Verschwendungssucht

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Verschwendungssucht - was ist das? Wie geht man damit um? Verschwendungssucht ist eine krankhaft, kaum kontrollierbare Neigung zur Verschwendung. Verschwendungssucht bedeutet, dass man sich Sachen kauft, die man nicht braucht, dass man Bestellungen tätigt, die man nachher nicht bezahlen kann. Verschwendungssucht kann heißen, über seinen Verhältnissen zu leben. Verschwendungssucht kann auch bedeuten, dass man sein Vermögen verprasst. Im Schweizer Recht kann Verschwendungssucht sogar zur Entmündigung führen. Manchmal beklagt man auch die Verschwendungssucht der westlichen Gesellschaft: Anstatt etwas wiederzuverwenden, wird alles nach kurzem Gebrauch weggeworfen. Dinge werden nicht mehr wertgeschätzt, sondern schnell zur Seite geschoben. Diese Art der Verschwendungssucht führt zu allen möglichen ökologischen Problemen.

Sehnsucht nach Schönheit, ein Grund für Verschwendungssucht

Verschwendungssucht und Ökologie

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In der Natur gibt es kein Müll

Verschwendungssucht haben viele Menschen. Sie wollen immer mehr haben. Sie wollen immer mehr kaufen. Und sie verscchwenden die Ressourcen auf diesem Planeten. Solange es so ist, dass das meiste was man kauft, nachher im Müll landet und entsorgt werden muss, solange sollte man eine ökologischere Lebensweise entwickeln.

Man kann sagen in der Natur gibt es keinen Abfall. Was auch immer eine Katze frißt – ist jetzt kein gutes Beispiel für einen Veganer – was auch immer eine Katze oder Kuh frißt, nachher entsteht daraus wieder neues Leben. Oder auch wenn ein Vogel ein Nest baut, das Nest muss nicht nachher entsorgt werden als Sondermüll, sondern das Nest ist Nahrung auch für Bakterien, auch für Insekten usw.

Verschwendungssucht - ein Problem für die Erde

Der Mensch dagegen, schafft Probleme für den Planeten. Er verbraucht Ressourcen, schafft oft Materialien, die für die Natur nicht gut sind. Daher sollte der Mensch nicht verschwenden sondern sehr sorgsam umgehen. Verschwendungssucht des Menschen schafft Probleme für die ganze Ökologie des Planeten. Daher, wir müssen aufhören immer mehr zu kaufen. Und wir müssen aufhören immer zu denken wenn wir einen Wunsch haben dann erfüllen wir ihn wenn wir es uns leisten können.

Die wenigsten Menschen überlegen wenn sie einen Wunsch haben, ist das für die Mutter Erde ok. Vielleicht überlegen sie, habe ich genug Geld dafür? Vielleicht überlegen sie, habe ich genug Geld dafür und für den Rest meines Lebens und meine Alterssicherung? Aber wenige überlegen vom Standpunkt des Planeten Erde.

Minimalisiere deine Verschwendungssucht

Mein Tipsp wären:

  • Ein geringen Wohnraum haben: Der Mensch braucht nicht so viel Wohnraum. Jeder Quadratmeter Wohnraum muss beheizt werden. Ein Mensch, der mehr als 20 bis 40 Quadratmeter Wohnfläche für sich hat verschwendet die Ressourcen der Mutter Erde. Das mag für dich übertrieben klingen, aber auf der ganzen Erde hat der Mensch durchschnittlich 15 Quadratmeter für eine Person Wohnfläche. Vielleicht sind es sogar nur 10 und in manchen sogenannten Entwicklungsländern sind es sogar noch weniger. 20 bis 30 Quadratmeter Wohnfläche reicht für jeden Menschen. Alles über 40 ist Verschwendung. Heizung: heize nicht mehr als 18°. Alles über 18° ist unökogisch und schadet dem Planeten.
  • Kleidung: Schaffe dir keine neue Kleidung an, wenn du noch alte hast, die du verwenden kannst. Es ist unsinnig ständig neue Kleidung zu kaufen. Es gibt manche die misten ihren Kleiderschrank regelmäßig aus. Ist ja immerhin etwas. Insbesondere dann wenn man es zur Altkleidersammlung gibt. Aber gar nicht mal selten ist das, was du in die Altkleidersammlung gibst nicht verwendbar für andere. Und dann kommt es doch in den Müll. Daher, wenig Kleidung, wenig Möbel, wechsele seltener den Teppich. Streiche deine Wohnung seltener. Wechsele seltener die Möbel usw.

All das ist wichtig für die Ökologie des Planeten. Du magst sagen: "ja – wenn jetzt alle so leben würden, gäbe es dann nicht viele Arbeitslose?" Ja, bei dieser Wirtschaft gäbe es viele Arbeitslose. Aber ich bin der festen Überzeugung, diese Wirtschaftsordnung, die wir jetzt haben, die ständig Wachstum braucht und ständig Verschwendung braucht und ständig die Ressourcen von Mutter Erde aufbraucht, kann so nicht dauerhaft sein.

Langfristig gesehen werden Menschen weniger Ressourcen verbrauchen dürfen. Langfristig gesehen wird der Mensch mit weniger auskommen müssen. Langfristig gesehen wird der Mensch weniger Zeit brauchen zum arbeiten. Langfristig gesehen wird er mehr Zeit haben zum meditieren, für Yoga, für zwischenmenschliches Zusammensein, für Freude und sofern wir die Natur bis dahin nicht kaputt gemacht haben, mehr Zeit in der Natur haben.

Ja, das waren ein paar Gedanken zum Thema Verschwendungssucht und Ökologie und der große Apell: weniger kaufen, weniger verbrauchen, bewussster leben, zufrieden sein. Natur wird es dir danken und du wirst dich glücklicher fühlen.

Aus folgendem Vortrag von Sukadev Bretz:

Umgang mit Verschwendungssucht anderer

Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz

Vielleicht bist du jemand, der eher bescheiden ist, jemand, der eher weniger Ansprüche hat, jemand, der mit großem ökologischem Bewusstsein sparsam lebt. Und in deiner Umgebung sind vielleicht andere Menschen, die haben Verschwendungssucht. Wie gehst du damit um? Zunächst einmal musst du überlegen, ob du damit überhaupt umgehen musst. Denn unterschiedliche Menschen sind unterschiedlich ,und wenn es dich nichts angeht, dann lasse den Menschen so wie er ist. Letztlich funktioniert unsere Wirtschaftsordnung ja nur deshalb, weil viele Menschen Verschwendungssucht haben.

Arbeitsplätze werden gehalten, weil Menschen verschwendungssüchtig sind. Das Wirtschaftswachstum beruht auf Verschwendungssucht. In diesem Sinne musst du dich jetzt nicht zum Urteil über einzelne aufschwingen, wertschätze Menschen für das, was sie sind, und kritisiere sie nicht, für das was sie sind. Natürlich gibt es andere Aspekte, es gibt die ökologlogischen, und es kann auch nicht weitergehen dass Menschen alles verschwenden.

Manchmal ist es deine Aufgabe etwas zu sagen, manchmal gilt es, den richtigen Rahmen zu finden, um Menschen mitzuteilen, dass wir bescheidener sein müssen. Man muss auf einiges verzichten, und manchmal betrifft dich die Verschwendungssucht auch selbst. Wenn du einen Partner oder eine Partnerin hast, der oder die die gemeinsamen Geldmittel einfach ausgibt, dann musst du auch klar äußern, dass das nicht geht. Oder wenn du in einem Verein bist, und dann gibt es ein Vereinsmitglied, welcher die Mittel des Vereins einfach verschwenden will, musst du auch etwas sagen.

Du musst also auch überlegen, ob es an dir liegt, dort etwas zu sagen. Es gibt gute ethische Gründe, institutionelle Gründe oder den Grund eines gemeinsamen Anliegens, und dann kannst du klar Stellung beziehen. Es hilft dann durchaus klar mitzuteilen: "Ich empfinde das, was du dort vorhast als Verschwendung. Wir haben bessere Verwendungsmöglichkeiten für die Mittel des Vereins oder wir sollten sparen für den Urlaub mit Kindern. Oder wir hatten doch gesagt, dass wir das Geld dafür ansparen."

Wenn man ein gemeinsames Anliegen hat, dann muss man vor dem Hintergrund des gemeinsamen Anliegens sagen, wofür die Gelder verwendet werden sollten. Es gibt also unterschiedliche Möglichkeiten mit Verschwendungssucht umzugehen, aber überlege erst einmal ob das, was der andere macht vielleicht einfach nur Großzügigkeit ist. Und es ist vielleicht das, was wir im Yoga als "Lakshmi Prinzip" bezeichnen. Man gibt viel, man empfängt viel, man nutzt die Mittel und sorgt dafür, dass wieder Mittel nachkommen, denn auch die Natur ist verschwenderisch.

Verschwendungssucht in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Verschwendungssucht gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Verschwendungssucht - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Verschwendungssucht sind zum Beispiel Übertreibung, Fresserei, Prasserei, Ausschweifung, Prasserei, Schlemmerei, Exzess, Orgie, Zügellosigkeit,, Luxus, Genussfreude, Reichtum, Wohlstand, Überfluss, in saus und Braus leben, Überangebot, Übermaß, Fülle .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Verschwendungssucht - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Verschwendungssucht sind zum Beispiel Sparsamkeit, Bescheidenheit, Enthaltsamkeit, Genügsamkeit, Mäßigung, Bedürfnislosigkeit, Disziplin, Anspruchslosigkeit Wirtschaftlichkeit, Haushaltung, Maßhaltung, Zurückhaltung, Einsparung,, Geiz, Gier, Beschränkung, Einschränkung, Geldgier, Gewinngier, Habgier, Habsucht, Kleinlichkeit, Profitgier, Raffgier, Schäbigkeit, Knauserei, Knickerei, Pfennigfuchserei, Messie sein . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Verschwendungssucht, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Verschwendungssucht, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Verschwendungssucht stehen:

Eigenschaftsgruppe

Verschwendungssucht kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Verschwendungssucht sind zum Beispiel das Adjektiv verschwenderisch, das Verb verschwenden, sowie das Substantiv Verschwender.

Wer Verschwendungssucht hat, der ist verschwenderisch beziehungsweise ein Verschwender.

Siehe auch

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Diese zu üben empfiehlt Patanjali im Yoga Sutra als Weg, einen klaren Geist zu entwickeln. Die Kräfte von Liebe, Mitgefühl, Freude und Gleichmut, die auch im Buddhismus eine wichtige Rolle spiel…
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