Yaksha

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Yaksha (Sanskrit: यक्ष yakṣa m. u. n.) ein lebendes oder übernatürliches Wesen; eine unkörperliche, geisterhafte Erscheinung; Spukgestalt, Geist, Kobold; Bezeichnung besonderer Genien im Hinduismus, die im Gefolge von Kubera stehen und Besessenheit bewirken können; ein Beiname Kuberas.

Griechische Schriftrolle, die von einem indischen Yaksha getragen wird, 3. Jh.

Sukadev über Yaksha

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Yaksha

Yaksha ist der Sammelname für eine Gruppe oder mehrere Gruppen von halbgöttlichen Wesen. Yakshas sind feinstoffliche Wesen, die man auf der physischen Ebene nicht sehen kann. Yaksha ist zum einen die Bezeichnung für Wesen, die Kubera zugeordnet sind. Und so sind Yakshas Engel des Reichtums und des Wohlstands. Kubera ist der Deva, der Gott des Reichtums und des Wohlstandes und Yakshas sind seine Diener. Und die Yakshas können einem helfen, auch all das zu bekommen, was man braucht.

Manchmal sind Yakshas auch solche, die weise sind und Menschen auf die Probe stellen und die sich den Menschen in den Weg stellen und ihnen Fragen stellen. Die fünf Pandavas werden von einem Yaksha herausgefordert: "Ihr könnt erst an mir vorbeigehen, wenn ihr diese Frage beantwortet." Nur Yudhishthira konnte die Frage des Yakshas beantworten. Und so gibt es öfters scheinbar irgendwo Hindernisse im Weg, wo wir nicht weiterkönnen. Und erst dann, wenn wir etwas verstanden haben, kommen wir weiter gehen.

Und öfters helfen die Yakshas, öfters wollen sie, dass wir uns entwickeln. Manchmal ist auch Yaksha der Name von Wesen, die uns wirklich Hindernisse in den Weg legen. Du siehst also, die indische Tradition ist immer komplex, und wann immer du ein Sanskrit-Wort hast, ist immer hilfreich, zu verstehen, in welchem Kontext wird es gerade verwendet. Yaksha bedeutet allgemein Feinstoffwesen. Als Yaksha wird oft auch ein Halbgott bezeichnet. Yaksha ist zum einen die Diener von Kubera, dem Gott des Reichtums, und zum anderen solche, die entweder lichtvoll, schalkhaft oder auch prüfend da sind, um Menschen auf ihrem Weg zu begleiten und zu helfen.

Yakshas und Yakshinis im Jainismus

Yakshas und Yakshinis werden im Jainismus verehrt um materielle Wünsche zu erfüllen. Diese Gottheiten sind himmlische, zur Vyantargruppe gehörende Wesen und besitzen übernatürliche Kräfte.

Yakshas und Yakshinis sind dasselbe wie Jins, Arihants oder Tirthankaras, die innere Leidenschaften zu besiegen imstande waren. Andererseits sind diese Gottheiten voller Leidenschaften und Begierden, und mäandern durch die Zyklen von Geburt und Tod. Sie heißen auch Shashandevtas, Schutzgottheiten. Sie können ihe Form und Größe verändern.

Volkstümliche Yakshas und Yaksinis des Jainismus

Chakreshwari Devi: Sie ist auch als Apratichakra bekannt. Sie ist die hingebungsvolle aufwartende Gottheit Bhagwan Adinaths, des ersten auch als Bhagwan Rishabh Dev bekannten Jain Tithankaras. Die Göttin ist golden, ihr Gefährt ist der Adler und sie hat acht Arme. In ihren vier rechten Händen zeigt sie das Segensmudra und hält Pfeil, Strick und Rad, in ihren vier linken Händen hält sie den Zügel, Bogen, Indras Schutzwaffe und das Rad.

Ambika Devi, Copyright

Ambika Devi: Sie ist auch als Ambai Amma und Amra Kushmandini bekannt. Sie ist die hingebungsvolle Gottheit Herrn Neminaths, des 22. Jain Tirthankaras. Sie ist goldenfarbig, ihr Gefährt ist der Löwe. Sie hat vier Arme. In ihren beiden rechten Händen hält sie eine Mangofrucht und einen Mangozweig. In einer der beiden linken Hände hält sie einen Zügel und in der andere ihre beiden Söhne.

Padmavati Devi: Sie ist die hingebungsvolle Gottheit Parshvanathas, des 23. Jain Tirthankaras. Sie ist goldenfarbig, ihr Gefährt ist eine Schlange mit dem Kopf eines Hahns. Sie hat vier Arme. In ihren beiden rechten Händen hält sie einen Lotus und einen Rosenkranz. In ihren beiden linken Händen hält sie eine Frucht und in der anderen einen Zügel.

Saraswati Devi: Sie ist auch als Göttin des Wissens bekannt, die Quelle aller Gelehrsamkeit. Diese göttliche Energie ist die Quelle göttlichen Lichts. Sie beseitigt alle Unwissenheit. Sie wird von allen Glaubensrichtungen, weltlichen Personen und Heiligen verehrt. Sie hat vier Arme. Einer hält einen Text, der andere einen Rosenkranz. Zwei Hände halten das Musikinstrument Veena. Sie sitzt auf einem Lotus und ein Schwanenpfau ist ihr Gefährt.

Lakshmi Devi: Sie repräsentiert Reichtum. Die Menschen verehren sie als Göttin des Reichtums, der Macht, des Geldes usw. Die Eule ist ihr Gefährt. In den oberen zwei Händen hält sie einen Lotus, in der unteren rechten Hand einen Rosenkranz, in der unteren linken Hand einen Topf.

Manibhadra Dev: Shri Manibhadra ist ursprünglich ein Yaksha und wird von den Indern von alters her verehrt. In die Verehrung der Jainas wurde Manibhadra Dev erst später eingeführt. Das Bild zeigt einen sechsarmigen Yaksha, sein Gefährt ist der Elefant.

Ghantakarna Veer: Diese Gottheit wird von den Jainas um Schutz verehrt und Befreiung von allen üblen Einflüssen, die von niedereren Typen negativer Energie erzeugt werden. Er wird mit einem das Durchbohren übler Kräfte andeutenden Pfeil dargestellt. Der Bogen verleiht dem Pfeil durchschlagende Kraft. Sein Symbol ist die Glocke, die erklingt, um günstige Vibrationen in der Atmosphäre zu erzeugen.

Nakoda Bhairava: Er ist die Schutzgottheit Bhairavas und wird gewöhnlich nahe dem Tempeleingang gefunden. Anbeter aus nah und fern besuchen das Heiligtum. Sie opfern der Gottheit zwecks Erfüllung iher materiellen Wünsche.

Bhomiyaji: Diese Gottheit wird in Gestalt eines Berges dargestellt, sie verkörpert die natürliche positive Energie des Berges Sametshikharji. Es ist diese Energie, welche Gläubige und Reisende beschützt und leitet.

Verschiedene Schreibweisen für Yaksha

Sanskrit Wörter werden in Indien auf Devanagari geschrieben. Damit Europäer das lesen können, wird Devanagari transkribiert in die Römische Schrift. Es gibt verschiedene Konventionen, wie Devanagari in römische Schrift transkribiert werden kann Yaksha auf Devanagari wird geschrieben " यक्ष ", in IAST wissenschaftliche Transkription mit diakritischen Zeichen " yakṣa ", in der Harvard-Kyoto Umschrift " yakSa ", in der Velthuis Transkription " yak.sa ", in der modernen Internet Itrans Transkription " yakSha ".

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