Anthroposophie

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Die Anthroposophie (von altgriechisch ἄνθρωπος ánthrōpos ‚Mensch‘ und σοφία sophίa ‚Weisheit‘) ist eine spirituelle Weltanschauung sowie eine Erkenntnismethode, anhand derer eine Erforschung des Übersinnlichen möglich ist und durch die es zu einer umfassenden Anschauung des Menschen als Mikrokosmos in seinem Zusammenhang mit dem Makrokosmos kommen kann.

Das erste Goetheanum

Die Entwicklung der Anthroposophie zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist sehr eng an deren Begründer Rudolf Steiner (1861-1925) geknüpft und hat seitdem Früchte in fast allen Lebensbereichen getragen: Waldorf-Pädagogik, Eurythmie, Kunst (Goetheanum), biologisch-dynamische Landwirtschaft (Demeter), Dreigliederung, Christengemeinschaft und Medizin.

Philosophische und goetheanistische Vorläufer

Von seiner Beschäftigung mit Goethes naturwissenschaftlichen Schriften und dem deutschen Idealismus (Kant, Fichte, Schelling, Hegel) her kommend, entwickelte Steiner in seinem Werk "Die Philosophie der Freiheit"[1] erstmals philosophisch den Gedanken des Monismus: In der Erkenntnis werden Begriff und Wahrnehmung, die nur - durch die menschliche Konstitution bedingt - im Bewusstsein getrennt auftreten, wieder zu einer Einheit zusammengefügt. Der Dualismus von Ich und Welt wird im Denken (philosophisch) überwunden.

In der Beobachtung des Denkens nämlich fallen Begriff und Wahrnehmung zusammen; im Erleben des Denkens stellt sich ein erstes Einheitserleben ein und das höhere Ich oder Selbst tritt als kraftvolles Licht anfänglich in Erscheinung. Dieses Erleben des Denkens ist im Grunde nichts anderes als die Erweckung des dritten Auges, wie wir es in der Meditation erfahren. Diese Form der Erweckung des Stirn-Chakras ermöglicht ein freies Handeln aus Einsicht in den uns innewohnenden höheren Willen unseres Selbst, ein Handeln also aus dem Einheitsbewusstsein heraus und nicht mehr aufgrund von inneren Trieben, dem persönlichen Temperament oder einer äußerlichen Moral.

Während in vielen Yoga-Traditionen die Chakren von unten nach oben entwickelt werden, wird in der Anthroposophie die Erweckung der Chakren von oben nach unten angestrebt, wobei der Öffnung des Herz-Chakras besondere Bedeutung zukommt.[2] Allerdings muss betont werden, dass es keinen allgemeingültigen, festgelegten anthroposophischen Schulungsweg gibt, vielmehr hat Steiner zu unterschiedlichen Zeiten und für unterschiedliche Menschen unterschiedliche Impulse gegeben.

Yoga-Philosophie in der Anthroposophie

Rudolf Steiner, 1861

Steiner suchte nach seinen ersten spirituellen Erfahrungen einer Erweiterung des individuellen zum kosmischen Selbst Anschluss an bereits vorhandene spirituelle Strömungen. Diese fand er um die Jahrhundertwende zunächst in einer Vortragstätigkeit bei der Theosophischen Gesellschaft um Helena Blavatskij. In seinen frühen Schriften finden sich daher wie in dieser Elemente und Begriffe aus fast allen Religionen und spirituellen Strömungen, zum Beispiel aus der Lehre der drei Logoi, die auf die urindische Zeit zurückgeht[3], Begriffe und Mantras der christlich geprägten Rosenkreuzer, Gedankengut der westlichen Mystiker sowie aus der Kabbala. Überraschend ist die fast ausnahmslose Verwendung der ursprünglichen Sanskrit-Begriffe, für die es damals noch keine entsprechenden deutschen Wörter gab und die er erst allmählich in die deutsche Sprache überführte.[4]

Dem Yoga-Schulungsweg mit den acht Stufen Yama, Niyama, Asanas, Pranayama, Pratyahara, Dharana, Dhyana und Samadhi widmet Steiner 1906 einen Vortrag und erläutert diesen in seiner Bedeutung für die heutige Zeit.[5]

In seiner "Geheimwissenschaft im Umriss" (1910) nennt Steiner in ähnlicher Weise sieben Stufen der Einweihung: "1.Das Studium der Geisteswissenschaft, wobei man sich zunächst der Urteilskraft bedient, welche man in der physisch-sinnlichen Welt gewonnen hat. 2. Die Erwerbung der imaginativen Erkenntnis. 3. Das Lesen der verborgenen Schrift (entsprechend der Inspiration). 4. Das Sicheinleben in die geistige Umgebung (entsprechend der Intuition). 5. Die Erkenntnis der Verhältnisse von Mikrokosmos und Makrokosmos. 6. Das Einswerden mit dem Makrokosmos. 7. Das Gesamterleben der vorherigen Erfahrungen als eine Grund-Seelenstimmung."[6]

Nirvana ist die Gotteswelt, in der es weder Raum noch Zeit gibt. Diese Welt über der Welt der Vorsehung ist eine solche, "für die es in ganz ehrlicher und richtiger Weise den Namen in den europäischen Sprachen noch nicht geben darf."[7]

Die Verwandlung der Seelenkräfte Denken, Fühlen und Wollen in die spirituellen Fähigkeiten der Imagination, Inspiration und Intuition wird erstmals in "Die Stufen der höheren Erkenntnis" (GA 12) erläutert.

Aus spiritueller Sicht kommt seinen ab 1904 angeleiteten Esoterischen Stunden, die zunächst noch an die Theosophische Gesellschaft angegliedert waren, besondere Bedeutung zu. Diese waren nur einem ausgewählten Schülerkreis zugänglich und wurden damals nicht veröffentlicht. Auch das Mitschreiben war untersagt. Die heutigen Veröffentlichungen gehen auf Gedächtnisnachschriften der Schüler zurück. Überraschend viele Meditationsanleitungen beruhen auf Sanskrit-Mantras oder wurden sogar mit AUM begonnen und mit AUM oder einem Sanskrit-Mantra abgeschlossen:

1. Beispiel:

Im AUM liegt das verborgen:
A ist Atma [3. Logos]
U ist Buddhi [2. Logos]
M die Weisheit, die das höhere Selbst zum AUM lenkt. [1. Logos][8]

2. Beispiel:

Die Pflanzen strömen reine Luft aus. Sie sind rein, ohne Begierde, selbstlos; darum fühlt man sich wohl in der Pflanzenwelt: sie strömt Leben aus. Aber der gewöhnliche Mensch bringt mit seinem Atem der Umwelt den Tod. Er muss durch ein reines, moralisches, selbstloses Leben seinen Atem verwandeln in einen reinen, lebensvollen, und durch die Yogaübungen muß er ihn in Rhythmus bringen. Dann muss er lernen, seine Individualität in dem Atem auszuströmen, sie der Welt einzuprägen: er gibt dadurch der Umwelt Leben. Durch fortgesetzte Schulung dieser Art lernt der Yogi über dem rein Physischen schweben, sich hineinversetzen in das Ewige. Er steigt dadurch auf zu den ewigen, unvergänglichen Urbildern der Dinge, die nicht entstehen und nicht vergehen; auch mit seinem eigenen Urbild vereinigt er sich. Der Mensch entsteht und vergeht physisch; aber für jeden Menschen ist ein Urbild da; das ist ewig. Lernt der Yogi sich mit den Urbildern vereinigen, so ist er aufgestiegen in die ewige Welt des Geistes; er schwebt über dem Vergänglichen. Das ist der Zustand, von dem gesagt wird, dass der Yogi dann ruht zwischen den Schwingen des großen Vogels, des Schwanes, des Aum. Das Aum ist das Hinübergehen aus den Abbildern zum Urbild zurück - das Aufgehen in dem Unvergänglichen. Dieses Aufgehen in dem Ewigen, das Sich-Vereinigen mit den Urbildern, wird auch ausgedrückt in dem Mantram aus den Upanishaden:

Yasmajj jatam jagat sarvam, yasminn eva praliyate
yenedam dharyate sarvam, tasmai jnanatmane namah.[9]

3. Beispiel:

Urselbst, von dem wir ausgegangen sind,
Urselbst, welches in allen Dingen lebt,
Zu dir, du höheres Selbst, kehren wir zurück.

Der Spruch selbst heißt:

Lotusblume
Yasmajj jatam ja gat sarvam, yasminn eva praliyate
yenedam dharyate sarvam, tasmai jnanatmane namah.

Zu diesem fügen wir noch hinzu jenen Spruch, der ausdrückt, wie dieses Urselbst auf die Menschen wirkt, wie es dem Menschen erscheint. Das ist im Deutschen in der Formel ausgedrückt:

Wahrheit, Weisheit, Unermesslichkeit, 0 Gott,
Seligkeit, Ewigkeit, Schönheit,
Friede, Segen, Zweitlosigkeit,
Auf mich (AUM)
Friede, Friede, Friede.

In dem ersten Teil ist das Wesen des höheren Selbst ausgedrückt und zum Schluss die Art und Weise, wie sich dieses höhere Selbst in die Seele des Menschen herabsenkt. Die Formel im Sanskrit ist diese:

Satyam jnanam anantam brahma
anandarupam amritam bibharti
shantam shivam advaitam
om, shantih, shantih, shantih.[10]

In den Yogaübungen werden zu diesem Zweck gewisse Konzentrationen gemacht. Indem der Mensch sich auf einen Punkt zwischen den Augen, an der Nasenwurzel, konzentriert mit dem Gedanken "Ich bin", da entwickelt er das Organ, welches wir die zweiblättrige Lotusblüte nennen, und welches ihn zum "Ich" macht.

Das höhere Selbst ist zunächst noch nicht im Menschen, sondern draußen in der Natur und bei seinen älteren Brüdern, den Meistern und Führern der Menschheit. Von dort muss es in ihn einziehen. Dann überkommt ihn der Friede, der höher ist als alle Vernunft. Darauf bezieht sich auch die Formel:

Satyam jnanam anantam brahma ...[11]

4. Beispiel:

Jede Formel, jedes Gebet hat in seiner Ursprache die größte Wirkung. Wenn der Inder seiner Verehrung für die Gottheit, die in den drei Logoi sich offenbart, den höchsten Ausdruck verleihen will, so fasst er sein Gefühl in dreimal drei Worte zusammen, die die Wirksamkeit der drei Logoi bezeichnen. Deutsch heißen die Worte folgendermaßen:

Urwahrheit, Urgüte, Unermesslichkeit, o Brahma.
Urseligkeit, Ewigkeit, Urschönheit,
Friede, Segen, Zweitlosigkeit,
Aum, Friede, Friede, Friede.

Aber die ganze Fülle geistiger Kraft wird nur wiedergegeben, wenn die Worte im Sanskrit, der Ursprache, gesagt werden, zumal wenn sie laut gesprochen werden. Dann hört man, wie sogar die Luft mitklingt. So lauten die Worte:

Satyam jnanam anantam brahma
anandarupam amritam bibharti
shantam shivam advaitam
om, shantihy shantih, shantih.
[…][12]

"Mantras erzeugen Schwingungen des Wortes, die mit den Schwingungen des Gedankens in der Akasha-Chronik übereinstimmen." (R. Steiner)

Die Esoterischen Stunden wurden nach dem 1. Weltkrieg aufgelöst. In der Folgezeit wurden lediglich einzelnen Schülern persönliche Meditationen und spirituelle Ratschläge erteilt, häufig unterschieden für den Morgen und den Abend. Dazu gehörten insbesondere Wort- und Sinnbild-Meditationen wie die Rosenkreuz-Meditation. In der Kontinuität der Esoterischen Stunden stand zum Beispiel der häufig vergebene Meditationsspruch der Theosophen:

More radiant than the sun
Purer than snow
Subtler than the ether
Is the Self
The Spirit of my heart
I am this Self
This Self am I[13]

In Steiners Übersetzung:

Strahlender als die Sonne
Reiner als der Schnee
Feiner als der Äther
Ist das Selbst
Der Geist in meinem Herzen
Dies Selbst bin ich. Ich bin dies Selbst.[14]

Außerdem gab er einzelne Sätze aus "Licht auf dem Weg" von Mabel Collins zur kontemplativen Meditation:

Ehe das Auge sehen kann, muss es der Tränen sich entwöhnen.
Ehe das Ohr vermag zu hören, muss die Empfindlichkeit ihm schwinden.
Ehe vor den Meistern kann die Stimme sprechen, muss das Verwunden sie verlernen.
Ehe vor ihnen stehen kann die Seele, muss ihres Herzens Blut die Füße netzen.[15]

Aber auch Chakra-Meditationen und Atemübungen wurden weitergegeben. Dabei sollten beim Einatmen, Atem-Anhalten und Ausatmen bestimmte Vorstellungen wie "Ich bin" in Verbindung mit der Konzentration auf ein Chakra oder ein Körperteil gebracht werden. Für das Einatmen, Atem-Anhalten und Ausatmen wurden unterschiedliche Zeitangaben für die verschiedensten Schüler gemacht.

Beispiel:

Beim Ein- und Ausatmen denkt man an nichts, sondern lenkt die Aufmerksamkeit ganz auf das Atmen; dagegen konzentriert man beim ersten Atementhalten sich ganz auf den Punkt zwischen und etwas hinter den Augenbrauen, also an der Nasenwurzel (etwas im Innern des Vordergehirns), und erfüllt dabei das Bewusstsein allein mit den Worten: Ich bin. Während des zweiten Atementhaltens konzentriert man sich auf einen Punkt im Innern des Kehlkopfes und erfüllt dabei das Bewusstsein allein mit der Vorstellung: Es denkt. Während des dritten Atementhaltens konzentriert man sich auf seine beiden Arme und Hände. Man hält dabei die Hände so, dass sie entweder gefaltet sind oder dass die Rechte über die Linke gelegt ist. Dabei erfüllt man das Bewusstsein allein mit der Vorstellung: Sie fühlt. Während des vierten Atementhaltens konzentriert man sich auf seine ganze Körperoberfläche, also man stellt sich selbst leiblich möglichst klar vor und erfüllt dabei sein Bewusstsein mit der Vorstellung: Er will.[16]

Häufig wird von anthroposophischer Seite behauptet, Steiner habe die Anthroposophie gegenüber dem Yoga abgegrenzt und dieses als für unsere Zeit nicht mehr angemessen bezeichnet. Äußerlich wird dabei auf die Krishnamurti-Affäre verwiesen, die 1912 eine Loslösung von der Theosophischen Gesellschaft und Neubegründung der Anthroposophie mit sich brachte. Abgesehen jedoch davon, dass Steiner zur Neubegründung der Anthroposophischen Gesellschaft gleich einen Vortragszyklus über die Bhagavad Gita[17] hielt, hat Steiner bei genauerer Betrachtung lediglich gegenüber Pranayama Vorbehalte geäußert, und auch das erst in einem Vortrag aus dem Jahr 1919, wo er vom "neuen Yoga-Willen" sprach: Seele könne heute nicht mehr beim Atmen aufgenommen werden. Stattdessen werde Seele über die bewusste Sinneswahrnehmung - vor allem im Licht – erfahren. An die Stelle des Luftseelenprozesses trete nun der Lichtseelenprozess, denn in heutiger Zeit sei das Licht beseelt, nicht mehr die Luft.[18]

Brooklyn Museum - Yogini in einer Landschaft, Wasserfarbe auf Papier, um 1760

Möglicherweise ist dies aber nur die etwas verkürzte Ausdrucksweise einer früheren, ausführlicheren Darstellung:

Es wird auch eine Zeit kommen, wo die Menschen nicht mehr Luft einatmen und ausatmen. Gerade so, wie der Mensch sich auf der Erde selbst seine Wärme bereitet durch sein Wärmeorgan, das Herz mit dem Blutkreislauf, so wird er später innerlich selbst ein Luftorgan haben, welches den Organismus ebenso mit dem versorgt, was wir jetzt aus der Luft aufnehmen, wie das Wärmeorgan uns jetzt versorgt mit Wärme, die früher auf dem Monde von den Wesen aus der Umwelt aufgesogen und eingeatmet wurde. Die verbrauchte Luft werden in Zukunft die Menschen selbst verarbeiten können in ihrem Innern. Wenn das erreicht ist, dann werden sie die Luft nicht mehr aus der Umgebung aufnehmen, sie werden dann nicht mehr in der Luft leben. Auf einer späteren Stufe, auf dem Jupiter, werden die Menschen im Lichte leben und Licht einatmen, wie sie jetzt Luft einatmen und wie sie auf dem Monde Wärme eingeatmet haben.[19]

Heinz Grill, der den Begriff des "neuen Yoga-Willens" aus der Anthroposophie übernommen hat, begründet seine kritische Haltung gegenüber Pranayama damit, dass dieses in das Willensgefüge des autonomen Nervensystems eingreife, was einer Manipulation desselben gleichkäme. "Der Schüler müsste […] zur Praxis der Pranayama-Methode bereits frei von allen Abhängigkeiten der Welt sein und müsste hinzu eine starke überschauende Ich-Kraft besitzen, damit er all jene Kräfte, die er mit dem Pranayama erbaut, sinnvoll in das Leben eingliedern kann. Zu einem gewissen Grad müsste auch der Schüler hellsichtig sein, damit er die verschiedenen astralen Kräfte wahrnimmt, die an den Atemstrom gebunden sind, um mit dieser Methode die innerleibliche Ordnung aus einem Ich-Selbst aufbauen zu können."[20]

Dass Hatha-Yoga in der Anthroposophie keine Unterstützung gefunden hat, führt Sukadev darauf zurück, dass Hatha Yoga vor 100 Jahren noch nicht an Frauen weitergegeben wurde, die Anthroposophie jedoch aus der Theosophie hervorgegangen sei, welche allein von Frauen geleitet wurde.[21]

Steiner äußerte sich ein einziges Mal über Hatha-Yoga dahingehend, dass dieses dabei helfe, die inneren Sinne, wie z.B. den Gleichgewichtssinn, zu schulen:

Eine andere Art war diese, daß er der Yogi seinem Leib bestimmte Stellungen gab. Er machte zum Beispiel die Übung: Mit seinen Armen ausgestreckt längere Zeit zu verharren, oder er nahm eine ganz bestimmte Stellung an, indem er ein Bein über das andere kreuzte und sich auf seine eigenen Beine setzte und so weiter. Was erlangte er dadurch? Dadurch, sehen Sie, kam er in die Möglichkeit hinein, wahrzunehmen, was diejenigen Sinne wahrnehmen, die man heute kaum berücksichtigt. Wir wissen ja, der Mensch hat nicht nur fünf, sondern zwölf Sinne. Er hat, wenn wir von den gewöhnlichen Sinnen absehen, zum Beispiel den Gleichgewichtssinn - ich habe über das öfter gesprochen —, durch den er wahrnimmt, wie er sich im Gleichgewicht erhält, daß er nicht nach links, rechts, rückwärts, vorne fällt. Geradeso wie man Farben wahrnimmt, so muß man auch sein Gleichgewicht wahrnehmen, sonst würde man nach allen Seiten gleiten und umfallen. Der Betrunkene oder der Ohnmächtige nimmt das eben nicht wahr, daher taumelt er auch. Nun, um sich diesen Gleichgewichtssinn zum Bewusstsein zu bringen, nahm der Yogi gewisse Attitüden des Organismus ein. Dadurch entwickelte er ein feines, starkes Gefühl für die Richtungen. Wir reden von Oben und Unten, Rechts und Links, Vorne und Hinten, als ob das alles ganz einerlei wäre. Das wurde für den Yogi allmählich etwas, was er sehr stark und fein empfand dadurch, daß er seinem Körper längere Zeit gewisse Stellungen gab. Er entwickelte dadurch gerade ein feines Gefühl für diese anderen Sinne, die ich außer den fünf Sinnen angeführt habe. Aber wenn diese anderen Sinne erlebt werden, haben sie einen viel geistigeren Charakter als die gewöhnlichen Sinne. Und der Yogi lebte sich dadurch wiederum hinein in ein Wahrnehmen für die Richtungen des Raumes.[22]

Während die Esoterischen Stunden nur in geschlossenem Kreis abgehalten und bestimmte Meditationen ausschließlich persönlich an einzelne Schüler weitergegeben wurden, schrieb Rudolf Steiner "Wie erlangt man Erkenntnisse höherer Welten?" (ursprünglich eine Aufsatzsammlung, 1909 als Buch erschienen) ganz bewusst für die Öffentlichkeit, nachdem er – nach eigenen Angaben – den Auftrag hierzu aus den höheren Welten erhalten habe. Darin enthalten sind u.a. Wahrnehmungsübungen, Vorbereitungen auf den Schulungsweg, Beschreibung der Chakren und ihre Verwandlung zu höheren Wahrnehmungsorganen durch Pflege des Gedanken-, Gefühls- und Willenslebens mittels der Entwicklung von moralischen Fähigkeiten. Für die Entwicklung der sechzehnblättrigen Lotusblume (Kehlchakra) werden genannt: 1. Rechte Vorstellung, 2. Rechter Entschluss, 3. Rechtes Reden, 4. Rechtes Handeln, 5. Natur- und geistgemäßes Leben, 6. Rechtes Streben, 7. Lernbereitschaft, 8. Rechte Versenkung. Darin ist leicht der Achtgliedrige Pfad Buddhas wiederzuerkennen. Für die Entwicklung des Herzchakras werden sechs Tugenden/ Eigenschaften genannt (später auch als Nebenübungen bezeichnet[23]): Gedankenkontrolle, Kontrolle der Handlungen, Ausdauer, Duldsamkeit, Unbefangenheit (Positivität), Gleichmut. Im weiteren Verlauf geht es um die Veränderungen im Traumleben, die Erlangung der Kontinuität des Bewusstseins (Zeugenschaft) und die Begegnung mit dem kleinen und dem großen Hüter der Schwelle.

Dieses auch heute noch in anthroposophischen Kreisen zentrale Schulungsbuch sollte einem größeren Kreis von Menschen die Einweihung in übersinnliche Erfahrungen ermöglichen und zu eigenen geistigen Forschungen und gemeinsamer spiritueller Arbeit anregen. Leider hat sich diese Hoffnung zu Lebzeiten Steiners nicht auf befriedigende Weise erfüllt. Diesem Umstand mag es geschuldet sein, dass Steiner in der Folge in seiner spirituellen Arbeit weitgehend alleine stand und über Jahrzehnte eine solche Fülle an Vorträgen für fast alle Lebensbereiche hielt, um wenigstens die geistigen Inhalte, für die er die Zeit reif sah, unter die Menschen und an die Öffentlichkeit zu bringen. Ein weiterer Grund mag der gewesen sein, dass es eine der Maximen der Anthroposophie ist, dass jede (spirituelle) Erkenntnis in der irdischen Welt Gestalt annehmen und Früchte tragen muss, woraus sich die vielen Praxisfelder ergeben, in die die Anthroposophie hineingewirkt hat.

Erst nach Neubegründung der Anthroposophischen Gesellschaft in der "Weihnachtstagung" 1923/24 wurde die Esoterische Schule als "Freie Hochschule für Geisteswissenschaften" neu konstituiert, innerhalb der die sogenannten "Klassenstunden" zur geistigen Schulung abgehalten wurden.[24] Auch wenn diese nicht mehr in derselben Weise geheim waren wie die Esoterischen Stunden, so waren auch sie nicht öffentlich, sondern nur Mitgliedern der sogenannten Ersten Klasse zugänglich; die Klassenstunden (39 an der Zahl) durften zudem nur mündlich und nicht schriftlich aufgenommen werden. Sie bestanden aus einer sukzessiven Folge von nun ausschließlich auf Deutsch gehaltenen Mantras und deren ausführlicher Erläuterungen, die den Weg des Geistesschülers an vielen Gefahren vorbei über die Schwelle und in die höheren Welten geleiten sollten.[25]

Überraschen mag, dass Rudolf Steiner im Esoterischen Jugendkreis noch 1923/24 mit Sanskrit-Mantras gearbeitet und in seinen Meditationsanweisungen wieder an die indische Spiritualität angeknüpft und mit dem Rosenkreuzerspruch verbunden hat: Für die heutige Jugend sei es an der Zeit, nach Ablauf des Kali-Yuga, ältestes Weisheitsgut der Menschheit wieder gegenwärtig zu machen.[26] Ein paar Nachschriften der Schüler mögen dies bezeugen:

Das Ich [= Selbst] des Menschen ist von drei Hüllen umgeben. Dieses Ich selber ist nicht egoistisch. Egoistisch sind nur die Hüllen. Ist das Ich einmal von seinen Hüllen befreit, so will es sich alsbald in den ganzen Kosmos ausdehnen. Aber es ist eingeschlossen in seine drei Hüllen. Für dieses Eingeschlossensein hat der Orientale das Bild der Lotosblume. Auch in dieser ist der innerste Kern von drei Kreisen von Blütenblättern umgeben. [...]

Dies drückte der Inder mit den Worten aus:

"Aoum mani padme aoum"
Mein Ich ist beschlossen in der Lotusblüte

Wenn man zum wahren Ich hinkommen will, muss man alle drei Hüllen durchschreiten. Das ergibt drei Stufen, die zum Ich hinführen. [...]

  • Man betritt die erste Stufe und erlebt:
Mein Eigenwesen ist verwoben mit der Erdenschwere
Ex Deo nascimur
Die erste Hülle fällt.
  • Man betritt die zweite Stufe und erlebt:
Mein Eigenwesen ist verwoben mit der Lichtesleichtigkeit
In Christo morimur
Die zweite Hülle fällt.
  • Man betritt die dritte Stufe und erlebt:
Mein Eigenwesen ist verwoben mit der Atemstärke
Per Spiritum Sanctum reviviscimus
Die dritte Hülle fällt.

[...] - Er schloss die Stunde, indem er noch einmal das indische Mantra sprach, von dem er sagte, dass man es üben könne entweder in seiner ursprünglichen Form oder in deutscher Übersetzung.

Aoum mani padme aoum (hum)[27]

[…] Zur Erklärung: Von der Silbe "Aoum" sagte er in einem anderen Zusammenhang, so habe sie ursprünglich geklungen, soweit wir das heute nachmachen können. Dabei sei A der Laut des Staunens, O der Laut der Verehrung, der Bewunderung, U der Laut der Furcht. Alle drei zusammen als ein Laut erlebt ergeben den Laut der Ehrfurcht.

Mani ist der lautliche Ausdruck für das Reinste, Innerste, Wesentliche, und so im Mineralreich der reine Kristall, insbesondere der Bergkristall; in der Pflanze, insbesondere dem Lotos, das Innerste der Blüte, wo der Duft entsteht; im Menschen das Ich. "Padme" heißt "im Lotos".

Yasmajjatam jagat sarvam yasminneva praliyate
Yenedam dharyate chaiva tasmai gnanatmane namah.
Von dem die ganze Welt stammt, zu dem sie wieder zurückkehrt, durch den sie sicher gestützt ist
Ihm dem Selbst, welches weiß, sei alle Ehre. -[28]

Wenn früher in alten Zeiten dem Menschen aus Fels und Quell, aus Baum und Blume entgegentönte jene Aufforderung: "Mensch, erkenne dich selbst!", dann war in jenen alten Zeiten seine Antwort das heilige AOUM. Da ging der Mensch ein in das heilige Schweigen, um das Wort der Götter zu empfangen. Jetzt aber, da die Welt in das Zeitalter eingetreten ist, da des Menschen Taten im Weltall erwartet werden, wo er zu eigener Aktivität aufgerufen ist, da ist es nicht mehr das heilige AOUM, das als unsre Antwort ertönen soll. Da soll zu den Geistern, die die Geister Eurer Seelen werden wollen, als Antwort hinauftönen: Ja, da bin ich für Euere Welten-Taten.[29]

Im weiteren Verlauf ähnelten die Unterweisungen des Esoterischen Jugendkurses den Klassenstunden mit teilweise denselben Mantras.

Anthroposophische Evolutionslehre

Schematische Darstellung des Wesensgliedergefüges aus dem Jahr 1904, Bewusstsein – Leben – Form (GA 89).

Seine (zunächst noch so genannte) theosophische Lehre formulierte Steiner insbesondere in zwei Büchern: Theosophie (1904) und Die Geheimwissenschaft im Umriss (1910), die er mehrfach überarbeitete und die auch heute noch als die grundlegenden Darstellungen der Anthroposophie gelten.

Der Übergang vom rein gedanklichen zum spirituellen Erleben Rudolf Steiners kann jedoch besonders gut in "Bewusstsein – Leben – Form, Grundprinzipien der geisteswissenschaftlichen Kosmologie" (1903-06) nachvollzogen werden. Die ursprünglichen Sanskrit-Begriffe werden hier allmählich in die deutsche Sprache überführt[30]:

Der sieben- (zehn-) gliedrige Mensch nach Rudolf Steiner (Geheimwissenschaft im Umriss).

Nach anthroposophischer Lehre besteht der Mensch aus vier Gliedern, dem physischen Leib, dem Ätherleib, dem Astralleib und dem Ich, wobei zwischen einem niederen Ich (Selbstbewusstsein) und einem höheren Ich (Selbst) unterschieden wird. Diese Wesensglieder sind zusammen mit der Erde entstanden, die ebenfalls einen evolutionären Prozess durchlaufen hat (Mikrokosmos und Makrokosmos entsprechen sich).

Ein wesentlicher Grundgedanke in der Anthroposophie ist der der Entwicklung; so wie sich der individuelle Mensch im Laufe seines Lebens und innerhalb vieler aufeinanderfolgenden Inkarnationen weiterentwickelt, entwickelt sich auch die Erde zusammen mit ihren Bewohnern weiter. Es gab drei Erdenvorzustände: auf dem (Alten) Saturn entwickelten sich die Anlagen zum physischen Leib, auf der (Alten) Sonne die Anlagen zum Ätherleib und auf dem (Alten) Mond die Anlagen zum Astralleib. Auf der heutigen Erde inkarnierte sich das Ich des Menschen, umgeben von seinen drei Hüllen Astralleib, Ätherleib und physischer Leib. Die Tiere, Pflanzen und Mineralien sind in ihrer Inkarnation jeweils eine Stufe zurück, d.h. die Mineralien haben nur den physischen Leib, die Pflanzen physischen Leib und Ätherleib und die Tiere physischen Leib, Ätherleib und Astralleib inkarniert, während die höheren Wesensglieder (Hüllen) im Übersinnlichen verweilen. Der Mensch entwickelt seine Wesensglieder im Laufe seiner Biographie in Siebenjahresperioden, d.h. alle sieben Jahre wird ein weiteres Wesensglied geboren.

Die zukünftigen Erdenzustände werden sein: Jupiter-Zustand mit der Verwandlung des Astralleibs in das Geistselbst (Manas), Venus-Zustand mit der Verwandlung des Ätherleibs in den Lebensgeist (Buddhi) und Vulkan-Zustand mit der Verwandlung des physischen Leibes in den Geistesmenschen (Atma). Dazwischen findet immer ein großes Pralaya (Weltenschlaf) statt.

In der Entwicklung der Erde werden sieben Zeitalter unterschieden: Polarische Zeit, Hyperboräische Zeit, Lemurische Zeit, Atlantische Zeit, Nachatlantische Zeit, 6. großes Zeitalter und 7. großes Zeitalter. In der Nachatlantischen Zeit, in der wir gerade leben, werden wiederum sieben Kulturepochen unterschieden: eine Urindische, eine Urpersische, eine Ägyptisch-Chaldäische, eine Griechisch-Lateinische, eine Germanisch-Angelsächsische, eine Slawisch-Russische und eine Amerikanische Kulturepoche, wobei wir gerade in der Germanisch-Angelsächsischen leben. Jede dieser Kulturepochen hat ihre bestimmte Aufgabe, nämlich ein Wesensglied des Menschen weiter auszubilden.

Christus in der kosmischen Evolution

Der Christus ist ein höchstes kosmisches Geistwesen, das das Sohnesprinzip der göttlichen Trinität repräsentiert und gemeinsam mit dem Vater und dem Heiligen Geist als Urquell der Schöpfung über allen geistigen Hierarchien steht. Christus wird auch als das dem Menschen zugewandte Antlitz Gottes bezeichnet, das sich im Laufe der Evolution immer weiter in die menschliche Sphäre hineingeopfert hat. Zunächst war er nur den großen Eingeweihten kosmisch in der Sonne sichtbar, bis er sich in Jesus Christus als Mensch inkarniert hat und sich mit seinem Opfertod am Kreuz von Golgatha mit der physisch-materiellen Welt verbunden und sogar noch tiefer in das Reich des Todes und des Bösen hinabgestiegen ist. Überall hat er einen lebendigen Lichtkeim hinterlassen, der dem Menschen auf alle Zeiten hilft, auch die physisch-materielle Welt und das Böse zu verwandeln und zu spiritualisieren und schließlich wieder mit Gott zu vereinen, damit sie nicht dem Tod anheimfällt. Christus bzw. das Göttliche kann seitdem auch in der physischen Welt gefunden werden und die Individualität eines jeden Menschen wird in der brüderlichen Gemeinschaft aller Menschen in Christus aufgehoben: In Christus können alle Menschen ihren gemeinsamen Ursprung in Gott finden.[31]

Siehe auch

Literatur

  • Steiner, Rudolf, Die Philosophie der Freiheit, GA 4, 1894.
  • Steiner, Rudolf, Theosophie, Einführung in die übersinnliche Welterkenntnis und Menschenbestimmung, GA 9, 1904.
  • Steiner, Rudolf, Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?, GA 10, 1904/05.
  • Steiner, Rudolf, Die Geheimwissenschaft im Umriss, GA 13, 1910.
  • Steiner, Rudolf, Aus den Inhalten der Esoterischen Stunden, GA 266/ I-III.
  • Steiner, Rudolf, Esoterische Unterweisungen für die Erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum 1924, GA 270/ I-IV.
  • Steiner, Rudolf, Seelenübungen mit Wort- und Sinnbild-Meditationen, GA 267.
  • Steiner, Rudolf, Werde wer du bist, Archiati-Verlag 2005.
  • Lowndes, Florin, Die Belebung des Herzchakras, Ein Leitfaden zu den Nebenübungen Rudolf Steiners, Verlag Freies Geistesleben 1996.
  • Bracker, Klaus J., Veda und lebendiger Logos, Anthroposophie und integraler Yoga im Dialog, Frankfurt/ M. 2014.

Weblinks

Fußnoten

  1. Steiner, Rudolf, Die Philosophie der Freiheit, GA 4, 1894
  2. Lowndes, Florin, Die Belebung des Herzchakras, Ein Leitfaden zu den Nebenübungen Rudolf Steiners, Verlag Freies Geistesleben 1996.
  3. Bracker, Klaus J., Veda und lebendiger Logos, Anthroposophie und integraler Yoga im Dialog, Frankfurt/ M. 2014.
  4. Steiner, Rudolf, Bewusstsein – Leben – Form, Grundprinzipien der geisteswissenschaftlichen Kosmologie (1903-06), GA 88, S. 327f.
  5. Steiner, Rudolf, Vor dem Tore der Theosophie, GA 95, Vortrag vom 3.09.1906.
  6. Steiner, Rudolf, Die Geheimwissenschaft im Umriss, GA 13, S. 393.
  7. Steiner, Rudolf, Der Christus-Impuls und die Entwickelung des Ich-Bewusstseins, GA 116, Vortrag vom 25.10.1909.
  8. GA 266/ I, Aus den Inhalten der Esoterischen Stunden, Bd. 1, 1904-1909, S. 206.
  9. GA 266/ I, S.131, 13.04.1906.
  10. Taittiriya Upanishad Tait. II.1.1
  11. GA 266/ I, S. 136ff, 18.04.1906.
  12. GA 266/ I, S. 196, 29.01.1907
  13. Steiner, Rudolf, Seelenübungen mit Wort- und Sinnbild-Meditationen, GA 267, S. 83.
  14. Steiner, Rudolf, Seelenübungen mit Wort- und Sinnbild-Meditationen, GA 267, S. 84.
  15. Steiner, Rudolf, Seelenübungen mit Wort- und Sinnbild-Meditationen, GA 267, S. 92.
  16. Steiner, Rudolf, Seelenübungen mit Wort- und Sinnbild-Meditationen, GA 267, S. 121.
  17. Steiner, Rudolf, Die Bhagavad Gita und die Paulusbriefe, GA 142.
  18. Steiner, Rudolf, Die Sendung Michaels, GA 194, Vortrag vom 30.11.1919. Siehe auch: GA 211, Vortrag vom 01.04.1922. Sehr ausführlich in GA 212, Vortrag vom 27.05.1922.
  19. GA 266/ I, S. 162. 02.10.1906.
  20. Grill, Heinz, Die Seelendimension des Yoga, Synthesia-Verlag ³2010, S. 318.
  21. Sukadev: Vortrag: „Geschichte des Yoga im Westen“.
  22. Steiner, Rudolf, Menschliches Seelenleben und Geistesstreben im Zusammenhange mit Welt- und Erdenentwickelung, GA 212, 27.05.1922.
  23. Z.B.: Steiner, Rudolf: Vor dem Tore der Theosophie, GA 95, 02.09.1906. Steiner, Rudolf : Ursprung und Ziel des Menschen, GA 53. Steiner, Rudolf, Die Stufen der höheren Erkenntnis, GA 12.
  24. Esoterische Unterweisungen für die Erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum 1924, GA 270/ I-IV.
  25. Heinz Eckhoff kritisiert, dass die Klassenstunden, obwohl seit 1992 endlich veröffentlicht, aufgrund ihres hohen Preises von € 336 noch immer nur einem kleinen Kreis zugänglich sind. Daher wurden ausschließlich die Mantren in einem kleinen Büchlein unter dem Titel „Werde wer du bist“ (2005) im Archiati-Verlag veröffentlicht.
  26. Vgl. GA 266/ III, S. 481.
  27. GA 266/ III, S. 476-478. Anmerkung des Herausgebers: Hier dürfte ein Verständnis- oder auch Gedächtnisfehler vorliegen. Die indische Formel lautet <Aum mani padme hum> und wurde von Rudolf Steiner in anderem Zusammenhang in gleichem Sinne übersetzt mit: «Ich bin das Juwel in der Lotusblume. Aum mani padme hum. Aum, das Innerste, die eigentliche Lebenskraft im Menschen, die er nur mit dem Tone anschlägt. Mani, das Stein gewordene, das Juwel, manas; padme, das Astrale; hum, noch einmal: ich bin.» Laut Notizen von Marie Steiner-von Sivers, Berlin 17. August 1904.[...]
  28. GA 266/ III, S. 492. Den Sanskrit Wortlaut entnahm Rudolf Steiner aus der 1896 erschienenen Übersetzung von G.R.S. Mead und Jagadisha Chandra Chattopadhyaya "The Upanishads, translated into English with a preamble and arguments", Band I. (Anm. des Herausgebers.).
  29. GA 266/ III, S. 484.
  30. Steiner, Rudolf, Bewusstsein – Leben – Form, Grundprinzipien der geisteswissenschaftlichen Kosmologie (GA 89), 09.11.1904.
  31. Steiner, Rudolf, Die Geheimwissenschaft im Umriss (GA 13), S. 292.

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