Jambavan

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Jambavan: (Sanskrit: जाम्‍बवान jambavān m.) Name des Bärenkönigs, der im Besitz des Juwels Syamantaka war. Dieses Juwel hatte die Eigenschaft, den Träger zu beschützen, wenn er gut gesinnt war, oder ins Verderben zu stürzen, wenn er böse gesinnt war. Nach dem Tode seines Bruders hatte Jambavan das Juwel an sich genommen. In einem langen Kampf wurde er von Krishna besiegt, der fortan das Juwel auf seiner Brust trägt. Jambavan gab nach dem Kampf seine Tochter Jambavatī Krishna zur Frau. Im Rmayana unterstützt Jambavan mit seinem Bärenheer Rama bei seinem Kampf. Jambavan ist auch als Jamvanta, Jambavantha, Jambavat, oder Jambuvan bekannt.

Jambavan

Jambavan ist traditionell in den indischen Epen ein Bär. Es gibt jedoch auch Schriften, in denen er als ein besonders kräftiger Affe beschrieben wird. Sein Vater ist Brahma, er ist unsterblich. Er wird als Kapishreshtha (erster unter den Affen) und mit weiteren für Vanaras (affenähnliche Wesen) üblichen Beiworten benannt. Man kennt ihn auch Riksharaj (König der Rikshas). Rikshas sind den Vanaras ähnliche Wesen. Sie wandeln sich in späteren Versionen der Ramayana zu Bären. Er wurde erschaffen von Brahma, um Rama im Kampf gegen Ravana zu unterstützen.

Jambavan beim Quirlen des Milchozeans

Jambavan war beim Quirlen des Milchozeans anwesend, und es wird angenommen, dass er Vamana (die Zwerginkarnation Vishnus) sieben Mal umrundete, als dieser mit drei Schritten die drei Welten von Bali zurückeroberte. Er war der König des Himalaya, der als Bär inkarnierte, um Rama zu dienen. Rama gewährte ihm die Gunst eines langen Lebens, eines freundlichen Auftretens und der Stärke von zehn Millionen Löwen.

Jambavan und Krishna

Im Mahabharata tötete Jambavan einen Löwen. Der Löwe hatte von Prasena das Juwel Syamantaka angenommen und Prasena danach getötet. Krishna wurde verdächtigt, Prasena wegen des Juwels getötet zu haben. So verfolgte er den Hergang bis er erkannte, dass Prasena von einem Löwen getötet wurde, und dieser wiederum von einem Bären. Krishna verfolgte Jambavan bis zu dessen Höhle, und es entwickelte sich ein Kampf. Nach achtzehn Tagen erkannte Jambavan Krishna. Er gab Krishna das Juwel und machte ihn mit seiner Tochter Jambavati bekannt. Sie wurde eine von Krishnas Frauen.

Jambavans Rolle in der Ramayana

Im Epos Ramayana hilft Jambavan Rama seine Frau Sita zu finden und kämpft gegen ihren Entführer Ravana. Durch ihn erkennt Hanuman sein Potential, und er ermutigt ihn, über das 100 Yojanas (rund 1300 km) breite Meer nach Lanka zu fliegen, um Sita dort zu suchen.

Jambavan gilt als erfahren und intelligent. Er wusste, wie man ein Königreich regiert. Er war mit Nala, Nila, Hanuman und anderen unter den Beratern Sugrivas, die auf dem Berg Rishyamukha residierten. Jambavan riet Sugriva, Hanuman damit zu beauftragen, herauszufinden, wer Rama und Lakshmana sind und welche ihre Mission sei.

Bei einem Duell mit Ravana war Jambavan flink und grausam. Er boxte mit seinen Fäusten auf Ravana ein, stieß ihn in die Brust und schlug ihn bewusstlos, so dass er flach in seine Kutsche fiel. Der Wagenlenker fuhr daraufhin Ravana aus der Schlacht. Davor hatte sich Ravana mit Hanuman, der Inkarnation Shivas, duelliert und mit Sugriva, dem Sohn von Vayu, dem Gott des Windes.

Siehe auch

Literatur

  • Dowson, John: A Classical Dictionary of Hindu Mythology and Religion – Geography, History and Religion; D.K.Printworld Ltd., New Delhi, India, 2005