Shubheccha

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Shubheccha, (Sanskrit: शुभेच्छा śubhecchā f. śubha 'Gutes, Segen' und icchā 'Wunsch, Sehnsucht'): Sehnsucht nach Wahrheit, die erste der sieben Bhumikas (Stadien der spirituellen Entwicklung). Der Yogi (Aspirant in diesem Stadium genannt) erkennt seine Unwissenheit, und es entsteht der Wunsch des tiefen Studiums der überlieferten Schriften, um die Wahrheit zu erfahren. Andere Schreibweisen für Shubheccha sind Subecha, Shubecha, Shubhecha, Subhecha. Korrekt ist Devanagari शुभेच्छा, ausgesprochen śubhecchā.

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Sukadev über Shubheccha

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Shubheccha

Shubheccha ist der gute Wille, Shubheccha ist die erste der sieben Bhumikas, der Wunsch nach Wahrheit. Shubheccha kommt von zwei Worten: "Shubha" heißt "gut" und "Iccha" heißt "Wille". Shubheccha ist der Wille zum Guten oder ist der gute Wille, das gute Verlangen, eben der Wunsch, das Höchste zu erfahren, der Wunsch nach Befreiung, die Sehnsucht nach Gottverwirklichung. All das steckt in Shubheccha drin.

Vielleicht hast du auch schon die Schreibweise "Subecha" gesehen. Aber die Schreibweise Subecha ist nicht ganz korrekt: Korrekt schreibt man "Shubheccha" bzw. "Śubhecchā". "Shubha" und "Iccha" werden zu Shubheccha. Shubheccha ist die erste der sieben Bhumikas. Bhumikas sind die sieben Stufen der spirituellen Evolution, wie sie im Yoga Vasishtha beschrieben werden. Yoga Vasishtha, einer der alten Menschheitstexte, ist der Dialog zwischen Rama, dem Schüler, und Vasishtha, dem Lehrer. Und dort spricht Vishwamitra über die sieben Bhumikas. Die sieben Bhumikas sind die sieben Stufen der Evolution und Shubheccha ist der erste: Sehnsucht nach Wahrheit, Verlangen nach Wahrheit oder einfach der gute Wille nach etwas Höherem.

Shubheccha ist charakterisiert durch vier Eigenschaften, die so genannten "Sadhana Chatushtaya", die Vierheit des Sadhanas. Auf Shubheccha folgt Viveka, die Unterscheidung zwischen dem Wirklichen und dem Unwirklichen, Viveka zwischen dem Selbst und dem Nicht-Selbst, Viveka zwischen dem Ewigen und dem Vergänglichen, Viveka zwischen dem Vergnügen und der wahren Freude. Viveka ist also die erste der Sadhana Chatushtaya nach Shubheccha. Das zweite "Sadhana Chatushtaya" ist Vairagya. Vairagya ist die Verhaftungslosigkeit, Vairagya ist auch die Abwesenheit von Gier und Verhaftung. Vairagya heißt, die tiefe Überzeugung, dass ein rein äußerliches gelebtes Leben nicht dauerhaft glücklich macht.

Das dritte der Sadhana Chatushtaya nach Shubheccha ist Shatsampat, die sechs edlen Schätze der Gleichmut und Gelassenheit. Und als viertes folgt dann Mumukshutva und Mumukshutva ist der intensive Wunsch nach Befreiung. Auf Shubheccha folgt auch der gute Wille, aber der intensive Wunsch nach Befreiung ist Teil des guten Willens, also Shubheccha. Shubheccha ist erstmal gekennzeichnet davon, dass du wünschst, zur Befreiung zu kommen. Und ein guter Wille ist aber nicht nur der Wunsch nach Befreiung, sondern auch mit Vairagya, Viveka und Grundgelassenheit verbunden, das macht es zu Shubheccha. Wenn du dann wirklich täglich praktizierst, einen Weg gehst, dann bist du auf Vicharana, auf der zweiten Stufe der Evolution, angekommen.

Und jetzt werde ich dir noch die anderen Bhumikas nennen. Da ist also als erstes Shubheccha, zweitens, Vicharana – rechtes Streben, als drittes Tanumanasa – Ausdünnen des Geistes, transparent werden des Geistes, viertens, Sattvapatti – Erlangen von Reinheit, fünftens, Asamshakti, das heißt, von nichts berührt, Padarthabhavani – verankert sein in einer höheren Wirklichkeit, und schließlich Turiya – die höchste Befreiung, dauerhafte Verankerung in der höchsten Befreiung. Alles fängt an mit dem ersten Schritt und der erste Schritt ist hier Shubheccha. Nicht alle Menschen haben Shubheccha.

Shubheccha heißt tatsächlich, dass du ein spirituelles Streben hast, daher ist es der erste Schritt der bewussten spirituellen Evolution. Du findest auf den Yoga Vidya Seiten noch mehr über Shubheccha, es gibt auch eine ganze Vortragsreihe. Sie heißt "der spirituelle Weg", dort werden die sieben Bhumikas genauer beschrieben. Gehe einfach auf www.yoga-vidya.de, suche dort nach "der spirituelle Weg", und so findest du eine ganze Vortragsreihe. Oder suche direkt "Shubheccha", dort schreibst du es am besten "Subecha", und dann findest du viele Vorträge. Auch wenn es sanskritmäßig korrekter wäre, Shubheccha zu schreiben, aber auf den Yoga Vidya Seiten steht relativ häufig noch Subecha. Langfristig werden wir das aber umstellen, den korrekten Begriff "Shubheccha".

Video Vortrag über Shubheccha:

Dieser Videovortrag von und mit Sukadev ist der neununddreißigste Vortrag der Vortragsreihe „Yoga Vidya Schulung“.

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Autor/Sprecher: Sukadev Kamera/Schnitt:Nanda

Weitere Informationen findest du unter dem Stichwörtern Bhumika und Spiritualität.

Video Vortrag - Eine Shubheccha Geschichte - Ramas Erwachen

Sukadev erzählt in diesem Videovortrag eine Geschichte über Shubhecha: Er erzählt, wie Rama erwacht ist zu einer Höheren Wirklichkeit, wie er die erste Bhumika erreichte. Rama gilt heute als Avatar, als göttliche Inkarnation, als Manifestation von Vishnu. Es gibt jedoch eine Menge von Geschichten in den Schriften, in denen Rama als spiritueller Aspirant, als Suchender, dargestellt wird – so auch in dieser Geschichte. Hier spielt nicht nur Rama und sein Vater Dasharatha eine wichtige Rolle – sondern auch Vishvamitra, ein großer Rishi.

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Dies ist der vierzigste Vortrag der Vortragsreihe „Yoga Vidya Schulung“.

Autor/Sprecher: Sukadev Kamera/Schnitt:Nanda

Weitere Informationen findest du unter dem Stichwörtern Spiritualität und Bhumika.

Die vier Grundvorraussetzungen für Shubheccha

  • Viveka (Unterscheidungskraft); die richtige Unterscheidung zwischen dem Vergänglichen und dem Unvergänglichen, dem Nichtwahren und dem Wahren, der Illusion und Wirklichkeit.
  • Vairagya (Wunschlosigkeit, Verhaftungslosigkeit, Leidenschaftslosigkeit)
  • Shatsampat "Die sechs edlen Tugenden"; die Beherrschung der körperlichen und geistigen Organe.
  1. Shama = Gleichmut
  2. Dama = Kontrolle
  3. Uparati = Vermeiden
  4. Titiksha = Duldungskraft, Aushalten können
  5. Shraddha = Glauben, Vertrauen
  6. Samadhana = beständige Ruhe, Ausgeglichenheit, Harmonie
  • Mumukshutwa das tiefe Verlangen, der innige Wunsch nach Befreiung aus dem Kreislauf von Geburt und Tod.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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