Indra Loka

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Statue der Gottheit Indra,Copyright

Indra Loka: Name einer der Himmelsebenen in der indischen Mythologie. Das himmlische Sabha von Sakra (Indra) erleuchtet in vollem Glanz. Indra erhielt es als Lohn für seine Taten. Er selbst hat es so strahlend wie die Sonne gemacht. Es ist einhundert Yojanas breit, 150 Yojanas lang und fünf Yojanas hoch. Es kann überall sein, wo immer es möchte.

Indra Loka

Indra - König der Götter

- Abschnitt aus dem Buch: Was wird aus der Seele nach dem Tode - von Swami Sivananda -

Die himmlische Sabha Shakras (Indras) ist voller Glanz. Indra erhielt sie als Belohnung für seine Taten und erschuf sie selbst so strahlend wie die Sonne. Sie ist hundert Yojanas breit, hundertfünfzig Yojanas lang und fünf Yojanas hoch und kann sich auf Wunsch überall hin verlegen.

Es gibt dort keine Altersschwäche, keinen Kummer, keine Erschöpfung und keine Furcht, alles ist wohltuend und glückbringend. Sie ist mit Zimmern und Sitzgelegenheiten ausgestattet und mit himmlischen Bäumen geschmückt. In dieser Sabha sitzt auf einem herrlichen Thron der Herr der Himmlischen mit seiner Gattin Sachi, die die Verkörperung der Schönheit und des Reichtums ist. Er sitzt dort mit unbeschreiblicher Anmut, eine Krone auf dem Haupt, mit weißen Armbändern, schneeweißen Gewändern und mit vielfarbigen Girlanden geschmückt, inmitten von Schönheit, Ruhm und Glanz.

Täglich warten auf die glorreiche Gottheit der tausend Opfer (Indra) alle Marutas (vedische Sturmgötter), wer das Leben von Hausvätern führt, die himmlischen Rishis, die Sandhyas, die Himmlischen und die mit goldenen Girlanden geschmückten, glänzenden Marutas. Alle diese und ihre Anhänger besitzen himmlische Körper und sind reich geschmückt. Sie warten immer auf den glorreichen Bezwinger der Feinde, dem Herrn der Himmlischen, und beten ihn an.

Alle himmlischen Rishis mit reiner Seele, so glänzend wie das Feuer, und alle, deren Sünden vollständig abgewaschen sind, alle, die energisch und ohne Kummer und Schmerz sind, alle Verrichter des Somaopfers und so weiter, dienen Indra. Einige von ihnen sind von Frauen geboren, andere nicht, einige leben von Luft, andere von Feuer. Diese Rishis beten den Beherrscher des Donners (Indra), den Herrn aller Welt, an. Alle himmlischen Gewässer und Pflanzen, Treue, Verstand, und die Göttin des Lernens, Dharma, Artha, Karma, auch der Blitz, die Regenwolken, die Winde, alle die lauttönenden Himmelskräfte, die 27 Feuer, die die Übermittler von Opferghee sind, Agni, Soma, das Feuer des Indra, die Planeten, die Sterne, die Mantras, die bei den Opfern gesungen werden und so weiter, weilen dort.

Viele bezaubernde Apsaras und Gandharvas erfreuen dort den Herrn der Himmlischen mit ihren Tänzen, Gesängen, Instrumenten und der Darbietung vieler geschickter Kunststücke. Die Brahmanenrishis, alle die königlichen und himmlischen Weisen mit ihrem Girlandenschmuck kommen und gehen ständig in den vielen himmlischen Wagen zu dieser Versammlungshalle.

Brihaspati und Shukra (Rishis in Form von Sternen) sind immer dort und viele andere erhabene Rishis mit strengen Gelübden, Bhrigu (ein Weiser) und die sieben Rishis, die Brahma selbst gleichen, fahren immer in so schönen Wagen wie der des Soma zur Versammlungshalle. Diese Sabha heißt Pushkaramlini.

Sukadev über Indra Loka

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Indra Loka

Indra Loka ist die Himmelswelt, die Welt von Indra. Loka heißt Welt, Indra ist der König der Engelswesen, manchmal auch als der König der Götter bezeichnet. In der alten vedischen Zeit wurden die vedischen Götter verehrt, die heute in Indien mehr als Naturwesenheiten verehrt werden. Da gibt es eben die so genannten Adityas, und die Adityas sind die alten machtvollen Engelswesen oder auch Götter. Da ist Indra, der König der Götter, da gibt es Agni, den Feuergott, da gibt es Varuna, den Wassergott, da gibt es Vayu, den Windgott, da gibt es die Ashvins, die göttlichen Zwillinge usw.

Und so gibt es eben auch Indra. Und die Ebene von Indra und manchmal auch die Ebene, wo all diese anderen vedischen Götter sind, also die höheren Himmelswelten kann man sagen, die Welt der höheren Astralwesen, der Engelswesen, die wird dann bezeichnet als Indra Loka. Indra Loka, also eine Himmelsebene, wo die höheren Engelswesen sind und von dort aus letztlich wirken in diese physische Welt hinein. So eine interessante Theorie und ein Bild der Welt, es gibt diese physische Welt, und diese physische Welt, in der kannst du sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen, aber normalerweise siehst du all das auf der physischen Welt. Aber es gibt nicht nur die physische Welt, es gibt auch jede Menge Paralleluniversen. Und die Paralleluniversen sind unter anderem die Astralwelten, die befinden sich an der gleichen Stelle wie die physische Welt, aber es ist eine höhere Schwingungsebene. Und so ähnlich wie auch in diesem Raum, in dem du dich jetzt gerade befindest, dort sind auch Fernsehwellen, da sind Handywellen und alles Mögliche. Wenn du die richtige Empfangsstation hast, also zum Beispiel einen Fernseher mit Antenne oder auch ein Handy, dann kannst du plötzlich Bilder sehen. Das sind alles Schwingungen in der Atmosphäre und die Schwingungen kannst du wahrnehmen. So ähnlich gibt es nicht nur dieses elektromagnetische Spektrum, das sichtbar gemacht wird, dieses physische Universum, sondern es gibt auch noch feinstofflichere Universen.

Und diese feinstofflichen Universen werden in Lokas eingeteilt, verschiedene Ebenen. Und eine der subtileren Ebenen ist dann eben Indra Loka. Wobei Indra Loka noch eine Ebene ist, die in Zeit und Raum fassbar ist und in der auch alles wahrgenommen werden kann über Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen, Tasten. Also, ähnlich wie auf der physischen Ebene, nur Zeit vergeht anders. Ein paar Sekunden auf Indra Loka entspricht einer sehr viel längeren Zeit auf dieser physischen Ebene, Bhurloka. Und genauso, die Vergnügen auf dieser physischen Ebene sind beschränkt, Vergnügen auf der Indra Loka gelten als ganz besonders großartig und schön. So ist also Indra Loka eine subtilere Ebene, die subtilste Ebene, die noch mit den fünf Sinnen fassbar ist und in der auch noch die Subjekt-Objekt-Trennung ist, also, wo andere wahrgenommen werden können, wo eine Welt wahrgenommen werden kann, die aber sehr viel subtiler ist als diese physische Welt. Das ist nur ein kurzer Überblick und ein kurzer Einblick und vielleicht ein kurzer Gedankenanstoß zur Erweiterung deines Denkens, dass es eben nicht nur die Welt gibt, die du jetzt siehst, und nicht nur ein theoretisches Konstrukt ist, für dich von keiner Relevanz, wie die Physiker sagen, die sprechen ja auch von so vielen verschiedenen Dimensionen, die durchaus auch die physische Welt beeinflussen, aber wo keine Kommunikation damit möglich ist. Das ist etwas anders in der indischen Mythologie, dort gilt es tatsächlich, dass von Indra Loka aus die Devas, also die Engelswesen, diese Welt steuern und auch beherrschen und letztlich hinten den Prozessen stecken. Und umgekehrt, von der physischen Welt aus kann man auch seine Anliegen richten an Indra Loka.

Normalerweise bei Yoga Vidya wenden wir uns jetzt nicht an irgendwelche Himmelswesen, noch nicht mal so sehr an Engel, wir wenden uns normalerweise direkt an Gott, vielleicht auch an die Meister, die Gott verwirklicht haben, und an Gott in seinen vielen Aspekten. Dennoch, es gibt die Möglichkeit, sich auch an die Devas zu wenden, an die Engelswesen, und diese zu bitten, uns zu helfen, zum Höchsten zu kommen und über Indra Loka hinauszuwachsen.

Beschreibung von Indra Loka in der Mythologie

Indra Loka ist der Himmel von Indra und Kshatriyas. Gemäß der hinduistischen Mythologie ist Indra Loka auch auf dem Gipfel des Berges Meru, der gleichzeitig den Mittelpunkt unserer Erde darstellt. Indra Loka ist auch bekannt unter Namen wie Swarga und Amravati. Der Himmel von Indra wird beschrieben als himmlischer Garten mit prächtigen Bäumen, an denen köstliche Früchte wachsen. In diesen duftenden Waldheinen leben elfengleiche Nymphen. Leise und schöne Musik ist zu hören. Es wird angenommen, dass Indras göttliche Wohnstätte etwa achthundert Meilen Umfang hat und eine Höhe von etwa vierzig Meilen. Die Säulen bestehen aus Diamanten und die Paläste sind aus purem Gold gefertigt. Der Duft von rosafarbenen Blumen liegt schwer und süß in der Luft.

Vishwakarma Statue, Copyright

Indra Loka wurde gebaut von Vishwakarma. Er ist der Architekt der Götter und ein Sohn von Brahma. Indra Lokas Throne, Betten, usw. bestehen ebenfalls aus reinem Gold, so wie die Paläste. Indra Loka ist umringt von wunderschönen Gärten und Parkanlagen, die durchsetzt sind mit Quellen und Springbrunnen. Die Bewohner von Indra Loka werden mit Musik, Tänzen und jedweden Festlichkeiten unterhalten. Die Musikhalle der Indra Loka ist so groß, dass diese alle dreihundertunddreißig Millionen Himmelskörper umfasst zusammen mit den achtundvierzigtausend Rishis und einer große Anzahl von weiteren Besuchern.

Thron von Indra

Indra Loka vertreibt Altersschwäche, Kummer, Müdigkeit und; es bringt Segen und Glück; es ist mit Räumen und Sitzgelegenheiten ausgestattet; es ist hinreißend und mit himmlischen Bäumen geschmückt. In diesem Sabha sitzt der Herr der Himmel auf einem außergewöhnlichen Thron, zusammen mit seiner Frau Sachi, die Schönheit und Wohlstand verkörpert. In unbeschreiblicher Gestalt, mit einer Krone auf dem Kopf, mit weißen Armreifen um die Oberarme, in rein weiße Roben gewandet und mit vielen farbigen Girlanden geschmückt, sitzt er dort an der Seite von Schönheit, Ruhm und Ehre.

Diener von Indra und Ehrbezeugungen

Viele machen dieser erhabenen Gottheit der tausend Opfer (Indra) täglich ihre Aufwartung, all die Marutas, die das Leben von Haushältern führen, die Siddhas, die himmlischen Rishis, die Sadhyas, die Überirdischen, und die Marutas mit den hellen Gesichtern und mit goldenen Girlanden geschmückt. All diese und ihre Anhänger haben himmlische Gestalt und sind mit Ornamenten verziert. Sie bedienen und verehren den erlauchten Bestrafer der Feinde, den Herrn der Himmel.

Indra dienen all die himmlischen Rishis mit reiner Seele, alle strahlend wie Feuer, alle von jeglichen Sünden reingewaschen, alle energetisch, ohne jeglichen Kummer und ohne jede Angst oder Furcht, alle Ausführende des Soma-Opfers, Parasara, Parvata, Savarni, Durvasa, Yajnavalkya, Uddalaka, etc. Einige wurden von Frauen geboren, einige leben von Luft, andere von Feuer. Diese Rishis huldigen dem Herrscher des Donners (Indra), dem Herrn aller Welten. Sahadeva, Sunita, Samika, Hiranmaya, Garga, etc. Auch die himmlischen Wasser und Pflanzen, der Glauben, Intelligenz und die Göttin des Lernens, Dharma, Artha und Kama, auch die Blitze, Regenwolken, die Winde, allen lauten Himmelsmächte, der Ostpunkt, die 27 Feuer, die das heilige Ghee bringen, Agni, Soma, das Feuer von Indra, Mitra, Savitri und Aryama, Bhaga, Sukra, die Planeten, die Sternen, die Opfermantras, alle sind sie hier anwesend.

Viele charmante Apsaras und Gandharvas erfreuen den Herrn der Himmel mit ihren verschiedenen Tänzen und vokaler und instrumentaler Musik und mit Vorführungen vieler kunstvoller Fähigkeiten. Die Brahmana Rishis, all die königlichen und himmlischen Weisen, mit Girlanden und Ornamenten geschmückt, gehen in ihren verschiedenen himmlischen Fahrzeugen regelmäßig in dieser himmlischen Versammlungshalle ein und aus.

Brihaspati und Sukra sind hier zu jeder Gelegenheit anwesend. Diese und viele andere berühmte Rishis mit strengen Gelübden, Bhrigu und die sieben Rishis, die Brahma selbst ebenbürtig sind, gehen in dieser Versammlungshalle ein und aus, in Fahrzeugen so schön wie der Wagen von Soma. Dieses Sabha wird Pushkaramalini genannt.

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Siehe auch

Literatur

Weblinks

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