildung.[5]

Im folgenden Jahr (2002) wurden die Ayurveda-Seminare ausgebaut und es fand die erste Ayurveda Gesundheitsberater-Ausbildung statt. 2003 wurde der Berufsverband der Yoga Vidya Gesundheitsberater, Kursleiter und Therapeuten (BYVG) gegründet, mit Sukadev Volker Bretz als 1. Vorsitzenden. Der Yoga Vidya Verlag, der Yoga Vidya Versand und die Yoga Vidya Boutiquen wurden umgewandelt in die Yoga Vidya GmbH. Weiterhin wurden die European Federation of Yoga Teacher Associations ins Leben gerufen, mit Sukadev Volker Bretz als 1. Vorsitzenden.

Sukadev Volker Bretz entwickelte den Yoga Vidya Visharada Lehrgang. Der Lehrgang baut auf der zweijährigen Yogalehrer-Ausbildung bzw. der Bausteinausbildung auf. Weitere Seminare, Intensivwochen, Neuntages-Weiterbildungen führen in alle Aspekten des Yoga ein.

Die Eröffnung des zweiten Yoga Vidya-Seminarhauses Haus Yoga Vidya Bad Meinberg erfolgte im Jahre 2003 in Bad Meinberg. Bis 2008 entstanden über 50 Yoga Vidya-Kooperationscenter in verschiedenen Städten Deutschlands. Im November 2008 wurde das 3. Seminarhaus Haus Yoga Vidya Nordsee in Horumsiel/Wangerland in Friesland eröffnet. Das vierte Seminarhaus im Allgäu besteht seit Oktober 2013. Heute finden jährlich ca. 1600 Seminare, Aus- und Weiterbildungen in den Yoga-Vidya-Seminarhäusern statt und es gibt annähernd 100 vereinseigene und kooperierende Yoga-Vidya-Center (Stand 2015). [6]

Ziele

Sukadev Volker Bretz setzt sich für eine weite Verbreitung des klassischen, ganzheitlichen Yoga in der Tradition von Swami Sivananda ein. [7] Sein Ziel ist, so viele Menschen wie möglich zu inspirieren, mit der Praxis von Yoga zu beginnen und sie zu ermutigen, regelmäßig zu üben. So sollen viele Menschen die Techniken des Yoga kennen lernen, um in sich selbst die Momente von Stille, Frieden, Verbundenheit zu erfahren, in der Hoffnung zu einer friedvolleren Welt beitragen zu können. Dafür benutzt er neben Vortragsreisen, dem Unterrichten und Schreiben von Büchern viele neue Mittel, wie zahlreiche Hörsendungen, Videos, Artikel, welche er kostenlos ins Internet stellt.

Für Sukadev Volker Bretz ist Yoga ein Mittel, um Menschen zu helfen, gesund zu werden, sowie mit sich selbst und ihrer Umwelt besser zurechtzukommen. "Ich glaube auch, dass Yoga dabei hilft, dass Menschen friedvoller werden können, so dass dieser Planet ein friedvollerer Planet werden kann" [8], so Sukadev Volker Bretz. Schon sein Lehrer Swami Vishnu-devananda war davon überzeugt, "dass äußerer Friede ohne inneren Frieden nicht existieren kann." [9]

Lehrer von Sukadev

Sukadev Volker Bretz lernte von vielen Lehrern und verbindet so in seiner eigenen spirituellen Praxis und den Yoga Vidya Lehren Anregungen aus unterschiedlichen Traditionen.

Sukadev mit Swami Yogaswarupananda, Sivananda Ashram Rishikesh 2014
Sukadev mit Yogi Hari, Bad Meinberg 2005
  • Seine ersten Lehrer waren seine Eltern, von denen er unter anderem lernte, tief zu fragen, über die höheren Dinge im Leben nachzudenken und sich an hohen Idealen zu orientieren
  • Als Jugendlicher las er sehr viel. Mit 13 und 14 Jahren praktizierte er autodidaktisch anhand von Büchern Gedächtnistraining, Konzentrationstraining, Schnelllesen, Intelligenztraining und mehr. Ab dem Alter von 15 entwickelte sich in Sukadev ein tiefes spirituelles Interesse und Sehnsucht. Zu den Autoren, die ihn stark beeindruckten, gehörten Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller, Hermann Hesse, Carl Gustav Jung, Thorvald Dethlefsen, Franz Bardon, Karl-Otto Schmidt, Hermann Kissener, Swami Vivekananda, Swami Sivananda Swami Omkarananda, Rudolf Steiner, Eliphas Levi, Papus, Wolfgang Döbereiner, Joseph Murphy, Daisetz Teitaro Suzuki, Anandamayi Ma und Ramana Maharshi. Aus dem Studium der Bücher dieser und vieler anderer Autoren reifte in Sukadev die Überzeugung der Einheit aller spirituellen Traditionen.
  • Seine ersten systematischen spirituellen Praktiken, insbesondere Meditation, Atemübungen, Selbstbeherrschungsübungen, Visualisierungsübungen und mehr begann er mit 16 Jahren anhand der Bücher von Karl-Otto Schmidt und Franz Bardon
  • Mit 17 Jahren besuchte er Seminare und Vorträge von Swami Shantananda und Swami Raghavananda aus der Siddha Yoga Tradition von Swami Muktananda und begann so mit Yoga Meditationstechniken
  • 1980-1982 absolvierte er auch mit ein Astrologie-Studium an der Astrologenschule von Wolfgang Döbereiner, der die Münchner Rhythmenlehre begründet hatte
  • 1980-1983 studierte Sukadev Betriebswirtschaft. Unter seinen Universitätatsprofessoren, die ihn am meisten prägten waren Heinrich Heinen und Lutz von Rosenstiel. Von Heinrich Heinen lernte Sukadev den Ansatz, nicht an der Vergangenheit zu hängen, sondern den Entscheidungen von der Einschätzung der Zukunft abhängig zu machen. Durch Lutz von Rosenstiel bekam Sukadev den Ansatz vermittelt, die Aussagen auch der [Yogalehre auf den empirischen Prüfstand zu stellen und die Bereitschaft, das was sich nicht als hilreich herausstellt, abzulegen.
  • Von 1980-1991 praktizierte und lernte Sukadev besonders die Lehren von Swami Vishnu-devananda in den Sivananda Yoga Vedanta Zentren. Durgananda (Brigitte Fletcher, heute Swami Durgananda) wurde die Lehrerin, von der Sukadev besonders viel lernte. Andere Schüler von Swami Vishnu-devananda, von denen Sukadev entscheidende Impulse bekam, waren Swami Sankarananda, Yogi Hari, Swami Shanmugananda, Swami Mahadevananda, Swami Brahmananda, Chandra Cohen
  • Sukadev betrachtet sich als Schüler von Swami Vishnu-devananda. Er lernte auch direkt von ihm in zahlreichen Seminaren während zahlreicher Aufenthalte im Sivananda Ashram Yoga Camp Val Morin sowie während der Besuche von Swami Vishnu-devananda in den Zentren, die Sukadev leitete. 1988 war Sukadev persönlicher Assistent seines Meisters. 1989-1991 war er als Mitglied des Vorstands (EBM) der Sivananda Yoga Vedanta Zentren in sehr engem Kontakt mit Swami Vishnu-devananda
  • Besonderen Einfluss auf Sukadev hatte auch Swami Brahmananda, einer der ältesten Schüler von Swami Vishnu-devananda. Dieser führte Sukadev in einige Übungen ein, von denen er sagte, dass Swami Vishnu-devananda diese in den 1960er Jahren unterrichtet hätte und später nicht mehr, sowie in Pranayama und andere Übungen aus der Tradition von Yogi Ramacharaka und anderen
  • Das Studium der Bücher von Swami Venkatesananda (insbesondere Integraler Yoga, Sivananda Yoga) und die Biographie Swami Sivanandas von N. Ananthanarayan prägten sehr stark Sukadevs Verständnis der Lehren von Swami Sivananda. Das Buch Ananda Yoga for Higher Awareness von Swami Kriyananda prägte seine Sichtweise der Asanas entscheidend.
  • Unter den Büchern von Swami Sivananda waren es anfangs die Bücher Erfolg in Leben und Selbstverwirklichung sowie Konzentration und Meditation, die Sukadev entscheidend prägten. Später las er sehr intensiv alle erhältlichen Bücher von Swami Sivananda und bemühte sich, ihre Lehren in die Praxis umzusetzen.
  • In seiner Reisezeit Januar-Mai 1992 besuchte Sukadev zahlreiche Yogastunden in unterschiedlichen Traditionen, insbesondere Iyengar Yoga, Ashtanga Yoga, Integral Yoga, Jivamukti Yoga. In Indien machte er ein längeres Vipassana Retreat bei einem birmesischen Mönch mit.
  • Seit 1992 hält Sukadev engen Kontakt mit dem Sivananda Ashram Rishikesh. Er lernte dort insbesondere von Swami Chidananda, Swami Brahmananda, Swami Krishnananda, Swami Vimalananda, Swami Yogaswarupananda, Swami Padmanabhananda, Swami Hamsananda. Er lud immer wieder Swamis und Meister aus dem Sivananda Ashram Rishikesh ein, von denen er lernte und deren Lehren er in Yoga Vidya integrierte. Dazu gehört insbesondere Shri Karthikeyan und Swami Yogaswarupananda.
  • 1986, 1992-2012 hatte Sukadev engen Kontakt zu Swami Nityananda, den er regelmäßig in Dakshinpuri/Delhi besuchte und der die Yoga Vidya Ashrams und Zentren immer wieder besuchte. Von Swami Nityananda, Shri Karthikeyan und Swami Yogaswarupananda bekam Sukadev immer wieder Ratschläge auch für die Entwicklung von Yoga Vidya
  • Besonders 1992 hatte Sukadev engen Austausch mit Saraswati Eve Hartung, die er schon 1981-1985 kennengelernt hatte. Eve Hartung hatte einen eigenständigen Yoga Stil entwickelt, der insbesondere großen Wert auf intensive Hilfestellungen legte. Daraus entwickelte sich Sukadev Yoga Vidya Bodywork Reihe.
  • Seit 1992 beschäftigte sich Sukadev auch mit den Büchern von Swami Satyananda und besuchte auch Vorträge, Workshops und Seminare in dieser Tradition, aus der auch Impulse in Sukadevs Kundalini Yoga Lehren mit einflossen.
  • Sukadev lädt immer wieder Lehrer der Sivananda-Tradition zu sich in die Yoga Vidya Zentren ein, tauscht sich mit ihnen aus, lernt von ihnen. Dazu gehören viele, die wie Sukadev eine Weile bei Swami Vishnu-devananda gelebt haben: Narayani Rabinovitch, Giris Rabinovitch, Shanmuga Eckhart, Gauri Eckhart, Chandra Cohen, Swami Saradananda, Yogi Hari, Leela Mata, Madhana Mohan. Insbesondere Shanmuga Eckhart zeigt Sukadev immer wieder, wie Lehren und Prinzipien aus der humanistischen Psychologie ins Yoga integriert werden können und tauscht sich mit ihm über moderne wissenschaftliche Erkenntnisse aus Psychologie, Soziologie, Hirnwissenschaft aus. Yogi Hari und Madhana machten Sukadev genauer mit Ashtanga Yoga vertraut. Dies, zusammen mit Fitnesstraining, führte zu Sukadevs "Hanuman Fitness Yoga".
  • 1992-1996 leitete Sukadev zusammen mit Eva-Maria Kürzinger das erste Yoga Vidya Zentrum in Frankfurt. Eva-Maria vermittelte Sukadev eine konsequente ökologische Lebensführung und die Notwendig von Bio-Nahrungsmitteln. Eva-Maria brachte auch eine Menge Weisheit aus Jahrzehnte gelebter Spiritualität mit ein und prägte Sukadev in vielerlei Hinsicht.
  • Seit 1992 lernte Sukadev auch viel von seiner langjährigen Lebensgefährtin und Ehefrau Shivakami Renate Röhrig (Trennung 2011, Scheidung 2012, seitdem aber weiterhin freundschaftliches Verhältnis). Shivakami hatte Yoga und Ayurveda in der Tradition von Balaji Tambe gelernt und machte Sukadev mit diesen Yogalehren vertraut. So integrierte Sukadev Ayurveda Wissen in seine Lehren. Shivakami hatte sich auch mit Gestaltpsychologie, Psychotherapie und humanistischer Psychologie beschäftigt und trug so entscheidend dazu bei, dass auch diese Lehren bei Yoga Vidya integriert wurden.
  • Seit 1992 besuchte Sukadev immer wieder Yoga Kongresse und Yoga Festivals. Auch wenn er häufig als Referent eingeladen wird, besucht er gerne Vorträge und Workshops anderer Lehrer und lernt von ihnen. Yoga Vidya veranstaltet mehrmals im Jahr Yoga Kongresse und lädt auch sonst immer wieder spirituelle Lehrer aus verschiedenen Traditionen ein, deren Lehren immer wieder Spuren hinterlassen in Sukadevs Art, wie er Yoga weiter gibt
  • 1992-1996 war Sukadev auch von der sportmedizinischen Trainingslehre fasziniert und studierte viele Bücher und Zeitschriften zu dem Thema. Er war auch einige Jahre Mitglied eines Fitnessclubs in Frankfurt. Seitdem hält er sich auf dem Laufenden, was moderen Erkenntnisse aus Medizin und Sportmedizin betrifft.
  • Zu Yoga Vidya gehört ein tief spirituell-demokratisches Verständnis. Nach Sukadevs Überzeugung wirkt göttliche Führung gerade in der Gemeinschaft mit anderen Suchenden. So sind die vielen gemeinsamen Besprechungen und Gespräche mit den Mitgliedern der Yoga Vidya Lebensgemeinschaft (Sevaka-Gemeinschaft) zu Lehrern von Sukadev geworden.
  • Seit 1995 hatte Sukadev Kontakt mit Sumitra Shang. Dieser lehrte ihn Homa und Yajna. In vielen spirituellen Gesprächen und gemeinsamen Meditationen hatte Sumitra einen großen Einfluss auf Sukadev.
  • seit 1996 beschäftigt sich Sukadev auch intensiver mit Führungspsychologie, Motivationspsychologie, Organisationspsychologie, spiritueller Unternehmensführung und integriert diese bei Yoga Vidya. Insbesondere Donald Walters (Kriyananda), Reinhard K. Sprenger sowie die Podcast Reihe Manager Tools von Michael Auzenne und Mark Horstman hatten Einfluss auf die Entwicklung von Yoga Vidya als Gemeinschaft. Bücher und Hörbücher von Anselm Grün gaben ihm Anregungen, wie man Spiritualität, Erkenntnisse der Psychologie und Psychotherapie sowie Führungsstil innerhalb einer wachsenden Gemeinschaft verbinden kann.
  • Schon seit Ende der 1980er Jahre beschäftigt sich Sukadev mit den Prinzipien der Gewaltfreien Kommunikation (GfK) nach Marshall Rosenberg und bemüht sich, diese in seine Denkweise, Kommunikation und Führung von Yoga Vidya zu integrieren.
  • Seit 2000 liest Sukadev unzählige Büchern und hört Sendungen aus Hörbüchern und Podcasts insbesondere aus den Bereichen Humanistische Psychologie, Systemische Psychologie, Hypnotherapie. Die Werke von Gunther Schmidt hatten einen besonderen Einfluss auf die Konzepte von Sukadev bezüglich des Umgangs mit sich selbst und anderen.
Sukadev und Satyadevi Bretz
  • Seit 2003 besucht Sukadev die Gottesdienste der evangelisch-reformierten Kirche in Bad Meinberg. Pfarrer Rainer Schling und Pfarrerin Heike Stijohann halfen ihm zu einer neuen Sichtweise des Christentums, in der insbesondere die Nächstenliebe, die Akzeptanz von menschlichen Schwächen, das Vertrauen auf die Führung durch Gott und auf die Gnade Gottes eine wichtige Rolle spielen.
  • Seit 2011 ist Sukadev zusammen mit Satyadevi Bretz, geb. Bratherig (Hochzeit 2013). Von Satyadevi bekam er neue Impulse zu Naturspiritualität, Schamanismus und intuitive Techniken für tiefe mystische Erfahrungen.
  • Bei Yoga Vidya gibt es viele Mitarbeiter (Sevakas), die selbst langjährige, zum Teil Jahrzehnte Erfahrung in spiritueller Praxis haben. Auch von ihnen lernt Sukadev immer wieder. Zu den besonderen Menschen, von denen Sukadev bei Yoga Vidya gelernt hat, gehören Christiana Hörtdörfer, Vasudeva Thies, Dieter Hehn (der viel Erfahrung im Leben in basisdemokratischen Gemeinschaften einbrachte), Keshava Schütz, Padmakshi Berger, Swami Nirgunananda, Surya Thelen, Narendra Hübner. Insbesondere aus Gesprächen mit der Bad Meinberger Ashramleiterin, Swami Nirgunananda, und den anderen Yoga Vidya Ashramleitern, bekommt Sukadev immer wieder neue Impulse.

Sukadev hat ein breitgestreutes Interesse, immer wieder dazuzulernen und dehnt so die Lehren von Yoga Vidya stetig weiter aus.

Inzwischen ist Yoga Vidya sehr groß geworden. Sukadev gibt anderen Raum, ihre eigenen Lehren und Erkenntnisse weiterzugeben. Viele Mitarbeiter, Seminarleiter und Ausbildungsleiter bringen immer wieder neue Impulse mit.

Werke von Sukadev Volker Bretz

  • Das Yoga Vidya Asana Buch. Fotoband, der Yogatechniken vorstellt, auf der Basis der Rishikeshreihe nach Swami Sivananda; mit kurzen Erkäuterungen zu Wirkungen.

Daten aus dem Leben von Sukadev Bretz

Sukadev Meditation Sitz.JPG

Kindheit

  • 3.2.1963 geboren in Bad Kreuznach als zweitältester Sohn von Karl-Fritz Bretz und Erika Bretz, geborene Hartmann. Brüder: Hartmut Bretz, spiritueller Name Atmarama, geb. 25.1.1961, Norbert Bretz, geb. 27.7.1965
  • Aufgewachsen in Gensingen in der Straße "Am Bahnhof", umbenannt 1970 in Alexander-Bretz-Straße nach seinem Großvater Alexander Bretz aus Anlass des 75-jährigen Firmenjubiläums der Firma "Bretz und Co", begründet von Johannes Bretz, des Großvaters von Sukadev
  • Besuch des Kindergartens Gensingen
  • 1969-1972: Besuch der Grundschule Gensingen; Überspringen der 3. Klasse

Jugend

  • 1972-1980: Besuch des Stefan-George-Gymnasiums Bingen
  • Seit 1972: Hobby: Bücher lesen; besonderes Interesse an Geschichte
  • 1975: Umzug in das neu gebaute Haus der Familie Am Eichborn 7
  • 1976: Konfirmation
  • 1976-1980 Besonderes Hobby: Reiten; 1978-1980 eigenes Pferd Machalit; beim Ausreiten mystische Erlebnisse
  • 1976: Bewusstes spirituelles Interesse erwacht; Lesen der Werke der klassischen deutschen Literatur, Lessing, Goethe, Schiller
  • 1977: Lesen der Bücher von Hermann Hesse "Der Steppenwolf", "Siddhartha", "Narziss und Goldmund", "Das Glasperlenspiel" etc., sowie Bücher von C.G. Jung schüren das Interesse an Mystik und Spiritualität; autodidaktisches Erlernen des "Speed-Readings"; Vorsatz: Jeden Tag ein Buch vollständig lesen und den Inhalt behalten
  • 1978: Lesen der Bücher von Thorwald Dethlefsen "Das Leben nach dem Leben", "Das Erlebnis der Wiedergeburt" erweckt das Interesse an Esoterik. Über den Bruder Hartmut Ausleihen und Lesen aller Bücher aus dem Literaturverzeichnis dieser Werke
  • 1978: Beginn mit eigener Meditation anhand von Büchern
  • 1978: Oberstufe; Leistungsfächer: Mathematik, Sozialkunde, Deutsch
  • 1978: Lesen der Werke von Swami Omkarananda, eines Schülers von Swami Sivananda. Erster Kontakt mit den Lehren von Swami Sivananda
  • 1979-1981: Durcharbeiten der Übungen aus den Werken von Franz Bardon: Der Weg zum Wahren Adepten, Die Praxis der magischen Evokation, Der Schlüssel zur wahren Quabbalah; mystische Erfahrungen und Zugang zur Feinstoffwelt
  • 1979 Schularbeit im Fach Sozialkunde: "Die Entliberalisierung in Deutschland von 1848-1945"
  • Mai 1980: Vorzeitiges Abitur; Jahrgangsbester mit Notendurchschnitt 1,1

Studium und spirituelle Lehrzeit

  • Juni-Oktober 1980: Praktikum in der elterlichen Firma "Bretz und Co" in Gensingen; Erlernen von Zuschneiden, Nähen und Polstern; am Ende mehrere Wochen in der Statistik-Abteilung: Erlernen des Nutzens von Kennzahlen zur Unternehmensführung
  • 1980-1983: spirituelle Lehrjahre bei Sivananda Yoga München und Studium der Betriebswirtschaftslehre
  • August 1980: Bei einem Besuch in München erstmalig in einem Vortrag eines Yoga Meisters (Swami Shantananda in der Siddha Yoga Tradition von Swami Muktananda); tiefes Berührtsein durch die Vedanta-Philosophie, das Mantra-Singen und die Spiritualität des Yoga; seitdem tägliche Meditation mit einem Mantra; anschließend systematisches Lesen aller deutschsprachigen Yoga-Literatur, die es in der Münchner Universitätsbibliothek und der Bayrischen Staatsbibliothek auszuleihen gab
  • Ende Oktober 1980: Umzug nach München zu Bruder Hartmut in dessen Einzimmer-Wohnung (Dusche/Bad auf der Etage)
  • November 1980-August 1981: Absolvierung des Grundstudiums in Betriebswirtschaftslehre (BWL) an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) in einem Semester; mit Hilfe seines Bruders Hartmut, der ihm Ratschläge gegeben hat, welche Vorlesungen er besuchen soll und für welche Fächer er in Selbststudium alles Wichtige erarbeiten kann und nur für die Prüfungen erscheinen muss
  • November 1980: Erster Besuch eines Satsangs im Sivananda Yoga Vedanta Zentrum München; tiefes Berührtsein; seitdem Besuch der Satsangs mittwochs 20.30h und sonntags 18.15h
  • Ab Mitte November: Besuch eines Meditationskurses bei Swami Durgananda im Sivananda Yoga Vedanta Zentrum; dieser Kurs wird über mehrere Jahre fortgesetzt; Sukadev besucht ihn bis 1984
  • November 1980-Juni 1982: Besuch der Münchner Astrologenschule von Wolfgang Döbereiner 2-3 Mal pro Woche abends
  • Dezember 1980: Beginn der Hatha Yoga Praxis anhand des Buches von Richard Hittleman: "Yoga in 28 Tagen"; seitdem tägliche Hatha Yoga Praxis
  • Januar 1981: Erste Yogastunde bei der fast erblindeten über 70-jährigen Swami Ramananda, Schülerin von Swami Vishnu-devananda, im Sivananda Yoga Vedanta Zentrum München; tiefe Erfahrungen; Swami Ramananda sagte ihm: "Aus dir wird noch ein großer Yogi werden". Seitdem Kauf eines Monats-Abo und regelmäßige Teilnahme an Yogastunden im Sivananda Yoga Zentrum
  • Ca. Januar 1981: Umzug in die Isartorstraße München; tägliches Ausführen von Satsang
  • Mai 1981: erstes Treffen mit seinem Guru Swami Vishnu-devananda; Mantraweihe; Besuch eines Seminars in St. Agatha/Salzkammergut/Österreich; seitdem regelmäßig Karma Yoga im Sivananda Yoga Zentrum
  • Juni 1981 Seminar bei Swami Raghavananda aus der Siddha Yoga Tradition
  • August 1981: Unterrichten der ersten Yogastunden
  • September 1981: Yogalehrer Ausbildung in der Sivananda Ashram Yoga Ranch Woodbourne im Staat New York; Unterrichtende: Swami Sankarananda, Ramanuja und Yogi Hari
  • Oktober/November 1981: Assistenz bei 20 Yogastunden von Durgananda (heute: Swami Durgananda), die ihm viele Details zum Yoga Unterricht beibringt; seither tägliches oder fast tägliches Unterrichten von Yogastunden
  • Oktober 1981: Umzug ins Sivananda Yoga Zentrum München: Kein eigenes Zimmer - Schlafen auf einer Iso-Matte im Yoga-Raum.
  • November 1981: Beginn des Hauptstudiums; seltener Besuch der Vorlesungen; Erarbeiten des Stoffs über die Bücher der Professoren; Ausnahme: Die Vorlesungen im Nebenfach Psychologie, insbesondere von Professor Lutz von Rosenstiel zu Motivationspsychologie, Führungspsychologie und Organisationspsychologie besucht er regelmäßig; in der BWL Spezialisierung auf Industriebetriebslehre (Prof. Edmund Heinen) und Konzernbilanzlehre.
  • 1982: Fortgeschrittene Yogalehrer Ausbildung bei Swami Vishnu-devananda in Kanada. Brahmacharya- (Schüler) Einweihung.
  • 1982: Diplomarbeit: Determinanten der Arbeitsmotivation: Vergleichbare Ansätze in indischer und westlicher Psychologie
  • 1983: Jüngster Ausbilder bei der Yogalehrer Ausbildung in Kanada
  • Juli 1983: Abschluss Studium der Betriebswirtschaftslehre als Diplom-Kaufmann; Ablehnung zweier Assistenzposten, die ihm u.a. von Prof. Dr. Heinen angeboten wurden
  • Juli 1983 - Dezember 1991: Vollzeit-Mitarbeiter in den Sivananda Yoga Zentren. Leiter verschiedenster Zentren.
Sukadev trommelt Tabla im Satsang

Dabei Ausbilder bei zahlreichen Yogalehrer Ausbildungen in USA, Kanada und Spanien. Umfangreiche Unterrichtstätigkeit: Yoga Kurse, Meditationskurse, Seminare, Kundalini Yoga Intensiv-Kurse, Vorträge. Zahlreiche Vortragsreisen durch Europa und Amerika.

Aus der intensiven Praxis und der umfangreichen Lehrtätigkeit erhält er tiefe Einsichten in die innere Logik und Weisheit der später so genannten Yoga Vidya Grundreihe, auch "Rishikesh Reihe" bzw. Sivananda Basic Class genannt. Er entwickelt spezielle Weisen, wie die Yoga Vidya Grundreihe auf besondere Zielsetzungen angewandt werden kann, z.B.

Swami Vishnu-devananda weist ihn in das Unterrichten von fortgeschrittenem Pranayama sowie das Unterrichten von Kundalini Yoga Intensiv-Seminaren ein. Sukadev entwickelt daraus:

  • 5-wöchige Pranayama-Kurse
  • Kundalini Yoga Intensiv-Wochenenden
  • Kundalini Yoga Intensiv-Wochen

Sukadev entwickelt in Absprache mit verschiedenen anderen Yogalehrern das Konzept der jeweils 5-wöchigen Hatha Yoga Anfängerkurse "Yoga 1", Yoga 2", "Yoga 3". Dieses Konzept wird lange zum Standard in den Sivananda Yoga Vedanta Zentren, und bis heute bauen die Yoga Vidya Kurse darauf auf.

Sivananda Yoga-Zentren, die Sukadev geleitet hat:

  • 1983-1984: Sivananda Yoga Zentrum München
  • 1984-1985: Leiter des Sivananda Yoga Zentrums Wien
  • 1985: Leiter der Sivananda Yoga Zentren Genf
  • 1985: Einweihung in Sannyas (Mönchs-Gelübde). Neuer Name: Swami Sukadevananda
  • 1985-1986: Leiter des Sivananda Yoga Zentrums Los Angeles
  • 1986-1988: Leiter des Sivananda Yoga Zentrums Paris
  • Juli 1987: Bei der Hundertjahrfeier von Swami Sivananda in Val Morin/Kanada: Tiefe spirituelle Erfahrung und Vision Swami Sivanandas
  • 1988 Mai: Leiter des Sivananda Yoga Vedanta Zentrums London
  • 1988: Persönlicher Assistent von Swami Vishnu-devananda und Leiter des Hauptsitzes der internationalen Sivananda Yoga Zentren in Val Morin/Kanada
  • Sommer 1988: Intensive Pranayama Praxis (bis 12 Stunden täglich spirituelle Praktiken), dabei intensive Erfahrung. Wissenschaftliche Untersuchungen der Wirkung dieser Praktiken mit EEG, EMG, EKG durch Wissenschaftler der Universität Prag (Prof. Dr. Dostalek).
  • 1989: Leiter des Sivananda Yoga Zentrums New York
  • 1989-1991: Leiter des Sivananda Yoga Zentrums Los Angeles
  • 1990: Ernennung durch Swami Vishnu-devananda zum "Acharya Matsyendranath"
  • 1991: Entbindung von seinen Gelübden durch Swami Vishnu-devananda. Verlobung mit Daya Devi. Rücktritt vom Vorstand der "International Sivananda Yoga Vedanta Centers".
  • 1991: Leiter des Sivananda Yoga Centers Toronto
  • Dez. 1991-Mai 1992: Verlassen der Sivananada Yoga Vedanta Zentren, Reisen
  • 31. Dezember 1991: Verlassen der von Swami Vishnu-devananda gegründeten Sivananda Yoga Vedanta Zentren, um einen lebensnahen Yoga zu leben und zu lehren
  • Januar 1992: Reisen durch Amerika und Europa: Toronto, Chicago, New York, Amsterdam
  • Februar 1992: Israel. Mystische Erlebnisse insbesondere in Jerusalem und am Toten Meer
  • Februar-Mai 1992: Reise durch Nordindien: Delhi, Rajasthan, Pushkaa, Khajuraho, Varanasi, Bodhgaya
  • März 1992: Mehrwöchiger Aufenthalt in der Divine Life Society/Sivananda Ashram Rishikesh. Tägliches Studium und Praxis mit 3 großen Yoga Meistern: Swami Chidananda, Swami Krishnananda, Swami Brahmananda.
  • März 1992: Vision Swami Sivanandas mit Berufung, Yoga Zentren in Deutschland zu eröffnen.

Tätigkeit bei Yoga Vidya: Gründung und Aufbau von Europas größter Yoga Bewegung

Von 1992 an überschneiden sich die biografischen Daten von Sukadev sehr stark mit der Geschichte von Yoga Vidya.

Mai 1992-März 1997 Yoga Center am Zoo Frankfurt

Sukadev Lotus vor Magnolien.jpg
  • Mai 1992: Unterzeichnung Mietvertrag des ersten Yoga Vidya Zentrums, in Frankfurt
  • 15. Juni 1992: Eröffnung des ersten Yoga Vidya Centers in Frankfurt, zusammen mit Eva-Maria Kürzinger in der Hanauer

Landstraße 48 als "Yoga-Center am Zoo". Tägliche Yogastunden, Meditationen. Wochenendseminare.

Entwicklung des Konzepts: "Yoga Vidya Grundreihe als Verehrung Gottes": Asanas als Ganzkörper-Gebet zur Verehrung Gottes mit dem Ziel, sich als Instrument Gottes zu fühlen.

  • Seit Dezember 1992: Lebensgefährtin Shivakami Röhrig (Hochzeit Juni 2000, Trennung 2011)
  • 1993-1996: Mitglied in einem Fitness-Club. Umfangreichere Beschäftigung mit Fragen der sportlichen Trainingslehre und der Sportmedizin. Entwicklung der Yoga-Reihen "Hanuman Fitness Yoga" (zunächst als "Power Yoga" bezeichnet) und "Yoga Vidya Bodywork Partner Asanas", worin die Prinzipien der klassischen Yoga Vidya Grundreihe mit den Erkenntnissen der modernen sportmedizinischen Trainingslehre verbunden werden.
  • 1992-1999: Besuch von Yoga Kongressen, Seminaren und Austausch mit anderen Yogalehrern verschiedener Traditionen.

Entwicklung der Yoga-Reihe "Yoga für den Rücken", in welcher die Übungen der klassischen Yoga Vidya Grundreihe nach orthopädischen Gesichtspunkten abgewandelt werden.

Entwicklung des Konzepts: "Yoga als ganzheitliches System zur Entwicklung der gesamten Persönlichkeit: Körper-Training, Energie-Training, Gefühls-Training, mentales Training, spirituelles Training". Dieses Konzept wurde zur Grundlage aller 2-jährigen Yogalehrer Ausbildungen. Es verbindet die Techniken des klassischen Yoga mit Techniken aus der westlichen Psychologie, Psychotherapie, Sportmedizin und Fitnesstraining.

  • 1993/4: Erste Yoga-Ferienseminare und Kundalini Yoga Intensivwochen in angemieteten Seminarhäusern im Spessart, an der Nordsee und im Schwarzwald.

Entwicklung des Konzepts "Yoga Vidya Intensivseminar"

  • 1994: Gründung des Yoga Vidya Verlags: Kassetten, Videos, CDs, Bücher zum Thema Yoga; Gründung des Yoga Vidya Versands.

Erste Kassetten mit Sukadev erscheinen: Yoga für Anfänger, Yoga Mittelstufe, Yoga für Fortgeschrittene, Pranayama für Fortgeschrittene, Pranayama für Anfänger, Tiefenentspannung, Meditation

  • 1995 und 1996: Vierwöchige Yogalehrer Intensiv-Ausbildungen in einem angemieteten Seminarhaus "Engelland" in Lütjenwestedt/

Schleswig-Holstein. Anlehnung an das von Swami Vishnu-devananda entwickelte Konzept, aber Ausbau und Anpassung: Anderer Tagesablauf mit längerer Mittagspause, mehr Betonung auf Unterrichtstechniken, Tage mit intensiverer Praxis (schweigender Meditationstag, Kundalini Yoga Intensiv-Tage)

  • Seit 1995: Suche nach eigenem Seminarhaus
  • 1996: Gründung des Yoga Vidya Centers Koblenz durch Manohara Wahl
  • 1996/1997: Begründung der Yoga Vidya Website im Internet
  • 1996: Gründung von "Haus Yoga Vidya Gut Hoffnungstal" in Oberlahr/Westerwald; Sukadev bleibt zunächst im Yoga-Center am Zoo in Frankfurt. Anantadas Büsseler leitet bis März 1997 die erste Phase des Aufbaus von Yoga Vidya Westerwald; Sukadev besucht Yoga Vidya Westerwald regelmäßig und leitet dort auch Seminare

Entwicklung des Konzepts des Yoga Vidya Seminarhauses: Basierend auf einem festem Gerüst von Yoga in der Tradition von Swami Sivananda und Swami Vishnu-devananda (Meditation, Mantrasingen, Hatha Yoga Stunden auf der Basis der Yoga Vidya Grundreihe) werden die verschiedensten Seminare angeboten: Einführungs- und Fortgeschrittenenseminare, sanfte und intensive Seminare, indische Yoga Schriften und westliche Medizin, praktische Seminare (Yoga für den Rücken, Sprach- und Stimmtraining, Stress-nein danke), spirituelle Seminare (Bhakti Yoga), künstlerische Seminare, indische Rituale etc. Yogalehrer Ausbildungen, Yogalehrer Weiterbildungen, Meditationskursleiter Ausbildungen.

Parallel Aufbau von Strukturen für eine ständig wachsende spirituelle Gemeinschaft.

In den ersten Jahren gibt Sukadev die meisten fortgeschrittenen Seminare und Yogalehrer Ausbildungen selbst. Schritt für Schritt lernt er andere Mitarbeiter auch in das Unterrichten von Ausbildungen an.

Eigenständige Neu-Entwicklungen sind: Meditation Schweige-Intensiv-Seminare

Seit 2003 Yoga Vidya Bad Meinberg

NLP Master Arbeit über Sukadev Volker Bretz

Autorin: Maria-Anna Hartmann, Januar 2013. Thema: Spiritualität, Vision und Wirtschaftlichkeit - wie passt das zusammen?

Fragen

  • Welche Vision, treibende Kraft steckt in Sukadev Bretz?
  • Wo bleibt die Spiritualität bei so einem Unternehmen "e.V."?
  • Was passiert mit dem Gewinn? Was macht der Gewinn mit dem Menschen?

Ziele von Sukadev Bretz und Yoga Vidya

  • Weite Verbreitung des klassischen, ganzheitlichen Yoga in der Tradition von Swami Sivananda und Swami Vishnu-devananda in Deutschland und Europa.
  • Schaffung von Gelegenheiten zum schnellen spirituellen Wachstum durch verschiedener Yogaausbildungen- und Fortbildungen
  • Viele Menschen sollen Yoga kennen lernen, um in sich selbst Momente von Stille, Frieden und Verbundenheit zu erfahren. Yoga soll Menschen helfen geistig wie körperlich gesund zu werden bzw gesund zu bleiben.
  • Angebot von zeitgemäßem Yoga mit Humor und vielen eigenen Wahlmöglichkeiten
  • Förderung der wissenschaftlichen Yoga Forschung
  • Zitat: "Den Arbeitslosen gibt Yoga Halt- den Überarbeiteten bietet es Ruhe"

Glaube von Sukadev

  • Vedanta Glauben: Alles ist eins. Jeder trägt das Göttliche in sich
  • Alles ist reines Bewusstsein (Materie ist manifestierte Bewusstheit)
  • Zitat: "Der Mensch ist wie er ist mit verschiedenen Aspekten. Die spirituelle Gemeinschaft muss eine sein, die Menschen mit all ihren Schwächen auf- und annimmt. Darauf kann der Mensch sich aufbauend entwickeln und sich einbringen".
  • "Es" geschieht durch Gott. Er ist bereit für die Aufgabe.
  • Je mehr Bewusstheit von jedem Einzelnen (durch Yoga, Ökologie u.ä.) eingebracht wird, desto größer ist die positive Kraft in der Welt ("Lichtnetz")

Was gibt Yoga dem Menschen?

Yoga gibt dem Menschen dass, was er im Alltag vermisst

Werte von Sukadev

  • Sein Leben ist ganz im Dienste Gottes , Swami Sivananda und der Menschheit gewidmet.
  • "Tu das was du tust mit Herz, mit Hingabe, mit Intensität- und lass dann los"

Identität

  • Ich bin Teil des kosmischen Bewusstseins, dass sich jetzt im Individuum manifestiert hat und als solches bestimmte Aufgaben hat und lernt.
  • Vedanta: Alles ist eins. Ich bin Teil davon.

SINN

  • Der Mensch denkt - Gott lenkt (wir werden geführt) alles hat seine Richtigkeit im kosmischen Sinn (Kosmos=Ordnung)
  • Streben nach Vollkommenheit, nach der Verbundenheit mit Gott, nach der Verbundenheit mit allem, nach der Einheit
  • Weltfrieden im Erdendasein

Strategie

  1. +Visionen kommen in der Meditation,
  2. +daraus wird eine Idee, ein Konzept.
  • Was sagt das Gefühl dazu?
  • Was sagt Gott dazu? Kommt es durch Gott?
  • Ist es in Swami Sivanandas Sinn?
  • Ist es gut für eine friedvolle Welt?

Fußnoten

  1. ebd., S. 8 und Vgl. Hörsendung Yoga als Teil der entstehenden Weltkultur; Sprecher: Sukadev Volker Bretz
  2. Bund der Yoga Vidya Lehrer: Handbuch zur Yoga-Schulung und Yogalehrer-Ausbildung. 7. Auflage, Yoga Vidya Verlag, 2003, S. 8
  3. ebd., S. 34–52
  4. ebd., S. 24
  5. Vgl. u.a.2-Jahres-Bausteinausbildung
  6. Vgl. Yoga Vidya
  7. Vgl. Yoga Vidya e.V.
  8. Vgl. u.a., Mit Yoga Zum Frieden und Yogapadund Yoga und Meditation als Wegbereiter eines Zeitalters des Friedens
  9. Vgl. u.a., Biografie Swami Vishnudevananda

Siehe auch

Weblinks

Literatur

Interviews mit Sukadev Volker Bretz

Artikel von Sukadev Volker Bretz in anderen Zeitschriften

Zeitschriftenartikel über Sukadev Volker Bretz

Zeitschriftenartikel, in denen Sukadev Volker Bretz zitiert wird

Es gibt sehr viele Zeitschriften und Zeitungen, in denen Sukadev Volker Bretz als Experte zitiert wird. Hier nur eine kleine Auswahl

Sukadev im Fernsehen

  • 21.12.2015 17-18h Vox "Mein Himmlisches Hotel": Sukadev und seine Frau Satyadevi sind die Hauptdarsteller in der Fernsehserie "Mein Himmlisches Hotel", Drehort Yoga Vidya Bad Meinberg.

Seminare

Seminare mit Sukadev Bretz

07. Okt 2016 - 09. Okt 2016 - Meditation Intensiv Schweigend
Mit Meditation, Yoga und Mantra-Singen tauchst du in deine innere Welt. Ein Intensivseminar mit täglichen langen Meditationssitzungen, zwei Yoga-Stunden und Mantra-Singen. Du findest zu dir selbst…
Sukadev Bretz,Vani Devi Beldzik,Adishakti Stein,
21. Okt 2016 - 23. Okt 2016 - Gelassenheit entwickeln
Möchtest du mit mehr Gelassenheit durchs Leben gehen? Machtvolle Techniken aus dem Yoga, um im Alltag inmitten einer Welt voller Veränderungen und inmitten der Höhen und Tiefen, die das Leben mi…
Sukadev Bretz,

Indische Meister

30. Sep 2016 - 04. Okt 2016 - Themenwoche: Indische Rituale und Rezitationen mit Swami Nivedanananda
Indische Rituale und Rezitationen sind sehr berührend. Die Rituale und Rezitationen werden von Swami Nivedananda durchgeführt. Swami Nivedananda ist ein authentischer indischer Meister des Yoga.…
Swami Nivedanananda,
20. Nov 2016 - 23. Nov 2016 - Ayurveda für Frauen mit Leela Mata
Auf vielfachen Wunsch ihrer Teilnehmerinnen teilt Leela Mata als “weise Frau” hier ihr besonderes Ayurveda-Wissen um ein gesundes, natürliches, freudevolles Leben als Frau. Zunächst stellt si…
Leela Mata,

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