Fünf Elemente

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Fünf Elemente: Im Yoga wie auch in anderen Kulturen spricht man von fünf Elementen. In der Kultur des Mittelmeerraumes sowie des ägyptisch-mesopotamischen, griechisch-römischen und des indischen Raumes gibt es die gleichen fünf Elemente.

Die fünf Elemente aus der Yoga-Sicht.

Sukadev über die fünf Elemente

Die Chinesen haben ein anderes System entwickelt. Die fünf Elemente sind Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther.

Die fünf Elemente stehen für fünf verschiedene Chakras, sie stehen für 5 verschiedene Ebenen. Sie können auch für 5 verschiedene Charakterzüge stehen. Sie können auch stehen für fünf verschiedene Weisen, sich Gott anzunähern. Auch die vier „Temperamente“ des griechischen und römischen Altertums und des Mittelalters hingen zusammen mit vier der fünf Elemente. Auch die Tierkreiszeichen kann man in 4 der 5 Elemente unterteilen. Die fünf Koshas, die wir im Yoga kennen, können ebenso den 5 Elementen zugeordnet werden. Und da die 5 Elemente mehr ein allgemeines Einteilungsprinzip sind, kann man sie nicht ganz so einfach sehen.

Die fünf Elemente als physische Aggregatzustände von physischer Materie

Zunächst einmal kann man die 5 Elemente als physische Aggregatzustände von physischer Materie sehen.

Erde“ entspricht der festen Materie, also alles, was fest ist.

Wasser“ entspricht dem Flüssigen. Gemeint ist nicht nur Wasser, sondern auch zum Beispiel Lava oder Öl.

Das dritte der 5 Elemente ist das Feuer. Und “Feuer“ würde hier dem Plasma-Aggregatzustand entsprechen, zum Beispiel die Materie der Sonne: Die Sonne ist weder fest noch flüssig noch gasförmig, sie ist ein eigener Aggregatzustand, der als „Plasma“ bezeichnet wird, also als „Feuer“.

Das vierte der fünf Elemente ist „Luft“. Luft ist alles Gasförmige.

Und das fünfte der 5 Elemente ist „Äther“ – das elektromagnetische Spektrum und alle feinstofflichen Schwingungen, die zur physischen Welt dazugehören, aber doch nicht greifbar sind.

Die fünf Elemente als Bestandteil des physischen Körpers

Im Vedanta wird gesagt, dass der Mikrokosmos dem Makrokosmos entspricht.

Im Makrokosmos sind die fünf Elemente enthalten aber auch der Mensch als Mikrokosmos besteht aus fünf Elementen.

Sein Körper besteht aus fester Materie, zum Beispiel die Knochen, die Haare und die Nägel.

Der Körper hat flüssige Bestandteile, Wasserbestandteile, zum Beispiel das Blut, die Lymphflüssigkeit, aber auch innerhalb von Zellen und die Zwischenzellflüssigkeit.

Feuer ist die Körpertemperatur und die Temperaturregulierungen im Körper, also das „Feuer“ unter den 5 Elementen.

Die Luft in den fünf Elementen im Körper ist das Gas. Zum Beispiel die Luft in den Lungen aber auch das, was an Luft in den Blutgefäßen gelöst ist oder die Gase im Verdauungstrakt.

Äther unter den fünf Elementen ist das elektromagnetische Spektrum, durch das der Körper kommuniziert. Nervenimpulse werden elektrisch weitergegeben, der Köper hat auch ein magnetisches Feld, was auch das Wachstum zu beeinflussen scheint. Der Körper hat auch noch andere „Strahlen“ mit denen er kommuniziert.

Die fünf Elemente und die sieben Chakras

Im Kundalini Yoga haben wir die sieben Chakras. Die ersten fünf Chakras entsprechen den fünf Elementen.

Die fünf Koshas und die fünf Elemente

Im Vedanta-System spricht man von den fünf Koshas, den fünf Hüllen des Menschen.

Genannt werden sie auch „subtile“ oder „feinstoffliche“ Elemente.

Die grobstofflichen fünf Elemente machen den physischen Körper aus. Aber die fünf grobstofflichen Elemente als Ganzes sind letztlich Manifestationen des feinstofflichen Erdelementes.

Man kann sagen, dass unter den fünf Elementen das Erdelement grobstofflich ist, also der grobstofflichen Welt entspricht. Wasserelement fließt und Prana muss fließen, daher die Energiehülle, Pranamaya Kosha. Die Emotionen brennen, sind feurig und bewegen einen, deshalb entspricht dem Feuerelement die Manomaya Kosha. Der Geist ist weit und leicht, Intellekt hat eine Weite wie das Luftelement (Vijnanamaya Kosha). Und Anandamaya Kosha, die Wonnehülle, ist letztlich subtil, deshalb Äther-Element.

Charakter und die fünf Elemente

Die fünf Elemente lassen sich unterschiedlichen Charaktereigentschaften zuschreiben.

Die fünf Elemente im Ayurveda

Im Ayurveda können die fünf Elemente den Doshas zugeordnet werden.

  • Vata das Luftelelement oder auch das Luft-/Ätherelement.
  • Pitta ist das Feuer- / Wasserelement
  • Kapha ist das Erd- / Wasserelement.

Doshas sind das Zusammenspiel von zwei Elementen.

Meistens wird man die Doshas nur mit vier Elementen in Verbindung bringen, dann ist Vata „Luft“, Pitta „Feuer“ und Kapha „Erdwasser“.

Oft wird auch gesagt, dass Pitta nur ein Element hat, Vata und Kapha jedoch zwei.

Die fünf Elemente und ihre Entsprechungen

Das sind nur einige Entsprechungen.

Man könnte jetzt noch Farben den fünf Elementen zuordnen, man könnte ihnen die indischen Götter zuordnen. Man könnte auch die Tierkreiszeichen vier Elementen zuordnen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass die fünf Elemente in verschiedenen spirituellen und esoterischen Traditionen nicht wörtlich zu nehmen sind, sondern sie entsprechen bestimmten Prinzipien, die auf Unterschiedliches angewandt werden können. Man könnte sagen, die fünf Elemente sind eine Einteilungsmöglichkeit – so wie es auch die drei Doshas gibt, oder die zwölf Tierkreiszeichen sind die fünf Elemente auch eine Einteilungsmöglichkeit.

Video 5 Elemente

Hier ein Vortragsvideo über 5 Elemente :

Autor/Sprecher: Sukadev Bretz, Seminarleiter zu den Themen Yoga und Meditation.

5 Elemente Audio Vortrag

Hier die Audiospur des oberen Videos zu Fünf Elemente :

Siehe auch

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