Reinkarnation

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Reinkarnation (lat. Wiederfleischwerdung oder Wiederverkörperung) bezeichnet den Wechsel der menschlichen Seele zwischen ihrem irdischen und über-irdischen Seinszustand. Nach der yogischen Tradition ist das Ziel allen irdischen Lebens, "Gott, das Selbst, zu verwirklichen". Dieser Prozess der Bewusstwerdung entwickelt sich womögl. über viele Leben hinweg von einfacheren irdischen Strukturen wie Mineralien und Einzeller, über Pflanzen und Tiere bis hin zum Menschen, der schließlich das spirituelle Überbewusstsein (Moksha) erreicht. Erst durch diesen über-irdischen Zustand wird der Kreislauf der Reinkarnation von Geburt, Tod und Wiedergeburt beendet.

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Die Reinkarnationsforschung

Die Reinkarnationsforschung untersucht Erinnerungen, die als solche an ein früheres Leben interpretiert wurden. Dabei wird geprüft, ob sich der Fall als Betrug, Selbstbetrug oder durch psychologische, parapsychologische oder spiritistische Annahmen erklären lässt. Für so nicht erklärbare Fälle hält die Reinkarnationsforschung das Vorliegen einer tatsächlichen Reinkarnation für möglich.

Der bekannteste Wiedergeburtsfall in Indien ist Shanti Devi]. Sie wurde 1926 in Neu-Delhi geboren und erinnerte sich bereits als Kind genau an ihr früheres Leben als Hausfrau im 128 Kilometern entfernten Mathura. Obwohl sie noch nie an diesem Ort gewesen war, konnte sie genau ihren früheren Ehemann, das Haus und die Stadt beschreiben. Sie erinnerte sich sogar an die Stelle, wo sie früher immer ihr Geld versteckt hatte.

Bekannte Reinkarnationsforscher:

  • Dr. George Ritchie
  • Dr. Raymond Moody
  • Dr. Elisabeth Kübler-Ross
  • Ian Stevenson

Die Lehre von der Wiedergeburt

Wann und wo reinkarnieren wir uns?

Die Lehre von der Wiedergeburt ist die Basis des indischen Yoga. In der Bhagavadgita, dem heiligen Buch der Inder, erklärt der Yoga-Meister Krishna seinem Schüler Arjuna: "Ein Yogi, der mit Eifer und innerem Gespür übt, erreicht das dauerhafte Leben im Licht. Wer in diesem Leben mit dem Yoga beginnt und ihn nicht vollendet, setzt ihn im nächsten Leben fort. Wer Gutes tut, wird langfristig keinen Schaden erleiden. Wer sich jeden Tag mit den erleuchteten Meistern verbindet, der wird auf dem für ihn richtigen Weg ins dauerhafte Glück geführt. Er erreicht Moksha, die Befreiung seiner Seele, ewigen Frieden und ewiges Glück. Er lebt ewig im Zustand des Sat-Chid-Ananda (Sein-Einheitsbewusstsein-Inneres Glück)."

Buddha erblickte bei seiner Erleuchtung alle seine früheren Leben. Sie stiegen nacheinander in ihm auf. Er sah sich als Mensch, Tier, Pflanze und Stein. Als Buddha (vollständig erleuchtete Seele) wurde er dann zum reinen kosmischen Bewusstsein. Nach seinem Tod ging er ins Nirwana (Paradies, höchste Lichtwelt) ein und kann von dort aus allen Wesen, die sich geistig mit ihm verbinden, spirituell helfen. Der Dalai Lama u. a. übersetzen auch sallopp: nichts geht verloren; etwa im Sinn der goldenen Regel - möglichst gute [Taten und Gedanken fallen karmisch, schicksalhaft auf verursachende Kräfte zurück...

Amma (Mata Amritanandamayi) ist eine der wichtigsten Meisterinnen des heutigen Hinduismus. Wie Buddha kennt auch sie ihre vergangenen Leben. Sie ist damit eine aktuelle Zeugin für die Lehre von der Wiedergeburt. Sie bestätigt die Tatsache von früheren Leben und die Möglichkeit der Wiedergeburt in einem zukünftigen Leben. Sie will nach ihrem Tod auf die Erde zurückkommen, wenn ihre Anhänger es wünschen.

Swami Sivananda über Reinkarnation

Swami Sivananda ist Autor des Buchs „What Becomes of the Soul After Death“. Aus diesem Buch sind die folgenden Passagen genommen:

Die Doktrin der Reinkarnation oder Wanderung der Seelen ist eine fundamentale Lehre des Hinduismus. Das Wort Reinkarnation bedeutet wörtlich Wiederverkörperung, wieder in einen physischen Körper kommen. Die individuelle Seele nimmt wieder eine fleischliche Hülle an. Das Wort Seelenwanderung bedeutet Übergang von einem Ort zum nächsten. Übergang in einen neuen Körper.

Der Sanskrit Ausdruck Samsara ist von der Sanskrit Wurzel Sr abgeleitet, was ‘vorüberziehen‘ bedeutet. Das Präfix Sam bedeutet ‘intensiv’. Die individuelle Seele zieht mehrmals durch diese Welt und andere, subtilere, höhere Welten. Dieses wiederholte Vorüberziehen der Seelen—Samsriti ist wirklich mit dem Ausdruck Samsara gemeint.

Samsara existiert, damit die individuelle Seele lernen kann, sich selbst zu verwirklichen. Der Mensch trägt unendliche Möglichkeiten in sich. Er trägt den Speicher von Macht und Weisheit in sich. Er muss das Göttliche in sich entfalten. Dies ist das Ziel von Leben und Sterben.

Du hörst nach dem Tod nicht auf zu existieren. Vor dieser Geburt bist du durch unzählige Leben gegangen. Lord Krishna sagt in der Gita: “O Arjuna, sowohl du als auch ich hatten vorher viele Geburten; doch ich kenne sie alle, im Gegensatz zu dir. Auf Geburt folgt unvermeidlich Tod, und auf Tod folgt Wiedergeburt. Wie ein Mensch getragene Kleidung ablegt und neue anlegt, legt der Bewohner des Körpers abgenutzte Körper ab und legt andere, neue an.”

Die Upanishaden erklären außerdem: “Wie eine Raupe, die an die Spitze eines Grashalmes gekommen ist, auf einen neuen Grashalm überwechselt, wechselt die Seele in einen neuen Körper über, nachdem sie den alten Körper zur Seite gelegt hat” (Brihadaranyaka Upanishad). “Wie ein Goldschmied einem Stück Gold eine andere Form gibt, eine neue, schönere, so macht es wahrlich auch der Atman, nachdem er den Körper abgelegt und Avidya oder Unwissenheit zur Seite gelegt hat. Er kreiert eine neue und schönere Gestalt” (Brihadaranyaka Upanishad). “Ein Erdenkind reift wie Mais; wie Mais kommt es wieder ins Leben” (Kathopanishad).

Karma und Wiedergeburt

Die Doktrin der Wiedergeburt ist eine Folge der Gesetze des Karma. Die unterschiedlichen Anlagen der einzelnen Individuen müssen auf ihre entsprechenden vergangenen Taten zurückzuführen sein. Vergangene Taten impliziert vergangene Geburt. Außerdem kann all dein Karma sicherlich nicht in diesem einen Leben Früchte tragen. Daher muss es eine weitere Geburt geben, um die übrigen Taten zu genießen. Jede Seele hat eine Reihe von Geburten und Toden. Geburten und Tode werden sich fortsetzen, bis du Wissen über das Unvergängliche erlangst. Gutes Karma führt zu Inkarnation in höhere Sphären und schlechtes Karma in niedrigere. Tugend ermöglicht Aufstieg zu höheren Ebenen und Laster führt zu Abstieg in niedere. Aus Weisheit resultiert Glückseligkeit, und Gefangenschaft aus dem Gegenteil. So lange das Karma—ob gut oder schlecht—nicht erschöpft ist, erreicht der Mensch Moksha oder die finale Befreiung nicht, selbst in hunderten von Kalpas. Sowohl gutes als auch schlechtes Karma bindet den Jiva fest in seine Ketten. Die eine ist eine Goldkette und die andere ist eine Eisenkette. Moksha kann vom Menschen nicht erreicht werden, so lange kein Wissen über das Ewige besteht.

Beweise für die Existenz vorheriger Geburten

Ein neugeborenes Kind weist Zeichen von Freude, Angst und Kummer auf. Dies ist unerklärlich, es sei denn, wir nehmen an, dass das Kind, das gewisse Dinge in diesem Leben wahrnimmt, sich an entsprechende Dinge aus vergangenen Leben erinnert. Die Dinge, die im vergangenen Leben Freude, Angst und Kummer ausgelöst haben, tun das in diesem Leben weiterhin. Die Erinnerung der Vergangenheit beweist sowohl die vorhergegangene Geburt als auch die Existenz der Seele.

Ein Kind, gerade geboren, trinkt an der Brust seiner Mutter durch die Erinnerung, dass es dies auch schon im Leben davor getan hat, um seinen Hunger zu stillen. Der Begehr des Kindes nach Milch in diesem Leben wurde ausgelöst durch die Erinnerung an diese Erfahrung im vorherigen Leben. Dies beweist, dass die Seele des Kindes, obwohl es einen vorherigen Körper verlassen und einen neuen angenommen hat, sich an die Erfahrungen im vorherigen Körper erinnert.

Du kommst nicht vollkommen gedächtnislos und in totaler Finsternis in diese Welt. Du wirst mit bestimmten Erinnerungen und Gewohnheiten geboren, die du dir bei der vorherigen Geburt angeeignet hast. Wünsche haben ihren Ursprung in früheren Erfahrungen. Wir stellen fest, dass niemand ohne Wünsche geboren wird. Jedes Wesen wird mit Wünschen geboren, die damit zusammenhängen, was ihm in einem vorherigen Leben gefallen hat. Die Wünsche beweisen die Existenz seiner Seele in vorhergegangenen Leben.

Die Durchreise der Seele zwischen Tod und Wiedergeburt

Die Seele wandert mit dem Astralkörper, oder Sukshma-Sharira oder Linga-Deha. Dieser Astralkörper besteht aus neunzehn Tattvas oder Prinzipien, nämlich fünf Handlungsorganen, fünf Sinnesorganen, fünf Pranas, Geist, Intellekt, Chitta (das Unterbewusste), und Ahankara oder Egoismus. Dieser feine Körper trägt alle möglichen Samskaras oder Eindrücke mit sich, sowie Vasanas oder Tendenzen der individuellen Seele. Der feinstoffliche Körper bewegt sich gen Himmel. Wenn die Früchte guten Karmas erschöpft sind, sucht er sich einen neuen physischen Körper und reinkarniert auf irdischer Ebene. Die mit Wohlverhalten bekommen gute Geburten und die, die sich sich schlecht und bösartig verhalten haben, kommen in sündige Gebärmütter oder niedere Geburten.

Die Devayana und die Pitriyana

Wenn ein Mensch stirbt, der Meditation und Verehrung praktiziert hat, geht er zuerst ins Licht, dann vom Licht zum Tag, dann vom Tag zur hellen Seite des Mondes, von der hellen Seite des Mondes zu den sechs Monaten, in denen die Sonne gen Norden wandert, von dort zum Jahr, vom Jahr zur Sonne, von der Sonne zum Mond, vom Mond zu den Blitzen. Wenn er die Sphäre der Blitze erreicht, trifft er eine nicht menschliche Person. Diese Person führt ihn zum Karya Brahman oder Hiranyagarbha. Dies ist der Weg der Devas oder Devayana.

Der Mensch, der Arbeit zum Wohl der Allgemeinheit geleistet hat und wohltätig war, kommt, wenn er stirbt, zuerst zum Rauch, vom Rauch kommt er zur Nacht, von der Nacht zur dunklen Hälfte des Mondes, von der dunklen Hälfte des Mondes zu den sechs Monaten, in denen die Sonne gen Süden wandert und von dort kommt er zum Bereich der Ahnen, von der Welt der Ahnen zum Äther, vom Äther zum Mond. Er lebt dort so lange seine gute Arbeit ihm das erlaubt. Wenn die Auswirkungen der guten Arbeit aufgebraucht sind, kommt er über die selbe Route zurück zur Erde. Er wird zuerst zu Äther, und dann zu Luft, und dann zu Rauch, und dann zu Nebel, dann Wolken, und fällt dann als Regen auf die Erde zurück. Dann wird er zu Nahrung, die vom Menschen gegessen wird, und wird schließlich sein Kind.

Er passiert die verschiedenen Existenzen des Mineralreiches, des Pflanzen- und Tierreiches—die Udbhijja (aus Samen geboren), die Svedaja (aus Schweiß geboren) und die Andaja (aus Eiern geboren), ehe er in die Jarayuja kommt (lebendgebärend oder aus der Plazenta).

Wie man die Ketten des Samsara sprengt

Die Ketten, die dich in diesem Rad von Samsara oder Bhava-Chakra oder Geburten- und Todeskreislauf halten, sind deine Wünsche. Solange du dir Objekte dieser Welt wünschst, musst du in diese Welt zurückkehren, um diese zu besitzen und zu genießen. Doch wenn alle deine Wünsche nach irdischen Objekten aufhören, sind die Ketten gesprengt und du bist frei. Du musst keine weiteren Geburten ertragen. Du erfährst Moksha oder die finale Befreiung. Du wanderst in diesem Samsara solange du denkst, dass du dich vom Herrn unterscheidest. Wenn du dich durch Meditation und Yoga mit ihm vereinst, wirst du Unsterblichkeit und ewige Wonne erreichen. Sprenge die Ketten des Karma durch Wissen über das Ewige und genieße den höchsten Frieden des Atman, dein innerstes Selbst und dein innerer Herrscher. Du wirst aus dem Kreislauf von Geburt und Tod befreit. Frei von Sünde, frei von Leidenschaft wirst du ein Jivanmukta oder befreiter Weiser werden. Du wirst das Selbst im Selbst sehen und das Selbst als alles sehen.

Die Lehre von der Reinkarnation

Artikel von Swami Sivananda [1]

Die Lehre von der Reinkarnation ist heutzutage von den meisten Menschen akzeptiert. Sie wurde von den mächtigsten östlichen Ländern für wahr gehalten. Die antike Zivilisation Ägyptens wurde auf dieser Lehre aufgebaut und an Pythagoras, Empedokles, Platon, Virgil und Ovid weitergegeben, die diese Lehre in Griechenland und Italien verbreiteten. Es ist der Leitgedanke von Platons Philosophie wenn er sagt, dass alles Wissen Rückerinnerung ist. Dieser Gedanke wurde vollständig von den Neu-Platonikern wie Plotinus und Proclas übernommen.

Hunderte Millionen Hindus, Buddhisten und Jains machten diese Lehre zur Grundlage ihrer Philosophie, Religion, Regierung und der sozialen Einrichtungen. Es war der zentrale Punkt in der Religion der persischen Unagi. Die Lehre der Seelenwanderung war ein wesentliches Prinzip des Druiden-Glaubens und wurde den Kelten, den Galliern und den Briten aufgezwungen. Unter den arabischen Philosophen war es eine bevorzugte Idee. Die Gesetze und Zeremonien der Römer, Druiden and Juden drückten sehr überzeugend diesen Glauben aus. Die Juden übernahmen diese Lehre nach der Babylonischen Gefangenschaft. Johannes der Täufer war ihnen ein zweiter Elias. Von Jesus wurde angenommen, dass er die Reinkarnation Johannes des Täufers oder eines älteren Propheten sei. Das Römisch-Katholische Purgatorium scheint ein Notbehelf zu sein, erfunden, um der Reinkarnation Raum zu geben. Philosophen wie Kant, Schelling und Schopenhauer unterstützten diese Lehre. Theologen wie Julius Müller, Dorner und Edward Beecher hielten sie aufrecht. Weltweit sind die meisten Birmesen, Thais, Chinesen, Japaner, Tartaren, Tibeter, Inder und Singhalesen von dieser Lehre überzeugt. Das umfasst mindestens 2/3 der Weltbevölkerung.

Ist es nicht verwunderlich, dass diese großartige philosophische Bildung, die die Hindus, Buddhisten und Jains Jahrhunderte vor der christlichen Zeit der Welt schenkten, ausgelöscht werden sollte durch die Seelen verachtende und absurde Dogmatik der westlichen und europäischen Welt? Durch die Verfolgung der Weisen und die Zerstörung zahlloser Werke in der Bibliothek von Konstantinopel erreichte es die Kirche, ganz Europa in geistige Finsternis zu stürzen, die der Welt die traurige Bilanz der Inquisition und den Verlust von Millionen von Menschen durch religiöse Kriege und Verfolgungen bescherte.

Hier kommt eine Kampfansage an alle, die nicht an die Seelenwanderung der Hindus glauben: Neulich hat ein kleines Mädchen namens Santi Devi eine lebendige Schilderung ihres vergangenen Lebens in Delhi gegeben. Das war eine große Sensation in Delhi, Muttra und überall in den Provinzen. Eine große Menge Menschen hat ihre Aussagen gehört. Sie erkannte den Ehemann und die Kinder ihrer vergangenen Geburt, die in Muttra lebten. Sie zeigte einen Platz, an dem Geld aufbewahrt wurde und einen alten Brunnen, der inzwischen abgedeckt war. Alle ihre Aussagen wurden gebührend überprüft und durch seriöse Augenzeugen bestätigt. Mehrere Fälle wie dieser haben sich in Rangoon, Sitapur und verschiedenen anderen Orten zugetragen. Inzwischen sind sie weit verbreitet. In solchen Fällen nimmt Jiva (die Einzelseele) sofort wieder eine neue Geburt an mit dem alten Astralkörper (Linga Sharira). Das ist die Erklärung, woher die Erinnerung an das vergangene Leben kommt. Jiva blieb nicht lange genug in der astralen Welt, um einen neuen Astralkörper und einen neuen Geist ensprechend seiner vorherigen, weltlichen Erfahrungen bilden zu können.

Die Seelenwanderung tauchte in der frühen christlichen Kirche auf. Elias wurde als Johannes der Täufer wiedergeboren. „Sündigte der Blinde? Oder sündigten seine Eltern, so dass er blind geboren wurde?“ fragen die Gläubigen nach ausgleichender Gerechtigkeit. Direkt nach dem Tod gibt es eine Zeitspanne der Furcht, wenn Engel mit Dämonen um den Besitz der scheidenden Seele kämpfen, die sich auf ihrem Weg zum Purgatorium befindet.

Pythagoras und andere erhielten ihren Glauben an eine Seelenwanderung einzig und allein aus Indien. Pythagoras, der seine Blütezeit im 6. Jahrhundert hatte, lehrte die Seelenwanderung und verordnete interessanterweise, sich des Fleischessens zu enthalten! Das Saugen eines Babys und das Schwimmen eines Entenkükens – diese instinktiven Handlungen sind die Beweise eines Gedächtnisses, das das Ergebnis der entsprechenden Eindrücke einer früheren Inkarnation ist, egal wann und wo diese stattgefunden hat. Jede Handlung hinterlässt Samskaras (Eindrücke) im Chitta (Unterbewusstsein), und daraus entsteht Gedächtnis und Erinnerung. Aus dem Gedächtnis heraus entstehen neue Taten und somit neue Eindrücke. Dieser Kreislauf (Chakrika) wiederholt sich seit Urzeiten, wie die Analogie vom Samen und dem Baum.

Es gibt keinen Anfang der Wünsche, der Wunsch zu leben ist ewig. Wünsche haben keinen Anfang und kein Ende, jedes Wesen hängt an seinem physischen Leben (Abhinivesha). Der Lebenswille ist ewig, immerwährend. Erfahrungen sind auch ohne Anfang. Man kann sich keine Zeit ausdenken, in der dieses Gefühl von „ich bin“ (Aham) oder „ich“ nicht waren. Dieses „ich“ existiert immerwährend ohne Unterbrechung. Daraus können wir leicht schließen, dass es für uns vorherige Leben gab.

Könnte es die Todesangst sein, die jedes neugeborene Wesen Schmerz vermeiden lässt, obwohl es keine Erfahrung des Todes hat? Könnte der Wunsch, gewisse Dinge zu vermeiden, nicht daher rühren, dass da Erinnerung an ähnliches Leid vorhanden ist? Wie kann es sein, dass ein Kind, das in diesem Leben nie den Tod erfahren hat, zu zittern beginnt und mit seinen Händen nach der Halskette der Mutter greift, wenn es von ihrem Schoß zu stürzen droht? Wie kann es sein, dass solch ein Kind Todesangst erleben kann, die nur durch die Erinnerung an den Schmerz verursacht sein kann, der auf den Tod folgt? Diese Angst wird durch das Zittern des Kindes ausgedrückt.

Es gibt Wunderkinder. Ein Junge von fünf Jahren ist ein Künstler auf dem Klavier oder der Violine. Sri Jnanadev schrieb seinen Kommentar „Jnanashwari“ über die Bhagavad Gita, als er 14 Jahre alt war. Da gab es Wunderkinder in Mathematik. Es gab einen 8-jährigen Bhagavatar in Madras, der leitete Kathas. Wie kann man diese außergewöhnlichen Phänomene erklären? Das sind keine Launen der Natur. Nur die Seelenwanderung kann all diese Dinge erklären. Wenn ein Mensch durch das Lernen von Musik oder Mathematik in einem Leben tiefe Eindrücke in seinem Geist bekommt, dann trägt er dieses Wissen hinüber in das nächste Leben und wird ein Wunderkind in dieser Disziplin.

Gemäß christlichem Glauben ist das Ewige Leben das Schicksal der Rechtschaffenden; auf die Sünder dagegen wartet ewiges Feuer oder ewige Verdammung. Wie kann das sein? Es wird dem Sünder keine Gelegenheit zur Läuterung in weiteren Leben gegeben.

Hinduismus, Buddhismus und Jainismus haben die Lehre der Wiedergeburt. Was ist die Wiedergeburt? Wiedergeburt bedeutet, dass die Seele in dieses Leben nicht als etwas neu Erschaffenes eintritt, sondern nach einem langen Verlauf vorheriger Leben, und dass sie noch viele mehr durchlaufen muss, bevor sie ihre endgültige Bestimmung erreicht. Welche Bewegung im Geist verursacht die Idee von „ich bin ich“? Dieses Erkennen einer wirklichen Einheit ändert sich nicht von der Wiege bis zur Bahre. Von frühester Kindheit bis ins hohe Alter, während des ganzen Verlaufs der vollständigen Veränderungen aller Gehirnmoleküle bleibt die Vorstellung von „ich bin ich“ unverändert bestehen. Dieses „ich bin ich“ ist die Seele. Es ist die Seele, die Erinnern möglich macht. Sie hat ihre eigene Bewusstheit und nicht die Bewusstheit von irgendjemand anderem. Sie ist eine Einheit, die durch sich selbst existiert. Das Gesetz vom Erhalt der Energie ist wahr sowohl in der physikalischen als auch in der spirituellen Welt. So wie kein Atom erschaffen oder zerstört werden kann, so kann auch die Einheit der Seele nicht erschaffen oder zerstört werden. Was wird nun aus der Seele nach dem, was wir „Tod“ nennen? Keine Macht im ganzen Universum kann sie zerstören.

Reinkarnation ist die einzige Lehre, die eine vollständige Lösung bietet für die vieldiskutierte Frage der Sünde. Es kann keine größere Ungerechtigkeit auf Erden geben als die Tatsache, dass ich für die Verfehlungen meiner Vorfahren büßen soll. Eine solche Verantwortung für Sünden ist eine Notlösung der Theologen. Niemand anderes als das Individuum selbst kann für seine falschen Taten verantwortlich gemacht werden. Ist nicht die Gerichtsbarkeit in den USA genau auf diese Vorstellung von Gerechtigkeit gegründet? Ist irgend ein Richter berechtigt, den Tod von Person B zu akzeptieren als Vergeltung für den Mord, den Person A begangen hat? Und wenn er das täte, würde nicht dieser Richter vor einem höheren Gericht angeklagt? Und trotzdem werden wir gebeten zu glauben, dass die Schuld des einen durch das Leiden eines anderen aufgewogen werden kann.

Aber die Lehre von der Wiedergeburt hilft am meisten, wenn wir uns die Ungerechtigkeit, Ungleichheit und das Böse in der Welt anschauen und nach einer Lösung suchen. Warum wird einer reich geboren und ein anderer arm? Warum wird einer unter Kannibalen in Afrika geboren und ein anderer in einem friedlichen Teil Indiens? Warum darf Queen Victoria über Länder regieren, in denen nie die Sonne untergeht und warum muss ein Arbeiter in Birma als Sklave im Garten eines Engländers arbeiten? Was ist der Grund dieser offensichtlichen Ungerechtigkeit? Sogar jene, die an einen persönlichen Gott glauben, müssen eigentlich an die Lehre der Wiedergeburt glauben, um diesen Gott von dem Vorwurf der Bosheit und Niederträchtigkeit zu entlasten.

Sogar im Neuen Testament gibt es genügend Beweise für die Seelenwanderung. Bei Johannes (IX-2) wird Jesus von seinen Jüngern gefragt: Wer hat gesündigt – dieser Mann oder seine Eltern, so dass er blind geboren wurde? Dies bezieht sich auf zwei populäre Theorien dieser Zeit. Erstens auf die Theorie von Moses, der sagte, dass die Sünden der Väter auf die Kinder bis zur dritten und vierten Generation übergehen würden. Und zweitens die Theorie der Wiedergeburt. Jesus antwortet auf die Frage nur, dass weder des Mannes Sünde noch des Vaters Sünde die Ursache für seine Erblindung war, er verneint nicht die Präexistenz des Mannes. Jesus war auch der Meinung, dass Johannes die Wiedergeburt von Elias war.

Wenn die Lehre von der Wiedergeburt wahr ist, so fragen viele Menschen, wieso erinnern wir uns nicht an die vergangenen Leben? Ich frage solche Leute, auf welche Weise wir die geistige Fähigkeit unseres Gedächtnisses trainieren. Natürlich, so lange wir in einem Körper existieren, geschieht dies durch unser Gehirn. Indem sie von einer Inkarnation zur nächsten übergeht, nimmt die Seele nicht das alte Gehirn mit in den neuen Körper. Sogar im Verlaufe des jetzigen Lebens erinnern wir uns nicht immer an vergangene Handlungen. Kann sich jemand an die früheste Kindheit erinnern?

Wenn dir die Raja-Yoga-Technik bekannt ist, Eindrücke direkt durch den Prozess von Samyama (Dharana, Dhyana und Samadhi gleichzeitig) zu erlangen, dann kannst du dich an deine vergangenen Leben erinnern. In der Raja-Yoga-Philosophie des Patanjali findest du:

Samskarat sakshat karanat purvajati jnaanam (III/18)
„Durch die direkte Erfahrung von samskaras (Eindrücke im Unterbewusstsein) entsteht das Wissen um das vorige Leben.“

Alle Erfahrungen, die du in den verschiedenen vergangenen Geburten gemacht hast, bleiben in Form von Eindrücken im Chitta oder dem Unterbewusstsein. Sie existieren dort auf ganz subtile Weise, so wie der Ton auf subtile Weise in einer Schallplatte existiert. Diese subtilen Eindrücke nehmen die Form von Wellen an und du erlangst Kenntnis über vergangene Erfahrungen. Daher kann ein Yogi, der Samyama auf die früheren Erfahrungen im Chitta macht, sich aller Einzelheiten alle seiner vergangenen Leben erinnern.

Copyright Divine Life Society

Sukadev: Wichtigkeit des Nachdenkens über den Tod

Auszüge aus „Karma und Reinkarnation“ von Sukadev Bretz, Yoga Vidya Journal Nr. 19 Sommer/Herbst 2008

Gibt es ein Leben nach dem Tod oder ist das Leben mit dem Tod zu Ende? Was passiert mit mir, wenn ich sterbe? Gibt es Himmel und Hölle? Wie könnte ein Leben nach dem Leben aussehen? Diese Fragen stellen sich viele Menschen seit Jahrzehnten immer und immer wieder.

Es ist geradezu für das Menschsein charakteristisch, dass er sich Gedanken macht über das Leben nach dem Tod. Der Mensch hat im Unterschied zum Tier Vernunft und ein entwickeltes Ichbewusstsein. Durch die Kraft der Vernunft hat der Mensch die Fähigkeit, über Vergangenheit und Zukunft nachzudenken. Der Mensch weiß: Der Körper ist vergänglich. Der Körper hat einen Anfang und ein Ende. Die Auseinandersetzung mit dieser Vergänglichkeit war sicherlich eine Quelle von Philosophie und Religion. Vernunft verknüpft mit Ichbewusstsein lässt den Menschen fragen: Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich?

Eine der Haupttriebfedern aller Lebewesen ist der Selbsterhaltungstrieb. Beim Menschen ist dieser Selbsterhaltungstrieb verknüpft mit der bewussten Erkenntnis, dass der Körper vergänglich ist. So ist die Urangst der Vergänglichkeit immer im Hintergrund des Bewusstseins bzw. des Unterbewusstseins. Der Mensch ist ein Lebewesen, welches nach Sinn strebt. Der Psychiater Victor Frankl, Begründer der Logotherapie, meinte, dass das Streben nach Sinn wichtiger für den Menschen sei als alles andere, wichtiger als Glück, wichtiger sogar als das eigene Überleben.

Da kommt die Frage auf: Was macht vor dem Hintergrund der Vergänglichkeit wirklich Sinn? Dazu ein kleiner amerikanischer Witz: Ein Kind von Einwanderern kam mit einer schlechten Note aus der Schule. Da sagte die Mutter vorwurfsvoll: „Wie kannst du das machen? Wir haben all unser Leben für dich geopfert, wir schuften von morgens bis abends, wir haben unser Land verlassen, alles nur, damit es dir besser geht. Und du wirfst dein Leben so weg.“ Da antwortete der etwas vorlaute Junge: „Haben sich nicht auch deine Eltern für dich aufgeopfert?“ Mutter: „Ja natürlich, ich hatte sehr gute Eltern“. Junge: „Und deine Großeltern haben sich für deine Eltern aufgeopfert?“ Mutter: „Selbstverständlich“. Junge: „Wann wird endlich derjenige geboren werden, der es wert ist, dass so viele Generationen von Menschen sich für ihn aufgeopfert haben?“

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Eine weitere Geschichte: Es war einmal ein König eines kleinen Staates in Indien, der sich auf eine Rundreise durch sein Reich kutschieren ließ. Unterwegs traf er auf einen alten Wandermönch. In Indien ist es üblich, dass man einem Weisen, dem man begegnet, eine Frage stellt. Der König war kein sehr spiritueller Mensch. Er war eher neugierig. Er wusste, dass der Wandermönch viel herumgekommen war und viele wundersamen Sachen gesehen haben musste. So fragte er ihn: „Oh Swamiji, von allen wundersamen Sachen, die du gesehen hast, welche war die wundersamste?“ Der Swami antwortete: „Oh König, jeden Tag kommen Menschen auf die eine oder andere Weise in Kontakt mit dem Tod. Sie hören von jemandem, der gestorben ist, sie sehen einen Toten, sie erfahren von lebensgefährlichen Krankheiten und Unfällen. Dennoch leben die Menschen so, als ob sie niemals sterben würden. Dies, oh König, ist das größte aller Wunder.“

Ein anderer König war sehr auf Ruhm aus, auf seinen Platz in der Weltgeschichte. Er erweiterte sein Reich, baute große Straßen, große Tempel, einen riesigen Palast, förderte die Wissenschaften, sorgte für eine florierende Wirtschaft. Er war also ein recht fähiger Regierender. Er ging regelmäßig zu Pujas (hinduistische Verehrungsrituale) und nahm anschließend Prassad (geweihtes Obst) zu sich. Eines Tages konnte er wegen dringender Regierungsgeschäfte nicht an der Puja teilnehmen. Er sandte einen Diener und gebot ihm, vom Priester Prassad mitzunehmen. Der Priester gab dem Diener ein kleines Päckchen. Als der König das Päckchen aufmachte, war eine tiefe Vase und eine kleine Notiz: „Das Prassad ist unten in der Vase“. Als der König seine Hand in die Vase steckte, ertastete er ein paar zerbrochene Nadeln, die ihm in die Finger stachen. Und er fischte einen weiteren Zettel hervor, auf dem stand: „Sogar diese Nadeln werden dir nach dem Tod nicht folgen“ Es heißt, dass der König nach anfänglichem Ärger über die Zumutung des Priesters seine Eitelkeit erkannte und ein tief spiritueller Mensch wurde.

Dies ist das Paradox des Menschseins: Auf der einen Seite ist es charakteristisch für den Menschen, sich seiner Vergänglichkeit bewusst zu sein. Auf der anderen Seite neigt er dazu, den Tod zu verdrängen. Dann macht sich der Tod immer wieder bemerkbar. Durch den Tod wird der Mensch immer wieder dazu gezwungen, sich mit tieferen Fragen des Lebens zu beschäftigen. Der Tod ist ein Relativierer der kleinen Probleme des Alltags. Der Tod hilft, sich der wirklich bedeutenden Dinge im Leben bewusst zu werden. Der Yogameister Swami Vishnu-devananda sagte einmal: „Lebe jeden Tag, als wäre er der letzte und als ob du Hundert Jahre alt werden wirst.“ Im Mittelalter und auch in der Barockzeit war ein berühmter Ausspruch: „Memento mori“ – Erinnere dich des Todes. Swami Sivananda sagte: „Erinnere dich an Gott. Wenn du dich nicht an Gott erinnern kannst, erinnere dich an den Tod. So bleibst du stets auf dem spirituellen Weg.“

In vielen mittelalterlichen Kirchen sind Schädel abgebildet und der Tod, der Sensenmann, als Skelett mit einer Sense. Auch in Darstellungen von Shiva und Kali kann man manchmal Schädel und Skelette sehen. Der Tod ist auf der einen Seite Quelle von Angst und Verzweiflung. Auf der anderen Seite veranlasst er Menschen, sich auf die Suche nach einer tieferen Dimension zu begeben. Es ist wichtig, sich über den Tod Gedanken zu machen. Die Vorstellung, was nach dem Tod kommt, bestimmt unser Leben.

In der Bhagavad Gita beschreibt Krishna den idealen Sterbevorgang: „Nachdem der Yogi alle Tore verriegelt und den Geist im Herzen eingeschlossen hat, nachdem er den Lebensatem im Kopf festgehalten hat und Konzentration übt, wenn der Sterbende das einsilbige Om - Brahman - spricht und beim Verlassen des Körpers an Gott denkt, erreicht er das Höchste Ziel.“ (BhG VIII 12-13)

„Nachdem er alle Tore verriegelt hat“: Das heißt, man richte den Geist nach innen. Die Tore sind die 10 Sinne, die 5 Wahrnehmungsorgane und die 5 Handlungsorgane. Man soll nicht mehr an das irdische Leben denken und nicht mehr überlegen, was zu tun ist. Vielmehr soll der Sterbende den Geist von allen äußeren Objekten, von Verwandten und Freunden zurückziehen. Man ziehe den Geist nach innen zum Herzen (Anahata Chakra), bringe dann die Achtsamkeit zum Punkt zwischen den Augenbrauen und wiederhole das persönliche Mantra. Mit dem Mantra im Geist und im Bewusstsein Gottes verlasse man den physischen Körper über das Ajna Chakra (drittes Auge) oder das Sahasrara Chakra (Scheitelzentrum). Dabei ist es nicht so wesentlich, welche Gestalt Gottes man sich vorstellt, sei es die Gestalt von Krishna oder Shiva, sei es die Gestalt eines Meisters wie Sivananda oder die Gestalt von Jesus selbst, sei es ein universelles Licht, in dem man Gottes Gegenwart spürt. Wenn man das macht, hat man einen wundervollen Tod, kann in die höheren Astralebenen oder sogar Kausalebenen gehen, muss vielleicht nicht einmal wiedergeboren werden.

Die meisten Menschen denken im Moment des Todes nicht an solche erhabenen Dinge. Selbst wenn sie vorher wissen, was im Tod auf sie zukommt, denken viele an die verstorbenen Verwandten. Stark verhaftete Menschen denken an all das, was sie nicht loslassen können, an Firma, Haus, Hobby-Sammlungen, Haustiere und natürlich am meisten an die zurückbleibenden Familienmitglieder. Relativ viele Menschen lösen sich jedoch in den Minuten vor dem Tod von dem, was sie festhält. Sie denken dann eher an verstorbene Verwandte oder Freunde. Dadurch, dass sie an die verstorbenen Verwandten denken, merken die verstorbenen Verwandten, die schon auf den höheren Ebenen der Astralebene sind, dass jemand aus der Familie oder jemand ihnen Nahestehendes stirbt. So gehen sie etwas näher, um den Verstorbenen zu empfangen, der nach oben steigen will.

Die Yogatheorie sagt, dass der letzte Gedanke vor dem Tod besonders wichtig ist. Er hat einen großen Einfluss darauf, wo man in der Astralwelt ankommt, wie lange man dort verbringt und wo man im nächsten Leben wiedergeboren wird. Wenn jemand z.B. in der Todesstunde an seine Katze denkt, wird er im nächsten Leben in einer Familie geboren werden, wo Katzen eine wichtige Rolle spielen. Wenn er zuletzt an Geld denkt, dann wird das Denken auf der Astralebene auch um Geld kreisen und er wird in eine Familie, in der Geld eine große Rolle spielt, wiedergeboren werden. Wenn man ein Geldmangel-Karma hat, würde dies eine Familie sein, in der der Mangel an Geld für die Menschen den Lebensschwerpunkt bildet, wenn man ein Geldfülle-Karma hat, käme man in eine Familie, die über viel Geld verfügt, aber immer mehr haben will.

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Angenommen der letzte Gedanke ist der an Geschäft oder Firma, kommt man auf eine Astralebene, in der man selbst die größte und wunderschönste Firma schaffen kann, sich weiter Sorgen machen kann, mehr Stockwerke anhäufen kann, mehr Badezimmer oder Ähnliches besitzen kann. Und im nächsten Leben kommt man in eine Familie, wo die Firma eine besondere Rolle spielt. Angenommen man hat in seinem vorigen Leben viel Bösartiges gemacht, Menschen betrogen oder ausgenutzt, kommt man vielleicht in ein Leben, wo die Familie Konkurs anmeldet. Aber wenn dabei das Geld, das man hatte, zum Guten verwendet wurde, wird man in eine Familie geboren, wo die Firma floriert. Swami Vishnu, ein großer Yogameister, hat gerne gesagt: „Die sicherste und beste Investition ist, Spenden an gemeinnützige Institutionen zu machen. Die bekommt man sogar im nächsten Leben mit Zins und Zinseszins zurück. Alle anderen Anlageformen führen spätestens im Moment des Todes zum vollständigen Verlust des Geldes.“ Es gibt also nur eine sichere Geldanlageform, und das sind Spenden. Spenden überleben den Tod und wir können sie mit ins nächste Leben nehmen.

Wer zum Schluss an seine Hinterbliebenen denkt, wird so lange in der Astralebene bleiben müssen, bis alle, an die er gedacht hat, auch gestorben sind. Wer zum Schluss an seine verstorbenen Angehörigen denkt, wird von ihnen empfangen werden, soweit sie noch auf der Astralebene sind. Und später inkarniert man sich zusammen mit der ganzen Familie und Freunden wieder, wobei die Beziehungskonstellationen anders sein werden als vorher.

Ich will hier eine kleine Begebenheit aus meiner Familie erzählen: Meine Großmutter mütterlicherseits musste eines Tages ins Krankenhaus eingeliefert werden. Dort musste sie einige Wochen bleiben und es ging ihr immer schlechter. Meine Mutter hat sie täglich besucht und wir Enkelkinder sind einmal pro Woche mitgekommen. Manchmal war sie bei Bewusstsein, manchmal nicht. Eines Tages kamen wir wieder ins Krankenhaus. Sie war ausgesprochen wach, ihre Gesichtszüge waren sehr friedlich. Sie hat uns angeschaut und gesagt: „Jetzt gehe ich zu meinem Karl (ihr Mann, der einige Jahre vorher gestorben war) und vorher beten wir das Vaterunser.“ Wir haben ihr geantwortet: „Du wirst sicher wieder gesund. Dir geht es doch heute schon so viel besser.“ Sie hat nur ihre Hand mit all den Infusionen gehoben, abgewinkt und mit sehr fester, ruhiger Stimme wiederholt: „Jetzt gehe ich zu meinem Karl und wir beten jetzt das Vaterunser.“ Wir haben uns alle an die Hand genommen und haben das Vaterunser gebetet. Sie ist dann zwar nicht gleich gestorben, hat aber das Bewusstsein verloren. Man hat sie noch mit allen möglichen medizinischen Maßnahmen am Leben gehalten. Irgendwann in der Nacht sind dann Herz und Hirn zum Stillstand gekommen, aber ich meine, ihr Astralkörper hat nach dem Vaterunser weitestgehend den Körper verlassen.

Prominente, die an Reinkarnation glauben/glaubten

Folgende bekannte Menschen aus Philosophie, Kunst, Politik glaubten bzw. glauben an Reinkarnation und Wiedergeburt:

Menschen, die sich in Hypnose an frühere Leben erinnerten

  • der amerikanische Psychiater Dr. Brian Weiss
  • Michael Newton
  • Morris Netherton
  • Hans Ten Dam
  • Andy Tomlinson
  • Roger J. Woolger
  • Jameison
  • Maxwell Maltz
  • Thorwald Dethlefsen
  • Baldur Ebertin
  • Ingrid Vallières

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Seminare

Multimedia

Die Geschichte von Bharata und dem Reh