Kreuz

Aus Yogawiki
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Ein Kreuz ist die Verbindung zwischen zwei geraden Linien. So gibt es Straßenkreuzungen, es gibt Kreuzwege, man kann ein Kreuz an die Wand malen. Das Kreuz ist seit dem 4. Jahrhundert n. Chr. das wichtigste Symbol im Christentum. Das Kreuz als religiöses Symbol ist aber schon sehr viel älter:

  • es gibt das keltische Kreuz, das sich höchstwahrscheinlich schon vor dem Christentum entwickelt hat
  • Das ägyptische Ankh Symbol wird auch als ägyptisches Kreuz bezeichnet, als Henkelkreuz, Lebensschleife, Nilschlüssel oder koptisches Kreuz. Dieses ist eventuell das Vorbild des christliche Kreuzes bzw. des Kruzifixes, welches im Unterschied zum Kreuz auch den Körper Jesu am Kreuz darstellt
  • Auch Shiva Lingam im Hinduismus kann als Kreuz gedeutet werden: Das Senkrechte (Shiva) kreuzt sich mit dem Waagrechten (Shakti) und symbolisiert so die Einheit von Gott und Schöpfung

Kreuz ist auch die Bezeichnung für den untersten Rücken, die Kreuzung zwischen Wirbelsäule und Beckengürtel. Die Region um das Kreuzbein herum wird auch als Kreuz bezeichnet.

Das Kreuz stärken - eine Yoga Übung

Hier eine Yoga Übung, mit der du dein Kreuz stärken kannst:

Text dieses Videos zur Kreuzstärkung: Hallo und herzlich willkommen zum Yoga Vidya Übungsvideo. Ich möchte dich zu einer Variation der schiefen Ebene anleiten. Dies ist eine Übung zur Stärkung der Gesäßmuskel, Oberschenkelmuskel und den so wichtigen Kreuzmuskeln, eine wunderbare Übung zur Vorbeugung von Problemen im Ischias-Bereich und im Kreuzbereich.

Dazu legst du dich zunächst auf die Seite, rechten Unterarm auf den Boden, Handflächen nach unten. Du hebst den linken Unterarm nach oben zur Decke, dann hebst du das Becken hoch. Dies ist eine einfache Variation.

In der zweiten Variation, die etwas fordernder ist, hebst du das obere Bein ein paar Zentimeter hoch. Etwas weiter hoch – aber es ist manchmal gut, nicht ganz so weit hoch zu kommen. Du kannst dir sogar vorstellen, dass du die obere Hälfte des Beckens leicht nach vorne kippst. Das macht es etwas anstrengender. Vielleicht merkst du es dann etwas mehr an den Gesäß- und Kreuzmuskeln. Vermutlich merkst du es auch am Bein. Aber vor allem solltest du die Variation so probieren, dass du es in der Kreuzgegend spürst.

Anschließend senkst du wieder den Fuß, du senkst den Arm. Dann kannst du noch die andere Seite ausprobieren:

Du gibst den Unterarm auf den Boden – jetzt den linken Unterarm. Du gibst den rechten Arm nach vorn. Du kannst die Finger ausstrecken. Du könntest auch das Chin-Mudra machen – also Daumen und Zeigefinger zusammen und die anderen Finger, also drei, berühren sich – dann hebst du das Becken hoch. Du kannst entweder so bleiben oder wenn du ausreichend starke Rückenmuskeln hast, hebst du auch das obere Bein etwas hoch. Du kannst auch einmal probieren, dass Bein nur ganz wenig zu heben so dass die Beine fast zusammen sind. Du kannst schauen, welche Variation hilft dir mehr, ist im Gesäßbereich und um das Kreuz herum zu spüren.

Auch wenn es anstrengend wird. kannst du tief durchatmen und lächeln. Typischer Weise hältst du die Stellung zwischen 10 und 30 Sekunden lang. Dann kommst du wieder aus der Stellung. Danach kannst du entweder auf dem Bauch oder auf dem Rücken entspannen oder gleich zu den Rückbeugen kommen.

Es ist gute, diese Variation der schiefen Ebene mindestens 1x die Woche zu üben. Dein Kreuzbereich wird es dir danken. Es ist eine sehr wichtige Übung, gerade für Menschen, die eine Neigung haben für Probleme im Kreuzbereich, also im untersten Rücken sowie mit dem Ischiasnerv.


Stoffsammlung zum Thema Kreuz

Eine frühe Autorin im Wiki hat folgende Stoffsammlung zum Thema Kreuz geschrieben - dazu können weitere Beiträge zum Thema Kreuz geschickt werden an wiki(at)yoga-vidya.de:

Ein Kreuz gilt als ein Symbol und Konzentrationshilfe für die Kontemplation; ähnelt so dem Om im Yoga (und es kann wohl ähnliches wie Shiva andeuten; wie genau (fehlt hier noch)...).

Ein Kreuz ist überwiegend visuell, geht auch mit den eigenen ausgebreiteten Armen... Während Om (ॐ) so etwas eher kompliziert - eingängiger zu denken und singen ist. Das körperbetonte Hatha-Yoga hat vielfältige, intensive Übungen. Die wirken umso mehr noch gezielter - geradezu medizinisch...

Zum Vergleich eine einfache Kreuzgebärde:

"Wenn Großmutter Aanakasaa zu uns sprach, öffnete sie oft ihre Arme, als seien es Flügel. (...schweigend) wir alle verstanden, sie drückte aus, wie wichtig eine gute Balance für unser Leben ist. (.) ihr zentrales Anliegen: ein Leben in Balance zu leben - bei dem wir die Unterschiede nicht ausblenden, sondern zu kraftvollem ergänzen. aus: "Angaangaq - der Schamane aus Grönland", S. 179 Leseprobe hier, lohnt (lang) [1]
"Das trefflichste Symbol für die Einheit der Gegensätze im Menschen. (..) Ganzheit, die gerade dadurch entsteht, daß der Mensch die Spannung der Gegensätze aushält und in seiner Mitte, im Kreuzungspunkt, vereinigt. Wenn ich in der Kreuzgebärde die Arme weit ausspanne, erlebe ich die Spannung der Gegensätze. (..die) können mich auseinanderreißen, sie können mich aber auch weit machen. Ich spüre auf einmal eine Weite und Freiheit. Ich fühle mich eins mit dem ganzen Kosmos." Anselm Grün: Zerrissenheit: vom Zwiespalt zur Ganzheit; Münsterschwarzacher Kleinschriften: Vier-Türme-Verlag 1998, S. 57.; ibid. "Gebetsgebärden" (mehrere Auflagen).
"...Symbol der Hoffnung, dass Gutes das Böse überwinden wird (..) noch im tiefsten Leid Gottes Nähe spürbar, (..) in der Schwachheit stark, wo das Leben zerbrechlich ist. Es gibt Menschen, die trotz aller Hoffnungslosigkeit, trotz des „objektiven Zynismus“, der uns umgibt, ihre Hoffnung nicht aufgeben. Deren Ziel nicht die Effizienz ihres Handelns ist, sondern identisches Leben in Fülle. Und es gibt eine Kraft, die in Menschen Verkrustungen aufzubrechen imstande ist, die Menschen verwandeln und vom Tod befreien kann zum Leben. (..) Wir können nur unser Bestes tun am je eigenen Ort."


Hatha-Yoga-Übungen sind oft Meditation und bereiten sie vor. Womöglich könnte man er "forschen": gerade Fortgeschrittene können das auch mit KreuzGebetsgebärden?... Das wird auch immer mal mit einem Pluszeichen gleich gesetzt...

Vgl. auch Michael von Brück, Herder-Verlag 2012, S. 199

Kreuz steht auch umgangssprachlich für den Rücken; vgl. [2] [3]. Und - man hat sein Kreuz mit der Übung - auch auf der seelischen Seite. Lebensvorhaben werden durchkreuzt - vielleicht zum besseren: aufrichtig einen Sinn zu beobachten, durchlässiger zu werden... (leicht gesagt..., indes: siehe oben, im „objektiven Zynismus“ Hoffnung - statt Effizienz ... identisches Leben in Fülle.)


Mehr dazu: Nullpunkte

"Kreuz steht für die Hilflosigkeit des Menschen. Aus eigener Kraft kann er sich nicht befreien. (..) von einer größeren getragen, über dieses körperliche Dasein, über den Tod hinaus. (...) Nullpunkt..." bhakti statt Verkopfung Vgl. Aruna Bandara, Ayurveda für die Seele, Barth-Verlag, 2006, S. 90.

Eigene Familie? - eher: "wenn mich die Oma abends zu Bett gebracht hat, machte sie mir mit (+..) auf die Stirnmitte und schob mir eine Pfefferminzkugel in den Mund.(..) Freude am rel. leben, Zähneputzen unwichtiger..." vgl. Starke Frauen aus dem Kloster im Porträt. Petra Altmann Verlag Präsenz, S. 86. = je nach dem Übereifer -"es kommt darauf an" siehe auch Prasad bzw. ohne scharfes Bonbon etc.?


Mit jemandem über Kreuz sein bedeutet sauer wegen beispielsweise falscher schwer wiegender Entscheidung; hier evtl. einer Familie, die herzlos - und sei es das hier nur nach macht; oder weil etwas womöglich ein Arzt sagte oder...

Siehe auch