Astralreise

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Astralreise: Reise mit dem feinstofflichen Körper, Gefühl der Loslösung vom Körper, Aufhebung des Gefühls von Zeit und Raum, Schwerelosigkeit und Schmerzfreiheit. Astralreisen gehören zu den außerkörperlichen Erfahrungen (AKE) und können durch Meditation, aber auch durch ähnliche Bewusstseinszustände wie Trance, Hypnose, die Einnahme bewusstseinsverändernder Drogen etc., erreicht werden.

Im Yoga geht man davon aus, dass der wir neben unserem physischen Körper auch einen Astralkörper haben.

Swami Sivananda über Astralreise

Swami Sivananda schreibt über Astralreisen:

Nun kann man sich ganz einfach, allein aus der Kraft seines Willens, in seinem Astralkörper von einem Ort zum anderen bewegen - man nennt dies Astralreise - und sich dort materialisieren, indem man die hierzu notwendigen Elemente entweder aus dem eigenen subtilen Zustand (Asmita), der Idee des Selbst (Ahamkara) oder aus der subtilen Materie des Weltalls gewinnt (Tanmatra). Der Vorgang ist sehr einfach für die Okkultisten oder Yogis, die den genauen Ablauf der verschiedenen Maßnahmen für die Astralreise kennen, auch wenn er den meisten Geschöpfen dieser Welt mit ihren Erregungen, Leidenschaften und Bindungen außergewöhnlich erscheinen mag. Wer mit dem Astralkörper zu arbeiten vermag, kann ebenso leicht auf Astralreisen gehen auch Gedanken lesen und Gedanken übertragen. Konzentrierte Gedankenstrahlen können feste Wände ebenso durchdringen wie Röntgenstrahlen die Knochen.

Das Gefühl der Trennung als Vorstufe zur Astralreise

Eines Tages wird der Schüler sich während der Meditation von seinem Körper getrennt fühlen. Dies verursacht eine ungeheure Freude verbunden mit Angst: die Freude, einen neuen, leichten Astralkörper zu besitzen, die Angst, sich auf einer fremden, unbekannten Ebene zu befinden. Das neue Bewusstsein auf dieser neuen Ebene wird anfänglich unvollkommen sein, wie ein kleiner Hund noch kaum die Augen im Tageslicht zu öffnen vermag. Der Schüler empfindet nur, dass er einen leichten, luftigen Körper besitzt, und nimmt eine in sich begrenzte astrale Atmosphäre wahr, die schwingend kreist und die Gegenstände und Wesen erleuchtet. Er wird selbst in der Luft kreisen und schweben und Angst spüren vor dem Fall. Aber er wird nicht fallen.

Die neue Erfahrung einer bisher unbekannten Feinstofflichkeit erweckt anfänglich Gefühle und Empfindungen einer besonderen Art. Der Schüler weiß zunächst nicht, auf welche Weise er seinen Körper verläßt, sondern erschrickt plötzlich, wenn die Trennung erfolgt ist und er die neue Ebene betritt, die manchmal von blauem Himmel umgeben, manchmal in ein mit Dunkelheit vermischtes Licht (Prakasha), getaucht ist. Zu anderen Zeiten umfängt ihn ein strahlend goldenes oder gelbliches Licht von außergewöhnlichem Glanz.

Die vom Schüler empfundene Freude läßt sich nicht in Worten ausdrücken. Man muß sie selbst erfahren (Anubhava), sich von ihr selbst erfassen lassen. Er weiß nicht, wo er seinen Körper gelassen hat, wird seiner Rückkehr aber vollkommen bewusst. Er hat den Eindruck, als glitte er auf einer glatten Oberfläche und schwebe ganz leise und sanft mit einem leichten, ätherischen Körper durch eine kleine Röhre. Wie Luft durch die Ritzen des Fensters dringt, so dringt er mit seinem Astralkörper wieder in den physischen ein und ist sich auch hier des Unterschieds zwischen der grob- und feinstofflichen Ebene bewusst. So erfasst ihn ein tiefes Verlangen, den neuen Bewusstseinszustand wieder zu finden und für immer in ihm zu verharren. Aber er kann ihn zunächst kaum länger als drei, fünf oder zehn Minuten erfahren und kann zu Anfang auch seinen Körper nicht freiwillig verlassen. Nur zufällig und auf Grund starker Bemühungen wird er es während des Sadhanas von Zeit zu Zeit, vielleicht einmal im Monat, erreichen.

Schreitet er aber mit Geduld und Ausdauer weiter voran, wird er mit seinem Astralkörper beliebig oft und lange in dieser neuen Ebene verweilen können. Die Bindung an seinen physischen Körper (Deha Adhyasa) hat der Schüler erst überwunden, wenn er ihn freiwillig verlassen, auf Astralreise gehen und zwei bis drei Stunden auf der neuen Ebene verharren kann. Einhalten des Schweigens (Mauna), Einsamkeit und ein Leben in Abgeschiedenheit sind die Bedingungen »sine qua non«, um dieses Ergebnis zu erreichen. Stellen sich die Umstände gegen sein Schweigegelübde, so soll er wenigstens lange Unterhaltungen und sinnlose Diskussionen vermeiden und sich so bald als möglich wieder in seine Einsamkeit zurückziehen.

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Sukadev über Astralreise

Was ist eine Astralreise? Wie kann man auf Astralreise gehen? Wozu ist das gut? Gibt es Gefahren bei der Astralreise?

Verschiedene Traditionen, unter anderem esoterische Traditionen, aber auch Yoga, bestimmte Strömungen des Buddhismus, des Taoismus gehen davon aus, dass der Mensch einen Astralkörper hat.

Der Mensch hat eine physischen Körper, einen Astralkörper und einen Kausalkörper, er ist unendliches Bewusstsein.

Im Normalfall ist der Astralkörper dort, wo die physische Körper ist, aber der Astralkörper ragt über den physischen Körper hinaus. In verschiedenen Dichtigkeitsstufen gibt es zum einen die sogenannte „Pranamaya Kosha“, die Energiehülle, die ragt je nach Ausstrahlung, die du hast zwischen einem halben Zentimeter und bis zu zehn Zentimetern um den physischen Körper herum. Und dann gibt es die subtilste Aura des Astralkörpers hat einen Durchmesser von 2 bis 4 Metern – je nachdem, wie stark die Ausstrahlung ist.

Im Tiefschlaf verlässt der Astralkörper typischerweise den physischen Körper etwas. Und normalerweise schwebt dann der Astralkörper einen halben Meter bis einen Meter oberhalb des physischen Körpers. Man könnte sagen, jede Nacht gehst du bewusst oder unbewusst auf Astralreise. Allerdings merkst du das normalerweise nicht, da der Geist im Tiefschlaf nichts wahrnimmt und im Traum seine eigene Wirklichkeit schafft. Daher ist mit „Astralreise“ im engeren Sinne gemeint, wenn du bewusst deinen physischen Körper verlässt.

Astralreise, auch Astralprojektion genannt, bedeutet, dass der Astralkörper den physischen Körper verlässt und dass dabei eine bewusste Wahrnehmung geschieht. In der Astralreise bleibt der Astralkörper mit dem physischen Körper verbunden über die so genannte „Silberschnur“, auch als „astrale Nabelschnur“ bezeichnet. Und das heißt, der Astralkörper hat weiter eine physische Verbindung über den Nabel des physischen Körpers. Diese Astralreise kann ein paar Minuten oder bis zu zwanzig Minuten dauern. Selten ist die Astralreise länger.

Erfahrungen in der Astralreise

Menschen, die auf Astralreise gehen, können verschiedene Erfahrungen machen.

Die einfachste und gar nicht so seltene Erfahrung ist, dass man das Gefühl hat, nach oben zu schweben und irgendwo leicht zu sein und höher zu sein als der physische Körper. Das kann in der Tiefenentspannung geschehen, das kann in der Meditation geschehen. Das kann auch in außergewöhnlichen Herausforderungen geschehen. Das kann auch zum Beispiel in einer traumatischen Erfahrung sein, wenn der Astralkörper aus dem physischen Körper heraustritt.

Es gibt auch die Visualisierung, die autoskopische Wahrnehmung. Das heißt, dass der Astralkörper aus dem physischen Körper heraustritt – eigentlich würde man sagen, man verlässt mit dem Astralkörper den physischen Körper und sieht den physischen Körper von oben. Diese Wahrnehmung ist gar nicht so selten, zum Beispiel bei der Nahtoderfahrung, bei der „near death experience“. Dabei kann es passieren, das im Moment des Aussetzens des Herzzschlagens der Astralkörper den phyischen Körper verlässt, dann sieht derjenige den physischen Körper von oben, die Person sieht, wie sie aussieht, sieht die Verletzungen, er sieht die Ärzte, die sich bemühen, kann nachher auch die Wiederbelebungsmaßnahmen beschreiben.

Manchmal kann man auf Astralreise auch weiter weggehen, zum Beispiel in den Nachbarraum. So gibt es gar nicht wenige Menschen, die bei einem Unfall, im Koma oder in der Nahtoderfahrung berichten, dass sie im Nachbarzimmer die Verwandten gesehen haben und versucht haben, sie zu trösten. Auf Astralreisen kannst du auch in einen anderen Raum gehen und beobachten, was dort ist. Das ist dann vielleicht der stärkste Beweis, dass die Astralreise mehr ist, als nur eine subjektive Wahrnehmung. Wenn du nämlich Dinge beschreiben kannst, die du mit deinem physischen Körper gar nicht hättest sehen können, dann zeigt das, das dort irgendetwas Subtiles gewesen sein muss.

Begegnungen mit Feinstoffwesen auf Astralreise

Geistwesen werden im Yoga auch als Pretas bezeichnet.

Manche Menschen machen die Erfahrung, dass sie Feinstoffwesen wahrnehmen in der Astralreise. Sie können Engelswesen wahrnehmen, sie können Naturgeister wahrnehmen, Feenwesen, Elfenwesen, Verstorbene, erdgebundene Geister und mehr. Auch da kann geschehen, muss aber nicht geschehen.

Wie kannst du auf Astralreise gehen?

Zum einen geschieht Astralreise manchmal von selbst. Zum anderen kann man sie bewusst hervorrufen. Von selbst kommen manche Menschen auf Astralreise zum Beispiel in der Tiefenentspannung. Du machst eine Tiefenentspannung und plötzlich spürst du, dass du nach oben gehoben wirst und dass du leicht bist. Vielleicht passieren dann auch die Phänomene des Wahrnehmens von oben des Körpers oder von anderen Wesen oder du gehst in einen anderen Raum. Wenn es dir passiert, dass du in der Tiefenentspannung den physischen Körper verlässt, wenn du dann etwas von oben sehen kannst, dann versuche mal, dich genau an etwas zu erinnern, was du dort tatsächlich gesehen hast und was du hättest nicht sehen können, vorher, vom physischen Körper aus. Danach ist für dich Astralkörper etwas, was wirklich ist und die ganze Biologie und die ganze Evolutionsbiologie und die Psychologie, die das alles weginterpretieren wollen können das nicht für dich weginterpretieren.

Auch in der Meditation kann es geschehen, dass du den physischen Körper verlässt. Manchmal kann es auch passieren, dass du in eine Art Halbschlaf kommst und aber nicht ganz einschläfst sondern stattdessen den physischen Körper verlässt und auf Astralreise gehst und das irgendwo wahrnimmst.

Auch mit Drogen kannst du auf Astralreise gehen. Ich empfehle Drogen nicht und das kann auch gefährlich werden und kann auch langfristige Probleme bereiten. Aber in manchen schamanischen Traditionen ist es geradezu üblich, auf Astralreise zu gehen unter Zuhilfenahme von Drogen.

Auch in Traumas und Unfällen kann es passieren, dass du den physischen Körper verlässt. Ich selbst kann mich erinnern, dass ich als Jugendlicher mal einen Skiunfall hatte und dass ich dort meinen physischen Körper verlassen habe und von oben gesehen habe, wie sich mein physischer Körper gedreht hatte. Wir waren zu zweit und haben uns miteinander überschlagen, damals gab es noch Skibindungen, so waren wir zu zweit und es war ein sehr steiler Hang. Glücklicherweise ist uns nichts passiert. Wir sind später ganz heil unten angekommen. Aber es war schon eine etwas dramatischere Situation. Mein Astralkörper hat den physischen Körper verlassen und ich habe das Ganze von oben gesehen. Auch Menschen, die vergewaltigt, missbraucht oder misshandelt werden, gerade auch Kinder und Jugendliche, gehen manchmal auf Astralreise, verlassen ihren physischen Körper, sehen das Ganze von außen.

Das sind einige Möglichkeiten, wie Menschen von selbst auf Astralreise gehen.

Bewusste Möglichkeiten, auf Astralreise zu gehen

Aus der Yoga-Sicht solltest du nicht unbedingt bewusst auf Astralreise gehen.

Es gibt auch die Möglichkeit, den physischen Körper bewusst zu verlassen.

Patanjali beschreibt im Yoga Sutra, im dritten Kapitel, verschiedene Möglichkeiten, wie du auf Astralreise gehen kannst.

Die einfachste Möglichkeit wäre die Konzentration auf den Raum oberhalb des Körpers und an die Verbindung auf den Raum oberhalb des Körpers mit dem Körper und dann langsam das Bewusstsein nach oben zu bringen. Funktioniert natürlich nur dann, wenn du dich grundsätzlich gut entspannen kannst und wenn dein Geist schon eine gewisse Stärke hat. Es gibt noch weitere Tipps und Tricks, die du dort beachten könntest.

Aber Astralreise kann auch Gefahren bergen. Im Normalfall empfehlen wir im Yoga, nicht bewusst auf Astralreise zu gehen. Letztlich brauchst du einen Schutz, wenn du auf Astralreise gehst. Denn wenn du auf Astralreise gehst, vor allem, wenn du das regelmäßig machst, kommst du auch in Kontakt zu Geistern, zu Pretas, erdgebundenen Geistern. Und wenn du in einen solchen Kontakt mit diesen Geistwesen bekommst, dann kann es sein, dass du davon beeinflusst wirst und dass diese letztlich einen Einfluss auf dich haben können, was nicht nur positiv ist.

Im Normalfall, wenn du ein paar Mal auf Astralreise gehst oder auch von selbst öfter hinein fällst, ist das kein Problem. Aber bewusst auf Astralreise zu gehen, da solltest du wissen, was du machst. Nicht umsonst haben schamanistische Kulturen, in denen Astralreisen bewusst kultiviert werden, auch verschiedene Trainings für denjenigen, der auf Astralreise geht, sie kennen bestimmte Techniken, um niedere Geister fernzuhalten und um sich davon wieder zu lösen.

Im Yoga würden wir sagen, wenn du auf Astralreise gehen möchtest, dann brauchst du auch ein Mantra und einen Bezug zu einem spirituellen Meister, so dass du das Mantra wiederholen kannst und den Meister um Schutz bitten kannst. Wenn du das machst, wäre Astralreise auch ungefährlich.

Video Astralreise

Videovortrag zum Thema Astralreise :

Autor/Sprecher: Sukadev Bretz, Seminarleiter zu den Themen Yoga und Meditation.

Astralreise Audio Vortrag

Hier die Audiospur des oberen Videos zu Astralreise :

Astralreisen im Yoga Sutra

Astralreise aus Yoga Sicht

- Ein Vortrag von Sukadev Bretz 2020 -

Kommentar zum Yoga Sutra von Patanjali 3. Kapitel, Vers 43

Anleitung zu Astralreisen

Patanjali schreibt:

"Kayakasayo sambandha samyamat laghu tula samapattica akasa gamanam"

„Durch Samyama auf die Verbindung zwischen Akasha und Körper und durch Meditation auf leichte Gegenstände wie Watte, erhält man die Fähigkeit zur Bewegung im feinstofflichen Raum“.

Wenn du jetzt auf Astralreise gehen wolltest, könntest zum einen diesen Vers immer wieder wiederholen oder du kannst etwas genauer hören, was er hier sagt. "Kayakasayo sambandha samyama". Also durch Samyama , liebevolle Achtsamkeit, auf Sambandha, die Verbindung auf Kaya und Akasha. Kaya ist der Körper, Akasha ist der Raum drum herum. Wenn du das machst bekommst du die Fähigkeit zu gamanam, die Bewegung im feinstofflichen Raum.

Grundlage für die Ausdehnungsmeditation bei Yoga Vidya

Im Grunde genommen ist dieser Vers die Grundlage für die Ausdehnungsmeditation, die wir bei Yoga Vidya lehren. Wie auch für die Ausdehnungsentspannung. Vermutlich kennst du sie, wenn du jetzt diesem Vers lauschst. Wenn nicht, gehe auf unsere Vidya Internetseite und gib ins Suchfeld ein „Ausdehnungsmeditiation oder Ausdehnungsentspannung“, dann findest du diese zum einen beschrieben und auch Übungsanleitungen als Audio oder als Video.

Akasha Gamanam-Technik als Verbindung zur Astralwelt

Die Ausdehnungsmeditation ist eine der einfachsten Weisen Menschen zu einer Erfahrung zu verhelfen, die über den physischen Körper hinausgeht. Zu einer Erfahrung, die dir hilft zu merken dass Bewusstsein eben nicht begrenzt ist auf den physischen Körper.

Somit ist das Akasha Gamanam eine Bewegung außerhalb des physischen Körpers. Du könntest jetzt nicht nur diese allgemeine Weite und Ausdehnung üben, sondern dich auch zum Beispiel auf den Rücken legen und dich dabei konzentrieren auf die Verbindung zwischen dem physischen Körper und dem Raum darüber. Die Technik würde in etwa so gehen, dass du erst auf dem Rücken liegst, dann deinen Körper spürst, und danach den Raum oberhalb von dir spürst. Als nächstes spürst du die Verbindung von physischem Körper zum Raum oberhalb von dir, und dann gehst du durch diese Verbindung mit deinem Bewusstsein nach oben. Dadurch kann es kommen, dass du plötzlich die Erfahrung hast, dass du oben bist und dass du deinen physischen Körper von oben siehst. So bist du in der Astralwelt. Das braucht etwas Übung. Manchmal musst du das jeden Tag in der Tiefenentspannung üben und nach ein paar Tagen, Wochen oder auch Monaten machst du diese Erfahrung. Bei manchen geht es auch ganz schnell.

Astralreise durch Konzentration auf einen leichten Gegenstand

Eine weitere Möglichkeit die Patanjali hier auch beschreibt ist, dass du dich auf irgendeinen leichten Gegenstand konzentrierst, der in der Luft schweben kann. Zum Beispiel kann Watte durch den Wind nach oben geweht werden. Oder auch leichte Federn.

So könntest du zum Beispiel auf dem Boden liegen. Stelle dir dabei vor, dass sich über dir eine leichte Feder, eine Vogelfeder oder auch eine Watte befindet, die irgendwo über dir schwebt. Dann konzentrierst du dich auf die Verbindung von Körper auf diesem leichten Gegenstand der schwebt. Während du dich konzentrierst auf die Verbindung zwischen dem Körper und dem leichten Gegenstand der schwebt, kann es dir plötzlich auch passieren, dass du das Gefühl hast, dich selber zu erheben. Menschen, denen es leichter fällt etwas zu visualisieren, visualisieren schwebende Gegenstände oberhalb von sich und konzentrieren sich auf die Verbindung dazu. Dann kann es geschehen, dass du den physischen Körper verlässt und auf Astralreise gehst.

Welche Wirkung das alles hat und welche Vorsichtsmaßnahmen du dort auch ergreifen kannst, kannst du natürlich auch bekommen, indem du diesen Vers liest. 3. Kapitel, 43. Vers in meinem Buch „Die Yogaweisheit des Patanjali für Menschen von heute“. Weitere Ausführungen findest du auf unserer Internetseite.

Astralreise - Übung mit Ansage

Wenn du willst kannst du jetzt auch eine entsprechende Übung machen. Lege dich auf den Boden. Arme etwas neben dem Körper, Handflächen nach oben. Beine etwas auseinander. Atme ein paar Mal tief ein und aus. Wenn du magst mach noch Entspannungstechniken, von denen du weißt, dass sie dir helfen dich zügig zu entspannen. Spüre einen Moment den Boden unterhalb von dir. Vertraue dem Körper dem Boden unter dir an. Jetzt spüre die nach oben zeigenden Teile deines Körpers als Ganzes, von Zehen bis zum Scheitel. Spüre also Zehen, Fußrücken, Schienbeine, Kniescheiben, Oberschenkel. Spüre die nach oben zeigenden Teile von Fingern, Händen, Unterarmen, Oberarmen, Schultern. Spüre die nach oben zeigenden Teile von Schambein, Bauchdecke, Brustkorb, Kehle. Die nach oben zeigenden Teile von Kinn, Mund, Wangen, Nase, Stirn. Spüre alle nach oben zeigende Teile deines Körpers oder Energiefeldes, von den Zehen bis zur Stirn gleichzeitig.

Jetzt spüre den Raum oberhalb von dir, Akasha. Atme nach oben und dehne deine Bewusstheit nach oben aus. Wenn du willst, stelle dir fliegende Federn oder fliegende Watte nach oben vor. Spüre jetzt die Verbindung von deinem Körper zu diesen schwebenden Gegenständen. Oder spüre nur einfach die Verbindung nach oben. Spüre die Verbindung mit deinem Körper und dem Raum oberhalb von dir. Dehne deine Bewusstheit immer weiter nach oben aus. Jetzt vertiefe wieder den Atem. Spüre wieder den physischen Körper selbst. Bewege die Füße und Hände. Strecke die Arme hinter dir aus und setze dich auf.

Das war die Kaya Akasha sambandha samyama in ganz einfacher und kurzer Form. In meinem Buch „Die Yogaweisheit des Patanjali für Menschen von heute“ habe ich die Technik genauer beschrieben. Ausdehnungsmediationen, Ausdehnungsentspannungen findest du auch auf unseren Yoga Vidya Internetseiten.

Du kannst diese Übung öfters praktizieren, es ist manchmal auch einfach etwas Schönes, diese Erfahrung von Leichtigkeit und Ausdehnung zu machen. Das hilft dir auch dich vom physischen Körper zu lösen.

Das war ein Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe zum 3. Kapitel des Yogasutra und Teil des Begleitmaterials der zweijährigen Yoga-Vidya Yogalehrerausbildung. Wir haben bei Yoga Vidya auch regelmäßig Raja Yoga Seminare, wo du diese Übungen auch angeleitet bekommst von einem Yogalehrer/Yogalehrerin und weitere Informationen erfahren kannst.

Video - Astralreise im Yogasutra

Patanjali beschreibt im 3. Kapitel des Yogasutra verschiedene Siddhis, außergewöhnliche Fähigkeiten und wie man sie kultiviert. Im 43. Vers geht er auf Astralreisen ein. Hier ein Vortragsvideo zu Astralreisen im Yogasutra:

Siehe auch

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