Smriti

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Smriti (Sanskrit: स्मृति smṛti f.) Erinnerung, Gedenken, Gedächtnis; eine als Autorität geltenden Überlieferung, ein solches Werk oder ein Ausspruch eines solchen; Tradition. Die Tradition des Veda unterteilt ihre heilige Schriften in Shruti (Offenbarung) und Smriti. Letztere haben im Gegensatz zur Shruti menschliche Verfasser.

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Zur Smriti gehören u.a. die beiden Epen Mahabharata und Ramayana, die Vedangas, die Grihyasutras, die Shrautasutras, die Manusmriti, die Puranas, die Dharmashastras, vor allem die Werke von Manu, Yajnavalkya, die Nitishastras sowie die sechs Darshanas. Im Yogasutra gilt Smriti als eine der fünf Chittavrittis. Manu meint, dass unter Shruti die Veden zu verstehen sind und unter Smriti das Institut für Recht.

Die Yoga Sutras von Patanjali

अनुभूतविषयासंप्रमोषः स्मृतिः ||1.11||

anubhūta-viṣayāsaṃpramoṣaḥ smṛtiḥ ||1.11||

Erinnerung (Smriti) ist das Nicht-Abhandenkommen von (früher) erfahrenen (Sinnes-)Gegenständen (Vishaya).

Sukadev über Smriti

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Smriti

Smriti ist die Erinnerung, Smriti ist das Erinnerte. Smriti ist auch eine Gattung von Heiligen Schriften, die oft im Deutschen übersetzt werden als Gesetzesbücher. Smriti heißt also, etwas erinnern, Erinnerung. Man kann sagen, Smarana ist der Prozess des Erinnerns, was auch als eine spirituelle Praxis gilt. Smarana ist also das Erinnern des Namen Gottes. Und Smriti ist das Erinnerte. Smarana ist der Prozess des Erinnerns und Smriti ist das Erinnerte. Smriti ist manchmal auch das Überlieferte. Und Smriti bezieht sich zum einen auf das Erinnerte, gehört auch zu den so genannten "Vrittis", also zu den Gedankenwellen, die Patanjali erwähnt. Smriti ist aber eben auch eine Schriftgattung.

Es gibt vier heilige Schriften, in dem so genannten "Sanatana Dharma", der ewigen Ordnung, kann man sagen, was auch als Hinduismus bezeichnet wird. Und dazu gehört erstmal Shruti, das Offenbarte oder auch das in tiefer Meditation Gehörte. Als zweites sind es die Smritis, das Erinnerte, was jetzt die Gesetzestexte sind, wird auch manchmal genannt "die Überlieferung". Und als drittes die Puranas, wörtlich "das Uralte", die Geschichten über Gott und seine Inkarnationen, Avatare. Und die Ithihasas, die großen Epen, welche große spirituelle Helden beschreiben und die auch in Verbindung stehen mit Gott und Manifestationen Gottes.

Besonders wichtig sind die "Manu Smriti" und die "Yajnavalkya Smriti". In diesen Smritis findest du viele Grundprinzipien des spirituellen Weges. Shruti und Smriti gibt es auch im übertragenen Sinn. Shruti ist die Offenbarung, sind die ewigen Wahrheiten. Smriti, das Erinnerte oder die Überlieferung, ist das, was immer wieder neu angepasst werden muss. Wir nennen auch bei Yoga Vidya die Regeln unserer spirituellen Gemeinschaft die "Yoga Vidya Smriti". Dort steht drin, was von dem erwartet wird, der Teil unserer spirituellen Gemeinschaft ist und in den Ashrams oder Zentren lebt, kürzer oder auch länger.

Das ist dann die Yoga Vidya Smriti. Also, eine Überlieferung, die sich ergeben hat, indem wir über viele Jahre, seit 1992, immer wieder diskutieren und Vereinbarungen treffen, Abstimmungen treffen, wie unsere spirituelle Gemeinschaft zusammenlebt, wie spirituelle Praktiken als Gemeinschaftspraktiken gemacht werden, wie Entscheidungen getroffen werden usw. Das ist also die Yoga Vidya Smriti. In Anlehnung eben an Manu Smriti und Yajnavalkya Smriti, die auch verschiedenste Regeln des menschlichen Lebens und Zusammenlebens geben.

Mehr zu all dem findest du auf unseren Internetseiten, unter www.yoga-vidya.de. Wenn du mehr wissen willst über Smriti, dann gib einfach ein, "Smriti". Wenn du mehr wissen willst, wie du in der Yoga Vidya Lebensgemeinschaft leben kannst, dann gib einfach ein, "Lebensgemeinschaft". Und so findest du sehr umfassende Darstellungen, wie unsere Yoga Vidya Lebensgemeinschaft funktioniert.

Siehe auch

Literatur

  • Dowson, John: A Classical Dictionary of Hindu Mythology and Religion – Geography, History and Religion; D.K.Printworld Ltd., New Delhi, India, 2005

Weblinks

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