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Die '''Rama Purva Tapaniya Upanishad''' ([[Sanskrit]]: ''f''.) ist ein Teil der indischen [[Heilig]]en [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/ Schriften], die [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/art_veden.html Veda] genannt werden. Die Rama Purva Tapaniya Upanishad gehört zum [[Atharvaveda]] und wird außerdem den [[Vishnu Upanishaden]] zugeordnet.
Die '''Rama Purva Tapaniya Upanishad''' ([[Sanskrit]]: ''f''.) ist ein Teil der indischen [[Heilig]]en [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/ Schriften], die [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/art_veden.html Veda] genannt werden. Die Rama Purva Tapaniya Upanishad gehört zum [[Atharvaveda]] und wird außerdem den [[Vishnu Upanishaden]] zugeordnet. Inhaltliches Kernstück der Upanishad bildet die Anleitung zur Herstellung eines [[Yantra]]s.
[[Datei:Rama-yantra.jpg|thumb|Rama Yantra]]
==Rama Purva Tapaniya Upanishad mit Erläuterungen nach Paul Deussen==
==Rama Purva Tapaniya Upanishad mit Erläuterungen nach Paul Deussen==
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:III. Epilog (v. 85-94).
:III. Epilog (v. 85-94).
===I. Vorbereitendes (v. 1-57).===
====I. Vorbereitendes (v. 1-57).====
:v. 1-6. Etymologien des Namens [[Rama]].
:v. 1-6. Etymologien des Namens [[Rama]].
:v. 7-10. Rama ist eine Inkarnation des [[Brahman]].
:v. 7-10. Rama ist eine Inkarnation des [[Brahman]].
:v. 11-13. Vorläufige Ankündigung des [[Spruchkönig]]s Ram Ramaya Namah und des Diagrammes, dessen wichtigsten Bestandteil er bilden soll.
:v. 11-13. Vorläufige Ankündigung des [[Spruchkönig]]s Ram Ramaya Namah und des Diagrammes, dessen wichtigsten Bestandteil er bilden soll.
:v. 14-23. Der Spruchkönig Ram Ramaya Namah. Sein [[Bija|Keim]] ([[Ram]]) schließt in sich die ganze [[Welt]], da er die [[Prakriti]] ([[Sita]]) und den [[Purusha]] ([[Rama]]) befaßt. (v. 15-18). Die übrigen [[Wort]]e (Ramaya Namah) bedeuten die Grundlehre des [[Vedanta]], die [[Einheit]] der individuellen und höchsten [[Seele]] (v. 19). Wert des Spruchkönigs und Auftragung desselben auf der Brust (v. 20-23). Diese Auftragung des Spruchkönigs auf der Brust ist natürlich von der später beschriebenen Eintragung desselben in die 32 Speichen des Diagrammes (v. 69) zu unterscheiden. Im übrigen aber ist festzuhalten, daß es sich im folgenden (v. 23-58) noch nicht um irgendeine graphische Darstellung, sondern nur um die würdige Vorbereitung zu derselben handelt; zu diesem Zweck stellt sich der Dichter zunächst vor; wie Rama mit Sita und [[Lakshmana]] sitzt, wie die [[Götter]] den Rama verehren, wie die [[Rishi]]s seine Taten preisen, und endlich wie er, nach vollbrachten Heldentaten, von seinen Getreuen umgeben, auf dem Thron sitzt. Es ist daher ungenau und für die ganze Auffassung irreführend, wenn Weber zu v. 23 (S. 283) hier "Angaben über die Gestalt und die Umgebung, in welcher Rama behufs des Diagrammes darzustellen ist" findet. Nicht um Darstellungen handelt es sich dabei, sondern nur um ideelle Vorstellungen von Ramas Gestalt, Umgebung und Heldentaten, zum Zweck seiner [[Verehrung]], wie dies auch Webers Scholiast S.298 (vgl. hingegen das zu v. 52, unten S.812 Bemerkte) zu bestätigen scheint: "um das zur Verehrung verwendete Diagramm zu beschreiben ([[Nirupayitu]]m), ergeht sich der Dichter [vorher] in 34 1/2 Versen (v. 28-57) über des zu verehrenden Rama Gestalt, Umgebung, Preis und Geschichte". Dementsprechend sind die Schlußworte (v. 58) nicht mit Weber zu übersetzen. "So ist in kurzem (das Diagramm) angegeben. Nun (folgt) dessen nähere Beschreibung", sondern vielmehr: "dies ist behufs der Unterweisung ([[Uddesatah]]) gesagt. Nun folgt die Anweisung ([[Nirdesas]]) zu jenem (schon v. 13 angekündigten Diagramm)". Näher betrachtet, gliedert sich dieser vorbereitende Abschnitt in folgende Teile:
:v. 14-23. Der Spruchkönig Ram Ramaya Namah. Sein [[Bija|Keim]] ([[Ram]]) schließt in sich die ganze [[Welt]], da er die [[Prakriti]] ([[Sita]]) und den [[Purusha]] ([[Rama]]) befaßt. (v. 15-18). Die übrigen [[Wort]]e (Ramaya Namah) bedeuten die Grundlehre des [[Vedanta]], die [[Einheit]] der individuellen und höchsten [[Seele]] (v. 19). Wert des Spruchkönigs und Auftragung desselben auf der Brust (v. 20-23). Diese Auftragung des Spruchkönigs auf der Brust ist natürlich von der später beschriebenen Eintragung desselben in die 32 Speichen des Diagrammes (v. 69) zu unterscheiden. Im übrigen aber ist festzuhalten, daß es sich im folgenden (v. 23-58) noch nicht um irgendeine graphische Darstellung, sondern nur um die würdige Vorbereitung zu derselben handelt; zu diesem Zweck stellt sich der Dichter zunächst vor; wie Rama mit Sita und [[Lakshmana]] sitzt, wie die [[Götter Namen Liste von A-Z|Götter]] den Rama verehren, wie die [[Rishi]]s seine Taten preisen, und endlich wie er, nach vollbrachten Heldentaten, von seinen Getreuen umgeben, auf dem Thron sitzt. Es ist daher ungenau und für die ganze Auffassung irreführend, wenn Weber zu v. 23 (S. 283) hier "Angaben über die Gestalt und die Umgebung, in welcher Rama behufs des Diagrammes darzustellen ist" findet. Nicht um Darstellungen handelt es sich dabei, sondern nur um ideelle Vorstellungen von Ramas Gestalt, Umgebung und Heldentaten, zum Zweck seiner [[Verehrung]], wie dies auch Webers Scholiast S.298 (vgl. hingegen das zu v. 52, unten S.812 Bemerkte) zu bestätigen scheint: "um das zur Verehrung verwendete Diagramm zu beschreiben ([[Nirupayitu]]m), ergeht sich der Dichter [vorher] in 34 1/2 Versen (v. 28-57) über des zu verehrenden Rama Gestalt, Umgebung, Preis und Geschichte". Dementsprechend sind die Schlußworte (v. 58) nicht mit Weber zu übersetzen. "So ist in kurzem (das Diagramm) angegeben. Nun (folgt) dessen nähere Beschreibung", sondern vielmehr: "dies ist behufs der Unterweisung ([[Uddesatah]]) gesagt. Nun folgt die Anweisung ([[Nirdesas]]) zu jenem (schon v. 13 angekündigten Diagramm)". Näher betrachtet, gliedert sich dieser vorbereitende Abschnitt in folgende Teile:
:v. 23-29. Der Dichter stellt sich den Rama vor, (wie er auf so vielen Bildwerken dargestellt wird) mit Sita auf dem Schoß und Lakshmana daneben stehend. Wie diese Figuren ein Dreieck bilden; so denkt man sich "Ausklang (Namah), [[Name]] (Ram) und Dativ (Ramaya)" des Spruchkönigs als Dreieck.
:v. 23-29. Der Dichter stellt sich den Rama vor, (wie er auf so vielen Bildwerken dargestellt wird) mit Sita auf dem Schoß und Lakshmana daneben stehend. Wie diese Figuren ein Dreieck bilden; so denkt man sich "Ausklang (Namah), [[Name]] (Ram) und Dativ (Ramaya)" des Spruchkönigs als Dreieck.
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graphische Darstellungen, sondern nur um wechselnde, der Phantasie des Dichters vorschwebende Bilder handelt, welche, wie auch die historischen Digressionen, nur dazu dienen, die Verehrung des Rama zu fördern und dadurch die Bedeutung des nun folgenden Diagrammes ins Licht zu setzen.
graphische Darstellungen, sondern nur um wechselnde, der Phantasie des Dichters vorschwebende Bilder handelt, welche, wie auch die historischen Digressionen, nur dazu dienen, die Verehrung des Rama zu fördern und dadurch die Bedeutung des nun folgenden Diagrammes ins Licht zu setzen.
===II. Die Konstruktion des Diagrammes (v. 58-84)===
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====II. Die Konstruktion des Diagrammes (v. 58-84)====
Die Gestalt desselben ist, verglichen mit dem der Nrisinha Purva (oben S. 773), ziemlich kompliziert, doch einfacher, als es auf den ersten Blick scheinen mag. Man muß nur festhalten, daß sämtliche Figuren konzentrisch zu zeichnen sind, und daß von den v. 62 erwähnten drei [[Kreis]]en der erste dem Sechseck eingeschrieben, der zweite umschrieben, diesem sodann das Achteck und diesem der dritte Kreis umschrieben wird (Shatkonasya Upari Ekam Vrittam, Madhye Ca Ekam, Patra-agre Ca Ekam, Narayana in der Calc. Ausg. p. 331,6). Hiernach wäre die Figur wie folgt zu konstruieren: in der Mitte das Sechseck mit eingeschriebenem Kreis; dem Sechseck wird ein zweiter Kreis umschrieben, diesem ein Achteck, diesem ein Kreis, diesem nochmals ein Achteck, diesem ein Kreis, diesem ein Zwölfeck, diesem ein Kreis, diesem ein Sechzehneck, diesem ein Kreis, diesem ein Zweiunddreißigeck, diesem ein Kreis, diesem endlich ein Quadrat. Ersetzt man nun außerhalb des Sechsecks sämtliche gerade Linien, welche von der Peripherie der inneren Kreise zu der der äußeren laufen, durch zirkumflexartig geschwungene Linien, so erhält man, umeinanderliegend, zwei achtblättrige, eine zwölfblättrige, eine sechzehnblättrige und so wohl auch, als das große [[Rad]], eine zweiunddreißigblättrige [[Lotos]]blume: die Spitzen der Blätter liegen auf dem umschriebenen Kreis, die Staubfäden sind nach der Seite des eingeschriebenen Kreises zu denken. Auf den Staubfäden und Spitzen, mitunter auch zwischen den letzteren, findet dann die Eintragung der Buchstaben, Silben und Namen statt, wie sie der Text vorschreibt. Auf der äußersten, 32-blättrigen Lotosblume wird der [[Mantraraja]] aufgetragen, dessen Keim (Ram) schon den Kern des Ganzen bildete. Unter dem Mantraraja ist somit wohl schwerlich die Nrisinhaformel, noch auch der [[Malamantra]] zu verstehen, sondern der schon vorher v. 16-19 gefeierte Spruchkönig Ram Ramaya Namah, welcher mit vorhergehendem und nachfolgendem [[Om]], viermal aufgetragen, die 32 Flächen ausfüllen mochte. (Auch S. 772 bildete der Mantraraja den äußersten Kreis.)
Die Gestalt desselben ist, verglichen mit dem der Nrisinha Purva (oben S. 773), ziemlich kompliziert, doch einfacher, als es auf den ersten Blick scheinen mag. Man muß nur festhalten, daß sämtliche Figuren konzentrisch zu zeichnen sind, und daß von den v. 62 erwähnten drei [[Kreis]]en der erste dem Sechseck eingeschrieben, der zweite umschrieben, diesem sodann das Achteck und diesem der dritte Kreis umschrieben wird (Shatkonasya Upari Ekam Vrittam, Madhye Ca Ekam, Patra-agre Ca Ekam, Narayana in der Calc. Ausg. p. 331,6). Hiernach wäre die Figur wie folgt zu konstruieren: in der Mitte das Sechseck mit eingeschriebenem Kreis; dem Sechseck wird ein zweiter Kreis umschrieben, diesem ein Achteck, diesem ein Kreis, diesem nochmals ein Achteck, diesem ein Kreis, diesem ein Zwölfeck, diesem ein Kreis, diesem ein Sechzehneck, diesem ein Kreis, diesem ein Zweiunddreißigeck, diesem ein Kreis, diesem endlich ein Quadrat. Ersetzt man nun außerhalb des Sechsecks sämtliche gerade Linien, welche von der Peripherie der inneren Kreise zu der der äußeren laufen, durch zirkumflexartig geschwungene Linien, so erhält man, umeinanderliegend, zwei achtblättrige, eine zwölfblättrige, eine sechzehnblättrige und so wohl auch, als das große [[Rad]], eine zweiunddreißigblättrige [[Lotos]]blume: die Spitzen der Blätter liegen auf dem umschriebenen Kreis, die Staubfäden sind nach der Seite des eingeschriebenen Kreises zu denken. Auf den Staubfäden und Spitzen, mitunter auch zwischen den letzteren, findet dann die Eintragung der Buchstaben, Silben und Namen statt, wie sie der Text vorschreibt. Auf der äußersten, 32-blättrigen Lotosblume wird der [[Mantraraja]] aufgetragen, dessen Keim (Ram) schon den Kern des Ganzen bildete. Unter dem Mantraraja ist somit wohl schwerlich die Nrisinhaformel, noch auch der [[Malamantra]] zu verstehen, sondern der schon vorher v. 16-19 gefeierte Spruchkönig Ram Ramaya Namah, welcher mit vorhergehendem und nachfolgendem [[Om]], viermal aufgetragen, die 32 Flächen ausfüllen mochte. (Auch S. 772 bildete der Mantraraja den äußersten Kreis.)
Anhangsweise wird v. 74-80 der auf der inneren achtblättrigen Lotosblume aufzutragende Malamantra mittels eines geheimen, die Silben durch Wörter ersetzenden Alphabets gelehrt.
Anhangsweise wird v. 74-80 der auf der inneren achtblättrigen Lotosblume aufzutragende Malamantra mittels eines geheimen, die Silben durch Wörter ersetzenden Alphabets gelehrt.
===III. Epilog (v. 85-94).===
====III. Epilog (v. 85-94).====
:v. 85-91. Der Dichter fordert dazu auf, nach geziemender Vorbereitung den Rama zu verehren und herbeizurufen dadurch, daß man ihn vorstellt, wie er auf seinem, von mancherlei Wesenheiten getragenen und umgebenen Thron sitzt, wobei allerlei Elemente der früheren und späteren [[Mythologie]], der Göttermythen und Heldensagen, die [[Atman]]formen des [[Vedanta]] und die [[Guna]]s und [[Bhava]]s der [[Samkhya]]lehre nebeneinander herlaufen.
:v. 85-91. Der Dichter fordert dazu auf, nach geziemender Vorbereitung den Rama zu verehren und herbeizurufen dadurch, daß man ihn vorstellt, wie er auf seinem, von mancherlei Wesenheiten getragenen und umgebenen Thron sitzt, wobei allerlei Elemente der früheren und späteren [[Mythologie]], der Göttermythen und Heldensagen, die [[Atman]]formen des [[Vedanta]] und die [[Guna]]s und [[Bhava]]s der [[Samkhya]]lehre nebeneinander herlaufen.
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===Die Rama Purva Tapaniya Upanishad===
===Die Rama Purva Tapaniya Upanishad===
I. Vorbereitender Teil, v. 1-57 v. 1-6: Etymologien des Namens Rama.
1. Der große Visnu, geiststoffhaft,
[[Datei:440px-Mahabharat05ramauoft 0884.jpg|thumb|"Das Brahman, geiststoffhaft, zweitlos, ohne Teile und körperlos, wird doch in mancherlei Formen zum Zweck des Kultus angeschaut." Zitat: Rama Purva Tapaniya Up.; Darstellung: Rama]]
Wuchs auf in Dasarathas Haus,
In Raghus Stamm, der Allspender (rd-tz),
====I. Vorbereitender Teil, v. 1-57====
Der herrscht (ra jate) über der Erde (ma-hi) Reich.
2. Darum ward er benannt Rd-ma
'''v. 1-6: Etymologien des Namens Rama.'''
Von den Weisen in dieser Welt, -
Oder weil seine Machtfülle
1. Der große [[Visnu]], geiststoffhaft,
Den Dämonen (rd-kshasa) den Tod (ma-ranam) gebracht.
:Wuchs auf in [[Dasaratha]]s Haus,
3. Oder auch von dem Liebreichsein (abhi-rama)
:In [[Raghu]]s Stamm, der Allspender (Ra-ti),
Weltberühmt Ramas Name ist; -
:Der herrscht (Ra-jate) über der Erde (Mahi|Ma-hi) Reich.
Oder weil er die Unholde (rd-kshasa),
Selbst sterblich (ma-rtya), wie Rd-hu den Mond (ma-nas~a),
2. Darum ward er benannt [[Rama|Ra-ma]]
4. Glanzlos machte, auch weil zeigend
:Von den [[Weise]]n in dieser [[Welt]], -
Den herrschaftwürd'gen (rd-) Erdeherrn (ma-)
:Oder weil seine Machtfülle
Durch sein Vorbild der Pflicht Wege
:Den [[Dämon]]en (Rakshasa|Ra-kshasa) den [[Tod]] (Marana|Ma-ranam) gebracht.
Und des Wissens, dem, der ihn nennt,
5. Der Entsagung, wer ihm nachsinnt,
3. Oder auch von dem Liebreichsein (Abhirama|Abhi-rama)
Der Göttlichkeit, wer ihn verehrt, -
:Weltberühmt Ramas Name ist; -
Auch darum ward er, auf Erden
:Oder weil er die Unholde (Ra-kshasa),
Weilend, Rama mit Recht benannt.
:Selbst sterblich (Martya|Ma-rtya), wie [[Rahu|Ra-hu]] den [[Mond]] (Manasija|Ma-nasija),
6. Auch weil die Yogins sich freuen (ra-mante)
Des, der stets Wonne ist und Geist,
4. Glanzlos machte, auch weil zeigend
:Den herrschaftwürd'gen (Ra-) Erdeherrn (Ma-)
RAMAPÛRVATAPANIYA- UPANISHAD 963
:Durch sein [[Vorbild]] der [[Pflicht]] [[Weg]]e
Darum wird durch das Wort Rdma
:Und des [[Wissen]]s, dem, der ihn nennt,
Das Brahman selbst als er benannt.
v. 7-10: Rdma ist eine Inkarnation des Brahman.
5. Der [[Entsagung]], wer ihm nachsinnt,
:Der Göttlichkeit, wer ihn verehrt, -
:Auch darum ward er, auf Erden
:Weilend, Rama mit Recht benannt.
6. Auch weil die [[Yogin]]s sich freuen (Ra-mante)
:Des, der stets [[Wonne]] ist und [[Geist]],
:Darum wird durch das [[Wort]] Rama
:Das [[Brahman]] selbst als er benannt.
'''v. 7-10: Rama ist eine [[Inkarnation]] des Brahman.'''
7. Das Brahman, geiststoffhaft, zweitlos,
7. Das Brahman, geiststoffhaft, zweitlos,
Ohne Teile und körperlos,
:Ohne Teile und körperlos,
Wird doch in mancherlei Formen
:Wird doch in mancherlei [[Form]]en
Zum Zweck des Kultus angeschaut.
:Zum Zweck des Kultus angeschaut.
B. Den Göttern als gestalthaften
Schreibt Geschlecht, Glieder, Waffen man,
8. Den [[Götter Namen Liste von A-Z|Götter]]n als gestalthaften
Zwei, vier, sechs, acht, zehn, zwölf, sechzehn,
:Schreibt Geschlecht, Glieder, Waffen man,
Achtzehn, ja tausend Hände zu,
:Zwei, vier, sechs, acht, zehn, zwölf, sechzehn,
9. Die mit mancherlei Abzeichen,
:Achtzehn, ja tausend [[Hand|Hände]] zu,
Muscheln und anderem sind versehn,
Auch legt man ihnen bei Farbe,
9. Die mit mancherlei Abzeichen,
Wagen, Kräfte und Heeresmacht; —
:Muscheln und anderem sind versehn,
10. So mißt man auch dem als Brahman
:Auch legt man ihnen bei [[Farbe]],
Angenommenen Rama-Leib
:Wagen, Kräfte und Heeresmacht; —
Ein Heer, sowie die vier anderen'
Attribute des Herrschers zu.
10. So mißt man auch dem als Brahman
v. 11-13: Vorläufige Ankündigung des Spruchkönigs.
:Angenommenen Rama-Leib
11. Brahman und alles einschließend,
:Ein Heer, sowie die vier anderen<ref>Minister, Reich, Festungen, Schatz und Heer werden öfter als die fünf
Nach Rama sinngemäß benannt,
Grundelemente (Prakriti) aufgezählt, welche mit dem Fürsten zusammen eine Herrschaft konstituieren.</ref>
Muß gemurmelt der Spruch werden,
:Attribute des Herrschers zu.
Soll die, Gottheit euch gnädig sein.
12. Unser Spruch hier befaßt alles,
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Für das man Opfer bringt und Werk;
Weil er den, der ihn denkt (man), rettet (tra),
'''v. 11-13: Vorläufige Ankündigung des Spruchkönigs.'''
Wird er Man-tra, der Spruch, benannt.
1 Minister, Reich, Festungen, Schatz und Heer werden öfter als die fünf
11. Brahman und alles einschließend,
Grundelemente (prakriti) aufgezählt, welche mit dem Fürsten zusam-men eine Herrschaft konstituieren.
:Nach Rama sinngemäß benannt,
:Muß gemurmelt der Spruch werden,
:Soll die, Gottheit euch gnädig sein.
12. Unser Spruch hier befaßt alles,
:Für das man [[Opfer]] bringt und Werk;
:Weil er den, der ihn denkt (Man), rettet (Tra),
:Wird er [[Mantra|Man-tra]], der Spruch, benannt.
964 ATHARVAVEDA, VISNU-UPANISHADEN
13. Das [[Yantra|Diagramm]], das hier folgt, ist
13. Das Diagramm, das hier folgt, ist
:Beider Götter (des Brahman und Rama) [[Verkörperung]].
Beider Götter (des Brahman und Rama) Verkörperung.
:Nicht ohne Diagramm ehrt sie,
Nicht ohne Diagramm ehrt sie,
:Soll die [[Gottheit]] euch gnädig sein.
Soll die Gottheit euch gnädig sein.
v. 14-23: Der Spruchkönig "Ram Ramaya namah!"
'''v. 14-23: Der Spruchkönig "Ram Ramaya namah!"'''
14. Selbstseiend, lichtstoffhaft, ewig
Gestaltet, glänzt er durch sich selbst,
14. Selbstseiend, lichtstoffhaft, ewig
Durch des Jiva-sein dies Weltall, -
:Gestaltet, glänzt er durch sich selbst,
Dem er Schöpfung, Bestand, Vergang, -
:Durch des [[Jiva]]-sein dies Weltall, -
807 15. Durch des Ursachesein, Geistkraft
:Dem er [[Schöpfung]], Bestand, Vergang, -
Und Rajas-Sattvam-Tamas-sein.
Wie der Feigenbaumkern' einschließt
15. Durch des Ursachesein, Geistkraft
Schon den großen, erwachs'nen Baum,
:Und [[Rajas]]-[[Sattva]]m-[[Tamas]]-sein.
16. So schließt der Keim des Worts Rama
:Wie der Feigenbaumkern<ref>Das Bild aus Nrisinhottarat. 9, oben S.798.</ref> einschließt
In sich die ganze Lebewelt.
:Schon den großen, erwachs'nen [[Baum]],
Auf R bau'n sich die drei Formen'
Auf ihm auch die drei Kräfte auf.'
16. So schließt der Keim des Worts Rama
17. Sita und Rama ehrt als aus ihm stammend; Aus beiden ist der zweimal sieben Welten Schöpfung, Bestand, Vergang, und in den Welten Läßt Rama Mensch sich werden durch die Maya.
:In sich die ganze Lebewelt.
18. Ihm als Weltodem, Atman, sei Verehrung! Sein Einssein preist mit dem Ur-Guna-haften!
:Auf R bau'n sich die drei Formen<ref>Nach Narayana in der Punaer Ausgabe und nach Webers Scholiast sollen in Ram ( R + a + a + m) auf R sich Brahman (a), Visnu (a) und Siva (m) aufbauen. - Hingegen ist, nach dem unter Narayanas Namen in der Kalkuttaer Ausgabe abgedruckten Kommentar, welcher, weniger richtig, an das ganze Wort Ramah denkt, R Krishna (Visnu), a Brahman, mah Mahesvara.</ref>
1 Das Bild aus Nrisinhottarat. 9, oben 5.798.
:Auf ihm auch die drei Kräfte auf.<ref>Schöpfung, Bestand, Vergang (Narayana).</ref>
2 Nach Narayana in der Punaer Ausgabe und nach Webers Scholiast sollen in Reim (= R + a + a + m) auf R sich Brahman (a), Visnu (a) und Siva (m) aufbauen. - Hingegen ist, nach dem unter Narayanas Namen in der Kalkuttaer Ausgabe abgedruckten Kommentar, welcher, weniger richtig, an das ganze Wort Ramah denkt, R Krishna (Visnu), a brahman, mah Maheévara.
3 Schöpfung, Bestand, Vergang (Narayana).
17. [[Sita]] und Rama ehrt als aus ihm stammend;
:Aus beiden ist der zweimal sieben Welten
:Schöpfung, Bestand, Vergang, und in den Welten
:Läßt Rama [[Mensch]] sich werden durch die [[Maya]].
18. Ihm als Weltodem, [[Atman]], sei Verehrung!
:Sein Einssein preist mit dem Ur-Guna-haften!
RAMAPÛRVATAPANIYA-UPANISHAD 965
19. Das Wort Namas heißt hier<ref>In dem Spruchkönige: Ram Ramaya namah.</ref> [[Jiva]],
19. Das Wort namas heißt hier' Jiva,
:Das Wort Rama den Atman meint;
Das Wort Rama den Atman meint;
:Der Dativ aber auf -aya
Der Dativ aber auf -aya
:der Wesenseinheit beider gilt.
der Wesenseinheit beider gilt.
20. Der Spruch lobend, gelobt Rama, -
20. Der Spruch lobend, gelobt Rama, -
So beide in Verbindung stehn,
:So beide in Verbindung stehn,
Die für alle, die ihn brauchen,
:Die für alle, die ihn brauchen,
Fruchtbringend ohne Zweifel ist.
:Fruchtbringend ohne [[Zweifel]] ist.
21. Wie, wer den Namen trägt, dem sich
Zuwendet, der den Namen ruft,
21. Wie, wer den Namen trägt, dem sich
So wendet, aus dem Keim sprießend,
:Zuwendet, der den Namen ruft,
der Spruch sich dem zu, der ihn braucht.
:So wendet, aus dem Keim sprießend,
22. Keim und Kraft soll man auftragen
:der Spruch sich dem zu, der ihn braucht.
Auf der rechten und linken Brust;
Nicht ohne sie der Stammt stehe
22. Keim und [[Kraft]] soll man auftragen
Dazwischen, wunscherfüllungshaft, -
:Auf der rechten und linken Brust;
23. Wie dies ja das gemeinsame
:Nicht ohne sie der Stamm<ref>Der Keim (Vija) des Spruches ist Ram, der Stamm (Kila) Ramaya na-, die Kraft (Sakti) -mah.</ref> stehe
Verfahren ist bei jedem Spruch. -
:Dazwischen, wunscherfüllungshaft, -
v. 23-29: Schilderung des mit Sita und Lakshmana dasitzenden Rama
23. Wie dies ja das gemeinsame
:Verfahren ist bei jedem Spruch. -
'''v. 23-29: Schilderung des mit [[Sita]] und [[Lakshmana]] dasitzenden Rama'''
[[Bild:SitaRama.jpg|thumb|Sita, Rama, Lakshmana und Hanuman auf einem Tempelfries in Kumbakonam, Tamil Nadu]]
Als Ew'ger ist auch hienieden
Als Ew'ger ist auch hienieden
Rama an Glut dem Feuer gleich3: -
Rama an Glut dem Feuer gleich<ref>Der Vers könnte, wie Weber bemerkt, nach dem, v. 74-80 gelehrte, mystischen Alphabet auch heißen: "Ramah ist Ananta (a) mit Tejas (R), Vahni (R) und -mah"</ref>: -
24. doch kühlen Strahles, als Visva
Zur Agni-Soma-haften Welt
24. doch kühlen Strahles, als [[Visva]]
Geworden, glänzt er mit Sita
:Zur [[Agni]]-[[Soma]]-haften Welt
Wie der Mond mit dem Mondesglanz;
:Geworden, glänzt er mit Sita
1 In dem Spruchkönige: Reim Ramaya namah.
:Wie der [[Mond]] mit dem Mondesglanz;
2 Der Keim (via) des Spruches ist Ram, der Stamm (Wa) Ramaya na-, die Kraft (sakti) -mah.
3 Der Vers könnte, wie Weber bemerkt, nach dem, v. 74-80 gelehrte, mystischen Alphabet auch heißen: "Ramah ist ananta (= a) mit tejas (= R), vahni (= R) und -Inc*
966 ATHARVAVEDA, VISNU-UPANISHADEN
25. Gedämpft durch sie als [[Prakriti]],
25. Gedämpft durch sie als Prakriti,
:Haarbusch tragend und gelbes Kleid;
Haarbusch tragend und gelbes Kleid;
:So, zweiarmig, mit Ohrringen,
So, zweiarmig, mit Ohrringen,
:Perlschnur und [[Bogen]] sitzt er da;
Perlschnur und Bogen sitzt er da;
26. Geschmückt mit den acht Kühnheiten,
26. Geschmückt mit den acht Kühnheiten,
Heitern Antlitzes, siegbewußt,
:Heitern Antlitzes, siegbewußt,
Auf seinem Schoß die Weltmutter,
:Auf seinem Schoß die [[Weltmutter]],
Die gottheitliche Prakriti.
:Die gottheitliche Prakriti.
27. Von ihr, der lotosumkränzten,
Goldnen, geschmückten, achtsamen
27. Von ihr, der [[lotos]]umkränzten,
Mit beiden Armen umschlungen,
:Goldnen, geschmückten, achtsamen
Ist beglückt der Kausalyasohn.
:Mit beiden [[Arm]]en umschlungen,
28. Zur Rechten Lakshmana steht ihm,
:Ist beglückt der [[Kausalya]]sohn.
Den Bogen haltend in der Hand,
Sein jüngrer Bruder, goldglänzend,
28. Zur Rechten Lakshmana steht ihm,
Ein Dreieck bilden diese drei.
:Den Bogen haltend in der [[Hand]],
809 29. Ebenso mit dem Spruch steht es:
:Sein jüngrer [[Bruder]], goldglänzend,
Der Ausklang, Name und Dativ'
:Ein Dreieck bilden diese drei.
auch ihn gestalten dreieckig.
v. 29-34: Schilderung des mit Rama, wie die Gatter ihn erehren. Zu ihm nahten die Götter sich,
29. Ebenso mit dem Spruch steht es:
:Der Ausklang, Name und Dativ<ref>Der Name Rama (Svam) nebst der Dativform, m der er steht (Ne-taya), und dem Anu, welches hier das leise nachhallende Namas bedeuten soll, bildet eine jenem Dreieck (Rama, Sita und Lakshmana) entsprechende Dreiheit. Ganz anders die Scholien bei Weber; schon die Scholiasten suchten sich bei dieser und vielen folgenden Stellen zu helfen so gut sie konnten, und auch uns bleibt nichts anderes übrig.</ref>
:auch ihn gestalten dreieckig.
'''v. 29-34: Schilderung des mit Rama, wie die [[Götter Namen Liste von A-Z|Götter]] ihn erehren.'''
Zu ihm nahten die Götter sich,
30. Ihn, der unter dem Wunschbaum
30. Ihn, der unter dem Wunschbaum
Saß, zu ehren als Herrn der Welt:
:Saß, zu ehren als Herrn der Welt:
"Dem wunschgestaltigen Rama,
:"Dem wunschgestaltigen Rama,
Dem zaubermächt'gen Ehre sei!
:Dem zaubermächt'gen Ehre sei!
1 Der Name Rama (svam) nebst der Dativform, m der er steht (ne-taya),
und dem anu, welches hier das leise nachhallende namas bedeuten soll, bildet eine jenem Dreieck (Rama, Sita und Lakshmana) entsprechende Dreiheit. Ganz anders die Scholien bei Weber; schon die Scholiasten suchten sich bei dieser und vielen folgenden Stellen zu helfen so gut sie konnten, und auch uns bleibt nichts anderes übrig.
31. Ehre sei ihm als [[Om]]-Laute,
:Der die Urform des [[Veda]] ist,
:Ihm, als der Lieblichkeit Träger,
:Als des Atman Verkörperung!
32. Der sich mit Sitas Leib schmückte,
:Rakshas-tötend, schöngliedrig,
:Dem holden Raghustamm-[[Held]]en,
:Der erschlug den Zehnmauligen.
33. O Raghuheros, Heilbringer,
:Mit großem Bogen, höchster Fürst!
:Garausmacher des Zehnmaulmanns,
:Gewähr' uns beides, [[Schutz]] und [[Heil]]!
34. Gewähr' uns Gottherrschaft jetzt,
:Schlag' sie alle, den [[Khara]] auch!" —
:Die Götter, also ihn preisend,
:Verweilten bei ihm freudevoll.
'''v. 35-47: Schilderung des Rama, wie die [[Rishi]]s ihn preisen.'''
[[Datei:Ravi Varma-Ravana Sita Jathayu.jpg|thumb|Ravi Varma: Ravana schlägt Jatayu die Flügel ab und entführt Sita.]]
35. Denn so besingen ihn [[Weise]]:
:"Der dämonische [[Ravana]],
:Der Ramas (Ra-) [[Frau|Weib]], im [[Wald]] (-vana) weilend,
:Zum Verderben sich selbst geraubt,
R$ MAPÛRVATAPANIYA-UPANISHAD 967
36. Ward Ra-vana genannt danach,
31. Ehre sei ihm als Om-Laute,
:Oder auch von des Brüllens ([[Rava]]) Kraft.
Der die Urform des Veda ist,
:Aus diesem Anlaß dann Rama,
Ihm, als der Lieblichkeit Träger,
:Sita suchend, mit Lakshmana
Als des Atman Verkörperung!
32. Der sich mit Sitas Leib schmückte,
37. Durchwanderte die Erdweiten,
Rakshas-tötend, schöngliedrig,
:Umschauend nach der Königin;
Dem holden Raghustamm-Helden,
:Erschlug den Dämon [[Kabandha]],
Der erschlug den Zehnmauligen.
:Ging, wie er riet (Ram. 3, 73, 26) zur [[Sabari]],
33. 0 Raghuheros, Heilbringer,
Mit großem Bogen, höchster Fürst!
38. Von der, und von dem Windsohn ([[Hanuman]])
Garausmacher des Zehnmaulmanns,
:Geehrt beide, den Affenherrn ([[Sugriva]])
Gewähr' uns beides, Schutz und Heil!
:Anriefen und ihm mitteilten
34. Gewähr' uns Gottherrschaft jetzt,
:Alles von Anfang bis zum Schluß.
Schlag' sie alle, den Khara auch!" —
Die Götter, also ihn preisend,
Verweilten bei ihm freudevoll.
v. 35-47: Schilderung des Rama, wie die Rishis ihn preisen.
35. Denn so besingen ihn Weise:
"Der dämonische Ravana,
Der Ramas (Rd-) Weib, im Wald (-vana) weilend,
Zum Verderben sich selbst geraubt,
36. Ward Rd-vana genannt danach,
Oder auch von des Brüllens (rava) Kraft.
Aus diesem Anlaß dann Rama,
Sita suchend, mit Lakshmana
37. Durchwanderte die Erdweiten,
Umschauend nach der Königin;
Erschlug den Dämon Kabandha,
Ging, wie er riet (Ram. 3, 73, 26) zur gabari,
38. Von der, und von dem Windsohn (Hanuman)
Geehrt beide, den Affenherrn (Sugriva)
Anriefen und ihm mitteilten
Alles von Anfang bis zum Schluß.
968 ATHARVAVEDA, VISNU-UPANISHADEN
39. doch der, an Ramas Kraft zweifelnd,
39. doch der, an Ramas Kraft zweifelnd,
:Verwies ihn auf des [[Dundubhi]]
Verwies ihn auf des Dundubhi
:Gewalt'gen [[Körper]] zur Probe;
Gewalt'gen Körper zur Probe;
:doch Rama, weit ihn schleudernd weg,
doch Rama, weit ihn schleudernd weg,
40. Durchschoß flugs sieben Palmbäume. -
40. Durchschoß flugs sieben Palmbäume. -
Da jubelte der Raghusproß!
:Da jubelte der Raghusproß!
Der Affenfürst, erfreut, ging dann
:Der Affenfürst, erfreut, ging dann
Mit Rama zu des Balin Stadt.
:Mit Rama zu des [[Balin]] Stadt.
41. Der jüngre Bruder (Sugriva) rief Balin,
Worauf dieser mit Schnelligkeit
41. Der jüngre Bruder (Sugriva) rief Balin,
Aus der Wohnung hervorstürmte;
:Worauf dieser mit Schnelligkeit
Ein Kampf entspann sich; Raghava
:Aus der Wohnung hervorstürmte;
42. Erschlug den Balin und setzte
:Ein Kampf entspann sich; [[Raghava]]
In sein Reich den Sugriva ein.
Da rief die Affen Sugriva
42. Erschlug den Balin und setzte
Und sprach: Ihr Gegendkundigen,
:In sein Reich den Sugriva ein.
43. Noch heute geht und bringt wieder
:Da rief die Affen Sugriva
Die Maithili, nur rasch ans Werk!
:Und sprach: Ihr Gegendkundigen,
Da kam, über das Meer springend,
Hanuman zu der Larikkastadt,
43. Noch heute geht und bringt wieder
44. Sah Sita, schlug die Unholde,
:Die [[Maithili]], nur rasch ans Werk!
Und, verbrannt habend ihre Stadt,
:Da kam, über das [[Meer]] springend,
811 Kam er und machte kund alles
:Hanuman zu der Lankkastadt,
Dem Rama, wie es war geschehn.
45. Da rief Rama, vor Zorn glühend.
44. Sah Sita, schlug die Unholde,
Zu sich die ganze Affenschar
:Und, verbrannt habend ihre Stadt,
Und zog mit ihnen und seinen
:Kam er und machte kund alles
Waffen hin zu der Lankkastadt.
:Dem Rama, wie es war geschehn.
46. Nachdem er dort erblickt Sita,
Kämpfte er mit dem Herrn der Stadt,
45. Da rief Rama, vor [[Zorn]] glühend.
Erschlug im Kampfe ihn, wie auch
:Zu sich die ganze Affenschar
Kumbharkarna und Indrajit,
:Und zog mit ihnen und seinen
:Waffen hin zu der Lankkastadt.
46. Nachdem er dort erblickt Sita,
:Kämpfte er mit dem Herrn der Stadt,
:Erschlug im Kampfe ihn, wie auch
:[[Kumbharkarna]] und [[Indrajit]],
R.AMAPÛRVATAPANiYA-UPANISHAD 969
47. Und [[Vibhishana]] einsetzend
47. Und Vibhishana einsetzend
:Zum König, nahm in seinen Schoß
Zum König, nahm in seinen Schoß
:Er dann des [[Janaka]] Tochter
Er dann des Janaka Tochter
:Und zog mit jenen allen heim."
Und zog mit jenen allen heim."
v. 48-57: Schilderung des Rama, wie er, nach vollbrachten Helden¬taten, auf seinem Thron sitzt.
{{#ev:youtube|lL7rw1lExEM}}
48. Auf seinem Löwensitz weilt hier
Mit zwei Armen des Raghu Sproß,
'''v. 48-57: Schilderung des Rama, wie er, nach vollbrachten Heldentaten, auf seinem Thron sitzt.'''
Den Bogen haltend, frohmütig,
Mit allem Schmuck angetan,
[[Datei:Rama Sita Kroenung.jpg|thumb|Ramas Krönung]]
49. Lehrhaft der rechten Hand Haltung,
Kraft bekundend mit linker Hand,
48. Auf seinem Löwensitz weilt hier
Mit Lust spendend Belehrungen,
:Mit zwei Armen des [[Raghu]] Sproß,
Ganz durchgeistigt, ganz höchster Gott;
:Den [[Bogen]] haltend, frohmütig,
50. Wie er zur Linken und Rechten
:Mit allem Schmuck angetan,
Hat Satrughna, und Bharata,
Zuhörend Hanuman vor sich,
49. Lehrhaft der rechten [[Hand]] Haltung,
Ein Dreieck bilden diese drei;
:Kraft bekundend mit linker Hand,
51. Auf Bharata folgt Sugriva,
:Mit Lust spendend Belehrungen,
Auf Satrughna Vibhishana;
:Ganz durchgeistigt, ganz höchster [[Gott]];
Wedel und Sonnenschirm haltend
im Hintergrunde Lakshmana,
50. Wie er zur Linken und Rechten
52. Der mit den zwei Palmblattträgern (Sugriva und Vibhishana) 812
:Hat [[Satrughna]], und [[Bharata]],
Ein Dreieck bildet wiederum:
:Zuhörend Hanuman vor sich,
Ein Sechseck so entsteht.' - Rama
:Ein Dreieck bilden diese drei;
Erstlich, selbst-Längen-Glieder-hafte; -
Satrughnà
51. Auf Bharata folgt Sugriva,
Hanuman
:Auf Satrughna [[Vibhishana]];
1 Vibhishana Lakshmana ~
:Wedel und Sonnenschirm haltend
o
:im Hintergrunde [[Lakshmana]],
Rama
Sugriva N V Bharata
52. Der mit den zwei Palmblattträgern (Sugriva und Vibhishana)
:Ein Dreieck bildet wiederum:
:Ein Sechseck so entsteht.<ref>[[Datei:1255.jpg|thumb|Grafik zur Fußnote 9]]</ref> - Rama
:Erstlich, selbst-Längen-Glieder-haft<ref>Die erste, den Rama schützende, Umgebung(Avaranam) besteht in seinen eigenen, mächtigen Gliedern (Sva-dirgha-angaih); vgl. Ramay. 1, 1, 10:a-janu-bahuh usw. Die Scholiasten reden von Vokallängen, mit denen Rama zu umgeben sei, scheinen also hier schon an eine Zeichnung (Vinyaset, zu v. 53) zu denken, - schwerlich mit Recht, da es sich bis zu v. 58 wohl nur um wechselnde, zum Zweck der Verehrung vergegenwärtigte Vorstellungsbilder von Rama und seiner Umgebung handelt.</ref>; -
2 Die erste, den Rama schützen de, Umgebung(dvaranam)bestehtinseinen
====II. Die Konstruktion des Diagrammes, v. 58-84====
[[Datei:Rama5.jpg|thumb|Rama]]
'''v. 58-74: Die Figur desselben, nebst Eintragungen.'''
:Nun Beschreibung des [[Yantra|Diagramm]]s:
:Zum Sechseck formt zwei Dreiecke,
:In der Mitte schreibt zweimal [[Om]].
970 ATHARVAVEDA, VISNU-UPANISHADEN
59. Zwischen beide den [[Bija|Keim]] [[Ram]] schreibt
53. Mit Vasudeva südöstlich
:Darunter im Akkusativ
Und so folgend zurzeit versehn; -
:Was ihr wünscht; wer es wünscht, stehe
zum dritten mit dem Windsohne,
:Oben drüber im Genitiv.
Mit Sugriva und Bharata.
54. Mit Vibhishana, Lakshmana,
60. Zur Seite zweimal schreibt "schenke!",
Ankgada, Arimardana
:In den Keim die Rama hinein;
Und Jambavan versehn ist er; -.
:das Ganze mit zwei Om-Lauten
Mit Dhrishti und Jayantaka,
:Umkleidet, rein an [[Herz]] und Sinn.
55. Mit Vijaya und Surashtra.
Akopa, Rashtravardhana,
61. Langsilbig in den sechs Ecken
Dharmapala und Sumantra
:Mit den Herzsprüchen<ref>Mit den Sprüchen auf Herz, Haupt, Locke, Panzer, Auge, Waffen.</ref> schreibt den Keim;
Ist dann viertens umgeben er; -
:Rama und [[Maya]] schreibt seitwärts
56. Zufünft von Indra und Agni,
:[[Ananga]] spitz den Ecken ein.
Dharma, Rakshas und Varuna,
Wind, Mond, Herr, Schöpfer, Ananta,
62. Den "Grimm" schreibt in der Eckspitze,
Von diesen zehn ist er umringt.
:Um ihn kundig die "Stimme" ein.
57. Von außen schmücken ihn Waffen
:Drei Kreise dann mit acht Blättern
Der Götter, Nila und sein Volk,
:Der [[Lotos]]blüte traget auf,
Und Weise wie Vamadeva
Und Vasistha umringen ihn.
63. Selbstlauter schreibt den Staubfäden,
58. Dies zur Belehrung mag dienen. -
:Acht Mitlauter den Blättern ein.
813 IL Die Konstruktion des Diagrammes, v. 58-84 v. 58-74: Die Figur desselben, nebst Eintragungen.
:Auf sie schreibt auch des Kranzspruches (v. 74-80)
Nun Beschreibung des Diagramms:
:Silben nach der sechs Wellen Zahl,
Zum Sechseck formt zwei Dreiecke,
In der Mitte schreibt zweimal Om.
64. Auf dem letzten nur fünf Silben.
a janu-bahuh usw. Die Scholiasten reden von Vokallängen, mit denen Rama zu umgeben sei, scheinen also hier schon an eine Zeichnung (vinyaset, zu v. 53) zu denken, - schwerlich mit Recht, da es sich bis zu v. 58 wohl nur um wechselnde, zum Zweck der Verehrung Vergegen¬wärtigte Vorstellungsbilder von Rama und seiner Umgebung handelt.
:Wieder ein Lotosachtblatt folgt
:Mit acht [[Narayana]]-Silben
:Und auf Staubfäden die Rama. -
65. Ihm umschreibt ein Lotoszwölfblatt,
:Auf dieses den Zwölfsilbenspruch,
:Der Om Namo Bhagavate
:Vasudevaya lautet, schreibt.
{{#ev:youtube|Yy7ceRqsNDI}}
66. In Kreisform auf die Staubfäden
:Schreibt die Zeichen von A bis Ksha.
:Dann folgt ein Lotossechzehnblatt,
:Auf den Staubfäden tragt die "Scheu",
67. Auf den Blättern den zwölfsilb'gen
:Spruch mit [[Hum]], [[Phat]] und [[Namas]] auf.
:Zwischenein wagt des Windsohnes
:Und der übrigen Sprüche ein.
68. Schreibt sie genau [[Hrim]], [[Srim]], [[Bhrim]], [[Vrim]],
:[[Lrim]], [[Srim]] und [[Jrim]]<ref>Die sieben hier aufgezählten Anfangsbuchstaben (mit ri vokalisiert, nebst Anusvara) der Namen Hanuman (Hrim) Sugriva, Surashtra, Sumantra (Srim), Bharata (Bhrim), Vibhishana, Vijaya (Vrim), Lakshmana (Lrim), Satrumardana (Srim), Jambavan, Jayanta (Jrim) sind durch die angeblich in "und" liegenden Angada, Akopa (Am), Dhrishti, Dharmapala (Dhrim) und Rashtravardhana (Rim), auf die erforderlichen sechzehn (vgl. v. 53-56) zu bringen.</ref>; - um dies herum
:Legt, mit dreißig und zwei Speichen,
:Ein großes [[Rad]], - nebst Hall und Punkt
:(d. h. wohl: nebst Om)
69. Sorgfältig tragt des Spruchkönigs (v. 14-23)
:Zeichen auf seinen Flächen ein.
:Die acht [[Vasu]]s und elf [[Rudra]]s
:Sollt dabei meditieren ihr
70. Nebst den zwölf [[Ina]]s ([[Aditya]]s) und [[Dhatar]];
:Auch den [[Vashat]]-Ruf: - drum herum
:Mit Donnerkeilen, Dreizacken.
:Ein Viereck nebst drei Linien,
71. Mit Pforten, mit des Tierkreises
:Bildern und [[Schlange]]n ausgeschmückt.
:Also den Zauberkreis schließend,
:In seine Pole weiter dann.
72. Und Zwischenpole einschreibt den
:[[Nrisinha]]- und [[Varaha]]-[[Mantra|Spruch]].
:Als jener ist die [[Kshraum]]-Silbe
:mit [[Bindu|Punkt]], Nachhall und [[Shakti|Kraft]] gemeint,
73. Ein Spruch, den man als Nrisinha,
:Zur Vernichtung der [[Graha]]s braucht.
:Der Keim des [[Sukara]]-Spruches
:Mit H, U, Punkt und Nachall ist
74. Die Hum-Silbe. -
'''v. 74-81: Mitteilung des Malamantra (v. 63) mittels eines mystischen Alphabetes.'''
:Des Rama wird nunmehr gelehrt<ref>Die (in Parenthese beigefügten) Buchstaben, welche hier mit mystischen Namen aufgeführt werden, ergeben den 47silbigen Malamantra: Om! Namo Bhagavate Raghunandanaya, Rakshoghnavisadaya, Madhuraprasannavadanaya, Amitatejase, Valaya, Ramaya, Vishnave Namah! "Om! Verehrung dem heiligen Raghusprosse, dem als Rakshastöter berühmten, mit lieblichgnädigem Angesicht, mit unermeßlicher Kraft, dem Vala, dem Rama, dem Visnu Verehrung!"</ref>;
:[[Taro]] (Om) und [[Natih]] (Namo) [[Nidrayah]] (Bha-)
:[[Smritir]] (-ga-) und [[Medas]] (-va-) [[Kamika]] (-t-)
75. Mit dem [[Rudra]] (-e) vereint, [[Vahnir]] (Ra-)
:Mit [[Medha]] (-gh-) [[Amara]] (-u-) geziert,
:[[Dirgha]] (-na-) mit [[Krura]] (-m) [[Hladini]] (-da-),
:[https://www.yoga-vidya.de/prana/ Prana] (-ya), [[Ambhah]] (v-) mit [[Vidya]] (-i) dann,
62. Den "Grimm" schreibt in der Eckspitze,
:[[Pita]] (-sh-) mit [[Rati]] (-na-) und [[Lanta]] (-v-),
Um ihn kundig die "Stimme" ein.
:Dazu [[Yoni]] (-e), zum Schluß [[Natih]] ([[Namah]]).
Drei Kreise dann mit acht Blättern
Der Lotosblüte traget auf,
81. Dies, [[guna]]haft, guna-Ender,
63. Selbstlauter schreibt den Staubfäden,
:Der sieb'nundvierzigsilb'ge [[Mantra|Spruch]]. -
Acht Mitlauter den Blättern ein.
Auf sie schreibt auch des Kranzspruches (v. 74-80)
'''v. 81-84: Verherrlichung des beschriebenen Diagrammes.'''
Silben nach der sechs Wellen Zahl,
64. Auf dem letzten nur fünf Silben.
:In der geschilderten Folge
Wieder ein Lotosachtblatt folgt
:für den gekrönten Rama schreibt
Mit acht Narayana-Silben
Und auf Staubfäden die Rama. -
82. Das allbefassende, ob'ge
65. Ihm umschreibt ein Lotoszwölfblatt,
:[[Rishi]]-verehrte [[Yantra|Diagramm]]!
Auf dieses den Zwölfsilbenspruch,
:Das dem Verehrer [[Erlösung]]
Der om namo bhagavate
:Bringt, [[Gesundheit]] und [[Leben]] stärkt,
Vdsudevaya lautet, schreibt.
66. In Kreisform auf die Staubfäden
83. [[Sohn|Söhne]] verleiht dem Sohnlosen, -
Schreibt die Zeichen von a bis ksha.
:Mit einem [[Wort]], durch dieses wird
1 Mit den Sprüchen auf Herz, Haupt, Locke, Panzer, Auge, Waffen.
:Der [[Dharma]] und die drei anderen
:Völlig erlangt im Augenblick.
84. Als ein tiefsinniges Rätsel
:Selbst für [[Gott]] schwer verständlich ist
:Das so beschriebene Diagramm.
:Gemeinen Menschen gebt es nicht!
972 ATHARVAVEDA, VISNU-UPANISHADEN
====III. Epilog, v. 85-94====
814 Dann folgt ein Lotossechzehnblatt, Auf den Staubfäden tragt die "Scheu",
'''v. 85-91: Aufforderung zur Verehrung des Rama'''
67. Auf den Blättern den zwölfsilb'gen
Spruch mit hum, phat und namas auf.
85. Was an euch Stoff ist, reinigt, ehrt die Pforten,
Zwischenein wagt des Windsohnes
:in [[Lotossitz]]art oder anderer, heiter
Und der übrigen Sprüche ein.
:Ehrt regelrecht den Thronsitz, unten, oben,
68. Schreibt sie genau Hrim, Srim, Bhrim, Vrim, Lrim, Srim und Jrim'; - um dies herum Legt, mit dreißig und zwei Speichen, Ein großes Rad, - nebst Hall und Punkt (d. h. wohl: nebst 0m)
:Die Seiten und der Mitte [[Lotos]]blume;
69. Sorgfältig tragt des Spruchkönigs (v. 14-23)
Zeichen auf seinen Flächen ein.
86. Auf weichem, zartem Teppiche dem [[Lehrer]]
Die acht Vasus und elf Rudras
:Auf seinem Perlenthron [[Verehrung]] spendend,
Sollt dabei meditieren ihr
:Denkt euch den [[Sitz]] getragen von der [[Sakti]],
:Und die Negationen an den Polen.<ref>Im Südosten, Südwesten, Nordwesten, Nordosten sollen Dharma, [[Jnana]], [[Vairagya]], Aisvarya, im Osten, Süden, Westen, Norden Adharma, Ajnana, Avairagya, Anaisvarya verehrt werden. Die Zusammenstellung dieser acht ist nicht so selten, wie Weber S.324 meint; sie findet sich z. B. auch Samkhyakarika 44-45.</ref>
Also den Zauberkreis schließend,
In seine Pole weiter dann.
88. Mitten im Sitz denkt [[Sonne]], [[Mond]] und [[Feuer]]
72. Und Zwischenpole einschreibt den
:Übereinander, ehrt durch A, U, M sie,
Nrisinha- und Varaha-Spruch.
:Auch [[Rajas]], [[Sattva]]m [[Tamas]], als drei Kreise
1 Die sieben hier aufgezählten Anfangsbuchstaben (mit ri vokalisiert,
:Sich folgend, nebst den [[Bija|Keimsilben]] verehrt dann.
nebst Anusvara) der Namen Hanuman (Hrim) Sugriva, Surashtra, Sumantra (Srim), Bharata (Bhrim), Vibhishana, Vijaya (Vrim), Laksh-mana (Lrim), §atrumardana ($rim), Jambavan, Jayanta (Jrim) sind durch die angeblich in "und" liegenden Angada, Akopa (Am), Dhrishti, Dharmapala (Dhrim) und Rashtravardhana (Rim), auf die erforderli¬chen sechzehn (vgl. v. 53-56) zu bringen.
89. In den Weltpolen und den Zwischenpolen
:Ehrt [[Atman]], [[Antaratman]], [[Paramatman]],
:Im Inneren den [[Jnanatman]], an den Seiten
:[[Maya]], [[Vidya]], [[Kala]] und [[Paratattva]]m.
90. Die makellosen und die anderen Kräfte
:Verehrt sodann und ruft herbei Gott [[Rama]].
:Ehrt ihn durch Glieder, Formen, [[Hanuman]]s Schar;
:Durch [[Dhrishti]]s Schar, die Welthüter und Waffen,
RAMAPÛRVATAPANIYA-UPANISHAD 973
91. [[Vasistha]]s Seherschar, durch [[Nila]]s Scharen
Als jener ist die kshrauin-Silbe
:Gewinnt mit [[Sandelholz]] als erstem Rama;
mit Punkt, Nachhall und Kraft gemeint,
:Mit besten, mannigfachen Gaben ehrt ihn
73. Ein Spruch, den man als Nrisinha,
:Und spendet leise Worte ihm, wie schicklich.
Zur Vernichtung der Grahas braucht.
Der Keim des Sukara-Spruches
{{#ev:youtube|RjZcniFuHu8}}
Mit h, u, Punkt und Nachall ist
74. Die hum-Silbe. -
'''v. 92-94: Verheißungen für die, welche den Ramageziemend verehren.'''
v. 74-81: Mitteilung des Malamantra (v. 63) mittels eines mystischen 815
Alphabetes.
92. So preis' ich Rama als den Weitenträger,
Die Kranzformel
:Als Keule-Lotos-Muschel-Diskus--Träger,
Des Rama wird nunmehr gelehrt';
:Als sein [[Geist]], [[Wonne]], Daseinsüberwinder. —
Die (in Parenthese beigefügten) Buchstaben, welche hier mit mysti-schen Namen aufgeführt werden, ergeben den 47silbigen Malaman-tra: mg! namo bhagavate Raghunandanaya, rakshoghnavi adaya, mad-huraprasannavadanaya, amitatejase, valaya, Ramaya, Vishnave namah! "Om! Verehrung dem heiligen Raghusprosse, dem als Rakshastöter berühmten, mit lieblichgnädigem Angesicht, mit unermeßlicher Kraft, dem Vala, dem Rama, dem Visnu Verehrung!"
<references/>
974 ATHARVAVEDA, VISNU-UPANISHADEN
==Siehe auch==
78. kamikas fünfter (-na-), dann lantah (-va-),
*[[Rama]]
Weiter tantanta (-da-), dhanta (-n-) folgt,
*[[Rama Uttara Tapaniya Upanishad]]
Nebst ananta (42-), sodann vayu (-y-),
*[[Vishnu]]
dirgha ( a ), visha (-m-) mit sukshma (-i-) folgt;
*[[Vishnu Upanishaden]]
79. kamika (-ta-), kamika (-t-), rudra (-e-),
*[[Upanishad]]
Weiter folgen sthira (ja) sa (-s-) e (-e-),
*[[Veden]]
tapini
*[[Mahavakya]]
(va-), bhur (-1-) dann mit dirgha (4-), anilo (-ya), 'nalo (R-) 'nanta (-a) dann,
*[[Hinduismus]]
80. kala (-m-) mit dem narayana (4-),
*[[Yoga]]
prana (-ya), ambhah (y-) mit vidya (-i) dann, pita (-sh-) mit rati (-na) und lanta (-y-), Dazu yoni (-e), zum Schluß natih (namah).
*[[Vedanta]]
816 81. Dies, gunahaft, guna-Ender,
*[[Vedanta Schulen]]
Der sieb'nundvierzigsilb'ge Spruch. -
*[[Erkenntnis]]
v. 81-84: Verherrlichung des beschriebenen Diagrammes.
*[[Meditation]]
In der geschilderten Folge
*[[Verehrung ]]
für den gekrönten Rama schreibt
*[[Mantra]]
82. Das allbefassende, ob'ge
*[[Yantra]]
Rishi-verehrte Diagramm!
Das dem Verehrer Erlösung
==Literatur==
Bringt, Gesundheit und Leben stärkt,
*[https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/krishnananda/upanishaden/ Kostenloses Online-Buch Upanishaden von Swami Krishananda]
83. Söhne verleiht dem Sohnlosen, -
*[https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/andere-autoren/upanishaden/ Klassische Upanishaden - Die Weisheit des Yoga von Paul Deussen, 1980]
Mit einem Wort, durch dieses wird
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p597_Das-Kronjuwel-der-Unterscheidung-von-Shri-Shankaracharya/ Das Kronjuwel der Unterscheidung von Shri Shankaracharya, Kommentar von Emanuel Meyer, 2002 ]
Der Dharma und die drei anderen
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p484_Vedanta-----Der-Ozean-der-Weisheit/&XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Swami Vivekananda, Vedanta - Der Ozean der Weisheit]
Völlig erlangt im Augenblick.
*Wilfried Huchzermeyer: ''Die heiligen Schriften Indiens - Geschichte der Sanskrit-Literatur.'' (edition-sawitri.de) ISBN 3-931172-22-8
84. Als ein tiefsinniges Rätsel
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p927_Vedanta-fuer-Anfaenger/ Vedanta für Anfänger von Swami Sivananda]
Selbst für Gott schwer verständlich ist
*Heinrich Zimmer: Philosophie und Religion Indiens, Suhrkamp, 2001
Das so beschriebene Diagramm.
Gemeinen Menschen gebt es nicht!
==Weblinks==
*[http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Ramatext.html Über Rama]
RIMAPURVATAPANIYA-UPANISHAD 975
*[https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/feste-und-fasten/22-ramnavmi/ Swami Sivananda, Feste und Fasten: Rama Navami]
III. Epilog, v. 85-94
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/art_veden.html Veden aus „Göttliche Erkenntnis“ von Swami Sivananda]
v. 85-91: Aufforderung zur Verehrung des Rama
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/art_upanishaden.html Upanishaden, Artikel aus "Göttliche Erkenntnis" von Swami Sivananda]
85. Was an euch Stoff ist, reinigt, ehrt die Pforten,
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p38_Klassische-Upanishaden/ Buch: Klassische Upanishaden - die 11 wichtigsten Upanishaden in der Übersetzung von Paul Deussen]
1 Im Südosten, Südwesten, Nordwesten, Nordosten sollen Dharma, Jnanq Vairdgya, Aisvarya, im Osten, Süden, Westen, Norden Adharma, Ajndna, Avairagya, Anaisvarya verehrt werden. Die Zusammenstellung dieser acht ist nicht so selten, wie Weber 5.324 meint; sie findet sich z. B. auch Samkhyakarika 44-45.
91. Vasisthas Seherschar, durch Nilas Scharen Gewinnt mit Sandelholz als erstem Rama; Mit besten, mannigfachen Gaben ehrt ihn Und spendet leise Worte ihm, wie schicklich.
v. 92-94: Verheißungen für die, welche den Rdmageziemend verehren.
'''Vom Begrenzten zum Unendlichen - Geschichten aus den Upanishaden'''
93. Der Allerfüller, Raghusohn, der vormals Verschwand mit Muschel, Diskus, Keule, Lotos, Mit Rama, mit den Brüdern und Gefolge Und seiner Stadt, der Alle-Welt-Befasser,
[[Kategorie:Schriften]]
94. Wer ihn verehrt, genießt die Wunscherfüllung Und steigt wie er empor zur höchsten Stätte. Auch wer dies heil'ge Lied voll Lust und Frommen Hersagt, geht fleckenlos ein zur Erlösung,
[[Kategorie:Hinduismus]]
— hersagt, geht fleckenlos ein zur Erlösung!
[[Kategorie:Vedanta]]
[[Kategorie:Glossar]]
[[Kategorie:Sanskrit]]
[[Kategorie:Indische Philosophie]]
[[Kategorie:Deussen Upanishaden]]
[[Kategorie:Vishnu Upanishaden]]
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Aktuelle Version vom 29. Juli 2023, 16:11 Uhr
Die Rama Purva Tapaniya Upanishad (Sanskrit: f.) ist ein Teil der indischen HeiligenSchriften, die Veda genannt werden. Die Rama Purva Tapaniya Upanishad gehört zum Atharvaveda und wird außerdem den Vishnu Upanishaden zugeordnet. Inhaltliches Kernstück der Upanishad bildet die Anleitung zur Herstellung eines Yantras.
Rama Purva Tapaniya Upanishad mit Erläuterungen nach Paul Deussen
Artikel aus "Upanishaden. Die Geheimlehre des Veda“ in der Übersetzung von Paul Deussen, herausgegeben von Peter Michel, Marix Verlag, 2. Auflage, 2007, Wiesbaden, S. 958 - 976.
Einleitung
Die Rama Purva Tapaniya Upanishad ist, wie Titel, Form und Ausführung beweisen, nach dem Vorbild der Nrisinha Tapaniya Upanishad, wenn nicht ursprünglich komponiert, so doch hinterher bearbeitet worden, namentlich, sofern man auch für sie zwei Teile, einen früheren, elementaren (Purva) und einen späteren, höheren (Uttara) konstruierte. Aber während die Nrisinha Uttara ein in seiner Art originelles und höchst bedeutendes Werk ist, so besteht die Rama Uttara fast nur aus Entlehnungen, welche zur Rama Purva zumeist keine nähere Beziehung zeigen und derselben wohl nur angeschlossen wurden, um das Ganze nach dem Modell der Nrisinha Upanishad zu gestalten.
Hingegen ist die Rama Purva in viel höherem Grade als die Nrisinha Purva ein für sich vollständiges Ganzes, in welchem an die Stelle des Nrisinha die mehr konkrete Inkarnation des Visnu als Rama tritt; im übrigen läuft, wie dort so auch hier, alles auf die kunstgerechte Herstellung eines (wohl als Amulett zu tragenden) Diagrammes (Yantram) hinaus, welches, entsprechend der späteren Zeit, um vieles gekünstelter als das Nrisinhap. 5 geschilderte ist, so daß, namentlich bei der Unbestimmtheit mancher Angaben, eine sichere Rekonstruktion desselben wohl kaum möglich sein dürfte. Alles übrige, was die Upanishad vorher (v. 1-57) und nachher (v. 85-94) noch enthält, und so namentlich auch die bildlichen Schilderungen des Rama und seiner Umgebung (v. 23-28 und 48-57) haben nur den Zweck, auf das Diagramm vorzubereiten und dessen Bedeutung ins Licht zu setzen, teilweise auch dessen Konstruktion zu motivieren. - Hiernach unterscheiden wir an dem Ganzen drei Hauptteile:
v. 11-13. Vorläufige Ankündigung des Spruchkönigs Ram Ramaya Namah und des Diagrammes, dessen wichtigsten Bestandteil er bilden soll.
v. 14-23. Der Spruchkönig Ram Ramaya Namah. Sein Keim (Ram) schließt in sich die ganze Welt, da er die Prakriti (Sita) und den Purusha (Rama) befaßt. (v. 15-18). Die übrigen Worte (Ramaya Namah) bedeuten die Grundlehre des Vedanta, die Einheit der individuellen und höchsten Seele (v. 19). Wert des Spruchkönigs und Auftragung desselben auf der Brust (v. 20-23). Diese Auftragung des Spruchkönigs auf der Brust ist natürlich von der später beschriebenen Eintragung desselben in die 32 Speichen des Diagrammes (v. 69) zu unterscheiden. Im übrigen aber ist festzuhalten, daß es sich im folgenden (v. 23-58) noch nicht um irgendeine graphische Darstellung, sondern nur um die würdige Vorbereitung zu derselben handelt; zu diesem Zweck stellt sich der Dichter zunächst vor; wie Rama mit Sita und Lakshmana sitzt, wie die Götter den Rama verehren, wie die Rishis seine Taten preisen, und endlich wie er, nach vollbrachten Heldentaten, von seinen Getreuen umgeben, auf dem Thron sitzt. Es ist daher ungenau und für die ganze Auffassung irreführend, wenn Weber zu v. 23 (S. 283) hier "Angaben über die Gestalt und die Umgebung, in welcher Rama behufs des Diagrammes darzustellen ist" findet. Nicht um Darstellungen handelt es sich dabei, sondern nur um ideelle Vorstellungen von Ramas Gestalt, Umgebung und Heldentaten, zum Zweck seiner Verehrung, wie dies auch Webers Scholiast S.298 (vgl. hingegen das zu v. 52, unten S.812 Bemerkte) zu bestätigen scheint: "um das zur Verehrung verwendete Diagramm zu beschreiben (Nirupayitum), ergeht sich der Dichter [vorher] in 34 1/2 Versen (v. 28-57) über des zu verehrenden Rama Gestalt, Umgebung, Preis und Geschichte". Dementsprechend sind die Schlußworte (v. 58) nicht mit Weber zu übersetzen. "So ist in kurzem (das Diagramm) angegeben. Nun (folgt) dessen nähere Beschreibung", sondern vielmehr: "dies ist behufs der Unterweisung (Uddesatah) gesagt. Nun folgt die Anweisung (Nirdesas) zu jenem (schon v. 13 angekündigten Diagramm)". Näher betrachtet, gliedert sich dieser vorbereitende Abschnitt in folgende Teile:
v. 23-29. Der Dichter stellt sich den Rama vor, (wie er auf so vielen Bildwerken dargestellt wird) mit Sita auf dem Schoß und Lakshmana daneben stehend. Wie diese Figuren ein Dreieck bilden; so denkt man sich "Ausklang (Namah), Name (Ram) und Dativ (Ramaya)" des Spruchkönigs als Dreieck.
v. 29-47. Weiter schildert der Dichter, wie die Götter dem Rama nahen, um ihn zu preisen (v. 29-34), und die Weisen, um seine Heldentaten zu besingen, wobei die Hauptereignisse des Ramayanam kurz rekapituliert werden (v. 35-47).
v. 48-57. Im Anschluß hieran stellt sich der Dichter vor, wie Rama auf dem Thron sitzt, im Sechseck (als Vorbild des Sechseckes des später folgenden Diagrammes) von den sechs Haupthelden umgeben, um welche sich die Götter und Weiten scharen. Wenn diese ganze, dem Dichter vorschwebende Gruppe weder mit dem vorher geschilderten Dreieck (Rama, Sita, Lakshmana) noch (wie auch Weber zu v. 60 bemerkt) mit den Dispositionen des später (v. 58 f.) beschriebenen Diagrammes in Einklang zu bringen ist, so ist dies eben daraus zu erklären, daß es sich in dem ganzen Abschnitt bis v. 57 nicht um
graphische Darstellungen, sondern nur um wechselnde, der Phantasie des Dichters vorschwebende Bilder handelt, welche, wie auch die historischen Digressionen, nur dazu dienen, die Verehrung des Rama zu fördern und dadurch die Bedeutung des nun folgenden Diagrammes ins Licht zu setzen.
Die Gestalt desselben ist, verglichen mit dem der Nrisinha Purva (oben S. 773), ziemlich kompliziert, doch einfacher, als es auf den ersten Blick scheinen mag. Man muß nur festhalten, daß sämtliche Figuren konzentrisch zu zeichnen sind, und daß von den v. 62 erwähnten drei Kreisen der erste dem Sechseck eingeschrieben, der zweite umschrieben, diesem sodann das Achteck und diesem der dritte Kreis umschrieben wird (Shatkonasya Upari Ekam Vrittam, Madhye Ca Ekam, Patra-agre Ca Ekam, Narayana in der Calc. Ausg. p. 331,6). Hiernach wäre die Figur wie folgt zu konstruieren: in der Mitte das Sechseck mit eingeschriebenem Kreis; dem Sechseck wird ein zweiter Kreis umschrieben, diesem ein Achteck, diesem ein Kreis, diesem nochmals ein Achteck, diesem ein Kreis, diesem ein Zwölfeck, diesem ein Kreis, diesem ein Sechzehneck, diesem ein Kreis, diesem ein Zweiunddreißigeck, diesem ein Kreis, diesem endlich ein Quadrat. Ersetzt man nun außerhalb des Sechsecks sämtliche gerade Linien, welche von der Peripherie der inneren Kreise zu der der äußeren laufen, durch zirkumflexartig geschwungene Linien, so erhält man, umeinanderliegend, zwei achtblättrige, eine zwölfblättrige, eine sechzehnblättrige und so wohl auch, als das große Rad, eine zweiunddreißigblättrige Lotosblume: die Spitzen der Blätter liegen auf dem umschriebenen Kreis, die Staubfäden sind nach der Seite des eingeschriebenen Kreises zu denken. Auf den Staubfäden und Spitzen, mitunter auch zwischen den letzteren, findet dann die Eintragung der Buchstaben, Silben und Namen statt, wie sie der Text vorschreibt. Auf der äußersten, 32-blättrigen Lotosblume wird der Mantraraja aufgetragen, dessen Keim (Ram) schon den Kern des Ganzen bildete. Unter dem Mantraraja ist somit wohl schwerlich die Nrisinhaformel, noch auch der Malamantra zu verstehen, sondern der schon vorher v. 16-19 gefeierte Spruchkönig Ram Ramaya Namah, welcher mit vorhergehendem und nachfolgendem Om, viermal aufgetragen, die 32 Flächen ausfüllen mochte. (Auch S. 772 bildete der Mantraraja den äußersten Kreis.)
Anhangsweise wird v. 74-80 der auf der inneren achtblättrigen Lotosblume aufzutragende Malamantra mittels eines geheimen, die Silben durch Wörter ersetzenden Alphabets gelehrt.
III. Epilog (v. 85-94).
v. 85-91. Der Dichter fordert dazu auf, nach geziemender Vorbereitung den Rama zu verehren und herbeizurufen dadurch, daß man ihn vorstellt, wie er auf seinem, von mancherlei Wesenheiten getragenen und umgebenen Thron sitzt, wobei allerlei Elemente der früheren und späteren Mythologie, der Göttermythen und Heldensagen, die Atmanformen des Vedanta und die Gunas und Bhavas der Samkhyalehre nebeneinander herlaufen.
v. 92-94. Zum Schluß zollt der Dichter dem Rama seine Verehrung und verheißt denen, welche ihn gebührend verehren und die gegenwärtige Upanishad studieren, die Erlösung.
Die Rama Purva Tapaniya Upanishad
"Das Brahman, geiststoffhaft, zweitlos, ohne Teile und körperlos, wird doch in mancherlei Formen zum Zweck des Kultus angeschaut." Zitat: Rama Purva Tapaniya Up.; Darstellung: Rama
↑Minister, Reich, Festungen, Schatz und Heer werden öfter als die fünf
Grundelemente (Prakriti) aufgezählt, welche mit dem Fürsten zusammen eine Herrschaft konstituieren.
↑Nach Narayana in der Punaer Ausgabe und nach Webers Scholiast sollen in Ram ( R + a + a + m) auf R sich Brahman (a), Visnu (a) und Siva (m) aufbauen. - Hingegen ist, nach dem unter Narayanas Namen in der Kalkuttaer Ausgabe abgedruckten Kommentar, welcher, weniger richtig, an das ganze Wort Ramah denkt, R Krishna (Visnu), a Brahman, mah Mahesvara.
↑Der Keim (Vija) des Spruches ist Ram, der Stamm (Kila) Ramaya na-, die Kraft (Sakti) -mah.
↑Der Vers könnte, wie Weber bemerkt, nach dem, v. 74-80 gelehrte, mystischen Alphabet auch heißen: "Ramah ist Ananta (a) mit Tejas (R), Vahni (R) und -mah"
↑Der Name Rama (Svam) nebst der Dativform, m der er steht (Ne-taya), und dem Anu, welches hier das leise nachhallende Namas bedeuten soll, bildet eine jenem Dreieck (Rama, Sita und Lakshmana) entsprechende Dreiheit. Ganz anders die Scholien bei Weber; schon die Scholiasten suchten sich bei dieser und vielen folgenden Stellen zu helfen so gut sie konnten, und auch uns bleibt nichts anderes übrig.
↑Die erste, den Rama schützende, Umgebung(Avaranam) besteht in seinen eigenen, mächtigen Gliedern (Sva-dirgha-angaih); vgl. Ramay. 1, 1, 10:a-janu-bahuh usw. Die Scholiasten reden von Vokallängen, mit denen Rama zu umgeben sei, scheinen also hier schon an eine Zeichnung (Vinyaset, zu v. 53) zu denken, - schwerlich mit Recht, da es sich bis zu v. 58 wohl nur um wechselnde, zum Zweck der Verehrung vergegenwärtigte Vorstellungsbilder von Rama und seiner Umgebung handelt.
↑Mit den Sprüchen auf Herz, Haupt, Locke, Panzer, Auge, Waffen.
↑Die sieben hier aufgezählten Anfangsbuchstaben (mit ri vokalisiert, nebst Anusvara) der Namen Hanuman (Hrim) Sugriva, Surashtra, Sumantra (Srim), Bharata (Bhrim), Vibhishana, Vijaya (Vrim), Lakshmana (Lrim), Satrumardana (Srim), Jambavan, Jayanta (Jrim) sind durch die angeblich in "und" liegenden Angada, Akopa (Am), Dhrishti, Dharmapala (Dhrim) und Rashtravardhana (Rim), auf die erforderlichen sechzehn (vgl. v. 53-56) zu bringen.
↑Die (in Parenthese beigefügten) Buchstaben, welche hier mit mystischen Namen aufgeführt werden, ergeben den 47silbigen Malamantra: Om! Namo Bhagavate Raghunandanaya, Rakshoghnavisadaya, Madhuraprasannavadanaya, Amitatejase, Valaya, Ramaya, Vishnave Namah! "Om! Verehrung dem heiligen Raghusprosse, dem als Rakshastöter berühmten, mit lieblichgnädigem Angesicht, mit unermeßlicher Kraft, dem Vala, dem Rama, dem Visnu Verehrung!"
↑Im Südosten, Südwesten, Nordwesten, Nordosten sollen Dharma, Jnana, Vairagya, Aisvarya, im Osten, Süden, Westen, Norden Adharma, Ajnana, Avairagya, Anaisvarya verehrt werden. Die Zusammenstellung dieser acht ist nicht so selten, wie Weber S.324 meint; sie findet sich z. B. auch Samkhyakarika 44-45.
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Swami Tattvarupananda, Vedamurti Dr Olaf Schönert, Katrin Nostadt