Jainismus

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Jainismus auch Jinismus (Hindi: जैन धर्म jaina dharma, vom Sanskrit Jina "Sieger) "Religion in Indien, die vollkommene Gewaltlosigkeit predigt.

Tirthankara-Statue in einem Jain-Tempel in Mumbai / Indien Copyright

Der Jainismus ist eine der ältesten Religionen der Welt und wurde im sechsten Jahrhundert v. Chr. von Vardhamana gegründet, der Mahavira, der auch "Jina" genannt wird. Daher stammt auch der Name "Jain" als jemand, der die Lehren von Jina befolgt.

Der Jainismus war auch für Mahatma Gandhi eine große Inspiration für das Konzept von Ahimsa auch für gesellschaftliche und politische Veränderungen. Der Jainismus ist eine sehr alte Religion, die von Mahavira gegründet wurde und auf Gewaltlosigkeit basiert. Geschichten über die Historie des Jainismus muten wie Wundermärchen an. Die Menschen sind sich immer noch der frühen Geschichte des Jainismus nicht bewusst. Die Jains folgen den Lehren der Tirthankaras ("Furtbereiter"), von denen Mahavira Jain verschiedene bereits existierende Glaubenssätze und Philosophien der Religion zusammengetragen hat. Er hat dies auf systematische Weise getan. Mahaviras ursprünglicher Name war Vardhamana, und er wurde im Jahre 599 v. Chr. geboren.

Mahavira wurde in einer wohlhabenden Familie geboren aber unterzog sich dann Meditation, Fasten und allen möglichen Beschwernissen, um seinen physischen Zustand an eine viel rauere Lebensart zu gewöhnen. Er setzte die religiöse Tradition von Parsva fort, den man den 23. Tirthankara des Jainismus nennen könnte. Die Lehren des Jainismus drehen sich um ein umfassendes Wissen über die ganze Natur, über das Universum als Ganzes, was man mit dem Begriff "Keval Jnana" bezeichnet. Rechter Glauben, rechtes Wissen, rechtes Verhalten stellen die Basis der Lehren des Jainismus dar. Deshalb nennt man sie die "drei Juwelen" oder Ratnatraya des Jainismus. Jains haben einen starken Glauben an Ahimsa, Gewaltlosigkeit.

Sukadev über Jainismus

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Jainismus

Jain-Tempel in Ranakpur Copyright

Jainismus, auch Jinismus genannt, ist eine der Religionen Indiens. Jainismus wurde begründet von Mahavira. Mahavira hat in etwa zur Zeit von Buddha gelebt. Diese Zeit im 6. bis 5. Jahrhundert v.Chr. wurde von Karl Jaspers ja auch als Achsenzeit bezeichnet. Es war die Zeit, wo in China Laotse und Konfuzius gelehrt haben, die Zeit, wo im alten Griechenland die Grundlagen der griechischen Philosophie gelegt wurden, es war die Zeit, wo in Indien die Upanishaden, die letzten Upanishaden, geschrieben wurden, die Zeit von Buddha, die Zeit von Mahavira.

Manche sagen sogar, Patanjali lebte auch zu der Zeit, obgleich die meisten sagen, Patanjali lebte ein paar hundert Jahre später. Jainismus, Jinismus ist eine Religion, die sehr starken Wert auf Ahimsa, auf Nicht-Verletzen, legt. Nicht-Verletzen ist die höchste Pflicht, Ahimsa Paramo Dharma. Lange Zeit war Jainismus einfach eine Unterteilung der indischen Religion. Der Ausdruck "Hinduismus" kam ja sehr viel später, vermutlich erst im 19. Jahrhundert. Und Jainismus war eben eine bestimmte Richtung in dem großen Spektrum der indischen Religionen, ähnlich wie der Buddhismus. Man könnte auch sagen, Jainismus und Buddhismus, Vaishnavismus, Shaivismus usw. waren alle verschiedene Ausprägungen der großen indischen Religiosität.

Später machten dann letztlich die Orientalisten aus Teilen davon eigene Religionen, tatsächlich, sie machten daraus eigene Religionen und sagten, das ist eine eigenständige Religion. So entstand der Buddhismus, so entstand der Jainismus, so entstand der Sikhismus und all das, was dann keinen eigenständigen Religionsnamen bekam, hieß dann Hinduismus. Also, Jainismus, begründet höchstwahrscheinlich von Mahavira, auch wenn die Jain-Schriften sagen, dass es vorher schon Tirthankaras gab.

Tirthankaras sind die Heiligen, die Weisen im Jainismus. Ein Tirthanka ist einer, der das höchste Wissen erreicht hat. Jainismus, geprägt von Ahimsa, Gewaltlosigkeit, so weit, dass die Jains ganz bedingungslose Vegetarier sind. Die Jain-Mönche gehen sogar soweit, dass sie einen Besen haben, mit dem sie ganz sanft Insekten von der Straße fegen, damit sie kein Insekt töten. Ein Jain in dieser Tradition, insbesondere ein Jain-Mönch, wird auch nicht Autofahren, weil beim Autofahren Insekten überfahren werden und Insekten an der Windschutzscheibe hängen bleiben.

Jains haben auch eine interessante Verfahrensweise - zumindest hatten sie sie früher-, was mit dem Körper nach dem Tod geschieht. Sie wollten mit ihrem Körper noch weiter dienen, also wurde der Körper auf Bergen aufgebahrt, so dass die Geier den Körper fressen konnten, so dass der Körper also den Tieren noch etwas Gutes tut. Man könnte sagen, wenn ein Mensch beerdigt wird, haben auch Tiere etwas davon, Würmer fressen dann die Eingeweide und das Muskelgewebe weg.

Also, ein großer Wunsch, zu dienen, ein großer Wunsch, nicht zu töten. Es heißt, dass Mahatma Gandhi das Konzept von Ahimsa von den Jains bekommen hat. Auf gewisse Weise hat Mahatma Gandhi Hinduismus, Jainismus und Christentum miteinander verbunden. Vom Hinduismus hat er insbesondere die Verehrung von Rama und die Wertschätzung von Mantras bekommen. Er hat auch die Bhagavad Gita geliebt, die verhaftungsloses, uneigennütziges Handeln lehrt, letztlich engagiertes Handeln ohne Identifikation. Vom Jainismus übernahm er die bedingungslose Gewaltlosigkeit, den gewaltlosen Widerstand. Vom Christentum übernahm er auch die Feindesliebe und das Prinzip, dem Bösen nicht zu widerstehen, und die Duldungskraft.

Er übernahm aber auch noch von anderen eben die Prinzipien des gewaltlosen Widerstandes. Und so kultivierte Mahatma Gandha Ahimsa, was er insbesondere aus der Jain-Tradition hatte, ganz systematisch, so dass es ein politisches System zur Bekämpfung von Ungerechtigkeit wurde. Es nannte es dann auch Satyagraha, Aufstehen für die Wahrheit, sich engagieren für das Gute, aber mit Ahimsa. Und so gibt es noch viel mehr, was man über Jainismus sagen könnte. Du kannst ja auch nachschauen unter www.yoga-vidya,de, gib im Suchfeld ein "Jainismus", da erfährst du eine ganze Menge darüber. Jainismus, Jinismus – alte Religionen, die in Indien entstanden sind, vermutlich im 6. oder 5. Jahrhundert v. Chr., vermutlich begründet von Mahavira, der aber nur als einer in der langen Reihe von Tirthankaras, großen spirituellen Meistern, gilt.

Die Lehren des Mahavira

Der Asket Mahavira bittet um Almosen

Wesentliche Aspekte der Lehren des Jainismus basieren auf ein paar wenigen Gedanken, die dabei helfen können, ein besseres und friedlicheres Leben zu führen. Mahavira betonte die Bedeutung der Ideen des rechten Glaubens, Verhaltens und Wissens. Eigentlich gestalten diese das Leben eines Individuums.

Glaube ist etwas sehr persönliches, er kann schwer gelehrt oder in Worte gefasst werden. Auf ähnliche Weise haben alle Organismen, Menschen, Tiere und das Pflanzenreich einen reinen Geist oder Seele (das Jainwort ist Jiva), die für sich allein betrachtet frei ist und über ein allumfassendes Wissen verfügt. Dieser reine Geist wird mit groben Dingen wie Karma eingehüllt, was eigentlich unser Wissen auslöscht, unsere Freiheit einschränkt und schließlich uns aneinander bindet. Karma hat im Jainismus eine andere Bedeutung.

Es ist nicht die mysteriöse Kraft, die das Schicksal der Lebewesen kontrolliert, sondern bezieht sich nur auf die Bestandteile einer sehr feinen Materie. die von den Sinnen nicht wahrnehmbar ist. Eine Seele durchläuft eine große Transformation, indem sie mit dieser Materie interagiert. Mahavira glaubte an Karma und lehrte, wie man sich von den Miseren des Karmas befreit und Moksha oder Nirvana erreichen kann. Mahavira hatte keinen Glauben an Gott aber glaubte an die Existenz einer Kraft in allen Seelen, die allmächtig ist.

Fünf Prinzipien, die Mahavira verbreitete

  • Ahimsa - kein Lebewesen zu verletzen.
  • Satya - die Wahrheit zu sprechen.
  • Asteya - nicht zu stehlen.
  • Tyaga - keinen Besitz zu haben.
  • Brahmacharya - ein tugendhaftes Leben zu führen.

Der Jainismus gibt auch einen Weg vor, um Moksha zu erreichen. In diesem Kontext müssen die neun Tattvas erwähnt werden. Diese neun Prinzipien sind eng mit der Theorie des Karma verbunden und heißen: Jiva, Ajiva, Punya, Paap, Asrava, Bandha, Samvara, Nirjara und Moksha.

Die Ethik im Jainismus

Die Jain Ethik listet fünf kleinere Gelübde, bekannt als Anuvratas, auf, drei soziale Gelübde, bekannt als Gunavratas und vier spirituelle Gelübde, bekannt als Siksavratas, an die sich der "Hausbewohner" halten muss. Die kleineren Gelübde des Jainismus sind Ahimsa, Wahrheit, Nicht-Stehlen, Zölibat und Nicht-Besitzen. Man nennt sie "Kleinere" (Anuvrata), weil die "Hausbewohner" sie auf modifizierte Weise befolgen. Von den Mönchen jedoch werden sie komplett befolgt und in ihrem Falle spricht man von Mahavratas (großen Gelübden).

Ahimsa oder Gewaltlosigkeit

Dies stellt das Fundament der Jain Ethik dar. Mahavira nannte es rein, universell und immerwährend. Es bedeutet das Fehlen jeglicher Art von Gewalt und die Oberhand eines vollkommenen Friedens, was immer die Situation auch sein mag. Es heißt: "Man sollte kein Tier, Lebensform oder fühlendes Wesen verletzen, unterwerfen, versklaven, foltern oder töten. Dies ist die Essenz der Religion. Sie sorgt sich um das Wohlergehen aller Tiere, die sichtbaren und die unsichtbaren. Dies ist die Basis aller Stufen des Wissens und die Quelle aller Verhaltensregeln. Gewaltlosigkeit basiert auf Liebe und Güte für alle Lebewesen.

Beabsichtigte Gewalt ist für alle verboten. Gewalt jeglicher Art sollte komplett verboten sein. Ein "Hausbewohner" darf Gewalt in Selbstverteidigung oder als seinen Beruf ausüben, vorausgesetzt er behält dabei eine nicht anhaftende Beobachterrolle. Es mag Ausnahmen geben für Menschen, die täglich um ihr Überleben kämpfen müssen, aber sogar hier sollte man vorsichtig sein während man Essen zubereitet, das Haus putzt usw. Das erklärt die Jain Praktiken des Wasserfilterns, Vegetarismus, nachts keine Mahlzeiten zu sich zu nehmen und Alkoholabstinenz.

Es gibt verschiedene Lebensformen, wie menschliche Wesen, Tiere, Insekten, Pflanzen, Bakterien und sogar noch kleinere Lebensformen, die man nicht mal durch die stärksten Mikroskope sehen kann. Der Jainismus klassifiziert alle Lebensformen nach ihren Sinnen wie folgt:

  • fünf Sinne - Mensch, Tiere, Vögel, Himmels- und Höllenwesen
  • vier Sinne - Fliegen, Bienen usw.
  • drei Sinne - Ameisen, Läuse usw.
  • zwei Sinne - Würmer, Blutegel usw.
  • ein Sinn - Gemüse, Wasser, Luft, Erde, Feuer usw.

Die fünf Sinne sind: Tasten, Schmecken, Riechen, Sehen und Hören. Es ist schmerzhafter, wenn Lebewesen der höheren Lebensformen, die mehr als einen Sinn haben, getötet werden. Alles nicht vegetarische Essen erhält man, indem man Lebewesen mit mehr als zwei Sinnen tötet. Deshalb predigt der Jainismus strikten Vegetarismus auszuüben und verbietet nicht-vegetarisches Essen.

Wahrheit oder Satya

Dies ist das zweite Gelübde. Zorn, Gier, Angst, Witze, usw. sind der Nährboden für Unwahrheit. Man muss moralischen Mut haben, um die Wahrheit zu sprechen. Nur jene, die Gier, Angst, Zorn, Neid, Ego, Frivolität usw. besiegt haben, können die Wahrheit sprechen. Es beinhaltet mehr als nur auf Unwahrheit zu verzichten. Man muss die Wahrheit sprechen, und diese sollte freundlich und förderlich sein. Man sollte lieber schweigen, wenn die Wahrheit einem Lebewesen Schmerzen, Zorn oder Tod zufügt. Dabei muss man sich der Realität anpassen. Indem es die Wahrheit spricht kann ein Individuum in Kontakt mit seinen inneren Stärken und Fähigkeiten bleiben. Es wird sicher und furchtlos.

Nicht-Stehlen oder Achaurya oder Asteya

Dies ist das dritte Gelübde im Jainismus. Stehlen bedeutet jemandem seinen Besitz wegzunehmen, ohne dessen Einwilligung oder durch ungerechte oder unmoralische Methoden. Man sollte nichts nehmen, was einem nicht gehört. Man sollte dieses Gelübde sehr streng befolgen. Wenn jemand Almosen annimmt, Hilfe oder Unterstützung, sollte er nicht mehr annehmen als nötig ist, denn wenn er mehr akzeptiert als er braucht, wird das im Jainismus als Diebstahl angesehen. Man muss vollkommen ehrlich in Handeln, Denken und Sprechen sein.

Zölibat oder Brahmacharya

Dies ist das vierte Gelübde im Jainismus. Das betrifft sowohl Mönche als auch Hausbewohner in unterschiedlichem Ausmaß. Das Hauptziel dieses Gelübdes ist es, Leidenschaft zu überwinden und die Verschwendung von Energie zu verhindern. Die totale Abstinenz von sinnlichen Freuden nennt man Zölibat. Das Gelübde des Zölibats erfüllt die Seele mit Klarheit. Der Hausbewohner erfüllt dieses Gelübde, wenn er glücklich mit seiner eigenen Frau und ihr vollkommen treu ist. Mönche müssen dieses Gelübde vollkommen und sehr strikt erfüllen. Sie sollten keine sinnlichen Freuden genießen und andere auffordern, es ihnen gleich zu tun.

Nicht-Besitzen oder Aparigraha

Dies ist das fünfte kleinere Gelübde. Dieses Gelübde besagt, dass die Wahrscheinlichkeit, eine Sünde zu begehen, steigt, je mehr weltlichen Wohlstand eine Person besitzt. Der weltliche Wohlstand erschafft Verhaftungen, die in der Folge in Gier, Neid, Selbstsucht, Ego, Hass und Gewalt münden.

Solange sich ein Individuum nicht dem Reichtum von Freude und Frieden bewusst ist, die aus dem Bewusstsein von der Seele entspringt, frönt er materiellen Anschaffungen. Um diesen Wahn zu entfernen, nimmt man des Gelübde des Nicht-Besitzens und verwirklicht die Perfektion der Seele. Nicht-Besitzen besteht auf die Einheit allen Lebens und ist sowohl der göttlichen als auch der sozialen Sphäre zuträglich.

Soziale Gelübde

Zusätzlich zu den fünf kleineren Gelübden, befolgt der Hausbewohner drei soziale Gelübde, die sein äußeres Verhalten in der Welt bestimmen. Es gibt auch vier göttliche Gelübde, die die Reinheit seines Herzens widerspiegeln. Diese lenken sein inneres Leben.

Der Jain Hausbewohner, der sich an die zwölf Gelübde hält, schreitet auf dem göttlichen Pfad voran. Während er Fortschritte macht, muss er entscheiden, ob er die Disziplin eines mönchischen Lebens aufnehmen soll. Um dorthin zu gelangen muss er elf aufeinanderfolgende Stufen durchlaufen, die Pratimas genannt werden. Wenn er die elfte Stufe erreicht, kann er das Verhalten eines Mönches aufnehmen. Um die Integrität der Hauptgelübde zu wahren haben die Jaindenker fünf Untergelübde zugefügt. Zuerst beziehen sie sich auf die Salyas oder störende Faktoren, wie z.B. Unwissenheit, Täuschung und Eigeninteresse, von dem sich ein Individuum befreien muss.

Die Salyas stellen die negativen Voraussetzungen für die ideale Ausübung der Vratas dar. Dann gibt es auch noch die vier Bhavanas (Tugenden), die ein Mittel darstellen, um die Vratas zu unterstützen. Diese Qualitäten sind Maitri (Liebe, Freundschaft), Pramoda (Freude und Respekt), Karunya (Mitgefühl) und Madhyasta (Toleranz gegenüber den Lebensformen). Drittens gibt es die zwölf Untergelübde, bekannt als Anupreksas (Reflexionen). Dies sind zwölf Meditationsthemen, die ein weites Feld an Lehren abdecken. Sie helfen dabei spirituellen Fortschritt zu machen, lösen Verhaftungen und führen zu Nirwana.

Auf diese Weise schreibt die Jain Ethik dem Hausbewohner 35 Verhaltensregeln vor. Sie sind zum Wohle der ganzen Persönlichkeit gedacht. Indem er diese Regeln befolgt, kommt er nach und nach in den Besitz aller 25 Qualitäten die eine voll entwickelte Person aufweisen muss.

Jain Sutras

Die Sutras des Jainismus helfen dabei, die unterschiedlichen Agamas zu erklären. Diese Sutras erklären darin, wie man ein asketisches Leben führt und wie man sich verhalten sollte. Des Weiteren erklären sie die Jain Metaphysik, die fünf großen Gelöbnisse oder Gelübde und die unterschiedlichen Arten des Karmas.

Folgende Sutras sind im Jainismus von Bedeutung:

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Acharanga Sutra (Aayarang): Diese Agama erklärt, wie man ein asketisches Leben führen und wie man sich darin verhalten sollte. Ferner erläutert es die Bußen für Mahavira. Vom sprachlichen Standpunkt aus betrachtet, ist dies die wohl älteste Agama.

Sutrakratanga Sutra (Suyagdang): Diese Agama erklärt das Prinzip des Ahimsa und die Jain Metaphysik. Außerdem beschreibt sie die Widerlegungen der anderen religiösen Theorien, wie z.B. des Kriyavada, Akriyavada, Ajnanavada, und des Vinayavada.

Sthananga Sutra (Thanang): Diese Agama definiert und katalogisiert die Hauptsubstanz des religiösen Glaubens der Jains aus einer anderen Perspektive als die Sthananga Sutra.

Vakhya Prajnapti oder Bhagavati Sutra (Viyah Pannati): Diese ist die umfangreichste der elf Ang-Agamas. Diese Agama erklärt das subtile Wissen über die Seele, die Materie und andere damit verbundenen Elemente. In dieser Agama werden 36.000 Fragen und Antworten in der Form einer Diskussion dargestellt.

Jnata Dharma Kathanga Sutra (Nayadhammakahao): Diese Agama erklärt die Jain Lehrsätze und Theoreme mithilfe von Beispielen und Geschichten. Dieser Text hat sich als sehr wertvoll für das Verständnis der Form der religiösen Belehrungen von Mahavira erwiesen.

Upasaka Dashanga Sutra (Uvasagdasao): Diese Agama beschreibt den Verhaltenskodex der zehn Laienschüler oder -verehrer (Shravaks) von Mahavira. Diese Agama hat sich speziell für das Verständnis des Verhaltenskodex für gewöhnliche Personen (Shravaka Dharma) im religiösen Glauben der Jains als hilfreich erwiesen.

Antah Kradashanga Sutra (Anatagaddasao): Diese Agama erzählt die Geschichte der zehn heiligen Mönche, wie diese die Befreiung (Moksha) erlangt haben, indem sie ihr Karma zerstören oder abarbeiten konnten.

Anuttaroupa Patika Dashanga Sutra (Anuttarov Vaiya Dasao): Diese Agama erzählt die Geschichte der zehn weiteren Mönche und wie diese das höchste der Paradiese, bekannt als das Anuttara Paradies, erreicht haben.

Prashna Vyakrana Sutra (Panha Vagarnai): Diese Agama erläutert die fünf großen Gelöbnisse (Mahavratas) und die fünf schlimmsten Sünden, wie sie in der Religion der Jains festgelegt sind.

Vipaka Sutra (Vivagsuyam): Diese Agama erklärt das Ergebnis des guten und schlechten Karmas anhand von vielen Geschichten.

Upang-agamas: Upang-Agamas sind die Schriften, die weitere Erklärungen zu den Ang-Agamas geben.

Aupa Patika Sutra (Ovavaiya): Diese Agama beschreibt die großartige Prozession des Eroberers Konika, als dieser Mahavira besuchte. Sie beschreibt außerdem, wie ein Individuum das Paradies in seinem nächsten Leben erreichen kann.

Raja Prashniya Sutra (Raya Pasen Ijja):Diese Agama erzählt die Geschichte des Mönchs Keshi, der der Ganadhara von Parshvanatha war. Er war ganz wesentlich an der Beseitigung der Zweifel des Herrschers Pradeshi bezüglich der Existenz und der Eigenschaften der Seele beteiligt. Und er machte so den Herrscher zu einem Verehrer und Anhänger des Jain Glaubens. Nach seinem Tode wurde der Herrscher als Deva im Paradies wiedergeboren. Er erschien dann aus dem Paradies, um Liebe zu und Hingabe an Mahavira zu verbreiten. Die zweiunddreißig Dramen (Stücke), die in dieser Agama beschrieben sind, werfen ein Licht auf die alten Künste in Indien.

Jivabhigama Sutra: Diese Agama erklärt den Kosmos und die subtilen oder fein-stofflichen Ausprägungen aller Lebensformen und damit auch aller Seelen im Kosmos. Sie ist eine großartige Quelle für alle Schüler der Biologie und der Botanik.

Prajnapana Sutra (Pannavana): Diese Agama erläutert die Formen und die Eigenschaften der Seelen aus einer anderen Perspektive.

Surya Prajnapti Sutra (Surya Pannti): Diese Agama erklärt die Sonne, die Planeten und die damit verbundene Mathematik ihrer jeweiligen Bewegungen.

Chandra Prajnapti Sutra: Diese Agama erläutert den Mond, die Planeten und wiederum die damit verbundene Mathematik bzgl. deren Bewegungen, Beide dieser Upangas, die Chandra Prajnapti und die Surya Prajnapati, oder Sutras sind sehr wichtig für das Verständnis der Astrologie in den alten Zeiten.

Jambudveepa Prajnapti Sutra: Diese Agama liefert eine Beschreibung von Jambudwipa, dies ist ein Ort in der Jain Geographie. Und außerdem gibt sie Informationen über die alten Könige.

Nirayarvali Sutra: Diese Agama enthält die Geschichte von den zehn Prinzen. Alle diese zehn Prinzen kämpften gegen den Herrscher Chetaka von Vaishali mit der Hilfe des Eroberers Konika. Der Herrscher Chetaka war der Sohn der Stiefmutter der zehn Prinzen. Und am Ende landen alle zehn Prinzen in der Hölle, nachdem sie im Krieg gefallen waren.

Kalpa Vatansika Sutra (Kappavadamsiao): Diese Agama erzählt die Geschichte der Kinder des Eroberers Konika. Diese haben den Herrscher Chetaka nicht in dem Krieg bekämpft. Stattdessen entsagten sie der Welt und wurden Mönche. Nach ihrem Tode kamen sie ins das Paradies.

Pushpika Sutra (Puspiao): Diese Agama beschreibt die früheren Leben von bestimmten Devas (Engeln), die Mahavira verehren.

Pushpa Chulika Sutra: Diese Agama enthält ähnliche Geschichten wie die in der Pushpika Sutra beschriebenen.

Vrashnidasha Sutra (Vanhidasao): Diese Agama beschreibt wie Neminatha, die zehn Könige in der Vrashni Region überzeugen konnte, dem religiösen Glauben der Jains zu folgen.

Chhed Sutra Aagams: Die Themen, die in den Chhed-Sutras behandelt werden, betreffen das Leben von Mönchen und Nonnen und nicht von Laien. Hier werden Verhaltensregeln und Anweisungen für Mönchen und Nonnen gegeben. Außerdem werden Bußen für Sünden und andere Verfehlungen genannt.

Nisheetha Sutra (Nisiha): Diese Agama erläutert die Bußen (Prayashchitta) in der Form von Bestrafungen für Möchen und Nonnen, die Sünden verübt haben.

Vrahat Kalpa Sutra: Diese Agama beschreibt, welche von den jeweiligen zehn Bußen (Prayashchittas) jeweils angemessen ist für eine bestimmte Verfehlung von Mönchen und Nonnen. Ferner wird das Wohlverhalten von Mönchen und Nonnen geschildert.

Vyavahara Sutra: Diese Agama beschreibt ein bestimmtes System der Beichte für Mönche und Nonnen, die vom rechten Verhalten abgekommen sind. Diese System enthält auch die jeweiligen Anweisungen, mit welchem Gefühl diese Beichte dann ausgeführt werden sollte. Und auch enthält es genaue Anweisungen bezüglich der jeweiligen Buße (Prayashchitta), welche der Mönch oder die Nonnen ausführen sollte.

Dasha Shruta Skandha Sutra (Achardasha): Diese Sutra enthält zehn Kapitel mit den folgenden Inhalten und Informationen:

  • 20 Plätze für Asamadhi
  • 34 machtvolle Fehler, die Schwäche in das Verhalten bringen
  • 33 Ashatanas eines Gurus
  • 8 Sampadas der Acharyas und deren Arten
  • 10 Plätze für Chitta Samadhi
  • 11 Pratimas für Sravaka
  • Bhiksu Pratimas
  • Kalpasutra – rezitiert während der Paryushanas
  • 30 Orte für Maha Mohaniya Karma Bandhana
  • 9 Nidanas (Niyane)

Panch Kalpa Sutra: Dieses Sutra erklärt die täglichen Gebräuche und Rituale, die ein Mönch oder eine Nonne ausführen sollte. Von diesem Agama sind zur Zeit nur noch einzelne Kapitel in Fragmenten überliefert.

Mahanisheetha Sutra: Diese Agama beschreibt den Prozess der Beichte und der Buße (Prayashchitta) für Mönche und Nonnen. Hier werden auch die Stufen des Schmerzes, die jemand erleiden muss, bevor er oder sie das vierte Gelübde (Keuschheit) erlangen kann. Diese Agama beschreibt außerdem das Verhalten von guten und schlechten Mönchen.

Mool-sutras: Mool-Sutras sind die heiligen Schriften, deren Studium für Mönchen und Nonnen zu Beginn der ersten Stufen ihres jeweiligen asketischen Lebens wichtig sind.

Avashyaka Sutra: Die Avashyakas sind die täglichen Rituale oder Routinen, die tagsüber und nachts ausgeführt werden sollen, um den Geist zu reinigen. Die sechs Routinen (Avashyakas), die in dieser Agama erläutert werden, sind im einzelnen: Samayika, Chaturvinshatistava, Vandanaka, Pratikramana, Kayotsarga, und Pratyakhyana.

Dasha Vaikalika Sutra: Diese Agama beschreibt in Kürze die Verhaltensweisen eines asketischen Lebens.

Uttaradhyayana Sutra: Diese Agama ist besonders wichtig in der Literatur der Jains Sie beschreibt die religiösen Lehrsätze und Praktiken, erzählt viele Geschichten, Dialoge und Beispiele zu den Lehrsätzen und Praktiken.

Ogha Niryukti oder Pinda Niryukti Sutra: Diese Agama erklärt die Regeln und Prozeduren für Mönche bezüglich Reisen, Übernachtungen und Aufenthalte, Annahme von Essen und anderen Notwendigkeiten von Laien.

Chulika-sutra: Die Chulika-sutras oder Sutras sind die Heiligen Schriften, die Ang-Agamas weiter ausführen und ausschmücken.

Nandi Sutra: Diese Agama enthält einen ausführliche Beschreibung der Tirthankaras, Ganadharas und der fünf Arten von Wissen (Gyan); Mati, Shrut, Avadhi, Manaparyay und Kewal-Gyan.

Anuyogadvara Sutra: Diese Agama beschriebt die Rechte im Bezug auf die Art des Betens.

Prakirna-agams: Dies sind die Heiligen Schriften, die die unabhängigen oder auch sonstige Subjekte der Jain Religion ausführen

Chatuh Sharana: Diese enthält Gebete für die wohlmeinenden oder gütigen Lebewesen: Bhagwan Arihant – Gott in der Form eines Menschen Bhagwan Siddha – Gott in der Form des reinen Bewusstseins Sadhu – Alle Mönche Dharma - Religion

Aatur Pratyakhyana (Aayur-Pachakhana): Diese Agama erklärt die Unterschiede im Todesfall von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und alten Leuten. Sie erläutert außerdem die Arten der Gelübde, die einen weise Personen ablegen und eingehen sollte während einer Krankheit und den unterschiedlichen Stadien darin. Und auch wie diese Person dann um Gnade für alle Lebewesen in diesen Phasen beten kann.

Bhakti Parijna (Bhatta-parinna): Diese Agama erklärt den Prozess des Fastens und auch die Art und Weise, wie man versuchen sollte, sich zum Zeitpunkt des eigenen Todes zu fühlen.

Sanstaraka (Santharag): Diese Agama erklärt den Prozess des Sterbens durch sein eigenes Verlangen oder Begehren (Santhara) und die daraus resultierende Herrlichkeit.

Tandulavaitalika: Diese Agama erklärt den Zustand der Schwangerschaft und weiteres Wissen über den menschlichen Körper an sich.

Chandra-Vedhyaka: Diese Agama beschreibt die Methode der Konzentrationsmeditation (Dhyana), die man gemäß den Anleitungen des Radhavedha ausführen sollte.

Devendra-Stava: Diese Agama beschreibt die Namen, die Positionen und die Wohnstätten der Devas (Engel), die im Paradies leben. Außerdem enthält sie Beschreibungen von Mond, Sone, Planeten und Sternen.

Ganita Vidya: Diese Agama erläutert die Handlesekunst (Chiromantie) und wie diese genutzt werden kann, um die Zukunft vorherzusagen (Nimitta).

Mahapratyakhyana: Diese Agama erklärt Wege, wie man komplett seine schlimmsten Sünden ablegen kann und sie gibt auch Wege an, wie man Buße tun kann für diese jeweiligen Sünden.

Veerastava: Diese Agama gilt als verschollen. Dennoch gibt es Hinweise in der Literatur, dass sie Gebete an Mahavira enthalten könnte.

Götter im Jainismus

Die Gottheiten des Jainismus (auch Jinismus), wie Dschinns, Tirthankaras ("Furtbereiter") werden von den Jains als Höchste Wesen verehrt. Die Gläubigen verehren außerdem die Yakshas und Yakshinis (männliche und weibliche Naturgötter), von denen sie sich die Erfüllung materieller Wünsche erbitten.

Den Gottheiten des Jainismus als höchsten Wesen bringen die Gläubigen ihre große Verehrung dar. Diese Götter werden in Form von Götterbildern und Statuen von Dschinns und Tirthankaras in den Tempeln angebetet. Im Wandel der Zeit entwickelten die Jainas zudem mehr und mehr ihren Glauben an viele Naturgötter, wie Yakshas und Yakshinis, die ebenfalls in den Jain Tempeln angebetet wurden.

Yakshas und Yakshinis sind im Prinzip auch Dschinns, Arihants oder Tirthankaras, welche bereits die Überwindung der inneren Leidenschaften erreicht haben. Demgegenüber durchlaufen diese (niederen) Halbgottheiten noch voller Leidenschaften und Begierden die Zyklen von Geburt und Tod. Man nennt sie auch Shashanevatas, Hüter oder Wächtergottheiten. Diese himmlischen Wesen gehören zur sogenannten Vyantar Gruppe und besitzen übernatürliche Kräfte. Sie verfügen über die Fähigkeit, Form und Größe zu verändern.

Nach dem Glauben der Jains sind Yakshas vom Gott Indra dazu bestimmt worden, für das Wohlergehen der Tirthankaras zu sorgen. So findet man sie in den Tempeln immer in bestimmten Anordnungen um die Götterbilder oder Statuen herumgruppiert.

Alle Yakshas sind gütig, jedoch können einige auch boshaft sein. Viele Yakshas huldigten dem Gott Mahavira und schützten ihn vor Leid. Andererseits gab es einige Yakshas, wie beispielsweise Yaksha Sulpani, der Mahavira in der Meditation störte und ihm damit Schaden zufügte. Es gibt viele ähnliche Geschichten, bei denen Yakshas die Ursache für Störung oder Belästigung anderer waren. Der Hauptwohnsitz (Bhavana) eines Yakshas wird auch als Chaitya oder Ayatana bezeichnet. Dieser kann überall sein - außerhalb der Stadt, auf einem Hügel oder Berg, in einem Baum, an einem Wasserspeicher genauso wie an einem Stadttor, in einem Haus oder einem Palast.

Berichte über Yakshas lassen sich bis in die frühen Heiligen Schriften zurückverfolgen, wie die Sthanagansutra, Utradhyayansutra, Bhagwatisutra, Tattvarthsutra, Antagadasasaosutra, und Paumacariya. Ihr Erscheinen als Shasandevatas in Harivamsapuran (783 n. Chr.) gilt als Ursprungsgedanke.

Unter all den Yakshas waren Manibhadra, Purnabadra Yakshas und Bahuputrika Yakshinis die bekanntesten. Manibhadra und Purnabadra Yakshas werden als Führer dieser Halbgötter gesehen, Manibhadra als Anführer der nördlichen und Purnabadra als Anführer der südlichen Gruppe.

Eine der Königinnen der Manibhadra ist Bahuputrika ("die viele Söhne hat"). Harivamsapuran spricht von der Fähigkeitder Yakshas und Yakshinis, schädliche Auswirkungen durch Rogas, Grahas, Raksasas, Bhutas und Pisachas abzumildern.

Die Gläubigen gingen davon aus, dass Yakshas und Yakshinis ihre Gunst und Liebe an jene verschenkten, die sie verehrten. Infolgedessen gingen sie dazu über, sie zu verehren, um Erfüllung materieller Wünsche zu erlangen. Zwischen dem 10. und 13. Jahrhundert n. Chr. wurden die Yaksha Saarvanubhuti oder Sarvahna und Yakshini Cakreshvari, Ambika, Padmavati, und Jvalamalini so bekannt, dass sich unabhängige Kulte um sie herum entwickelten. Auch wurden viele Tempel zum Zwecke ihrer Verehrung errichtet.

Die Werke der Jainisten während des 6. bis 10. Jahrhunderts n.Chr. sind besonders geprägt durch herausragende Ikonografien des Yaksharaja (Sarvahna oder Sarvanubhuti) und Dharanendra Yaksha, sowie Cakreshvari, Ambika, Padmavati und Yakshi. Während des 8. bis 9. Jahrhunderts wurde eine Reihe von 25 Yaksha-Yakshi Paaren vollendet. Diese können in Kahavali, Tiloyapannatti und Pravacanasaroddhara betrachtet werden. Die freien ikonografischen Formen dieser Yaksha-Yakshi Paare wurden im 11. Und 12. Jahrhundert standardisiert. Man findet sie in der Nirvankalika, Trisastisalakapurusacaritra, Pratisthasara-samgraha, Pratisthasaroddhara, Pratisthatilaka und Acaradinakara, sowie in einer Reihe anderer Schriften.

Allerdings unterscheiden sich die ikonografischen Darstellungen von Yakshas und Yakshinis, abhängig davon, ob sie der Swetambara oder der Digambara Tradition angehören. Die Namen und bildhaften Darstellungen des Großteils der Yakshas und Yakshinis lassen den Einfluss brahmanischer und buddhistischer Götter und Göttinnen erkennen.

Rituale im Jainismus

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Die Rituale zu besonderen Anlässen in jainistischen Tempeln unterscheiden sich sehr voneinander. Mehrere Rituale, die eine umfangreiche Vorbereitung benötigen, werden zu diesen Anlässen befolgt.

Es gibt Anlässe in jainistischen Tempeln, die besondere Riten erforderlich machen. Die rituellen Werke der Jainas enthalten dazu zahlreiche detaillierte Vorschriften. Die Installation (Pratistha) einer Jina-Statue erfordert eine umfangreiche Vorbereitung. Zuerst ist der Ort, an dem sie aufgebaut werden soll, in einem weiten Umkreis zu reinigen. Herumliegender Schmutz, Kot, Knochen, Haare, Nägel und Zähne von Lebewesen aller Art müssen entfernt werden.

Dann gilt es, eine astrologisch günstige Zeit für die Durchführung der Zeremonie festzulegen. Ist dies nicht möglich, so soll ein Zeitpunkt gewählt werden, an dem alle Himmelskörper vorteilhaft stehen. Dann werden Rituale abgehalten, die dazu dienen, die Einflüsse von schlechten Sternen zu neutralisieren. Ferner müssen alle in der Umgebung lebenden Asketen und Gläubige über die Zeremonie informiert und in geeigneter Weise eingeladen werden. Die Statue wird vor Beginn der Pratistha gereinigt und an den Ort gebracht, wo sie aufgestellt werden soll. Alle notwendigen Dinge wie Töpfe und Geschirr, Wasser, Kräuter und andere Dinge sind für die feierliche Zeremonie in den Tempel zu tragen. Ein Altar ist im Schrein zu errichten und Segensriten sind im Haus des Spenders der Götterstatue durchzuführen.

Die Einweihung einer Statue wird von einem Acharya, einem Pathaka, einem Sadhu, einem Jaina-Brahmanen oder einem Ksullaka übernommen, aber nicht jeder kann diesselben Zeremonien ausführen. Die Person, die Zeremonien leitet, wird "Pratistha-Guru" genannt; vier "Snatrakaras" sollen ihn unterstützen.

Die heilige Handlung beginnt mit einem Kuchen namens "Bhutabali", hergestellt aus einer Bakula-Pflanze und anderen Dingen, wie sie in den Richtlinien festgehalten wurden. Geister aller Art, die Bhutas, Pretas, Pisachas, Gandharvas, Yaksas, Raksasas, Kinnaras und Vetalas werden gebeten, die Opfergaben zu akzeptieren, die in den zu diesem Zeitpunkt gesprochenen Formeln erwähnt werden. Im Anschluss werden die Sasana-Devatas und andere Gottheiten durch das Rezitieren von Hymnen und Sprüchen verehrt. Dann wird die einzuweihende Statue mit aus allen möglichen Zutaten gemischtem Wasser gewaschen, mit heiligem Sandelholz gesalbt, mit Blumengirlanden verziert und anschließend geheiligt, indem alle seine Einzelteile berührt werden.

Ein großes acht Tage dauerndes Fest folgt der Puja mit seinen verschiedenen Mantras und Angeboten; der Spender ist für die Unterhaltung der Festteilnehmer verantwortlich. Die Gastfreundschaft und der Prunk anlässlich der Installation einer Götterstatue ist mit ziemlichen Ausgaben verbunden, so dass jetzt nur noch wenige Personen in der Lage sind, diese zu tragen. Daher ist eine vollständige Durchführung aller Pratistha-Zeremonien und dem, was damit einhergeht, heutzutage nicht mehr so verbreitet wie in der Vergangenheit.

Riten wie die für die Installation von Jina-Murtis finden auch bei der Weihe von Statuen anderer Gottheiten, von Yantras (Tafeln mit mystischen Symbolen), von heiligen Bannern, usw. statt; auch die Einweihung eines Tempels geschieht in ähnlicher Art und Weise.

Zu besonderen Anlässen werden Fahnen mit verschiedenen Symbolen gehisst, um dem Kult zu huldigen. Die Adipurana erwähnt zehn Arten von Fahnen; zu Ehren von Risabha werden 108 Stück von jeder Art, d.h. 4320 Fahnen in jede der vier Himmelsrichtungen gehisst. Diese Praxis der "Palidhvajas" ist auch heute noch gebräuchlich.

Eine der Arten der Verehrung der Tirthankaras ist die Organisation einer großen Wagenprozession (Ratha Yatra). Eine solche Prozession sollte mindestens einmal im Jahr stattfinden; diese Yatras haben heute jedoch viel von ihrer Bedeutung verloren, die sie einst hatten, als die mächtigen Könige noch Anhänger des Jainismus waren. Während dieser Festtage wurden die Statuen der Tirthankaras, die gewaschen und gesalbt worden waren, mit großem Prunk durch die jubelnde Menschenmenge gefahren, in wunderschön verzierten und glänzenden Wägen, die von Elefanten und Pferden gezogen wurden.

Rituale in Jain-Tempeln zeichnen sich durch eine große Vielfalt aus. Sowohl die täglichen Rituale als auch jene zu besonderen Anlässen werden in Jain-Tempeln mit großer Sorgfalt ausgeführt. Die Riten, die in Jain-Tempeln durchgeführt werden, sind mannigfaltig. In den Tempeln, die von den Jains errichtet wurden, befinden sich die Statuen der Tirthankaras. Die Rituale der Tempel können als aufwändig bezeichnet werden, vor allem die Art und Weise, wie symbolische Gegenständen den Statuen geopfert werden und wie die Lobpreisungen der Tirthankaras gesungen werden.

Der Morgengottesdienst beginnt ungefähr um 6:30 Uhr. Der Pujari, der entweder gebadet hat oder sich zumindest die fünf Hauptteile seines Körpers, also Mund, Hände und Füße, gewaschen hat, öffnet den Tempel. Während er die geweihte Halle betritt, spricht er "Nissahi" oder "Nissarahi", und dies bedeutet, dass er aus der Welt heraustritt und alles Weltliche hinter sich lässt. Dann reinigt er den Tempel und die Statuen. Auf der rechten Seite der Statue des Tirthankara befindet sich eine Lampe und auf der linken Seite ein Behälter für Weihrauch, beide werden angezündet. Als nächstes werden die neun Körperteile des Tirthankara, d. h. die großen Zehen, Kniegelenke, Handgelenke, Schultern, Scheitel, Stirn, Hals, Brust und Nabel, von dem Pujari mit Vasa-Pulver bestrichen, einer gut riechenden Paste aus Sandelholz, Kampfer, Ambra, Moschus und Safran.

Daraufhin wird ein Swastika-Zeichen auf einem kleinen Tisch in der Tempelhalle gezeichnet. Früchte werden auf dieses Swastika-Zeichen gelegt und Süßigkeiten (Naivedya) auf die Mondsichel. Dann nimmt der Pujari den Schal seines Obergewandes in seine Hände (der wie der heilige Faden eines Brahmanen getragen wird), staubt damit den Boden ab und spricht dabei ein Mantra. Dann verbeugt er sich mit den fünf Gliedmaßen (Pancariga Pranama), indem er den Boden mit beiden Knien, beiden Handflächen und der Stirn berührt.

Er geht anschließend drei Mal um die Statue herum und setzt sich dann vor sie in der Yogainudrasana-Haltung. Er bittet den Tirthankara durch einen Spruch, ihm zu erlauben, ein Gebet, "Chaityavandana" genannt, zu sprechen, und er gibt sich selbst mit einem "Iccham" die Erlaubnis, dies an Stelle des Heiligen zu tun. Schließlich singt er das Lied, mit dem er den Tirthankara (z. B. Santinatha) um Segen bittet. Er singt außerdem eine Reihe von anderen Lobreden und Mantras, während er die Stellung seines Körpers vorschriftsgemäß jedes Mal wechselt. Am Ende der Puja läutet er die "Glocke des Sieges" (Jayaghanta) und verlässt den Schrein mit den Worten "Ivissahi", die seine Rückkehr in die Welt anzeigen.

Die zweite Puja beginnt um 10 Uhr. Der Pujari muss davor ein Bad nehmen. Er betritt den Tempel mit einem Topf mit Wasser, in welchem er vor Betreten der Halle seine Füße wäscht. Beim Betreten wäscht er den Stein, auf dem das heilige Pulver hergestellt wird, bereitet ein neues zu, füllt es in einen Behälter und geht damit in den Sanctum Sanctorum (Garbhagriha). Hier entfernt er die Blumen der vorherigen Puja und staubt die Statue des Tirthankara mit Hilfe einer Bürste aus Pfauenfedern (Mayura Puccha) ab. Dann taucht er ein Stück Stoff in das Wasser und wischt damit die Sandelholzpaste von der Statue ab.

Nach der Reinigung der Statue bereitet der Pujari den "Nektar der Fünf" (Panchamrita) zu, eine Mischung aus Milch, Quark, Ghee, Wasser und Zucker. Diese wird in einen Behälter namens "Kalasa" gegeben, der ein wenig wie eine Teekanne ohne Griff aussieht. Die Panchamrita wird über die Statue gegossen, gefolgt von sauberem Wasser aus einer anderen Kalasa. Währenddessen werden Sanskrit Mantras rezitiert. Der Pujari nimmt dann drei verschiedene Tücher (Arigaluhana) und trocknet die Statue drei Mal mit diesen ab. Dann wäscht er den Thron der Statue. Nachdem er seine Hände gewaschen hat, gibt er Sandelholz auf die neun Körperteile der Statue und rezitiert dabei Mantras.

Der Pujari beginnt dann mit der Verehrung der Statue durch Blumen. Er nimmt Blumen aus einer Schale, die er mitgebracht hat, streut sie über die Statue und hängt ihr eine Girlande um den Hals. Lobessprüche rezitierend führt er die Anbetung mit Hilfe von Weihrauch und Lampen durch. Er schwingt vor der Statue einen Yak-Fächer und geht dann in die Halle, um dort ein Swastika-Symbol auf einen Tisch zu zeichnen und Reis, Obst und Süßigkeiten darauf darzubringen. Dies wird durch das Singen von Hymnen und das Läuten der Glocke des Sieges abgerundet. Dann verlässt der Pujari den Schrein mit dem Wort "Avissahi".

Die abendliche Puja in einem Jain-Tempel ist hingegen einfach. Sie beginnt zwischen 17 und 18 Uhr. Der Pujari betritt den Tempel mit einem "Nissahi", zündet die Lampen an und verbrennt den Weihrauch (Dhupapuja). Dann macht er die Arati-Puja, indem er eine Lampe mit fünf Dochten vor der Statue schwenkt. Dann wird eine Öllampe (Mangaladipa) vor der Statue hin- und herbewegt. Währenddessen werden Instrumente wie Trommeln, Glocken usw. gespielt. Nach dem Singen der Mantras läutet der Pujari die Glocke des Sieges und verlässt den Tempel mit "Avissahi".

Neben den regelmäßigen Ritualen in einem Jain-Tempel gibt es mehrere Riten, die bei besonderen Anlässen des Tempels durchgeführt werden. Zu den besonderen Anlässen kann neben vielem anderen z. B. die Installation einer Jain-Statue zählen.

Einfluss des Jainismus

Ein sehr wichtiges Symbol der Verehrung im Jainismus

Die Lehren des Jainismus haben einen weitreichenden Einfluss auf die indische Bevölkerung, was die Religion, Kultur, Sprache und Küche angeht. Auch auf globaler Ebene hat der Jainismus einen Einfluss, und heute finden wir einen großen Teil der Jain Anhänger in den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich, Kanada und Ostafrika. Der Jainismus hat heutzutage eine sehr moderne Ansicht und passt sich der modernen Welt geschickt an. Mahavira schlug eine kastenlose, klassenlose Gesellschaft ohne Geschlechterunterscheidungen vor. Seine Lehren haben dabei geholfen, eine lebenswertere Umgebung zu gestalten.

Der Jainismus lehrt uns wahrhaftig und ehrlich zu sein und hilft dabei, eine Gesellschaft zu erschaffen ohne Diebstahl, Lügen und allgemeiner Unsicherheit. Da der Jainismus glaubt, dass alle Materie beseelt ist, fördert er auch Vegetarismus und das Aufgeben von Tieropfern. Seine Bedeutung liegt in seiner humanen Basis und hat die Gesellschaft verändert. Mit der Begründung des Friedens und der Gewaltlosigkeit hat der Jainismus wertvolle Bereicherungen beizutragen.

Die Lehren des Jainismus betonen die Ideen der Gleichheit, Gewaltlosigkeit, der spirituellen Befreiung und Selbstkontrolle. Was Mahavira vor sehr langer Zeit gelehrt hat, hat immer noch Bewandtnis im modernen Alltag. Die Jains sind eine wichtige religiöse Gemeinschaft und der Jainismus predigt verschiedene Prinzipien der Tugend, die eine Bereicherung für die Bevölkerung darstellen.

In Indien sind etwa 0,5% der Bevölkerung Anhänger des Jainismus. Diese leben vorwiegend in Gujarat und Mumbai. Der Jainismus entstand im 6. Jahrhundert v. Chr. als Reformbewegung gegen das Kastensystem, hinduistische Rituale und den Brahmismus. Der Jainismus wurde von Mahavira, einem Zeitgenossen Buddhas, gegründet. Die Hauptidee des Jainismus liegt in Ahimsa, der Gewaltlosigkeit.

Es gibt auch in Südindien kleinere jainistische Gemeinden, v.a. an der Küste des indischen Bundesstaates Karnataka. Einer der bedeutendsten jainistischen Pilgerorte steht in Sravanabelagola. Es handelt sich um eine 17 m Gomateshvara-Skulptur, einer der größten Monolithen der Welt.

Oft tragen die Pilger einen Mundschutz, um nicht Insekten zu verschlucken und sie kehren vor jedem Schritt, um kein Tier zu zertreten. Gegenstände aus Leder müssen vor jedem Jain-Tempel abgelegt werden, da sie von getöteten Tieren stammen." (Quelle: Lonely Planet Südindien ISBN 978-3-8297-1599-7)

Swami Sivananda über Karma in der Philosophie des Jainismus

Artikel von Swami Sivananda aus Practice of Nature Yoga

Die Philosophie der Jainas unterteilt Karma in acht Kategorien: Karma, das Wissen über die Wahrheit behindert; Karma, das die verschiedenen Arten von rechter Erkenntnis behindert; Karma, das Freude und Schmerz verursacht und Karma, das Verwirrung erzeugt. Die anderen vier Kategorien sind wieder sehr genau in andere Sparten unterteilt, so dass ein Lernender, der sich mit der jainistischen Karma-Philosophie befasst, jede Wirkung auf ein bestimmtes Karma zurückführen kann. Menschen mit dem rechten Glauben, dem rechten Wissen und dem rechten Betragen löschen alles Karma und entwickeln so die Natur ihrer Seele vollständig. Sie erreichen höchste Vervollkommnung, werden göttlich und tragen den Namen Jaina. Jene Jainas, die auf jeder Entwicklungsstufe das Gesetz verkünden und die Ordnung begründen, werden Tirthankara genannt.

Nach dem Gesetz des Karma muss der Mensch die Wirkungen seiner früheren Handlungen abarbeiten. Dieses Karma ist eine Art Kraft, die die Seele gefangen hält und sie daran hindert, sich selbst vollständig zu erkennen. Es gibt viele Arten dieser Kraft. Die Verhaftung des Karma entsteht aus den Tendenzen und die hervorstechendste davon bestimmt die Körperart, die die Seele in ihrer zukünftigen Inkarnation annehmen wird. Die Gesamtheit dieser Tendenzen ist das, was man Charakter nennt. Dieser Charakter enthält in sich die gut verarbeiteten und assimilierten Erfahrungen der gesamten Seelenvergangenheit. Wenn wir nun diese Vorstellung über die Tendenz analysieren wollten, so würden wir richtig beobachten, dass es sich dabei um eine Veränderung des Geistes in einer besonderen Weise handelt. Die Schriften der Jainas lehren, dass die karmische Kraft das Produkt einer Sache ist, deren Bestandteile mit der Seele verbunden worden sind. Dies erklärt die Art der Kraft, die verhindert, dass die Seele ihre eigene paradiesische Natur erkennt. Alles, was die Seele tun muss, ist offensichtlich die Bestandteile der Sache loszuwerden, die sie selbst angezogen hat. Sobald dies erreicht ist, ist die Seele befreit von jeder Verhaftung und erlangt vollkommenes Wissen und Glück.

Karma ist eine Energie, die ein verkörpertes Wesen hervorbringt – sei es lebendig, geistig oder moralisch – und die es in der Weltlichkeit hält, den Samsaras. Karma ist kurzum die ganze samsarische Verhüllung eines verkörperten Wesens. Es ist vollkommen der Opferidee entledigt. Karmas, die den Menschen in seiner Entwicklung behindern, heißen Papas (schlechte Taten); jene, die eine positive Entwicklung fördern nennt man Punyas. Die jainistische Philosophie zählt detailliert die Karmas auf und erklärt, wie sie angezogen werden (Ashrava), wie sie vom Einzelnen absorbiert werden, wie ihr Einfluss gestoppt werden kann (Samvara), wie sie vollständig abgearbeitet werden können (Nirjara) und was der Endzustand eines vollkommenen Menschen ist (Moksha). Dieser besondere Philosophiezweig schließt deshalb Themen ein wie Gefühle, Vorstellungen, Bewusstsein, Schmerzen und Freude, Lebensmoral, moralische Verworfenheit, Bildung des Körpers und alle Faktoren der Individualität.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Seminare

Indische Schriften

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Lebe Ahimsa das Nichtverletzen -mp3- Vortrag mit Sukadev

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Mitgefühl und Ahimsa – mp3 Vortrag

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