29 Chakras

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Eine französische Indologin fand in einem Antiquariat in Rajasthan eine bebilderte Schriftrolle. Der Sanskrit Text ist mit Hindi und Pali Wörtern durchsetzt, die Zeichnungen sind mehrfarbig. Als Verfasser wird ein Yogi Kumbharipava genannt. Beschrieben werden 29 Chakras.

Chakras und der menschliche Körper

Wir sind gewohnt in unseren Yoga Meditationen mit sieben Chakras zu arbeiten. Diese sieben sind: Muladhara Chakra, Swadhistana Chakra, Manipura Chakra, Anahata Chakra, Vishuddha Chakra, Ajna Chakra, Sahasrara Chakra. Unter Chakra verstehen wir Bereiche in unserem Energiekörper, in unserem Pranakörper. Prana ist eine Lichtenergie. Regelmäßige Meditation über mindestens drei Jahre entwickelt in uns das Wahrnehmungsvermögen, sie während tiefer Meditation sehen zu können. Sie wird jeweils in dem Chakra sichtbar, über das wir lange Zeit meditiert haben. Der Wechselatem entwickelt die Fähigkeit, sie im Ajna Chakra sehen zu können. Wechselatem mit Konzentration auf Sushumna Nadi und Muladhara Chakra hilft, sie auch im Muladhara sehen zu können usw.

Swadhisthana ist die Selbstquelle, sie hilft uns in schwierigen Situationen, Manipura ist das Chakra der Verwirklichung, Anahata hilft, mit liebenden Augen zu sehen und damit den anderen besser zu verstehen und sich selbst vor Verspannungen und Krankheiten zu schützen, Vishuddha ist das Chakra der Reinheit der Sprache, das Ajna Chakra ist zwischen den Augenbrauen und das Sahasrara Chakra beherbergt alle Funktionen, die dann die Gehirnrinde ausführt. Die Ursache ist die Lebensenergie, unser Körper ist die ausführende „Instanz“.

Die 7 Hauptchakras

Diese Überlieferung hat uns Arthur Avalon in seinem Buch "Die Schlangenkraft" ausführlich erläutert. Yogi Kumbharipava überliefert uns, wie die Kanpatha Yogis meditiert haben. Die Kanpatha Kultur wurde begründet von Goraksha.

Der Text des Kumbharipava wurde von der französischen Indologin Tara Michael zum ersten Mal übersetzt. Ihr Text wurde ins Deutsche übertragen. Die Schriftrolle aus Rajasthan trägt die Identifikationsnummer 11605 in der Manuskriptsammlung des Rajasthan Oriental Instituts in Jodhpur Rajasthan . Wir erfahren von ihm, wie die volkstümlichen Yogis in der Zeit zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert meditiert haben. Kumbharipava enthüllt uns Spezialwissen und vermischt es mit vedischem und tantrischem Symbolismus. Wir sind gewohnt, während der Meditation Schwingungen der Vokale in den verschiedenen Chakras zu spüren, z. B. "U" im Muladhara Chakra, und auch im Swadhisthana Chakra, "O" im Manipura Chakra oder Nabelchakra, "A" im Anahata oder Herzchakr, "E" im Vishuddha oder Halschakra und "Aung" in der Schädeldecke oder auch im gesamten Körper.

Adhara Chakra - Muladhara Chakra

Kumbharipava führt uns viel weiter: Sein Adhara Chakra ist das uns bekannte an der Basis des Rumpfes, das Chakra des Glücks, wo der Herr des Wissens wohnt. Seine Kräfte, Vollkommenheit und Verständnis, schickt er auf den aufsteigenden Weg. Man nennt diese Kräfte auch Siddhi und Buddhi. Geübt wird das, indem man dem Atem nachlauscht und dadurch das natürliche Atem-Mantra "hm" und "sah" hören kann (Man spricht es nicht aus, man hört es durch aufmerksames Beobachten des Atems.)

Maha Padma Chakra - Großer Lotus

Maha Padma Chakra ist auch an der Rumpfbasis. Es leuchtet wie das erste Erscheinen des Randes der Morgensonne aus dem Meer. Das Chakra hat die Form eines Dreiecks. Es hat acht Blütenblätter. In der Zeichnung Kumbharipavas sieht es aus wie ein Halbmond. Den Yogis, die über dieses Chakra meditieren, wird Befreiung verheißen. Abgebildet ist eine im Vajrasana sitzende Person. Sie hat eine Hand erhoben, die andere ruht auf dem linken Knie. Das Wissen, das der meditierenden Yogi erwirbt, stillt alle Begehren. Es geht unter anderem auch um die „Verwirklichung im Geiste“ in der Vorstellung also.

Swadhistana Chakra

Wer über dieses Chakra meditiert, erwirbt oder bewahrt die Kraft des In-sich-selbst–Ruhens. Es ist ein sechsblättriger Lotus. Hier wohnt die geistige Schöpferkraft. Wir meditieren über dieses Chakra, wenn uns innere Unruhe überfällt oder wir einen Rat über die persönliche Zukunft aus uns selbst schöpfen wollen. Es geht um körperliche Betätigung, es geht um Wachsein, Offensein, Chancen erkennen und nutzen. Es ist wie die Morgensonne: Unsere Zukunft wird aus der Sonne geboren. Wenn wir die innere Weisung richtig anzuwenden wissen, so bringt uns das Glück. "Sva Dhi Sthan" ist die Selbstquelle, dort entspringt unser eigenes Denken, das nicht von irgendwelchen Vorbildern oder Erziehungs– oder Umwelt-Gegebenheiten verbogen ist. Wir erlangen innere Festigkeit im Beruf und im Privaten. Es geht auch darum, Festigkeit im Sprechen zu erlangen. Die Sprache wird von diesem Körperbereich nicht nur vom Energiekörper her, sondern auch vom grobstofflichen her „ gestützt“ Sänger und Schauspieler wissen und benutzen diese Erkenntnis. Sie lernen Phonetik, die Wissenschaft von der korrekten Aussprache. Auch die Dichtkunst hat hier ihre Quellen. Über Reime und Versmaß gibt es Lehrbücher. Die Jyotisha Astrologie (Wissenschaft vom Licht) gehört in diesen Intuitiv-Verständnis-Bereich und die Wissenschaft vom richtigen Zeitpunkt für alle Aktionen.

Sushumna Chakra

Hier entspringen die drei Hauptnadis, mit denen wir uns in der Chakra Meditation befassen: Sushumna, Ida und Pingala. Kumbharipava zeichnet es wie zwei Dreiecke, eines mit der Spitze nach oben, das andere mit der Spitze nach unten. Manchmal wird nur die Mitte dieser sich überlappenden Dreiecke als Meditationsobjekt benutzt, ein Sechseck. Kunbharipava gibt dieses Symbol als Meditationsobjekt für den Bereich unterhalb des Nabels an. Nach anderen Überlieferungen wird es für die Herzgegend benutzt. Sushumna ist der große Weg und wird als Himmelspforte bezeichnet.

Satkona Chakra - secheckiges Chakra

Garbhasthana Chakra - geweihte Stätte

Garbhasthana Chakra ist in der Chakra Beschreibung des Kumbharipava hochinteressent. Es ist der Ort, wo ein Embryo den Chylus trinkt. Es ist die geweihte Stätte, wo ein Embryo sich zum Kind, das geboren werden kann, entwickelt. Grobstofflich ist damit die Gebärmutter gemeint. Kumbharipava geht aber in seiner Beschreibung über das grobstoffliche hinaus. Man kann das verstehen als innere Reifung des Individuums, die sich als Begeisterung äußert. Wörtlich steht da: Hier ist die Stelle, wo das große Licht der Kundalini entfacht wird. Auf der Malerei ist ein Haus dargestellt. Neben dem Haus ist ein Zeichen, das die doppelt geschwungene Wirbelsäule darstellen könnte. Vielleicht soll das alles aber auch nur die hinduistische Vorstellung von der Wiedergeburt der Bösen symbolisieren, die hier in der „Hölle“ (der Bauchhöhle) „kochen“ also zur Wiedergeburt heranreifen. Der Text verführt zu Interpretationen, die Kumbharipava vielleicht gar nicht meint.

Kundalini Chakra - dreieinhalb Mal aufgerollt

Kundalini Chakra wird angegeben als im Bereich der Nieren sich befindend. Hier wirkt Uddiyana Bandha. In dem Bereich richtet sich die Wirbelsäule auf. Die Kundalini wird angegeben als eine SChlange mit acht Umwicklungen. Das Dharma, das diesem Chakra entspricht ist Mimamsa, das kritische Nachdenken über eine Sache. Jnana Yoga befasst sich ebenfalls damit. Meditation über das Kundalini Chakra verleiht Macht. Das Chakra befindet sich an der Hüfte, wo derjenige, der darüber meditiert, gegürtet ist, einen Gürtel trägt. Kundalini hat dreieinhalb Windungen, sie hat ihren Kopf nach unten gerichtet zur Basis. Hier wohnen unsere Begierden, als Zahl wird 26 Krores, das sind 10 Millionen, genannt. In diesen Bereich wird täglich die Nahrung hineingeopfert, die den Körper am Leben erhält.

Manipura Chakra - Stadt der Juwelen

Das Manipura Chakra befindet sich im Nabelbereich. Es ist ein zehnblättriger Lotus mit perlmuttfarbenem Leuchten. Hier nehmen wir Schaden, wenn wir nicht die Wahrheit sagen. "Manipura" bedeutet Überfluss an Edelsteinen. Hier ist der Subtilkörper ansässig, unser Denken im Traumschlafzustand. Hier lebt Rajoguna, die emsige Tätigkeit. Hier wohnt das Ego (Ahamkara). Hier müssen Wollen und Wirken übereinstimmen. Hilfreich sind 6.000 Wiederholungen des Gayatri Mantras, das zur Befreiung führt, die in die Nähe der verehrten Gottheit führt. Der Erfolgreiche beherrscht das Sein.

Dasha Nadi Maya Chakra - Chakra der 10 Nadis

Dasha Nadi Maya Chakra ist das Chakra der 10 Nadis. Die Namen der 10 wichtigsten Nadis lauten: Ida, Pingala, Sushumna, Hastini, Jihvaka Pusavari, Yasavarai, Kuhatha, Viyuhaka, Sasani. Innerhalb dieser 10 Nadis zirkulieren 10 Vayus, was mit Reflexe übersetzt wird, es sind Wirksamkeiten im Körper, die ohne unsere willentliche Steuerung stattfinden. Der weise Rishi Yagnjavalkya zählt andere zehn Nadis als die wichtigsten auf. Dieses Chakra befindet sich im Bereich des mystisches Vogels Hamsah, den einige als Wildgans, andere als Seidenreiher oder als Schwan noch andere als Friedenstaube interpretieren. Die Vayus heißen:

  • Prana: Einatmung und die Kraft, die wir einatmen, Lichtkraft, Lebenskraft
  • Apana: Ausscheidung – das Wissen des Körpers, was behalten und was ausgeschieden werden muss über den Darm über Niere und Blase über Schweiß und Ausatmung
  • Samana: Wissen des Körpers, was behalten und wie es eingebaut werden muss
  • Udana: Atemkraft der Aufrichtung
  • Vyana: Verteilung der Lebensenergie im Körper und Durchdringung des Körpers mit dieser Energie
  • Naga: Erbrechen
  • Kurma: Blinzeln
  • Krkara: Niesen
  • Devadatta: Gähnen
  • Dhanamjaya: Fähigkeit des Körpers, sich nach dem Tode aufzulösen

Manas Chakra - Chakra der geistigen Funktion

Manas Chakra oder Antahkaranasthana: Wir haben nun das Chakra der geistigen Funktion. Yogi Kumbharipava erklärt es so wortreich, dass wir einen eigenen Vortrag darüber starten müssen. Hier nun soviel: Es hat acht Blütenblätter. Hier wohnt der Geist. Seine Eigenschaft ist die Tätigkeit. Wenn der Geist nicht mehr dem Zweifel ausgesetzt ist, ist er es der Beschließt. Je nachdem, auf welchen Blütenblatt sich der Geist ausruht, ist das die in der Person gerade vorherrschende Eigenschaft.

  • das weiß leuchtende Blatt: Mitgefühl, Gerechtigkeit,
  • das goldene Blatt: Hunger, Durst, Schlaf,
  • das zweifarbige rot – dunkelblaue Blatt: Zorn, Sex, Eifersucht, Egoismus, Arroganz, Anmaßung, Dünkel,
  • das blau-rote Blatt ist dem Nirrti geweiht: Besitzgier (Durst, Gier), Erwartungshaltung
  • das zweifarbige braun-gelbe Blatt: Glück, Zerstreuung, Begeisterung, Freude, Überschwenglichkeit, Erkenntniserweiterung,
  • das dunkelblau leuchtende Blatt: Sorgen, schwarze Magie, Abneigung, Mühe, Schmerz, Aggression, Zerstörung anderer
  • das gelb leuchtende Blatt: verliebtes Begehren, Lachen, Fröhlichkeit, Finten der List,
  • das elfenbeinfarbig leuchtende Blatt ist dem Ishana geweiht: Geduld, Erkenntnis, rechtes Verständnis, mutige Ausdauer, Beharrlichkeit

Wenn sich der Geist auf einem dem Schnittpunkte ausruht, so erscheinen die drei unausgewogenen Kräfte Vata, Pitta, Slesman. Eine der 800 Krankheiten bricht aus. Wenn sich der Geist im Zentrum ausruht: Meditation, rechte Lebensführung, Zufriedenheit, Überlegung, Unterscheidungsvermögen, der Zustand des vollkommenen Verständnisses, Andacht, die Yogapraxis der Wiederholung der nicht formulierten Formel, die Höchste Wahrheit erkennen und von ihr sprechen. Erreicht wird alles durch Pranayama Atemschulung und Lenkung der Lebenskraft. Dieser Lotus ist herzförmig, nach oben abgerundet und hier befindet sich eine Stelle, die kleiner ist als das Kleinste und größer als alle Himmel und hier wohnt die Höchste Gottheit ohne Gestalt oder Stütze, die man sich nicht vorstellen kann und die man auch nicht beschreiben kann.

Anahata Chakra - Chakra des Klanges

Hier entsteht der meditative Klang, der nicht geschlagene Klang, Anahat hat zwölf Blütenblätter. Hier wohnt der Kausalkörper im Tiefschlaf. Hier erklingen die Lieder des Samaveda. Der Buchstabe "Ma" wohnt hier. "Mama" ist eine verehrungswürdige Frau, "Uma" eine vorarische Göttin. Auch hier wird das Gayatri Mantra meditiert 6000 mal mit Konzentration auf dieses Chakra. Der Übende strebt danach, die Eigenschaften wie die von ihm verehrte Gottheit im Alltag zu leben. Deutsches Sprichwort dazu: "Jeder ist seines Glückes Schmied." Die Inder sagen dann: "Ich bin Shiva" und meinen dasselbe.

Vishuddha Chakra - das Gereinigte

Vishuddha Chakra ist das Chakra des Gereinigten. Es befindet sich im Kehlbereich. Mitten in diesem Lotus befindet sich unsere Seele. Ihre Eigenschaft ist Nicht-Kenntnis (z.B. der Zukunft). Sie ist im Turya Zustand, im vierten Zustand (Wachbewusstsein, Traumschlaf, traumloser Tiefschlaf, Turya). Der vierte Zustand, Turya, ist derjenige, der die anderen drei transzendiert. Hier mündet die Sushumna und hat alle Farben. Hier ruht sich die Zeit aus, wenn Sushumna sie während der Meditation „verschluckt“. Hier wohnt auch „der kleine Prinz“, er trägt einen roten Turban. Am Ende des Mantras steht das Wort "Siddham" ("s ist erfüllt.).

Prana Chakra - Atemkraft

Das Atemchakra im Kehlbereich leuchtet wie die aufgehende Sonne. Hier wohnt der Herr des Atems. Seine Kraft ist der Pfeil (Sara). Es gibt hier einen Mond, der Nektar spendet. Hier wohnen 32 Eigenschaften, die auf dem Weg zur zehnten Pforte sind. Der weise Rishi trägt ein gelbes Gewand und wird Prana Natha genannt.

Galaba Chakra - Platz der drei auswüchse

Galaba Chakra, das Rachen Chakra. Hier ist Trigranthi Sthana, der Platz der drei Auswüchse. Hier ist der Ausgangspunkt des Swara Yoga. Swara Yoga beinhaltet die Wissenschaft vom Atemstrom, wie er durch das rechte und das linke Nasenloch strömt und was das für unsere Alltagsaktivitäten bedeutet. Hier ist das Rad der Zeit, das Zentrum der Zeiteinteilung. Galaba Chakra befindet sich am oberen hinteren Rand der Hals-Innenseite, wo der Rachen beginnt.

Cumbaka Chakra - Ursprung der Sprache

Cumbaka Chakra ist etwas unterhalb des Mundes. Hier wohnt der Klang. Hier ist der Ursprung aller Sprachen. Hier vervollkomnet sich Dhyana zum Samadhi, (Meditation zur Gedankenstille).

Karna Mula Chakra - Quelle des Hörens

Karna Mula Chakra ist der Ort des Gehörs. Hier wohnen Sutravati und Srotravati, die Sutras gehört haben. Der zehnblättrige Lotus leuchtet schwarz und gelb. Nada wohnt hier, der Klang. Es ist die Äther-Region des Körpers. Hier gibt es zwei Welten: Patala, die niedere Welt mit der Silbe "Ya" und Gagana Mandala mit der Silbe "Jna", die sich in den Großen Klang "Sam" verwandelt. Es ist ein Wortspiel mit dem Wort "Yajna" (Opfer) - möglicherweise soll es auch den ersten und letzten Buchstaben des Sanskrit Alphabetes bedeuten, hier ist Anfang und Ende, und jedes Ende wieder ein Anfang und so fort.

Triveni Chakra - Zusammenfluss der drei Ströme

Dieses ist das erste, das sih nach unten wendet. Es ist doppelt, es gibt auch noch ein nach oben gewendetes. Hier fließen die drei Ströme Ida, Pingala und Sushumna zusammen. Es ist ein dreiblättriger Lotus mit den Farben rot, schwarz und weiß, die die Buchstaben "A", "U" und "Ng", die die heilige Silbe Om symbolisieren. Sie symbolisieren auch Mond, Sonne und Feuer. Sie stehen für Ganges, Yamuna und Sarasvati. Hindus pilgern zum heiligen Ort, an dem die drei Ströme zusammenfließen, um durch ein reinigendes Bad in Verbindung mit Rezitation von Mantras ihre Sünden zu tilgen. In diesem Triveni Chakra wohnt die kosmische Individuation "Maha Ahamkara". Das ist das mächtige Chakra im Nasenbereich. Möglicherweise bedeutet „in den Himmel kommen“ lediglich, dass die Kundalini bis hierher aufsteigt. Es ist Unten, Oben und die Mitte. Und das wird gleichgesetzt mit "Swarga" (Himmel, Paradies), Patala (Mitte, Menschenwelt) und Mrtyu (Hölle, Unterwelt). Hier in diesem Chakra wirkt die Silbe Om.

Nasika Chakra - Nasenwurzel

Ajna Chakra - Zusammenfluss der drei Ströme oberhalb der Augenbrauen

Ajna Chakra ist das Chakra des Befehls im Bereich der Augenbrauen. Es ist ein zweiblättriger Lotus, der rubinfarben glänzt. Hier hat der höchste Schwan seinen Platz, der "Parama Hamsah". Es ist der Erkenntniskörper Jnana Deha. Es ist der Zustand Unmani Avastha. Aus diesem Chakra führen drei Linien nach oben: Eine zum Mondchakra, Chandra Chakra, eine zum Viraga Chakra (Chakra der Entsagung) und die mittlere führt zu einer orangefarbigen Kugel, die von sechs Blütenblättern umgeben ist. Die heilige Hymne des Ajna Chakra ist das Nicht-Manifeste, das Gayatri ist das nicht-formulierte.

Chandra Chakra - Mondchakra

Das Chandra Chakra leuchtet weiß und rot und ist ein Lotos mit 32 Blütenblättern. Das bedeutet, es hat 32 Zeitphasen und 32 Schwingungen. Hier befindet sich der nektarspendende Mond. Sein Nektar ist Amrita, der Trank der Unsterblichkeit. Amrita ist der Name der ersten Phase des Mondes. Der Mond hat 16 Phasen und wird dem Geist (Manas) gleichgesetzt. Es ist ein Halbmond, der sich nach unten öffnet. Ambrosia fließt in Strömen.

Amrita Chakra - Euter der „Wunschkuh“

Amrita Chakra beherbergt ein Fabeltier, die Wunschkuh. Sie lässt das Getränk der Unsterblichkeit aus ihrem Euter fließen für alle, die wissen, wie man diese melkt. Die Wunschkuh hat einen Pferdekörper, Schwanenflügel, Menschenaugen, einen Rabenschnabel, Kuhhörner, einen Hahnenkamm und sie trägt einen bunten Pfauenschweif. Die Zitzen ihres Kuheuters haben Namen: Ambika, Lambuka, Talika und Ghantika. Sie befinden sich im Bereich wo der Soma sprudelt, die heilige Flüssigkeit, die für alle zur Verfügung steht, die regelmäßig Yoga betreiben. Dadurch gelangt der Yogi in den Besitz des großen Ajapa Mantras, das noch nicht formuliert wurde und noch nie ausgesprochen wurde. Wer im Besitz dieses Mantras ist, bleibt immer Sieger.

Brahmadvara Chakra - regenbogenfarbig, der mystische Vogel Hamsah wohnt hier

Brahmadvara Chakra befindet sich im oberen Bereich der Stirn. Es ist ein Lotus mit hundert Blättern. Sie haben alle Regenbogenfarben. Der Yogi, bei dem dieses Chakra aktiv ist, widmet sich der methodischen Suche (Vikara). Dieser Weg wird die "Macht, durch die Befreiung zu gehen," genannt. Es ist die Schwelle zur absoluten Wirklichkeit. In diesem Chakra wohnt der Hamsah vor blauem Hintergrund umgeben von vier bunten Kreisen. Er ist kein Schwan, wie allgemein angenommen. Es ist ein langbeiniger Vogel wie ein Storch oder ein Reiher. Er ist ein Zugvogel mit unbeflecktem Federkleid. Sushumna ist der Faden (Sutra) der alle Chakras miteinander verbindet. Innerhalb der Sushumna befindet sich eine feine Röhre, die Chitrini Nadi. Auch Chitrini hat alle Regenbogenfarben.

Kundani Chakra - was menschlicher Verstand nicht wissen kann

Akutha Kundalini ist der Weg zu den himmlischen Welten (Swarga Lokas). Kundani ist ein Lotus mit 600 Blütenblättern. Das Chakra ist rechteckig. Die Ecken sind weiß. In der Mitte ist eine weiße Figur mit Lendenschurz. Er soll Viraj darstellen, das kosmische Gewissen. In der Tat wird das Gewissen von Menschen, die bis hierher gelangen, sehr empfindlich. Es könnte auch die individuelle Seele dargestellt sein, die der Maya, der Täuschung unterworfen ist. Kundani leuchtet wie die soeben aufgegangenen Sonne.

Brahmarandhra Chakra - Öffnung zur absoluten Wirklichkeit

In der Mitte der Schädeldecke, befindet sich die Öffnung zur absoluten Wirklichkeit. Es ist ein tausendblättriger Lotus in allen Farben. Hier schwingen tausend Buchstabenklänge. Hier wohnt der spirituelle Lehrer, der weiterhilft, wenn der Yogi alles von seinem Lehrer gelernt hat. Der Intellekt (Chaitanya) hat hier seinen Wirkungskreis. Es ist der Shaksin, der Gewissenszeuge, der wie ein Freund neben dem Yogi steht und ihn wertungsfrei beobachtet. Nichts ist böse, nichts ist gut. Alles ist gehört zum Leben wie ein buntes Bild. Das Mantra muss mit 21.600 Atembewegungen wiederholt werden. Dieser Lotus ist derjenige der totalen Gewissensentfaltung. Dieser Lotus wird aber noch überboten von anderen Lotussen, die transzendierende Zustände versinnbildlichen sollen.

Urdhva Randhra Chakra - Sitz des Subtilkörpers

Das Urdhva Randhra Chakra befindet sich oberhalb der Brahmarandhra-Öffnung. Es ist ein 64-blättriger Lotus und hat die Leuchtkraft der aufgehenden Sonne. Es sind 64 Zeitmaße, 64 Matra und 64 Kala. Im Zentrum befindet sich der weise Rishi Goraksha Natha. Er ist ausgestattet mit der Kraft, die man die Wahrheit, Siddha Anta, nennt. Es ist die Wahrheit, zu der man durch intellektuelle Suche oder durch yogische Askese gelangt. Kumbharipava unterscheidet zehn Körpertypen. Hier lokalisiert er den Subtilkörper. Es ist der Zustand der Auflösung Laya. Das Chakra befindet sich im Talima Bereich. Goraknath, der berühmte Gründer der Natha Kultur trägt ein dunkelgrünes Gewand. Er streckt beide Arme zur Seite und zeigt die Jnana Mudra. Er gilt als Symbol für die erste Bestimmung des Unbestimmbaren.

Alesa Chakra - Verkörpertes-Nichtverkörpertes

Alesa Chakra, das Chakra des Unbestimmbaren, auch Alaksya Chakra genannt. Es befindet sich im Bereich des unzugänglichen Geheimnisses Gahvara Guha, vielleicht auch Bhavara Guha. Dieser Lotus hat zehn Millionen Blütenblätter. Er funkelt wie eine Traube von Lichtern. Inmitten dieses Lotus haben die Schwingungen ihren Ursprung. Millionen von Zeitmaßen, Millionen von poetischen Versmaßen (Metren). Hier wohnt der Herr des Unbestimmbaren Alakasya Natha. Seine Kraft ist die grundlegende Illusion. Man nennt sie "Mula Maya". Es ist die Bedingung Samadhi, die zur Meditation führt. Es ist der Zustand der Atemlosen Andacht und der Gedankenstille. Es ist der Zustand der Stabilität. Kumbharipava benennt ihn als einen der zehn Körpertypen „Lebenshauch des Kosmos“. Der Yogi ist nun Meister geworden. Er ist an der Vorpforte angelangt: Pragdvara. "Prag" (vorn) als Gegensatz zu "Pascima" (hinten). Die Pforte des Ostens, die Vordertür. Es ist die Nahtstelle des verkörperten Seins zum Nichtverkörperten. Es ist das Chakra des Unbestimmbaren im Bereich des unzugänglichen Geheimnisses. Der Ort, wo das Individuum sich mit dem höheren Selbst vereinigt mit dem höchsten Atman - Gahvara, der Unergründliche. Dasjenige, was nicht dargestellt werden kann, was kein Wort ausdrücken kann, wofür es nicht einmal eine zeichnerische Darstellung geben kann, das absolut unbegreifliche, ungreifbare, unnennbare Absolute. Kumbaripava zeichnet einen Spitzbogen und darin ein bunt schillerndes Kaleidoskop.

Punya Giri Chakra Chakra - Kaleidoskop

Akutha Pitha oder Punya Giri Chakra, das Chakra Punya im heiligen Ort Akutha hat zehn Millionen Blütenblätter, die in allen Farben strahlen. Inmitten des Lotus ist der Herr des Nichtgeformten, des Nichtzusammengesetzten. Er wird Akala Natha genannt, der Zeitlose. Kumbharipavas Darstellung zeigt eine wundervolle Rosette. Akala bedeutet unteilbar, unerschaffen.

Gulahara Chakra - Vaikuntha, Kailasa Berg

Vom Brahmanda (Ei von Brahman, Energiehülle, Aura) ausgehend ist es die 21. Welt, sagt Kumbharipava. Es ist ein Lotos mit unzähligen Blütenblättern, leuchtend wie eine unendliche Sonne. Unzählbar sind die Schwingungen, die dieses Chakra begleiten. Hier ist Acyuta Natha der Herr und seine Kraft nennt Kumbharipava "Ananta", die Unendlichkeit. Da, wo die unendliche Kraft ist, befindet sich der Rishi Acyuta Muni, das ist der Erkenntniskörper des absoluten Brahma Vijnana. Es ist der 21. Ort ausgehend vom physischen Kosmos. Die Stellung des vollkommenen Yogi bildet eine sphärische Form.

Er nimmt diese Form ein an dem Ort, der Vaikuntha genannt wird. Der Yogi hat nun den Berg Kailasa erreicht und wohnt dort. Das Leuchten des Gulahara Chakra gleicht dem Blitzstrahl. Es leuchtet nach allen Seiten, horizontal und vertikal. Kumbharipava versucht das in einem Rechteck mit leuchtenden Blitzen nach acht Richtungen darzustellen. An der Basis dieses Rechtecks hängen vier Blütenblätter. Die kreisrunde Mitte dieses Diagramms ist ein weißer Kreis, ebenso wie schon in der vorhergehenden Darstellung des Akutha Pitha. Das Gulahara Chakra soll das manifestierte Universum versinnbildlichen. Acyuta ist der Unvergängliche, der Standhafte, der Unerschütterliche. Vaikuntha ist sein höchster Aufenthalt. Kailas ist der Name des Gipfels des Heiligen Berges.

Niradhara Chakra - ohne Stütze

Niradhara Chakra ist das Chakra des Nicht-Fundierten im Ort ohne Stütze. Es ist ein Lotus mit einer unendlichen Anzahl von Blütenblättern mit unendlich vielen Farben und unendlich vielen Schwingungen, die in allen Ecken ihren Ursprung haben. Unzählig sind die Erden, die Weltenräume, die Lüfte, die Gewässer, die Feuer. Inmitten dieses Lotus ist der höchste persönliche Lehrer und seine höchste Macht. Es ist der Ort des Absoluten, unveränderlich und unbestimmbar. Es ist die Verkörperung der Seligkeit, der Zustand ohne Stütze. Es ist dasjenige, worauf sich der Yogi konzentriert, wenn er meditiert. Dieser Lotus ist leer, leer von allem, leer von jeglichem Klang. Hier ist nicht einmal mehr die Silbe Om. Die Darstellung Kumbharipavas zeigt einen nackten Yogi, nur um dem Schamgefühl zu genügen mit winziger Badehose bekleidet. Es ist der asketische Zustand des Digambarji, der keinerlei Bedürfnisse mehr hat, der Zustand der höchsten für einen Menschen erreichbaren Vollkommenheit. Er wird nun Parama Guru genannt. Er hat sogar seinen Lehrer überflügelt. Er ruht auf nichts anderem. Er stützt sich auf nichts. Er leitet seine Lehre von nichts und niemandem ab. Er selbst ist die Quelle, von der alles ausgeht, sich alles ableitet.

Siehe auch

Weblinks

Seminare

Atem-Praxis

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Aufatmen! Atme ein und schreite aus, atme aus und kehre ein. Mittels Atemübungen aus Atemtherapie, Rebirthing, Holotropen Atem und „Erfahrbarer Atem“ nach Ilse Middendorf kommt dein Atem wiede…
Ananda Hummer,
12. Okt 2018 - 14. Okt 2018 - Präventive Energie- und Atemarbeit - Yogalehrer Weiterbildung
Du praktizierst verschiedene Atemtechniken und Meditationen und findest Zugang zu deinem energetischen Potenzial und zu deinen Energiezentren (Chakras). Es geht darum, den Atem zu spüren, wie er g…
Gudakesha Prof. Dr. Kurt Becker,

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