Brahma Sutra

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1. Brahma Sutra (Sanskrit: ब्रह्मसूत्र brahmasūtra n.) Name des Grundtextes der Philosophie des Vedanta. Er wurde von Badarayana (siehe auch: Vyasa) verfasst und in der Bibliotheca Indica veröffentlicht (Vol. 22, 1854). Weitere Bezeichnungen für diesen Text sind Vedanta Sutra und Badarayana Sutra; die heilige, von den Brahmanen getragene Schnur (Sutra).

2. Brahmasutra , (Sanskrit ब्रह्मसूत्र brahmasūtra), die Brahmanenschnur; ein das B. behandelndes Sutrawerk, (bes. das des Badarayana oder Vyasa). Brahmasutra ist ein sächliches Sanskrit Substantiv und kann ins Deutsche übersetzt werden mit die Brahmanenschnur; ein das B. behandelndes Sutrawerk, (bes. das des Badarayana oder Vyasa).

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Verschiedene Schreibweisen für Brahmasutra

Sanskrit Wörter werden in Indien auf Devanagari geschrieben. Damit Europäer das lesen können, wird Devanagari transkribiert in die Römische Schrift. Es gibt verschiedene Konventionen, wie Devanagari in römische Schrift transkribiert werden kann Brahmasutra auf Devanagari wird geschrieben " ब्रह्मसूत्र ", in IAST wissenschaftliche Transkription mit diakritischen Zeichen " brahmasūtra ", in der Harvard-Kyoto Umschrift " brahmasUtra ", in der Velthuis Transkription " brahmasuutra ", in der modernen Internet Itrans Transkription " brahmasUtra ".

Form der Brahma Sutras, Shankaras Kommentar

Artikel aus dem Buch „Das System des Vedanta“ von Paul Deussen, Elibron Classics, 2. Auflage, 1906, S. 19 - 26.

Nach diesen Andeutungen, welche bei einer erst in Zukunft möglichen Bestimmung der Abfassungszeit unseres Werks von Nutzen sein können, wenden wir uns zur Betrachtung seiner Form, welche eine sehr wunderliche ist. Dasselbe ist, wie auch die Grundwerke der übrigen philosophischen Systeme Indiens abgefasst in einer Reihe von Sutras, welches Wort „Faden" (von "siv" = lat. "suere") bedeutet und hier wohl am einfachsten verstanden wird als die beim Weben ausgespannte Kette der Fäden, welche den Grund des Gewebes bildet, zu diesem aber erst durch die Einführung des Einschlages wird. Ebenso wie die Satras zu einem zusammenhängenden Ganzen erst durch die in mündlichem oder schriftlichem Vortrage sie durchschlingenden Erklärungen. Denn ohne diese sind die 555 meist aus zwei his drei Worten bestehenden Sutras, in denen unser Autor das ganze Vedantasystem darlegt, schlechterdings unverständlich, zumal dieselben nicht sowohl die Schlagworte des Systems enthalten, als vielmehr Stichworte, zum Anhalte für das Gedächtnis, welche selten das Hauptsächliche, häufig etwas ganz Nebensächliches hervorheben, vielfach auch eine ganz allgemeine, nichtssagende Form haben, die auf die verschiedensten Umstände passt und dem Ausleger alles überlässt. Daher kehrt auch oft dasselbe Sutram wieder; so z. B. Smritesh Ca 1,2,6. 4,33,11; Crutesh Ca 3,4,4. 3,4,46; Darshayati Ca 3,3,4. 3,3,22; Sva Paksha Doshac Ca 2,1,10. 2,1,29; Ubhayatha Ca Doshat 2,2,16. 2,2,23; Darshanac Ca 3,1,20. 3,2,21. 3,3,48. 3,3,66. 4,3,13, also fünf Mal, und zwar, wenn wir dem Kommentator glauben sollen, wie wir es wohl müssen, in verschiedener Bedeutung, indem Darshanac Ca in der Regel (3,2,21. 4,3,13 vgl. 1,3,30) bedeutet : „weil die Schrift es lehrt", hingegen 3,1,20. 2,2,15 und 4,2,1: „weil die Erfahrung es zeigt" und 3,3,48: „weil man es (aus den Merkmalen) ersieht".

Ebenso haben wir zweimal das Sutram Gaunyasambhavat (2,3,3. 2,4,2, und zwar, wie Shankara selbst hervorhebt (p. 706,9), in ganz entgegengesetztem Sinne. So heißt Anumanam gewöhnlich "die Smriti" (z. B. 1,33,28. 3,2,24. 4,4,20), dann aber auch zur Abwechslung ist es Synonym von Pradhanam (Urmaterie der Sankhyas) in 1,3,3; so bedeutet Itara 1,1,16. 2,1,21 die individuelle, aber 2,3,21 die höchste Seele und wiederum 4,1,14 „das gute Werk"; und Prakaranat heißt 1,2,10 und 1,3,6 „weil davon die Redo ist", hingegen 4,4,17 „weil er damit betraut ist". Hierzu kommt eine absonderliche Neigung zu seltsamen Wörtern und Wendungen, wobei häufig ein anderes Wort gewählt wird, als es die zur Besprechung herangezogene und mitunter allein durch das betreffende Wort indizierte Upanishadstelle bietet; so 1,1,24 Carana statt Pada (Chand. 3,12,6); 1,3,1 Sva statt Atman, Bhu statt Prithivi (Mund. 2,2,5); 1,3,2 Upa Sarp statt Ipai (Mund. 3,2,8); 1,3,10 Ambara statt Akasha (Brih. 3,8,7); 1,3,39 Kampana statt Ejati (Kath. 6,2); 1,4,24 Abhidhya statt Akamayata (Taitt. 2,6), Aikshata (Chand. 6,2,3); 4,2,4 Upayama statt Abhisamayanti (Brih. 4,3,38); 4,3,2 Abda statt Samvatsara (Chand. 5,10,2); 4,3,3 Tadit statt Vidyut (Chand. 5,10,2) usw.

Dieser Tatbestand der Brahma Sutras lässt sich weder aus dem Streben nach Kürze, noch aus einer Vorliebe für charakteristische Ausdrucksweise hinlänglich erklären. Vielmehr müssen wir annehmen, dass der oder die Verfasser absichtlich das Dunkle suchten, um ihr die Geheimlehre des Veda behandelndes Werk allen denen unzugänglich zu machen, welchen es nicht durch die Erklärungen eines Lehrers erschlossen wurde. Aus solchen, dieser Absicht gemäß ursprünglich wohl nur mündlichen Erklärungen mochten sich dann mit der Zeit die geschriebenen Kommentare über unser Werk entwickeln, welche Colebrooke (Misc. Ess., p. 332. 334) aufzählt, und von denen uns für jetzt nur der des Shankara zugänglich ist. Wir müssen daher dennoch darauf verzichten, Badarayanas Lehre und Shankaras Auslegung derselben auseinander zu halten, so dass unsere Darstellung streng genommen nur eine solche des Vedantasystems vom Standpunkte des Shankara aus ist. Übrigens befindet sich derselbe nirgendwo mit den Sutras in Widerspruch (es wäre denn 1,1,19, worüber wir Kapitel IX, 5 handeln werden, und etwa noch p. 870,5, wo âdlnanâya durch samllagdarfana-arfham erklärt wird, und p. 908,12, wo der Ausleger dem ubhayatkâ ein itbliayatkâ-zibkâgena substituiert), wohl aber liegt 3.1,13 p. 764,3 der merkwürdige Fall vor, dass bei Besprechung von Kath. 2,6 Shankara die Worte „Punah Punar Vasham Apadyate Me" mit Badarayana unrichtigerweise auf Höllenstrafen bezieht, während er dieselben Worte in seinem Kommentare zu Kath. 2,6 p. 96,1-1 richtig von einem wiederholten Geboren-Werden und Sterben versteht.

Hin und wieder ist seine Erklärung eines Sutram zweifelnd (z. 13. 2,4,1.2. 3,2,33), an folgenden Stellen gibt er (oder geben die verschiedenen Überarbeiter) eine doppelte Erklärung: 1,1,12-19. 1,1,31. 1,3,27. 1,4, 3. 2,2,39-40. 2,4,5-6. 3,1.7. 3,2,22. 3,2,33. 3,3,16-17. 3,3,26. 3,3,35. 3,3,64; zu 1,1,23 bekämpft er (p. 141,7 fg.) die Beziehung des Sutram auf Brih. 4,4,18 Chand. 6,8,2 statt auf Chand. 1,10,9; zu 1,4.26 merkt er an, dass es manche als zwei Sutras behandeln; zu 1,2,26 und 2.1,15 bespricht er eine Varia Lectio des Sutram, zu 2,4,2. 3,3,38 und 3,3,57 eine andere Auffassung desselben: 3,2,11-21 betrachtet er als zu-sammengehörig und verwirft, unter sehr eingehenden Erör-terungen, die Meinung derer, welche daraus zwei Abschnitte (Adhikarana), nämlich 11-14 und 15-21 machen; noch merkwürdiger und auf tiefgehende prinzipielle Differenzen der Ausleger hindeutend ist es, wenn Shankara p. 1124,9 die Meinung anderer erwähnt und weiterhin ausführlich widerlegt, welche den Siddhanta (die endgültige Meinung) nicht in der Anschauung des Badarayana 4,3,7-1l, sondern in der hinterher folgenden des Jaimini 4,3,12-14 ausgesprochen finden wollen, was vorauszusetzen scheint, dass für sie Badarayana nicht als letzter Autor des Werkes galt, und zu den oben (S. 25) erwähnten Bezeichnungen der Karma Mimansa als Teil des eigenen Werkes und des Autors als Vyasa stimmen würde.

Der Kommentar des Shankara hat, wie wir anzunehmen Grund haben, mehrfache Interpolationen erlitten, namentlich im ersten Teile, wo dieselben gewöhnlich durch ein Apara'aha angefügt werden. Eine Verfolgung dieses Themas würde zu weit führen, daher wir hier nur kurz die Stellen namhaft machen, in denen wir Zusätze von fremder Hand zu erkennen glauben: 1) p. 122,9-129,5, worüber wir Kap. IX, 5 handeln werden; 2) p. 141,7-1.142,3 scheint polemischer Zusatz eines andern zu sein, vgl. p. 138,12; 3) p. 150,10-151,5, ohne Zweifel eine Interpolation; 4) p. 153,5-154,2 wiederholt ein „Apara", der daran Anstoß nahm, dass Brahman im Himmel, statt jenseits des Himmels sei, Shankaras Worte, indem er sie dabei verbessert; 5) p. 163,11 folgt mit den Worten: „Athava — Asya Ayam Anyo Rthah" eine ganz andere Erklärung des Sutram, möglicherweise von fremder Hand; 6) p. 184,1-185,17: ein „Apara" bestreitet die vorher gemachte Anwendung des Verses Mund. 3,1,1 und erklärt ihn mit Berufung auf das Paingi Rahasya Brahmanam in anderem Sinne; hierbei zitiert er Brih. 4,5,15 nach den Madhyandinas, während Shankara diese Stelle gewöhnlich nach den Kanyas (oder an ihrer Statt 2,4,14 Madhy.) zu zitieren pflegt, p. 111,4. 199,12. 393,3. Das Motiv dieser Ausführung scheint aus p. 232,12 entnommen zu sein; 3,3,34 wird sie ebenso ignoriert, wie der Zusatz p. 122,9-129,5 in 3,3,11-13; 7) p. 228,2-6 offenbar Zusatz eines Interpolators, nach welchem die Brücke „Setu" in Mund. 2,2,5 die Erkenntnis des Brahman und nicht das Brahman selbst ist, auf welches doch der Ausdruck vorher, p. 227,10, und ebenso wieder später, p. 834,11, bezogen wird, p. 247,3 (wohl nur bis 247,7) behauptet ein „Apara", der Jivaghana sei nicht der Jiva, wie vorher erklärt wird, sondern Brahmaloka. Auf einer Fusion beider Ansichten scheint die Auffassung des Jivaghana als Hiranyagarbha im Kommentar zu Prashna 5,5 zu beruhen.

Inhaltsverzeichnis der Brahma Sutras mit Shankaras Kommentar nach Adhyaya, Pada und Adhikaranam

Entnommen aus dem Buch „Das System des Vedanta“ von Paul Deussen, Elibron Classics, 2. Auflage, 1906, S. 36-47.

Zum Schlusse lassen wir hier ein Inhaltsverzeichnis der Brahma Sutras folgen, welches nicht nur für unsere Darstellung des Systems, sondern auch beim Studium des Originalwerkes von Nutzen sein wird. Das Werk (in welchem überhaupt die Vierzahl eine große Rolle spielt, vgl. Kap. VII, 2) zerfällt, wie es vorliegt, in vier Adhyayas (Lektionen) zu je vier Padas (Füßen oder Vierteln), eine Einteilung, welche an die vier vierteiligen Füßse des Brahman (Chand. 4,5-8) und den sechzehnteiligen Geist (Prashna 6, vgl. Chand. 6,7, Shvet. 1,4, Brih. 1,5,15) erinnert. Die Zahlen zu Anfang der Zeilen bedeuten die 555 Sutras des Werkes, ihre Zusammenfassungen die Adhikaranas oder Kapitel, deren wir nach der angehängten Adhikaranamala 192 (nicht mit Colebrooke 191) zählen.

I, 1: Einleitung: über die Avidya und die Vidya

1. Voraussetzungen des Vedanta.
2. Das, woraus die Welt entsprungen ist, ist Brahman.
3. Verhältnis des Brahman zum Veda.
4. Verhältnis des Vedanta zur Mimimansa.
5-11. Das Prinzip der Welt ist erkennend, nicht, wie die Sankhyas lehren, erkenntnislos.
12-19. Der Anandamaya Taitt. 2,5 ist Brahman.
20-21. Der Antar Aditye Chand. 1,6,6 ist Brahman.
22. Der Akasha Chand. 1.9,1 ist Brahman.
23. Der Prana Chand. 1,11.5 ist Brahman.
24-27. Das Paro Diro Jyotis Chand. 3,13,7 ist Brahman.
28-31. Der Prana Kaush. 3,2 ist Brahman.

I, 2

1-8. Der Manomaya Prana Sharira Chand. 3,14,2 ist Brahman.
9-10. Der Attar Kath. 2,25 ist Brahman.
11-12. Die Guham Pravishtau Kath. 3,1 sind Brahman und Jiva.
13-17. Der Antara Chand. 4,15,1 ist Brahman.
18-20. Der Anteryamin Brih. 3,7.3 ist Brahman.
21--23. Das Adreshyam Mund. 1,1,6 ist Brahman.
24-32. Der Atman Vaishvanara Chand. 5,11,6 ist Brahman.

I, 3.

1-7. Das Ayatanam Mund. 2,2,5 ist Brahman.
8-9. Der Bhuman Chand. 7,23 ist Brahman.
10-12. Das Aksharam Brih. 3.8.l ist Brahman.
13. Der Gegenstand des Om Prashna 5,5 ist Brahman.
14-18. Der Dahara Chand. 8,1,1 ist Brahman.
19-21. Der Samprasada Chand. 8.12.3 bezieht sich auf Brahman.
22-23. Das Na Tatra Suryo Bhati Mund. 2,2,10 bezieht sich auf Brahman.
24-25. Der Angushtha Matra Kath. 4,12 ist Brahman.
26-33. Beruf der Götter zur Vidya. Ewigkeit des Veda.
34-38. Ausschließung der Shudras von der Vidya.
39. Der Prana Kath. 6,2 ist Brahman.
40. Das Jyotis Chand. 8,12,3 ist Brahman.
41. Der Akasha Chand. 8,14 ist Brahman.
42-43. Der Vijnanamaya Brih. 4,3,7 ist Brahman.
Rama und Sita bei ihrer Krönung

I,4.

1-7. Das Avyaktam Kath. 3,11 ist nicht die Materie der Sankhyas (Pradhanam), sondern „der feine Leib" (Sukshmam Shariram).
8-10. Die Aja Shvet. 4,5 ist nicht die Sankhya-Materie, sondern die Natur.
11-13. Die Panca Panca Janah Brih. 4,4,17 sind nicht die 25 Prinzipien der Sankhyas, sondern Odem, Auge, Ohr, Speise und Manas.
14-15. Widerspruchslosigkeit des Vedanta. Das Nichtseiende, aus dem nach Taitt. 2,7 die Welt entstanden, ist nur ein relatives.
16-18. Der Kartar Kaush. 4,19 ist Brahman.
19-22. Der Atman Brih. 2,4,5 ist Brahman.
23-27. Brahman ist die Caussa Efficiens und Caussa Materialis der Welt.
28. Die Bekämpfung der Sankhya Materie gilt auch den Atomisten.

II, 1.

1-2. Warum die Sankhyas das Brahman nicht erwähnen.
3. Dies auch auf den Yoga bezogen.
4-11. Brahman ist auch die Caussa Materialis der Natur. Einwürfe der Reflexion zurückgewiesen.
12. Diese Zurückweisung auch auf die Atomisten u. a. ausgedehnt.
13. Subjekt (Bhoktar) und Objekt (Bhogyam) eins in Brahman.
14-20. Identität von Ursache und Wirkung, Brahman und Welt.
21-23. Woher das Böse? Die Seele, obwohl nicht Schöpfer, trägt alle Schuld daran. Illusorischer Charakter des Samsara.
24-25. Brahman schafft ohne Werkzeuge, obwohl er reiner Geist ist.
26-29. Brahman wandelt sich in die Welt und bleibt doch ganz und ungeteilt, wie ein Träumender, ein Zauberer Gestalten schafft und doch einer bleibt.
30-31. Brahman als Schöpfer hat viele Kräfte und ist doch unterschiedslos.
32-33. Motiv der Schöpfung: Brahman, allgenügsam, schafft nur zum Spiele.
34-36. Brahman weder ungerecht noch grausam; die Ungleichheit der Geschöpfe durch sie selbst in frühem Daseinsformen verschuldet. Anfanglosigkeit des Samsara.
37. Rekapitulation über Brahman als Schöpfer.

II, 2.

1-10. Widerlegung der Sankhyas. Physikotheologiacher Beweis.
11. Ein Einwurf der Vaisheshikas beantwortet.
12-17. Widerlegung der Vaisheshikas. Unmöglichkeit der Atome.
18-27. Widerlegung der Buddhisten realistischer Richtung; Beharren von Subjekt und Substanz.
28-32. Widerlegung der Buddhisten idealistischer Richtung; die Realität der Außenwelt erwiesen.
33-36. Widerlegung der Jainas; wie groß die Seele zu denken?
37-41. Widerlegung der Pashupatas.
42-45. Widerlegung der Pansharatras.

II, 3.

1-7. Der Akasha ist eutstanden. Nicht so Brahman. Cogito, ergo sum.
8. Aus dem Akasha entstand der Vayu;
9. Brahman ist nicht entstanden; kosmologischer Beweis;
10. Aus dem Vayu entstand Agni,
11. Aus dem Agni die Apas,
12. Aus den apas das Aunam d. i. die Erde.
13. Nicht die Elemente, sondern Brahman in ihnen ist das Schaffende.
14. Reabsorption der Welt in umgekehrter Ordnung.
15. Entstehung der Seelenorgane: Indriyas, Manas, Buddhi.
16. Nicht entstanden ist die individuelle Seele. Moralische Gründe.
17. Gegengründe erwogen. Identität der Seele mit Brahman. Nur ihre Upadhis entstehen und vergehen.
18. Die Seele ist wesentlich (wie die Sankhyas) nicht akzidentell (wie die Vaisheshikas lehren) erkennend.
19-32. Verhältnis der Seele zum Leibe; sie ist nicht Anu, sondern Vibhu.
33-39. Über das Kartritvam (Täter-sein) der Seele.
40. Ihr KArtritman ist nicht Svabhavikam, sondern Upadhi-Nimittam.
41-42. Die Seele ist unfrei und wird beim Tun von Gott (Ishwara) gemäß ihrem frühern Tun gelenkt.
43-53. Die Seele mit Brahman identisch und nicht identisch. Illusorischer Charakter aller individuellen Existenz und ihrer Schmerzen.

II, 4.

1-4. Auch die Pranas (Organe der Relation) sind aus Brahman entstanden.
5-6. Ihrer sind elf: 5 Buddhi Indriyas, 5 Karma Indriyas, 1 Manas.
7. Über ihre räumliche Größe.
8. Auch der Mukhya Prana (Organ der Nutrition) ist erschaffen.
9-12. Über sein Wesen und seine fünf Funktionen.
13. Über seine räumliche Größe.
11-16. Verbindung der Pranas mit der Seele. Mitwirkung der Götter.
17-19. Verhältnis des Mukhya Prana zu den übrigen Pranas.
20-22. Verhältnis des Leibes und seiner Organe zu den Elementen.

III, 1.

1-7. Auswanderung der Seele mit ihren Organen beim Tode.
8-11. Warum sie wieder in einen neuen Leib eingehen muss?
12-21. Bestrafung der Übeltäter; verschiedene Schicksale der Seele nach dem Tode. Die vier Klassen der (organischen) Wesen.
22. Rückkehr durch Akasha usw. Verhältnis zu diesen das eines Gastes.
23. Über die Zeitdauer des Weilens auf diesen Zwischenstationen.
24-27. Beseeltheit der Pflanzen. Rückkehr der Seele durch Pflanzen, Speise, Same, Mutterschoß zur Verkörperung.

III, 2.

1-6. Vom Wesen des Traumes; Unterschied vom Wachen.
7-8. Wesen des Tiefschlafes; er ist ein Eingehen in Brahman.
9. Warum der Erwachende mit dem Entschlafenen identisch ist?
10. Die Ohnmacht; Unterschied von Tiefschlaf und Tod. Metaphysische Bedeutung des Todes.
11-21. Brahman ist ohne alle Unterschiede, Bestimmungen und Attribute.
22-30. Brahman ist nie Objekt, weil ewig Subjekt (Sakshin).
31-37. Über einige bildliche, von Brahman gebrauchte Ausdrücke.
38-41. Die Frucht der Werke kommt von Gott, der dabei die früheren Werke berücksichtigt. Über das Apurvam.

III, 3.

1-4. Auch in den Saguna Vidyah ist Einheit der Erkenntnis. Widerspruchslosigkeit der Vedanta-Texte.
5. Daher Zusammenfassung der verschiedenen Vijnanas erforderlich.
6-8. Über Differenzen beim Prana Samvada Chand. 1,3, Brih. 1,3.
9. Verhältnis zwischen Om und Udgitha Chand. 1,1,1.
10. Die Parallelstellen Brih. 6,1,14, Chand. 5,1,13, Kaush. 2,14 über den Prana Samvada sind zu verbinden.
11-13. Qualitäten des Brahman von allgemeiner und solche von stellenweiser Gültigkeit, erläutert an Taitt. 2.
14-15. In Kath. 3,10-11 ist keine Stufenfolge der Vermögen, sondern nur Primat des Purusha beabsichtigt.
16-17. Auf Brahman geht Ait. 1,1 [od. Brih. 4,3,7-4,25 u. Chand. 6,8-16].
18. Chand. 5,2, Brih. 6,1 wird Vasovijnanam, nicht Acamanam befohlen.
19. Die Shandilya Vidya. Shat. Br. 10,6,3 ist mit Brih. 5,6 zu verbinden.
20-22. Hingegen Brih. 5,5 sind Ahar uud Aham auseinander zu halten.
23. Ebenso die Vibhutis in den Ramayanila Khilas und Chand. 3,14.
24. Ebenso der Purusha Yajna der Tandins, Paingins und Taittirtyakas.
25. Diverse Eingangsstellen von Upanishaden, die nicht zur Vidyah gehören.
26. Chand. 8,13, Mund. 3,1,3 usw. durch Kaush. 1,4 zu ergänzen.
27-28. Die Abschüttelung der guten und bösen Werke beim Sterben.
29-30. Der Devayana ist nur in den Saguna Vidyah gültig.
31. In diesen aber allgemein. Über die Differenz von Satyam (Brih. 6,2,15) und Tapas (Chand. 5,10,1) in der Pancagni Vidya.
32. Möglichkeit eines neuen Leibes bei Erlösten, zum Zwecke einer Mission. - Unmittelbare Gewissheit der Erlösung.
33. Die Stellen über das Aksharam (Brih. 3,8,8, Mund 1,1,6) ergänzen sich gegenseitig.
34. Die Stellen Ritam Pibantau (Kath. 8,1) und Dva Suparna (Mund. 3,1)gehören zusammen.
35-36. Ebenso Brih. 3,4 und 3,5. Brahman I) kausalitätslos, 2) leidlos.
37. Brahman und der Verehrer zum Zwecke der Meditation getrennt.
38. Brih. 5,4 u. 5,5 (nicht Brih. 5,4.5 u. Chand. 1,6.7) sind eine Vidya.
39. Einheit und Unterschied von Chand. 8,1,1.5 und Brih. 4,4,22.
40-41. Rituelle Fragen betreffend die Vaishvanara Vidya. Chand. 5,11-24.
42. Verhältnis der Vorstellungen wie Chand. 1,1,1 zu den Werken.
43. Brih. 1,5,21-23 und Chand. 4,3 sind Adhyatman und Adhidaivam zum Zwecke der Verehrung zu trennen.
44-52. Im Agnirahasyam gehört Shat. Br. 10,5 Manashcit usw. zur Vidya.
53-54. Episode über die Unsterblichkeit der Seele.
55-56. Mit Werken verknüpfte Vorstellungen wie Chand. 1,1,1. 2,2,1. Ait. ar. 2,1,2,1. Shat. Br. 10,5,4,1 gelten nicht nur für die eigene Shakha, sondern, wie auch die Mantras u. a., allgemein.
57. Chand. 5,11-24 ist der Samasta, nicht der Vyasta zu verehren.
58. Stellen, wo Einheit des zu Lehrenden, Verschiedenheit der Lehre
59. Bei letzterer findet Wahl, nicht Zusammenfassung statt.
60. Nur auf Wünsche bezügliche Lehren können zusammengefasst werden.
61-66. Bei den 55-56 erwähnten ist Zusammenfassung oder Wahl.

III, 4.

1-17. Die Upanishad-Lehre ohne Werktätigkeit führt den Menschen zum Ziele. Stellung des Wissenden zu den Werken.
18-20. Kontroverse zwischen Jaimini und Badarayana über die Ashramas.
21-22. Stellen wie Chand. 1,1,3. 1,6,1. Shatap. Br. 10,1,2,2. Ait, ar. 2,1,2,1 sind nicht bloß Stuti, sondern Teil des Upasanam.
23-24. Beschränkte Gültigkeit d. Legenden Brih. 4,5, Kausb. 3,1, Chand. 4,1.
25. Resume von 1-17: Wissen ohne Werke führt zum Ziel.
26-27. Yajna, Danam, Tapas usw. als Mittel zur Wissenschaft.
28-31. In Lebensgefahr ist Vernachlässigung der Speisegesetze statthaft.
32-35. Auch wer nicht nach Wissen begehrt, muss die Ashrama Karmani betreiben, da sie das Wissen nur fördern, nicht erzeugen.
36-39. Auch die aus Armut Ashrama-losen sind zur Vidya berufen.
40. Character Indelebilis des Urddhvaretas-Gelübdes.
41-42. Inwieweit ist für den gefallenen Brahmacharin Buße möglich?
43. Ausschließung desselben bei Mahapatakas und Upapatakas.
44-46. Ob die Upasanas Sache des Yajamana oder Ritvij sind?
47-49. Inwiefern Brih. 3,5,1 die Ashramas zu verstehen sind.
51. Das Wissen als Frucht dieser Mittel erfolgt hier, wenn keine stärkere Atindriya Shaktih da ist, sonst im nächsten Leben.
52. Ein Mehr und Minder, zufolge der verschiedenen Kraft der Sadhanas, besteht nur bei den Saguna Vidyah, nicht in der Nirguna Vidya.

IV, 1. .1-2. Der Pratyaya des Atman ist zu üben, bis Intuition erreicht ist.

3. Dann erfolgt Identität von Ich und Brahman; für den Erweckten gibt es kein Übel, keine Wahrnehmung, keinen Veda mehr.
4. „Du sollst dir kein Bildnis (Pratikam) machen!"
5. Chand. 3,19,1 („Adityo Brahma") wird Brahman von Aditya prädiziert.
6. Hingegen Chand. 1,3,1 wird Aditya von Udgitha prädiziert.
7-10. Das Upasanam übe man sitzend, nicht liegend oder stehend.
11. Im übrigen ist Ort, Zeit und Himmelsrichtung gleichgültig, nur völlige Ungestörtheit erforderlich.
12. Die Upasanas bezwecken teils Samyagdarshanam, teils Abhyudaya; erstere sind, bis der Zweck erreicht, letztere bis zum Tode zu üben.
13. Bei erreichter Erkenntnis Vernichtung früherer, Unmöglichkeit künftiger Sünden. Die Kraft des Karman ist paralysiert.)
14. Vernichtung auch der guten Werke. Warum?
15. Fortbestehen des Leibes trotz der Erlösung bis zur Tilgung der angebrochenen Werkfrucht. Töpferscheibe; Doppelmond.
16-17. Opfer usw. sind nicht mehr für den Brahmavid, wohl aber noch für den Sagunavid verbindlich.
18. Läuternde Wirkung von Opfer usw. mit, aber auch ohne Wissen.
19. Nach Abbüßung des Karman: Tod und mit ihm Kaivalyam.

IV, 2.

1-2. (Aparavidya) Beim Tode gehen die Indriyas in das Manas ein,
3. Das Manas in den Prana,
4-6. Der Prana in den Vijnanatman (Jiva), dieser in die Elemente.
7. Von hier gelangt der Avidvan zur Verkörperung, der Vidvan zur Unsterblichkeit. Dieses Amritatvam ist Apekshikam.
8-11. Fortdauer des „feinen Leibes". Sein Wesen beschrieben.
12-14. (Paravidya.) Für den Akamayana (Parabrahmavid) gibt es keinen Auszug der Seele; er ist schon Brahman.
15. Seine Pranas gehen auf in Brahman, das Grobe wird zu Erde usw.
16. Sein Aufgehen geschieht ohne Rest, nicht, wie sonst, mit Rest.
17. (Aparavidya) Der Vidvan (exoterisch Wissende) geht aus durch die 101ste Ader (die andern durch andere);
18-19. Von da durch einen Sonnenstrahl, der bei Tag und Nacht,
20-21. im Sommer wie im Winter vorhanden ist. (Anders Sankhya Yoga)

IV, 3.

1. Stationen des Weges: Nadi, - Rashmi, - Arcis,
2. Ahar, - Apuryamanapaksha, - Yarn Shad Udan Eti, - Samvat Sara, - Vayu, - Aditya,
3. Candra, - Vidyut, - Varunaloka, - Indra, - Prajapati.
4-6. Diese sind Führer der Seele, deren Organe, weil sie eingepackt sind, nicht funktionieren.
7-14. Endstation: Brahman, nicht das allgegenwärtige Param Brahma, sondern das Aparam, Sagunam Brahma, welches als Karyam vergänglich ist. Kramamukti.
15-16. Die aber Br. unter einem Pratikam verehren, haben andern Lohn.

IV, 4.

1-3. (Paravidya) Identität der erlösten mit der in Unwissen, Leiden, Vergänglichkeit gebundenen Seele.
4. Unio Mystica.
5-7. (Aparavidya) Charakteristik des (unvollkommen) Erlösten.
8-9. Die „Wünsche" (Chand. 8,2) des Erlösten. Freiheit desselben.
10-14. Ob der Erlöste Organe (Manas usw.) besitze?
15-16. Wunderkräfte desselben; Beseelung mehrerer Leiber zugleich.
17-22. Sein Aishvaryam und dessen Schranken. Schilderung von Brahma Loka. Nachdem ihm dort das Samyagdarshanam zuteil geworden, geht auch er in das ewige, vollkommene Nirvanam ein.

Zusammenfassung Deutsch Sanskrit - Sanskrit Deutsch

Deutsch die Brahmanenschnur; ein das B. behandelndes Sutrawerk, (bes. das des Badarayanaoder Vyasa). Sanskrit Brahmasutra
Sanskrit Brahmasutra Deutsch die Brahmanenschnur; ein das B. behandelndes Sutrawerk, (bes. das des Badarayanaoder Vyasa).

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