Bochum

Aus Yogawiki

Bochum ist eine Stadt im Zentrum des Ruhrgebiets mit ca. 360.000 Einwohnern.

Bochum - erläutert vom Yoga Standpunkt aus.

Bochum, mittendrin statt außerhalb

Wer meint, der Pott hätte nichts anderes zu bieten, als stillgelegte Zechen, verlassene Fördertürme oder brach liegende Industrieflächen, der irrt gewaltig. Auch wenn man das Gefühl hat, sich in einer einzigen großen Metropole aufzuhalten, so stellt man doch schnell fest, dass jede einzelne Stadt sich ihre Besonderheiten, Eigenarten und Gepflogenheiten bewahrt hat. Mitten im Herzen des Ruhrgebietes liegt die Stadt Bochum, eine mittelgroße Stadt, die für jeden Geschmack etwas zu bieten hat.

Wissenschaft wird hier groß geschrieben

Ungefähr 56.000 Studierende werden an insgesamt neun Hochschulen für ihre späteren Berufe qualifiziert. Damit avanciert diese Stadt zu einer wahren Talentschmiede innerhalb des Ruhrgebietes.

Der Wissensaustausch zwischen Schulen, Hochschulen, Gewerbe, Handwerk und Industrie erfolgt auf kurzen Wegen in kollegialer Kooperation, was natürlich auch die ansässigen Unternehmen zu schätzen wissen. Die Infrastruktur und die Ausbildungsqualität der "Talentschmiede Bochum", macht diese Stadt zum Wohle ihrer Bürgerinnen und Bürger zu einem interessanten Standort neuer Branchen und schafft damit neue Ausbildungs- und Arbeitsplätze.

Luftaufnahme der Ruhr Universität Bochum Copyright.

Hotspot der Live-Kultur

Starlight Express

Das rasante Musical zählt zu den erfolgreichsten weltweit und wird seit 1988 ununterbrochen in einem eigens hierfür gebauten Theater aufgeführt. Ein Junge, der abends vor dem Schlafengehen noch mit seiner Eisenbahn spielt und nachts von einem großen Rennen träumt: Einem Rennen zwischen Hightech und Tradition. Im Rhythmus der Musik von Andrew Lloyd Webber rasen die Züge durch die Zuschauermenge. In keinem anderen Musical kommt man den Darstellern näher, als in diesem. Wer das Rennen letztendlich gewinnt, wird hier nicht verraten. Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle, sowohl für Erwachsene, als auch für Kinder.

Bochumer Symphoniker

Dieses mehrfach, auch international bereits ausgezeichnete Ensemble war lange heimatlos. Es hat ein wenig gedauert, eine adäquate Spielstätte zu finden, aber durch die architektonisch gelungene und durchaus sehenswerte Verbindung zwischen der entwidmeten Marien-Kirche und einem Neubau, ist ein Musikzentrum geschaffen worden, welches alt und neu zu verbinden weiß. Der Architekt hat das fast Unmögliche geschafft: die Akustik in diesem Hause ist an jedem Platz gleich. Das Anneliese-Brost-Musikforum wurde erst Anfang 2017 eröffnet und war bereits nach wenigen Tagen ein absoluter Zuschauermagnet.

Schauspielhaus

Das Bochumer Schauspielhaus öffnete bereits vor mehr als hundert Jahren seine Pforten. Hier werden gerne moderne Inszenierungen klassischer Werke gezeigt, aber auch Junges Theater ist hier durchaus etabliert. Unter der Intendanz solch illustrer Namen wie Peter Zadeck, Claus Peymann oder Leander Haußmann begannen hier bekannte Größen wie Armin Rohde, Dietmar Bär oder Herbert Grönemeyer ihre Karrieren. Sie kehren auch heute noch immer wieder gerne zu einem Gastspiel an dieses Haus zurück.

Herbert Grönemeyer, einer der berühmtesten Söhne dieser Stadt, feierte mit seiner Hommage an seine Heimatstadt, dem Album "4630 Bochum" seinen absoluten Durchbruch und füllt heute ganze Stadien. Im Stadion des Bochumer Zweitligisten "VfL Bochum 1848" singen zu jedem Heimspiel 20.000 Fans die Hymne "Bochum". Selbst bei den Gegnerfans erzeugt dies eine Gänsehaut.

Musikfestivals

Insgesamt wird Live-Kultur in Bochum groß geschrieben, nicht zuletzt durch das jährlich stattfindende Open-Air- Festival "Bochum total", bei dem innerhalb von vier Tagen auf rund zwanzig Bühnen mehr als einhundert Künstlerinnen und Künstler eintrittsfrei zu sehen und zu hören sind.

Auch das Zeltfestival Ruhr zieht in jedem Jahr viele internationale Bands und zig tausende Besucherinnen und Besucher an den Kemnader See, um die Sinne kulinarisch und musikalisch verwöhnen zu lassen.

Aber es sind nicht immer nur die großen Events, die diese Stadt so l(i)ebenswert machen. In allen Stadtteilen hat sich eine freie Theater- und Musikszene entwickelt, die ihresgleichen sucht. Von Independant bis Klassik ist alles dabei. Hier kann man für kleines Geld einen großartigen Abend erleben.

Museen und Ausstellungen

Wer es etwas ruhiger mag, geht ins Kunstmuseum mit seinen regelmäßig wechselnden Ausstellungen oder besucht das Deutsche Bergbaumuseum, in welchem man die Geschichte des deutschen Untertagebaus realistisch erleben kann. Im Eisenbahnmuseum kann man sogar eine Fahrt mit einer historischen Dampflok unternehmen. Das Zeiss Planetarium, welches bereits im Jahre 1964 errichtet wurde, ist heute eines der modernsten Planetarien weltweit. Die Kuppel hat einen Durchmesser von zwanzig Metern und bietet 260 Zuschauern Platz. Auf der 600qm großen Projektionsfläche wird der komplette Sternenhimmel von einem zentral gesteuerten Projektor abgebildet. Um die Kuppel herum befindet sich ein Rundgang, in dem dauerhafte und wechselnde Ausstellungen zu sehen sind. Neben den astronomischen Vorführungen, finden regelmäßig Sonderveranstaltungen und spezielle Musikshows statt.

Großstadt mit Lebensgefühl

Seit jeher ist die Stadt Bochum, wie das übrige Ruhrgebiet auch, geprägt von einer vermehrten Zuwanderung. Was als sog. Arbeitszuwanderung oder Gastarbeit in den 20er oder 50er Jahren begann, ist heute ganz normales Stadtbild. Viele von damals blieben und gründeten hier ihre Familien. Damit haben sie aus Bochum das gemacht, was es auch heute noch ist: eine bunte, tolerante und offene Stadt.

Bochum bietet Lebensqualität für alle Menschen. Mit einer pulsierenden City, beliebten Wohnquartieren und einem hohen Freizeitwert hat sich der Ruf Bochums als attraktiver Lebensmittelpunkt weit über die Grenzen des Ruhrgebiets herumgesprochen. Während andere Städte schrumpfen, wächst die Bevölkerungszahl in Bochum von Jahr zu Jahr an.

Veggie sein in Bochum

In Bochum gibt es zahlreiche Restaurants, die vegetarische oder vegane Küche anbieten.

Die Grundlage für pflanzliche Kost: frisches Obst und Gemüse.
  • Cig Kofte
  • Dieses arabische Schnellrestaurant bietet ausschließlich vegetarische und vegane Küche an. Mitten in der Innenstadt gelegen ist es leicht zu finden und auch gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.
  • Adresse: Hans-Böckler-Str. 18, 44787 Bochum
  • Blondies Bochum
  • In der Nähe des Schauspielhauses, also ebenfalls innenstadtnah liegt das Cafe-Bar-Diners Blondies. In familiärer Atmosphäre werden hier größtenteils vegetarische Gerichte serviert. Hier wird großer Wert auf Respekt vor dem Tier gelegt.
  • Anschrift: Hattinger Str. 80, 44791 Bochum
  • Restaurant Imlee
  • Dieses indische Restaurant, für seine exotischen Speisen bekannt, hält für Vegetarier und Veganer eine eigene Speisekarte bereit.
  • Anschrift: Wasserstr. 420, 44795 Bochum
  • Die Bio-Küche
  • In der Bio-Küche gibt es täglich frisch gekochte vegetarische Mahlzeiten, die je nach Saison variierend aus regionalen Zutaten in Bio-Qualität serviert werden, und zwar ohne Geschmacksverstärker, Aromen oder sonstige Zusatzstoffe.
  • Anschrift: Varenholzstr. 125, 44869 Bochum
  • Falafel Star
  • Klein aber fein: ein original libanesisches Lokal mit orientalischen Bögen, Tischen mit traditionellen Mosaiken und dekorativen Glaslampen. Hier gibt es Falafel und Co.
  • Anschrift: Hellweg 28-30, 44787 Bochum
  • Cafe/Bistro Corba
  • Direkt gegenüber dem Hauptbahnhof lädt dieses Lokal mit seiner liebevollen Einrichtung und abwechslungsreichen Speisekarte zum Verweilen ein. Alle Gerichte gibt es auch zum Mitnehmen.
  • Anschrift: Huestr. 6, 44787 Bochum
  • Kugelpudel
  • Die wahrscheinlich einzige vegane Eisdiele in der Umgebung. Hier gibt es Eiscreme, Kuchen, Drinks, Kunst, Design, Firlefanz und Seemannsgarn. Alles selbst gemacht.
  • Anschrift: Dorstener Str. 1, 44787 Bochum

Yoga in Bochum: Geschichte, Entwicklung und heutige Yogaszene

Die Anfänge von Yoga in Bochum

In den 1960er Jahren kamen erste Impulse durch internationale Einflüsse, Reisen nach Indien und ein wachsendes Interesse an östlicher Philosophie. Bochum ist seit jeher eine Stadt der Zuwanderung, deren gesellschaftliche Struktur sich stetig verändert hat. Dabei profitierte auch immer die Mehrheitsgesellschaft aus den kulturellen Besonderheiten, die mit den Menschen in die Stadt kamen. Die Bochumer sind neugierig und tolerant und probieren gerne Neues aus.

In Bochum kann man prima Hatha Yoga lernen.

Ein wichtiger Faktor für die kulturelle Öffnung der Stadt war die Gründung der Ruhr-Universität Bochum im Jahr 1965. Mit Studierenden aus verschiedenen Ländern kamen auch neue Ideen rund um Meditation, Körperarbeit und Yoga nach Bochum. In dieser Zeit entstanden erste informelle Yogagruppen, die meist privat organisiert waren und sich mit Meditation, Atemübungen und einfachen Yogaübungen beschäftigten.

Nicht zuletzt deshalb beschäftigte sich Peter Hasenfratz an der Ruhr Universität Bochum bereits 1981 mit der Seelenlehre der Upanischaden und ihrer Bedeutung im späteren Indien.

Erste Yogakurse in Bochum in den 1970er Jahren

In den 1970er Jahren wurde Yoga in Bochum langsam einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich. Die gesellschaftliche Alternativbewegung, das wachsende Interesse an ganzheitlicher Gesundheit sowie neue Bücher über Yoga und Meditation führten dazu, dass immer mehr Menschen Yoga in Bochum ausprobieren wollten.

Zu den ersten öffentlich zugänglichen Yogakursen in Bochum gehörten Angebote der Volkshochschule Bochum. Diese Kurse fanden häufig in Turnhallen, Gemeindehäusern oder Unterrichtsräumen statt, da es noch keine spezialisierten Yogastudios gab.

Yoga in Bochum wurde in dieser Zeit vor allem als Entspannungs- und Gesundheitsmethode wahrgenommen. Der Unterricht orientierte sich häufig am klassischen Hatha-Yoga mit Atemübungen, Körperhaltungen und Entspannungstechniken.

Die erste feste Yogaschule in Bochum

Ein wichtiger Meilenstein in der Yogaentwicklung der Stadt war das Jahr 1988. In diesem Jahr wurde die Yogaschule Kinjal gegründet. Sie gilt als eine der ersten festen Yogaschulen im Ruhrgebiet.

Mit der Gründung eines eigenen Studios bekam Yoga in Bochum erstmals einen dauerhaften Ort für Unterricht, Praxis und Ausbildung. Die Schule entwickelte sich aus einer kleinen Gruppe von Yoga-Interessierten, die regelmäßig gemeinsam übten. Mit der Zeit wuchs daraus ein kontinuierliches Kursangebot.

Diese Entwicklung war typisch für viele Städte im Ruhrgebiet: Zunächst entstanden lose Übungsgruppen und VHS-Kurse, bevor sich eigenständige Yogastudios etablierten.

Yoga-Boom in Bochum seit den 1990er Jahren

In den 1990er Jahren wurde Yoga in Deutschland zunehmend populär. Auch in Bochum entstanden immer mehr Angebote. Gründe dafür waren unter anderem das steigende Gesundheitsbewusstsein, Stress im Berufsleben und das wachsende Interesse an ganzheitlicher Bewegung.

Yoga wurde zunehmend auch von Krankenkassen als Präventionsmaßnahme unterstützt. Dadurch entstanden neue Kurse und Angebote in verschiedenen Einrichtungen.

Neben klassischen Hatha-Yoga-Kursen verbreiteten sich auch weitere Yogaformen, darunter dynamische und meditative Yogastile. Immer mehr Menschen entdeckten Yoga als Möglichkeit, Stress abzubauen, Beweglichkeit zu verbessern und innere Ruhe zu finden.

Die moderne Yogaszene in Bochum

Heute ist Yoga ein fester Bestandteil der Gesundheits- und Freizeitkultur in Bochum. Neben klassischen Yogastudios gibt es Yogaangebote in Fitnessstudios, Therapiezentren, Unternehmen und an Hochschulen.

Da die Nachfrage ständig steigt, bieten neben den Yogastudios seit geraumer Zeit auch Volkshochschulen und Familienbildungsstätten vermehrt Yoga- und Meditationskurse an. Viele Yogalehrerinnen und Yogalehrer in Bochum haben ihre Ausbildung beispielsweise bei Organisationen wie Yoga Vidya absolviert, wodurch sich auch die Tradition von Swami Sivananda in einigen Kursen wiederfindet.

Die Yogaszene ist vielfältig und umfasst unterschiedliche Yogastile und Schwerpunkte, zum Beispiel:

  • Hatha Yoga
  • Vinyasa Yoga
  • Yin Yoga
  • Meditation und Atemarbeit

Viele Menschen nutzen Yoga heute sowohl zur körperlichen Fitness als auch zur mentalen Entspannung. Dadurch ist die Zahl der Yogaangebote in Bochum kontinuierlich gewachsen.

Yogaschulen bieten häufig eine besonders ruhige und auf Yoga ausgerichtete Atmosphäre. Anders als in Fitnessstudios steht hier ausschließlich die Praxis vonYoga und Meditation im Mittelpunkt. Genau diese Atmosphäre sollte dir der Raum vermitteln, den du gerade betrittst. Das Ambiente einer Yogaschule vermittelt dir das Gefühl, eine andere Welt zu betreten und im Grunde genommen ist es auch so: hier kannst du deine Alltagssorgen draußen vor der Tür lassen und dich nur mit dir und deinem Wohlbefinden beschäftigen.

Fazit

Die Entwicklung von Yoga in Bochum begann mit kleinen privaten Gruppen in den 1960er Jahren, wurde durch VHS-Kurse in den 1970ern bekannter und erreichte mit der Gründung der Yogaschule Kinjal 1988 einen wichtigen Meilenstein. Seit den 1990er Jahren hat sich Yoga zu einem festen Bestandteil der Gesundheitskultur im Ruhrgebiet entwickelt.

Spiritualität in Bochum

Das Ruhrgebiet ist eines der größten Ballungszentren in NRW. Wen wundert es da, dass die Menschen nach Entspannung und einem Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag suchen?

Hier hat Bochum einiges zu bieten:

  • Mit dem neugegründeten Buddhistischen Zentrum "Your Buddha" hat sich eine spirituelle Einrichtung etabliert, in dem sich eine Buchhandlung, ein Café und eine Galerie unter einem Dach vereint haben. Platz für Sonderveranstaltungen ist vorhanden, vereinzelt werden auch Yoga- und Meditationskurse sowie Seminare zur Stressbewältigung gegeben.
  • Seit 2001 existiert in Bochum ein Buddhistisches Zentrum, welches dem Diamantweg der Karma Kagyü Linie folgt. Hier treffen sich Interessierte und Praktizierende zum gemeinsamen Meditieren, werden Seminare durchgeführt und Vorträge gehalten.
  • Spiritualität kann aber auch anders aussehen: Mitten im Zentrum auf dem Platz des Europäischen Versprechens steht die Christuskirche, eine der "100 spirituellen Tankstellen" des Ruhrgebietes. Hier suchen und finden die Menschen einen Ort voller Energie. Man spricht über zwei Weltkriege, die Last des Erinnerns und die Lust an der Gegenwart. Ein Ort, zu verweilen und über sich selbst hinauszudenken.
  • Einmalig in Nordrhein-Westfalen ist die multikulturelle Einrichtung Q1 am Rande der Innenstadt. Hierbei handelt es sich um eine Kooperation der evangelischen Friedenskirche und der Migrantenorganisation IFAK. Hier wird gewerkelt, gesungen, meditiert oder einfach nur geredet, während im Kirchenschiff der ganz normale Kirchenalltag weiterläuft. Ein sehr energetischer Ort mit vielen Inspirationen.

Orte der Besinnung

Innerhalb der sechs Stadtbezirke Bochums findet man über fünfzig katholische und über vierzig evangelische Kirchen, in denen klassische Gemeindearbeit geleistet wird.

Durch die vermehrte Zuwanderung der letzten Jahrzehnte wurden aber auch für verschiedene andere Glaubensrichtungen Einrichtungen geschaffen. So existieren mittlerweile in Bochum insgesamt acht türkische Moscheen mit einer Zentralmoschee sowie eine arabische Moschee. Auch Nichtmuslime sind hier jederzeit willkommen. Einmal jährlich, immer am 03. Oktober, findet ein offizielles Fest, der Tag der Offenen Moschee statt, an dem kostenlose Besichtigungen durchgeführt werden und die Gelegenheit besteht, an einem Gebet teilzunehmen.

Die neue Synagoge in bochum wurde 2007 eröffnet. Copyright

Außerdem hat sich in Bochum ein Ezidisches Gemeindezentrum und ein Zentrum des Ahmadiyya Muslim Jamaat, einer muslimischen Glaubensgemeinschaft aus Pakistan angesiedelt. Ein besonderes Highlight stellt die im Jahr 2007 eröffnete Synagoge zu Bochum dar. Nachdem die alte Synagoge im Jahr 1938 den Gräueltaten der Reichsprogromnacht zum Opfer gefallen war, gab es lange Zeit keine adäquate Gebetsstätte für die jüdischen Bürgerinnen und Bürger. Im Jahr 2003 wurde der Jüdischen Gemeinde durch die Stadt Bochum ein geeignetes Grundstück geschenkt, um eine neue Synagoge zu errichten. Architektonisch ist dieses Gebäude eine Meisterleistung. Es finden wöchentlich kostenlose Führungen statt, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Sehenswertes

Das Bochumer Rathaus

Mit dem Bau des Bochumer Rathauses wurde 1926 unter der Federführung des damaligen Oberbürgermeisters Dr. Otto Ruer begonnen. Bereits 1931, als es bezugsfertig war, wurde Dr. Ruer der Verschwendungssucht bezichtigt, da dieser Bau teurer war, als ursprünglich geplant. Ihm wurde auch persönliche Bereicherung und unkorrekte Amtsführung vorgeworfen. Die Diffamierungen hatten jedoch einen ganz anderen Grund: Dr. Otto Ruer war jüdischer Abstammung. Nach der Machtergreifung der NSDAP im Jahr 1933 wurde Dr. Ruer seines Amtes enthoben und inhaftiert. Durch die psychischen Belastungen der Inhaftierung nahm er sich kurz nach der Haftentlassung das Leben und wurde posthum noch im selben Jahr rehabilitiert, da alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe haltlos waren.

Für den deutschen Fernsehfilm "Berlin 36" diente das Bochumer Rathaus als Kulisse für das "Haus des Sports".

Das Bochumer Rathaus ist eines der wenigen Verwaltungsgebäude mit einem Paternoster, der nach aufwändiger Restaurierung wieder in Betrieb genommen wurde.

Die Ruhr

Die Ruhr ist ein 219,3 km langer Nebenfluss des Rheins in NRW. Die wichtigste wirtschaftliche Bedeutung des Flusses liegt heute in der Trink- und Brauchwasserversorgung des gesamten Ruhrgebietes. Güterschiffsverkehr findet mittlerweile nur noch auf den letzten zwölf Kilometern außerhalb von Bochum statt, daher wird das Flussufer gerne als Naherholungsgebiet genutzt.

Stadtpark Bochum

Der Stadtpark wurde im Stil eines englischen Gartens angelegt und im Jahr 1863 eröffnet. Der Park besaß schon früh unterschiedliche Gehölzarten, Blumenbeete, kleine Seen und eine Restauration. Das bekannteste Denkmal des Stadtparkes ist der 1910 errichtete Bismarckturm. Von der vierunddreißig Meter hohen Aussichtsplattform hat man einen wunderbaren Blick über den Stadtpark und die Innenstadt. Innerhalb des Stadtparks liegen Tierpark und Fossilium, die zusammen den Zoo der Stadt Bochum bilden. Hier werden ganzjährig rund 4.000 Tiere in knapp 400 Arten gehalten.

Botanischer Garten der Ruhr Universität

Der Botanische Garten wurde in einem waldreichen Gebiet nahe der Ruhr Universität angelegt. In der Mitte wurde ein chinesischer Garten eingerichtet, der schon durch seine Schlichtheit die Besucher meditativ einstimmt. Mit einer geräumigen Haupthalle, einem Wandelgang und einem Wasserpavillon lädt er zum Verweilen ein.

Siehe auch

Weblinks

Seminare

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