Ayurveda Meditation

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Ayurveda Meditation Was ist Ayurveda Meditation und wie kann man Ayurveda Meditation praktizieren? Es wird keine Ayurveda Anleitung sein – Anleitungen findest du auf unserer Internetseite in großer Anzahl. Es geht hier um die Ayurvedakonzepte zur Meditation. Bei Yoga Vidya haben wir auch Seminare zum Thema Ayurveda Meditation in denen du auch zur Ayurveda Meditation angeleitet wirst und auch erkennen kannst, welche Meditationen vom AyurvedaStandpunkt her, für dich besonders gut sind.

Meditation - erläutert vom Ayurveda Standpunkt aus

Meditation im Ayurveda – Dosha-balancierende Achtsamkeit

Typgerechte Meditationspraxis zur Harmonisierung von Vata, Pitta und Kapha

Einführung: Ayurveda trifft Meditation

Ayurveda, das über 5.000 Jahre alte ganzheitliche Gesundheitssystem Indiens, beschreibt drei grundlegende Energieprinzipien – die Doshas: Vata, Pitta und Kapha. Jeder Mensch trägt alle drei Doshas in sich – jedoch in individueller Gewichtung. Diese Konstitution (Prakriti) bestimmt sowohl den Körperbau als auch das geistig-emotionale Verhalten. Meditation wirkt im Ayurveda nicht nur beruhigend, sondern kann gezielt eingesetzt werden, um Dosha-Ungleichgewichte zu harmonisieren und geistige Klarheit zu fördern.

„Achtsamkeit ist Medizin – wenn sie dem Menschen entspricht, der sie praktiziert.“ – Yoga Vidya Journal Nr. 49

Was sind Vata, Pitta und Kapha?

Dosha / Elemente Eigenschaften / Ungleichgewicht zeigt sich durch… Vata Luft & Äther kreativ, beweglich, ideenreich Nervosität, Angst, Schlaflosigkeit Pitta Feuer & Wasser intelligent, zielstrebig, dynamisch Reizbarkeit, Entzündung, Perfektionismus Kapha Erde & Wasser ruhig, beständig, mitfühlend Trägheit, Antriebslosigkeit, Melancholie

Was tun bei Dosha-Störungen?

Wenn ein Dosha überwiegt, kann dies körperliche und psychische Beschwerden verursachen. Neben Ernährung, Kräutern und Lebensstil ist typgerechte Meditation ein kraftvolles Mittel, um die innere Balance wiederherzustellen.

Dosha-Balancierende Meditation – Wirkung im Überblick

Dosha / Ziel der Meditation / Empfohlene Praxisformen Vata Erdung, Beruhigung, Stabilität Atemmeditation, Körperreise, Mantra Pitta Kühlung, Loslassen, Herzöffnung Herzmeditation, Visualisierung, Naturbilder Kapha Aktivierung, Leichtigkeit, Klarheit Lichtmeditation, dynamische Achtsamkeit, Visualisation von Bewegung

Meditation für Vata-Dosha

Vata-Typen sind sensibel, kreativ, aber schnell überreizt. Sie profitieren von warmen, rhythmischen, strukturierenden Meditationsformen.

Vata beruhigende Übung – Erdender Atem

1. Sitze stabil, gern mit Decke oder Kissen.
2. Lege die Hände auf den Bauch.
3. Atme tief und langsam in den Bauch (4–6 Sekunden ein, 6–8 Sekunden aus).
4. Visualisiere bei jedem Ausatmen: Wurzeln wachsen aus dir in die Erde.
5. Innerlich wiederholen:

„Ich bin sicher. Ich bin gehalten.“

Ideal abends, nach Stress oder bei Unruhe.

Meditation für Pitta-Dosha

Pitta-Typen sind leistungsstark, fokussiert – aber auch reizbar und perfektionistisch. Sie profitieren von herzöffnenden, kühlenden Meditationsformen.

Pitta harmonisierende Übung – Herzlicht-Meditation

1. Setze dich bequem mit gerader Wirbelsäule.
2. Lege die rechte Hand aufs Herz.
3. Visualisiere ein weiches, grünes Licht im Brustraum.
4. Atme dieses Licht ein und aus.
5. Innerlich wiederholen:

„Ich bin Liebe. Ich lasse los.“

Ideal nach intensiver Arbeit, hitzigen Diskussionen oder Überforderung.

Meditation für Kapha-Dosha

Kapha-Typen sind geduldig, stabil, aber auch träge und melancholisch. Sie brauchen stimulierende, aktivierende Meditationen.

Kapha aktivierende Übung – Lichtkörper-Meditation

1. Stelle dir einen Lichtregen vor, der durch deinen Scheitel einströmt.
2. Visualisiere, wie das Licht durch deinen ganzen Körper fließt – mit jedem Atemzug mehr.
3. Spüre Kraft und Klarheit.
4. Innerlich wiederholen:

„Ich bin Licht. Ich bin wach.“

Ideal morgens oder bei Antriebslosigkeit.

Bonus-Tipp: Bija-Mantras zur Dosha-Balance

Dosha / Bija-Mantra / Wirkung

  • Vata LAM erdend, stabilisierend
  • Pitta YAM kühlend, herzöffnend
  • Kapha RAM energetisierend, aktivierend

Wiederhole das passende Mantra während deiner Meditation 9–108 Mal, um den gewünschten Effekt zu verstärken.

Fazit: Ayurveda & Meditation – Achtsamkeit, die heilt

Meditation im Ayurveda ist weit mehr als Entspannung – sie ist ein Instrument, um energetische Disharmonien zu erkennen und bewusst zu wandeln. Indem du deine Dosha-Verfassung kennst und deine Meditationspraxis darauf abstimmst, förderst du ganzheitliche Gesundheit, innere Balance und seelisches Wohlbefinden.

„Heilung geschieht, wenn wir wieder in Einklang mit unserer Natur atmen.“ – Yoga Vidya Journal Nr. 49

Ayurveda Meditation

Ayurveda

Ayurveda ist die Wissenschaft vom gesunden und langen Leben. „Veda“ heißt „Wissen, Weisheit, Wissenschaft“, „Ayur“ heißt Leben. Meditation ist die Praxis bei der du mit geradem Rücken ruhig sitzt und dabei deinen Geist zur Ruhe bringst um,Zugang zu finden zu den Tiefen deines Wesens, um gelassener zu werden gegenüber deinem Geist, um dich zu öffnen für eine höhere Wirklichkeit.

Richtige Meditation für den Ayurveda Typen

Ayurveda teilt den Menschen ein in Vata, Pitta und KaphaTypen. Es gibt die VataPrakriti und die Vata Vikriti ebenso Pitta und Kapha Prakriti und Vikriti. Wenn du eine bestimmtes Temperament hast, kann das heißen, dass du in besonderem Maße eine bestimmte Meditationstechnik nutzen kannst. Oft wird gesagt, dass Pitta – Typen besonders gut mit Visualisierungen zurechtkommen. Und so würde man sagen, dass ein Pitta – Typ um leichter meditieren zu können, vielleicht visualisieren kann. Ein Vata-Typ ist ein Mensch, der eher über Worte die Welt erfährt. Für einen Vata - Typ ist eher eine Meditation geeignet, in der Worte eine wichtige Rolle spielen. Der Kapha – Typ, der eher gemütlich ist, ist einer bei dem eher Gefühle eine Rolle spielen und so ist mehr Gefühlslenkung leichter für den Kapha-Typ. Es ist als ein Ansatz der Ayurveda Meditation, dass man in Abhängigkeit der „Prakriti“ Vorschläge macht, was besonders geeignet ist für die Meditation. Ich selbst bin von Ayurveda-Ärzten eher als Pitta-Typ eingeschätzt, aber ich selbst bin jetzt nicht derjenige, der besonders gut mit Visualisierungen meditiert. Ich mache zwar auch Meditationen, aber meine tägliche Meditation ist durchaus eine andere. Aber es kann mindestens einen Typ geben.

Vata-reduzierende Ayurveda-Meditation

Wichtiger noch bezüglich der Ayurveda Meditation ist die Vikriti. Du kannst nämlich ein übertriebenes Dosha reduzieren durch spezielle Meditationstechniken. Und das ist vielleicht der besondere Einsatz der Ayurveda Meditation. Falls du ein Dosha zu viel hast, also wenn du eine Dosha Vikriti hast, dann kannst du Maßnahmen einleiten, um das zu reduzieren. Angenommen, du hättest VataVikriti (also zu viel Vata) und du willst Vata beruhigen, dann könntest du Meditationstechniken benutzen, um zur Ruhe zu kommen. Allgemein ist Meditation in jedem Fall gut um eine Vata-Vikriti zu reduzieren, die sich in Nervosität, Unruhe, Schlafstörungen, Ängstlichkeit usw. manifestiert. In dem Fall ist es allgemein gut, zu meditieren. Um Vata zu reduzieren gibt es die zwei Begriffe „Erdung“ und „Wärmung“. Bei „Vata Vikriti“, die ja zum Teil auch wie „in den Wolken schwebend“ ist, kann auch eine Erdungsmeditation hilfreich sein oder die Vorstellung, dass Wurzeln in der Erde sind und aus der Erde stützende, schützende Erdenergie hochsteigt, der Bauch wird warm und sonnig und von hier wird man gewärmt. So hast du dich geerdet und auch gewärmt. Und das ist sehr hilfreich, um Vata zu beruhigen.

Pitta-reduzierende Ayurveda-Meditation

Pitta ist das Feuertemperament. Wenn du Pitta Vikriti hast heißt das, dass du reizbar bist, heißt das vielleicht auch, dass du Entzündungen und Autoimmunerkrankungen hast, dass du schnell die Fassung verlierst und so wweiter. Das wären Zeichen, dass du zu viel Pitta hast. Und dafür gibt es Pitta-reduzierende Meditationen. Grundsätzlich ist für den Pitta Typ Meditation immer gut. Denn Pitta beruhigt und harmonisiert. Meditation führt zu Entspannung. Von daher sollte eine Person mit Pitta Vikriti auf jeden Fall meditieren. Aber es gibt noch Spezielles, was man machen kann gegen zu viel Pitta. „Pitta“ ist Feuer. Und Gegenspieler zu Feuer ist wieder Erdung und Kühle. Und so kann sich jemand mit Pitta-Temperament vorstellen, dass von oben eine kühlende Energie, eine Gnade hinunterströmt. Man kann sich auch vorstellen, dass der Meister vor einem sitzt oder steht und kühlende, entspannende Energie schickt. Man kann sich auch ein Bild machen von einer Gottheit oder von einem Engelswesen und sich vorstellen „kühlen“, „beruhigen“, „vertrauen“. Parallel könnte sich auch der Pitta Typ vorstellen, dass er in der Erde verwurzelt ist und von der Erde aus eine erdende, beruhigende, harmonisierende, Vertrauen schaffende Energie hochsteigt. Der Pitta Typ kann natürlich auch ein Mantra wiederholen, wie alle verschiedenen Doshas. Aber es sollte ein Mantra sein mit dem Ziel Ruhe, Vertrauen, Kühlung.

Ayurveda Mediation für Kapha Vikriti

Wenn du Kapha Vikriti hast, also zu viel Kapha, was sich äußert in Ödemen, Wasseransammlungen, Antriebslosigkeit, Trägheit und so weiter, dann ist es gut, wenn du „Feuer“ und „Luft“ etwas erhöhst und „Wasser“ und „Erde“ etwas reduzierst. Der Kapha Typ könnte z.B. profitieren, zu Anfang der Meditation Kapalabhati zu üben, Ujjayi zu üben, es wäre besonders gut für diese Person, zu Anfang auch Atemmeditation zu üben, also, etwas Aktivierendes. Des Weiteren kann der Kapha Typ auch tiefe Bauchatmung bewusst üben und sich dabei Feuer vorstellen. Und allgemein kann der Kapha Typ sich mehr konzentrieren auf die höheren Chakras und sich auch Feuer Energie vorstellen. Er kann auch ein Mantra wiederholen, er kann sich z.B. vorstellen, dass von oben feuriges Licht in ihn hineinströmt oder auch dass eine Segensenergie vom Meister oder von der Gottheit kommt, die die Sonne entzündet und die Sonne überall aktiviert. Wer ein Kapha Temperament hat, kann sich auch vorstellen, spüren und fühlen, wie in der Meditation über das Mantra und über Gott alle Zellen des Körpers anfangen zu pulsieren und zu strömen. Der Kapha Typ kann sich auch vorstellen, dass beim Einatmen Energie in das Muladhara Chakra geht und beim Ausatmen über die Wirbelsäule nach oben und dass das Ganze feurig ist und energetisiert. Das sind ein paar Hinweise für Ayurveda Mediation. Mehr dazu findest du auf unserer Internetseite.

Video Ayurveda Meditation

Videovortrag mit dem Thema Ayurveda Meditation :

Autor/Sprecher: Sukadev Bretz, Gründer von Yoga Vidya, Seminarleiter zu den Themen Yoga und Meditation.

Ayurveda Meditation Audio Vortrag

Hier die Audiospur des oberen Videos zu Ayurveda Meditation :

Siehe auch

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