Mund

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Mund (Sanskrit मुण्ड् muṇḍ) rein sein, sinken, mahlen, rasieren, scheren. Mund ist ein Sanskrit Verb und bedeutet rein sein, sinken, mahlen, rasieren, scheren.

Mund aus Yoga Sicht

Mund ist auch ein Organ des Menschen. Mehr zum Thema Mund als Sprechorgan und Beginn des Verdauungssystem findest du unter dem Stichwort Mund(Organ).

Mund aus yogischer Sicht

Der Mund gehört zu den fünf Sinnesorganen. Er dient zum Essen und zum Sprechen. Im Yoga wird empfohlen, dass wir alles, was wir machen, sattvig machen. Sattva, Rajas und Tamas sind die drei Gunas. Sattva ist rein, Rajas ist unruhig und Tamas ist träge oder auch unrein.

Es ist wichtig, dass du Sattviges isst. Das heißt, dass das, was du isst, auch gut für deinen Körper sein soll, deinen Geist erhebt und dass es ethisch vertretbar ist. Daher sollte sattviges Essen durch den Mund in den Körper hineingehen. Das heißt, dass du auf Fleisch, Fisch, Alkohol und Zigaretten verzichten solltest und dass du stattdessen reine gesunde Nahrung zu dir nehmen solltest wie zum Beispiel Gemüse, Salate, Obst, Hülsenfrüchte und auch Vollkorngetreide. Es ist nicht nur wichtig, WAS du mit dem Mund isst, sondern es ist auch wichtig, WIE du mit dem Mund isst. Empfehlenswert ist, dass du jeden Bissen 30 mal kaust, auch dass du in Ruhe kaust und dass du dankbar bist. Der Mund ist auch ein Organ der Prana-Absorbtion, also der Aufnahme des Prana, von Prana Lebensenergie. Und so ist wichtig, dass du bewusst isst, und dass du das Prana der Nahrung über den Mund bewusst aufnimmst.

Mund als Sprechorgan

Mit dem Mund sprichst du auch. Der Sprechapparat ist kompliziert. Auch hier ist es wieder wichtig: WAS und WIE sprichst du? Es gibt in verschiedenen Kulturen die Aussage: „Sprich nur die Wahrheit, sprich nur das Nützliche, sprich nur das, was freundlich ist.“. In diesem Sinne, bevor Worte deinen Mund verlassen, frag dich erst: ,Sind sie wahr?´. Was nicht wahr ist, solltest du nicht sagen. Als zweites kannst du überlegen: ,Ist es freundlich, ist es hilfreich?´. Wenn es das nicht ist, dann schweige. Als drittes kannst du überlegen: ,Ist es notwendig?´. Wenn es nicht notwendig ist, dann schweige.

In diesem Sinne – der Mund ist ein wichtiges Kommunikationsorgan. Natürlich ist manchmal auch einfach wichtig, dass man kommuniziert und dass man spricht. Nicht alles, was man sagt, muss bedeutsam sein. Das was du mit deinem Mund an Worten formulierst, solltest du mit dem Wunsch formulieren, Gutes zu tun und Gutes zu bewirken.

Mund ist ein Wortstamm, eine Verbalwurzel

Sanskrit ist die Sprache der alten Rishis

Muṇḍ gehört zu der Gruppe von Wortstämmen, die im Sanskrit als Verbalwurzeln, als Dhatus, bezeichnet werden. In der Sanskrit Sprache ist eine Verbalwurzel ein Verb, das meistens aus einer Silbe besteht. Man spricht von Wurzel, weil daraus durch Voranstellen von Präfixen, also Präpositionen, und Hintenanstellen von Suffixen neue Wörter gebildet werden. Die altindischen Sanskrit Grammatiker wie Panini sprechen von Dhatus, Elementen, Grundbausteinen. Aus diesen Grtundbausteinen werden die meisten Sanskritwörter gebildet.

Schreibweisen, Umschrift und Transliterationsmöglichkeiten für mund

Sanskrit wird klassischerweise in der Devanagari Schrift geschrieben. Devanagari hat andere Buchstaben als die römische Schrift, also die Schrift, in der auch das Deutsche geschrieben wird. Es gibt verschiedene Weisen, wie Sanskrit Wörter in römischen Schriftzeichen, die ja auch im Deutschen verwendet werden, geschrieben werden können. Die vereinfachte Umschrift für das Wort, das hier behandelt wird, ist mund. Im Devanagari Original schreibt man मुण्ड्. In der IAST Transliteration, die auch als wissenschaftliche Transkription bezeichnet wird, und welche die diakritischen Zeichen umfasst, schreibt man muṇḍ. In der Velthuis Umschrift sieht das so aus: mu.n.d. Harvard-Kyoto Transliteration ist muND. In der im Internet viel gebrauchten Itrans Transkription wird geschrieben muND.

Siehe auch

Ausgewählte Verbalwurzeln

Quelle