Bochum

Aus Yogawiki

Bochum ist eine Stadt im Zentrum des Ruhrgebiets mit ca. 360.000 Einwohnern.

Bochum - erläutert vom Yoga Standpunkt aus.

Bochum, mittendrin statt außerhalb

Wer meint, der Pott hätte nichts anderes zu bieten, als stillgelegte Zechen, verlassene Fördertürme oder brach liegende Industrieflächen, der irrt gewaltig. Auch wenn man das Gefühl hat, sich in einer einzigen großen Metropole aufzuhalten, so stellt man doch schnell fest, dass jede einzelne Stadt sich ihre Besonderheiten, Eigenarten und Gepflogenheiten bewahrt hat. Mitten im Herzen des Ruhrgebietes liegt die Stadt Bochum, eine mittelgroße Stadt, die für jeden Geschmack etwas zu bieten hat.

Wissenschaft wird hier groß geschrieben

Ungefähr 56.000 Studierende werden an insgesamt neun Hochschulen für ihre späteren Berufe qualifiziert. Damit avanciert diese Stadt zu einer wahren Talentschmiede innerhalb des Ruhrgebietes.

Der Wissensaustausch zwischen Schulen, Hochschulen, Gewerbe, Handwerk und Industrie erfolgt auf kurzen Wegen in kollegialer Kooperation, was natürlich auch die ansässigen Unternehmen zu schätzen wissen. Die Infrastruktur und die Ausbildungsqualität der "Talentschmiede Bochum", macht diese Stadt zum Wohle ihrer Bürgerinnen und Bürger zu einem interessanten Standort neuer Branchen und schafft damit neue Ausbildungs- und Arbeitsplätze.

Luftaufnahme der Ruhr Universität Bochum Copyright.

Hotspot der Live-Kultur

Starlight Express

Das rasante Musical zählt zu den erfolgreichsten weltweit und wird seit 1988 ununterbrochen in einem eigens hierfür gebauten Theater aufgeführt. Ein Junge, der abends vor dem Schlafengehen noch mit seiner Eisenbahn spielt und nachts von einem großen Rennen träumt: Einem Rennen zwischen Hightech und Tradition. Im Rhythmus der Musik von Andrew Lloyd Webber rasen die Züge durch die Zuschauermenge. In keinem anderen Musical kommt man den Darstellern näher, als in diesem. Wer das Rennen letztendlich gewinnt, wird hier nicht verraten. Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle, sowohl für Erwachsene, als auch für Kinder.

Bochumer Symphoniker

Dieses mehrfach, auch international bereits ausgezeichnete Ensemble war lange heimatlos. Es hat ein wenig gedauert, eine adäquate Spielstätte zu finden, aber durch die architektonisch gelungene und durchaus sehenswerte Verbindung zwischen der entwidmeten Marien-Kirche und einem Neubau, ist ein Musikzentrum geschaffen worden, welches alt und neu zu verbinden weiß. Der Architekt hat das fast Unmögliche geschafft: die Akustik in diesem Hause ist an jedem Platz gleich. Das Anneliese-Brost-Musikforum wurde erst Anfang 2017 eröffnet und war bereits nach wenigen Tagen ein absoluter Zuschauermagnet.

Schauspielhaus

Das Bochumer Schauspielhaus öffnete bereits vor mehr als hundert Jahren seine Pforten. Hier werden gerne moderne Inszenierungen klassischer Werke gezeigt, aber auch Junges Theater ist hier durchaus etabliert. Unter der Intendanz solch illustrer Namen wie Peter Zadeck, Claus Peymann oder Leander Haußmann begannen hier bekannte Größen wie Armin Rohde, Dietmar Bär oder Herbert Grönemeyer ihre Karrieren. Sie kehren auch heute noch immer wieder gerne zu einem Gastspiel an dieses Haus zurück.

Herbert Grönemeyer, einer der berühmtesten Söhne dieser Stadt, feierte mit seiner Hommage an seine Heimatstadt, dem Album "4630 Bochum" seinen absoluten Durchbruch und füllt heute ganze Stadien. Im Stadion des Bochumer Zweitligisten "VfL Bochum 1848" singen zu jedem Heimspiel 20.000 Fans die Hymne "Bochum". Selbst bei den Gegnerfans erzeugt dies eine Gänsehaut.

Musikfestivals

Insgesamt wird Live-Kultur in Bochum groß geschrieben, nicht zuletzt durch das jährlich stattfindende Open-Air- Festival "Bochum total", bei dem innerhalb von vier Tagen auf rund zwanzig Bühnen mehr als einhundert Künstlerinnen und Künstler eintrittsfrei zu sehen und zu hören sind.

Auch das Zeltfestival Ruhr zieht in jedem Jahr viele internationale Bands und zig tausende Besucherinnen und Besucher an den Kemnader See, um die Sinne kulinarisch und musikalisch verwöhnen zu lassen.

Aber es sind nicht immer nur die großen Events, die diese Stadt so l(i)ebenswert machen. In allen Stadtteilen hat sich eine freie Theater- und Musikszene entwickelt, die ihresgleichen sucht. Von Independant bis Klassik ist alles dabei. Hier kann man für kleines Geld einen großartigen Abend erleben.

Museen und Ausstellungen

Wer es etwas ruhiger mag, geht ins Kunstmuseum mit seinen regelmäßig wechselnden Ausstellungen oder besucht das Deutsche Bergbaumuseum, in welchem man die Geschichte des deutschen Untertagebaus realistisch erleben kann.

Im Eisenbahnmuseum kann man sogar eine Fahrt mit einer historischen Dampflok unternehmen.

Das Zeiss Planetarium, welches bereits im Jahre 1964 errichtet wurde, ist heute eines der modernsten Planetarien weltweit. Die Kuppel hat einen Durchmesser von zwanzig Metern und bietet 260 Zuschauern Platz. Auf der 600qm großen Projektionsfläche wird der komplette Sternenhimmel von einem zentral gesteuerten Projektor abgebildet. Um die Kuppel herum befindet sich ein Rundgang, in dem dauerhafte und wechselnde Ausstellungen zu sehen sind. Neben den astronomischen Vorführungen, finden regelmäßig Sonderveranstaltungen und spezielle Musikshows statt.

Die Sternwarte Bochum wurde 1946 gegründet und entwickelte sich zu einem wichtigen Zentrum für astronomische Forschung und Wissenschaftsvermittlung im Ruhrgebiet. Internationale Aufmerksamkeit erlangte die Einrichtung unter anderem 1969, als während der Apollo 11 Moon Landing viele Menschen dort die historische Mondlandung verfolgten. Bis heute trägt die Sternwarte mit Vorträgen, Beobachtungen und Bildungsangeboten dazu bei, den Blick über den Alltag hinaus auf größere Zusammenhänge im Universum zu richten.

Großstadt mit Lebensgefühl

Seit jeher ist die Stadt Bochum, wie das übrige Ruhrgebiet auch, geprägt von einer vermehrten Zuwanderung. Was als sog. Arbeitszuwanderung oder Gastarbeit in den 20er oder 50er Jahren begann, ist heute ganz normales Stadtbild. Viele von damals blieben und gründeten hier ihre Familien. Damit haben sie aus Bochum das gemacht, was es auch heute noch ist: eine bunte, tolerante und offene Stadt.

Bochum bietet Lebensqualität für alle Menschen. Mit einer pulsierenden City, beliebten Wohnquartieren und einem hohen Freizeitwert hat sich der Ruf Bochums als attraktiver Lebensmittelpunkt weit über die Grenzen des Ruhrgebiets herumgesprochen. Während andere Städte schrumpfen, wächst die Bevölkerungszahl in Bochum von Jahr zu Jahr an.

Veggie sein in Bochum

In Bochum gibt es zahlreiche Restaurants, die vegetarische oder vegane Küche anbieten.

Die Grundlage für pflanzliche Kost: frisches Obst und Gemüse.
  • Cig Kofte
  • Dieses arabische Schnellrestaurant bietet ausschließlich vegetarische und vegane Küche an. Mitten in der Innenstadt gelegen ist es leicht zu finden und auch gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.
  • Adresse: Hans-Böckler-Str. 18, 44787 Bochum
  • Blondies Bochum
  • In der Nähe des Schauspielhauses, also ebenfalls innenstadtnah liegt das Cafe-Bar-Diners Blondies. In familiärer Atmosphäre werden hier größtenteils vegetarische Gerichte serviert. Hier wird großer Wert auf Respekt vor dem Tier gelegt.
  • Anschrift: Hattinger Str. 80, 44791 Bochum
  • Restaurant Imlee
  • Dieses indische Restaurant, für seine exotischen Speisen bekannt, hält für Vegetarier und Veganer eine eigene Speisekarte bereit.
  • Anschrift: Wasserstr. 420, 44795 Bochum
  • Die Bio-Küche
  • In der Bio-Küche gibt es täglich frisch gekochte vegetarische Mahlzeiten, die je nach Saison variierend aus regionalen Zutaten in Bio-Qualität serviert werden, und zwar ohne Geschmacksverstärker, Aromen oder sonstige Zusatzstoffe.
  • Anschrift: Varenholzstr. 125, 44869 Bochum
  • Falafel Star
  • Klein aber fein: ein original libanesisches Lokal mit orientalischen Bögen, Tischen mit traditionellen Mosaiken und dekorativen Glaslampen. Hier gibt es Falafel und Co.
  • Anschrift: Hellweg 28-30, 44787 Bochum
  • Cafe/Bistro Corba
  • Direkt gegenüber dem Hauptbahnhof lädt dieses Lokal mit seiner liebevollen Einrichtung und abwechslungsreichen Speisekarte zum Verweilen ein. Alle Gerichte gibt es auch zum Mitnehmen.
  • Anschrift: Huestr. 6, 44787 Bochum
  • Kugelpudel
  • Die wahrscheinlich einzige vegane Eisdiele in der Umgebung. Hier gibt es Eiscreme, Kuchen, Drinks, Kunst, Design, Firlefanz und Seemannsgarn. Alles selbst gemacht.
  • Anschrift: Dorstener Str. 1, 44787 Bochum

Yoga in Bochum – Geschichte, Entwicklung und heutige Yogaszene

Die Anfänge von Yoga in Bochum

Die Geschichte von Yoga in Bochum beginnt vergleichsweise spät, entwickelte sich jedoch kontinuierlich. Erste Impulse entstanden in den 1960er Jahren, als Reisen nach Indien, neue Bücher über östliche Philosophie und ein wachsendes Interesse an Meditation und ganzheitlicher Lebensweise auch das Ruhrgebiet erreichten.

In Bochum kann man prima Hatha Yoga lernen.

Bochum war schon immer eine Stadt der Zuwanderung. Durch den ständigen gesellschaftlichen Wandel kamen immer wieder neue kulturelle Einflüsse in die Stadt. Diese Offenheit gegenüber neuen Ideen begünstigte auch die Verbreitung von Yoga. Viele Menschen waren neugierig auf neue Formen der Bewegung, Entspannung und Selbsterfahrung.

Ein wichtiger Impuls für die kulturelle Öffnung der Stadt war die Gründung der Ruhr-Universität Bochum im Jahr 1965. Mit Studierenden aus unterschiedlichen Ländern gelangten auch Ideen über Meditation, Körperarbeit und Yoga nach Bochum. In dieser Zeit entstanden erste informelle Yogagruppen, die meist privat organisiert waren und sich mit Meditation, Atemübungen und einfachen Körperübungen beschäftigten.

Auch in der Wissenschaft wurde das Interesse an indischer Philosophie sichtbar. So beschäftigte sich der Religionswissenschaftler Peter Hasenfratz bereits Anfang der 1980er Jahre mit der Seelenlehre der Upanishaden und ihrer Bedeutung im späteren Indien.

Erste Yogakurse in Bochum in den 1970er Jahren

In den 1970er Jahren wurde Yoga langsam einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich. Die Alternativbewegung, das wachsende Interesse an ganzheitlicher Gesundheit und zahlreiche Veröffentlichungen über Yoga führten dazu, dass immer mehr Menschen sich für diese Praxis interessierten.

Eine wichtige Rolle spielte dabei die Volkshochschule Bochum. Zu den ersten öffentlich zugänglichen Yogakursen in Bochum gehörten Angebote der Volkshochschule. Diese Kurse fanden häufig in Turnhallen, Gemeindehäusern oder Unterrichtsräumen statt, da es noch keine spezialisierten Yogastudios gab.

Der Unterricht orientierte sich meist am Hatha Yoga, einer traditionellen Yogaform, die Körperhaltungen, Atemübungen und Entspannungstechniken miteinander verbindet. Viele Menschen entdeckten Yoga in dieser Zeit vor allem als Methode zur Stressreduktion und Gesundheitsförderung.

Die erste feste Yogaschule in Bochum

Ein wichtiger Meilenstein für Yoga in Bochum war das Jahr 1988. In diesem Jahr wurde die Yogaschule Kinjal gegründet. Sie gilt als eine der ersten dauerhaft bestehenden Yogaschulen im Ruhrgebiet.

Mit der Gründung eines eigenen Studios erhielt Yoga erstmals einen festen Ort für regelmäßige Praxis, Unterricht und Austausch. Die Yogaschule entwickelte sich aus einer kleinen Gruppe von Menschen, die gemeinsam Yoga praktizierten und ihre Erfahrungen weitergeben wollten.

Diese Entwicklung war typisch für viele Städte im Ruhrgebiet: Zunächst entstanden kleine Übungsgruppen und Kurse an Volkshochschulen, bevor sich eigenständige Yogastudios etablierten.

Yoga-Boom in Bochum seit den 1990er Jahren

Seit den 1990er Jahren hat sich Yoga auch in Bochum stark verbreitet. Das steigende Gesundheitsbewusstsein, zunehmender Stress im Alltag und das Interesse an ganzheitlicher Bewegung führten dazu, dass immer mehr Menschen einen Yogakurs in Bochum besuchen wollten.

Zudem begannen viele Krankenkassen, Yoga im Rahmen von Präventionsprogrammen zu unterstützen. Dadurch entstanden neue Kursangebote in Gesundheitszentren, Bildungseinrichtungen und privaten Studios.

Neben klassischem Hatha Yoga verbreiteten sich auch weitere Yogastile, darunter dynamischere und meditativere Formen der Praxis. Yoga wurde zunehmend als ganzheitliche Methode verstanden, die sowohl körperliche Fitness als auch mentale Ausgeglichenheit fördern kann.

Die moderne Yogaszene in Bochum

Heute ist Yoga in Bochum ein fester Bestandteil der Gesundheits- und Freizeitkultur. Neben klassischen Yogastudios in Bochum gibt es Yogaangebote in Fitnessstudios, Therapiezentren, Unternehmen sowie an Bildungseinrichtungen.

Auch Einrichtungen wie die Volkshochschule Bochum oder Familienbildungsstätten bieten regelmäßig Yoga- und Meditationskurse an.

Viele Yogalehrerinnen und Yogalehrer in Bochum haben ihre Ausbildung beispielsweise bei Organisationen wie Yoga Vidya absolviert, wodurch sich auch Einflüsse der Tradition von Swami Sivananda in manchen Kursangeboten wiederfinden.

Die heutige Yogaszene ist vielfältig und umfasst verschiedene Yogastile, zum Beispiel:

Viele Menschen nutzen Yoga sowohl zur körperlichen Stärkung als auch zur mentalen Entspannung. Dadurch ist die Zahl der Yogaangebote in Bochum in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gewachsen.

Die Entwicklung von Yoga in Bochum – eine historische Timeline

1960er Jahre – Erste Impulse für Yoga in Bochum

Mit wachsendem Interesse an östlicher Philosophie, Meditation und alternativen Lebensformen erreicht Yoga auch Bochum. Reisen nach Indien, neue Bücher über Yoga sowie internationale Einflüsse bringen erste Impulse in die Stadt.

1965 – Gründung der Ruhr-Universität Bochum

Mit der Gründung der Ruhr-Universität Bochum entsteht ein neues kulturelles Zentrum der Stadt. Studierende aus verschiedenen Ländern bringen neue Perspektiven auf Meditation, Spiritualität und Körperarbeit mit. In dieser Zeit entstehen erste kleine Yogagruppen.

1970er Jahre – Erste öffentliche Yogakurse

Yoga wird langsam bekannter. Einrichtungen wie die Volkshochschule Bochum bieten erste öffentlich zugängliche Yogakurse in Bochum an. Der Unterricht orientiert sich meist am klassischen Hatha Yoga und findet häufig in Turnhallen oder Unterrichtsräumen statt.

1981 – Wissenschaftliches Interesse an indischer Philosophie

Der Religionswissenschaftler Peter Hasenfratz beschäftigt sich an der Ruhr-Universität Bochum mit der Seelenlehre der Upanishaden und deren Bedeutung für die indische Religionsgeschichte. Damit zeigt sich auch im akademischen Bereich ein wachsendes Interesse an indischer Spiritualität.

1988 – Gründung einer der ersten Yogaschulen

Mit der Gründung der Yogaschule Kinjal entsteht eine der ersten festen Yogaschulen in Bochum und im Ruhrgebiet. Yoga erhält damit erstmals einen dauerhaften Ort für Unterricht und Praxis.

1990er Jahre – Yoga wird populär

Yoga verbreitet sich zunehmend in ganz Deutschland und auch in Bochum. Neue Yogastudios entstehen und immer mehr Menschen besuchen einen Yogakurs in Bochum, um Stress abzubauen und ihre Gesundheit zu fördern.

2000er Jahre – Vielfalt der Yogastile

Neben klassischem Hatha Yoga verbreiten sich weitere Yogastile wie Vinyasa Yoga, Yin Yoga und meditative Formen der Praxis. Yoga wird zunehmend als ganzheitliche Methode für körperliches und mentales Wohlbefinden verstanden.

Heute – Yoga als Teil der Gesundheitskultur

Heute gehört Yoga in Bochum fest zur Gesundheits- und Freizeitkultur. Zahlreiche Yogastudios in Bochum, Gesundheitszentren und Bildungseinrichtungen bieten Yoga- und Meditationskurse für unterschiedliche Zielgruppen an.

Wichtige Orte der Yogageschichte in Bochum

Ruhr-Universität Bochum – kulturelle Impulse für Yoga

Die Ruhr-Universität Bochum spielte eine wichtige Rolle für die kulturelle Öffnung der Stadt. Seit ihrer Gründung im Jahr 1965 brachte sie Studierende und Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern nach Bochum. Dadurch verbreiteten sich auch Ideen über Meditation, östliche Philosophie und Yoga.

In diesem Umfeld entstanden erste informelle Yogagruppen sowie wissenschaftliche Beschäftigung mit indischer Philosophie.

Volkshochschule Bochum – Yoga für die breite Öffentlichkeit

Eine wichtige Institution für die Verbreitung von Yoga in Bochum war die Volkshochschule Bochum. Hier konnten viele Menschen erstmals einen Yogakurs in Bochum besuchen.

In den 1970er Jahren wurden dort regelmäßig Kurse angeboten, die Yoga für eine breitere Bevölkerung zugänglich machten. Häufig fanden die Kurse in Turnhallen, Gemeindehäusern oder Unterrichtsräumen statt.

Yogaschule Kinjal – eine der ersten festen Yogaschulen

Mit der Gründung der Yogaschule Kinjal im Jahr 1988 entstand eine der ersten dauerhaft bestehenden Yogaschulen im Ruhrgebiet.

Das Studio bot einen festen Ort für Yogaunterricht, Austausch und gemeinsames Üben. Damit wurde Yoga in Bochum erstmals dauerhaft institutionell verankert.

Bildungseinrichtungen und Gesundheitszentren

Mit dem wachsenden Interesse an ganzheitlicher Gesundheit verbreiteten sich Yogakurse in Bochum zunehmend auch in:

  • Gesundheitszentren
  • Familienbildungsstätten
  • Therapieeinrichtungen
  • Fitnessstudios

Diese Einrichtungen trugen dazu bei, dass Yoga immer mehr Menschen erreichte und Teil des städtischen Gesundheitsangebots wurde.

Die heutige Yogaszene in Bochum

Heute ist Yoga in Bochum fester Bestandteil der Gesundheits- und Freizeitkultur. In vielen Stadtteilen gibt es Yogastudios, Meditationsangebote und Workshops.

Die Vielfalt reicht von klassischem Hatha Yoga über dynamische Yogastile bis hin zu Meditation und Atemarbeit. Dadurch finden Menschen mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen passende Angebote.

Fazit: Die Entwicklung von Yoga in Bochum

Von den ersten privaten Übungsgruppen in den 1960er Jahren über öffentliche Kurse an der Volkshochschule Bochum in den 1970er Jahren bis zur Gründung der Yogaschule Kinjal 1988 hat sich Yoga in Bochum kontinuierlich entwickelt. Seit den 1990er Jahren ist Yoga ein fester Bestandteil der Gesundheits- und Freizeitkultur im Ruhrgebiet, mit zahlreichen Kursangeboten, vielfältigen Yogastilen und modernen Studios, die sowohl körperliche Fitness als auch mentale Entspannung fördern.

Spiritualität in Bochum

Das Ruhrgebiet ist eines der größten Ballungszentren in NRW. Wen wundert es da, dass die Menschen nach Entspannung und einem Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag suchen?

Hier hat Bochum einiges zu bieten:

  • Mit dem neugegründeten Buddhistischen Zentrum "Your Buddha" hat sich eine spirituelle Einrichtung etabliert, in dem sich eine Buchhandlung, ein Café und eine Galerie unter einem Dach vereint haben. Platz für Sonderveranstaltungen ist vorhanden, vereinzelt werden auch Yoga- und Meditationskurse sowie Seminare zur Stressbewältigung gegeben.
  • Seit 2001 existiert in Bochum ein Buddhistisches Zentrum, welches dem Diamantweg der Karma Kagyü Linie folgt. Hier treffen sich Interessierte und Praktizierende zum gemeinsamen Meditieren, werden Seminare durchgeführt und Vorträge gehalten.
  • Spiritualität kann aber auch anders aussehen: Mitten im Zentrum auf dem Platz des Europäischen Versprechens steht die Christuskirche, eine der "100 spirituellen Tankstellen" des Ruhrgebietes. Hier suchen und finden die Menschen einen Ort voller Energie. Man spricht über zwei Weltkriege, die Last des Erinnerns und die Lust an der Gegenwart. Ein Ort, zu verweilen und über sich selbst hinauszudenken.
  • Einmalig in Nordrhein-Westfalen ist die multikulturelle Einrichtung Q1 am Rande der Innenstadt. Hierbei handelt es sich um eine Kooperation der evangelischen Friedenskirche und der Migrantenorganisation IFAK. Hier wird gewerkelt, gesungen, meditiert oder einfach nur geredet, während im Kirchenschiff der ganz normale Kirchenalltag weiterläuft. Ein sehr energetischer Ort mit vielen Inspirationen.

Orte der Besinnung

Innerhalb der sechs Stadtbezirke Bochums findet man über fünfzig katholische und über vierzig evangelische Kirchen, in denen klassische Gemeindearbeit geleistet wird.

Durch die vermehrte Zuwanderung der letzten Jahrzehnte wurden aber auch für verschiedene andere Glaubensrichtungen Einrichtungen geschaffen. So existieren mittlerweile in Bochum insgesamt acht türkische Moscheen mit einer Zentralmoschee sowie eine arabische Moschee. Auch Nichtmuslime sind hier jederzeit willkommen. Einmal jährlich, immer am 03. Oktober, findet ein offizielles Fest, der Tag der Offenen Moschee statt, an dem kostenlose Besichtigungen durchgeführt werden und die Gelegenheit besteht, an einem Gebet teilzunehmen.

Die neue Synagoge in bochum wurde 2007 eröffnet. Copyright

Außerdem hat sich in Bochum ein Ezidisches Gemeindezentrum und ein Zentrum des Ahmadiyya Muslim Jamaat, einer muslimischen Glaubensgemeinschaft aus Pakistan angesiedelt. Ein besonderes Highlight stellt die im Jahr 2007 eröffnete Synagoge zu Bochum dar. Nachdem die alte Synagoge im Jahr 1938 den Gräueltaten der Reichsprogromnacht zum Opfer gefallen war, gab es lange Zeit keine adäquate Gebetsstätte für die jüdischen Bürgerinnen und Bürger. Im Jahr 2003 wurde der Jüdischen Gemeinde durch die Stadt Bochum ein geeignetes Grundstück geschenkt, um eine neue Synagoge zu errichten. Architektonisch ist dieses Gebäude eine Meisterleistung. Es finden wöchentlich kostenlose Führungen statt, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Sehenswertes

Das Bochumer Rathaus

Mit dem Bau des Bochumer Rathauses wurde 1926 unter der Federführung des damaligen Oberbürgermeisters Dr. Otto Ruer begonnen. Bereits 1931, als es bezugsfertig war, wurde Dr. Ruer der Verschwendungssucht bezichtigt, da dieser Bau teurer war, als ursprünglich geplant. Ihm wurde auch persönliche Bereicherung und unkorrekte Amtsführung vorgeworfen. Die Diffamierungen hatten jedoch einen ganz anderen Grund: Dr. Otto Ruer war jüdischer Abstammung. Nach der Machtergreifung der NSDAP im Jahr 1933 wurde Dr. Ruer seines Amtes enthoben und inhaftiert. Durch die psychischen Belastungen der Inhaftierung nahm er sich kurz nach der Haftentlassung das Leben und wurde posthum noch im selben Jahr rehabilitiert, da alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe haltlos waren.

Für den deutschen Fernsehfilm "Berlin 36" diente das Bochumer Rathaus als Kulisse für das "Haus des Sports".

Das Bochumer Rathaus ist eines der wenigen Verwaltungsgebäude mit einem Paternoster, der nach aufwändiger Restaurierung wieder in Betrieb genommen wurde.

Die Ruhr

Die Ruhr ist ein 219,3 km langer Nebenfluss des Rheins in NRW. Die wichtigste wirtschaftliche Bedeutung des Flusses liegt heute in der Trink- und Brauchwasserversorgung des gesamten Ruhrgebietes. Güterschiffsverkehr findet mittlerweile nur noch auf den letzten zwölf Kilometern außerhalb von Bochum statt, daher wird das Flussufer gerne als Naherholungsgebiet genutzt.

Der Kemnader See ist eines der beliebtesten Naherholungsgebiete im Süden von Bochum. Der Stausee entstand in den 1970er Jahren durch die Aufstauung der Ruhr und liegt zwischen Bochum, Witten und Hattingen. Heute bietet das Gebiet zahlreiche Möglichkeiten zur Erholung: Spaziergänge und Radtouren rund um den See, Segeln, Rudern oder einfach ein Blick auf die weite Wasserfläche machen den Kemnader See zu einem beliebten Ausflugsziel für Einheimische und Besucher des Ruhrgebiets.

Stadtpark Bochum

Der Stadtpark wurde im Stil eines englischen Gartens angelegt und im Jahr 1863 eröffnet. Der Park besaß schon früh unterschiedliche Gehölzarten, Blumenbeete, kleine Seen und eine Restauration. Das bekannteste Denkmal des Stadtparkes ist der 1910 errichtete Bismarckturm. Von der vierunddreißig Meter hohen Aussichtsplattform hat man einen wunderbaren Blick über den Stadtpark und die Innenstadt. Innerhalb des Stadtparks liegen Tierpark und Fossilium, die zusammen den Zoo der Stadt Bochum bilden. Hier werden ganzjährig rund 4.000 Tiere in knapp 400 Arten gehalten.

Botanischer Garten der Ruhr Universität

Der Botanische Garten wurde in einem waldreichen Gebiet nahe der Ruhr Universität angelegt. In der Mitte wurde ein chinesischer Garten eingerichtet, der schon durch seine Schlichtheit die Besucher meditativ einstimmt. Mit einer geräumigen Haupthalle, einem Wandelgang und einem Wasserpavillon lädt er zum Verweilen ein.

Siehe auch

Weblinks

Seminare

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