Guru Gobind Singh

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Guru Gobind Singh: Guru Nanak begründete den Sikhismus. Die Nachfolger von Guru Nanak waren: Guru Angad, Guru Amardas. Guru Ramdas, Guru Arjun Dev, Guru Hargobind, Guru Har Rai, Guru Har Kishan, Guru Teg Bahadur und Guru Gobind Singh. Guru Angad begründete die Religionsgemeinschaft der Sikhs. Er organisierte und unterhielt einen Langer (öffentliche Küche) sehr aufwendigen Ausmaßes, offen für Menschen aller Glaubensrichtungen und gesellschaftlicher Schichten.

Guru Gobind Singh und seine Sikh-Anhänger

Er legte als Regel fest, dass jeder, der kam, um ihn zu sehen, in seiner freien Küche essen konnte und ließ jegliche Einschränkungen durch Kastendenken unbeachtet. Ob Brahmanen, Khatris (Kshatriyas), Vaishas oder Sudras, alle standen in derselben Pangat (Warteschlange) ohne jeglichen Unterschied.

Ramdas, der vierte Guru, sah es als notwendig an, einen zentralen Platz für die Sikhs zu haben, sodass sich alle von Zeit zu Zeit dort versammeln konnten. Er baute in Ramdaspur ein altes Wasserbecken aus, welches er "Amritsar" oder das Becken des Nektars der Unsterblichkeit benannte. In seinem Zentrum ließ er einen prächtigen goldenen Tempel errichten. Dann änderte er den Namen der Stadt von Ramdaspur zu Amritsar, dem Namen des Beckens. Der goldenen Tempel wurde das Hauptquartier der Sikhs. Eine sich deutlich abhebende Sikh-Gemeinschaft wurde so ins Leben gerufen.

Guru Arjun, der fünfte Guru und Sohn von Guru Ramdas, trug die heiligen Bücher der Sikhs zusammen, sozusagen die Bibel oder die Gita der Sikhs, und legte sie im Goldenen Tempel von Amritsar aus. Er spielte die wohl bedeutendste Rolle in der Verbreitung des Sikh-Guru Glaubens und organisierte die Sikhs als Sekte oder Gemeinde.

Guru Arjun machte sich jedoch Jahangir zum Feind. Er wurde der Volksverhetzung angeklagt und 1606 n. Chr. zu Tode gefoltert.

Guru Arjun hatte noch vorher seinen Sohn Hargobind als Nachfolger festgelegt. Er war der sechste Guru, wurde aber wiederum von Jahangir für zwölf Jahre in den Kerker gesteckt. Har Rai wurde der siebte Guru. Der achte Guru, Har Kishan, verstarb schon in jungen Jahren.

Artikel aus dem Buch "Lives of Saints" von Swami Sivananda, Divine Life Society, 2009.

Die Geburt von Guru Gobind Singh

Teg Bahadur wurde der neunte Guru. Er war der Sohn von Guru Har Rai und gründete eine neue Stadt mit Namen Anandpur. Guru Gobind Singh war der einzige Sohn von Teg Bahadur. Er wurde 1666 n. Chr. in Patna geboren.

Als Kind war Gobind Rai beim Spielen immer der Anführer und seine Spielkameraden waren die Soldaten. Gobinds Spielzeuge waren nachgebaute Bogen und Pfeile sowie andere Waffen. Seine Lieblingsspiele waren Scheingefechte, Militärübungen, usw. Er stellte regelrechte Jungen-Truppen zusammen und die Jungen akzeptierten Gobind Rai als ihren Führer. Manchmal teilte er die Jungen in zwei miteinander wettkämpfende Parteien auf, um ihre Stärke, Ausdauer und Fertigkeiten zu testen.

Eigenschaften von Guru Gobind Singh

Guru Gobind, der zehnte Sikh-Nachfolger von Guru Nanak

Guru Gobind Singh war ein Kämpfer-Heiliger. Er war ausgestattet mit Saurya (Tapferkeit) und Dhairya (Mut). Er flutete den Punjab mit heroischen Impulsen. Er brachte den Sikhs eine militärische Geisteshaltung bei. Seine Worte klangen wie Donner von Kanonen und Rasseln von Säbeln und ließen in jedem Menschen Kampfgeist aufkommen. Selbst die Ängstlichsten wurden von Mut erfasst, wenn sie nur in der Nähe dieses großartigen Helden von Punjab waren. Guru Gobind war ein wundervoller, heiliger General. In seinen Worten konnte man den Atem der Göttin der Kraft oder der Mutter Shakti spüren. Er legte ein solides Fundament für die Khalsa Bruderschaft. Guru Gobind Singh lehrte die Menschen, in Ausführung des Dienstes ihr Leben hinzugeben und mit einem Lächeln auf den Lippen zu sterben.

Guru Gobind war eine hervorragende Persönlichkeit. Er war ein wahrer Superman. Er schaffte es, aus kleinen, unscheinbaren Menschen großartige Persönlichkeiten zu machen. Er veränderte andere so, dass sie wurden wie er. Schwäche wurde in seiner machtvollen Präsenz umgewandelt in unverletzbare Stärke. Seine blitzendes Schwert flößte den Ungerechten und Sündern Schrecken ein. Guru Gobimnd liebte den Tod leidenschaftlich. Er wusste, dass die innere Seele unsterblich war.

Guru Gobind Singhs Schüler waren Heilige, die in Gott lebten, wenn sie kämpften. Sie brauchten keine Sitzhaltungen wie Padmasana oder Siddhasana, um auf das Göttliche zu meditieren. Sie waren in Samadhi, wenn sie für die Unterdrückten und Hilflosen kämpften. Guru Gobind war nicht nur Patriot, sondern auch Poet, Philosoph und Prophet. Schon im frühen Alter zeigte Gobind Anzeichen eines erhabenen Geistes und nobler Ziele. Als er weniger als neun Jahre alt war, schlug er seinem Vater vor, er möge doch seinen Kopf opfern, allein um der Wahrheit und Rechtschaffenheit willen.

Die Punditen von Kashmir wandten sich rat- und hilfesuchend an Teg Bahadur. Sie flehten ihn an, dass ihre Religion um jeden Preis gerettet werden musste. Die Punditen waren vom Viceroy von Aurangazeb aufgefordert worden, sich entweder für den Islam oder den Tod zu entscheiden. Guru Teg Bahadur dachte, die hinduistische Religion könnte gerettet werden, wenn ein reiner, heiliger Mensch sein Leben opferte, und dann würde der heuchlerische Imperator schon bald wieder zu Sinnen kommen. Er dachte, es gäbe heiligere Männer als ihn im Land. Doch als ihm bewusst wurde, dass dem nicht so war, wurde er sehr traurig und Beklemmung zeigte sich in seinem Gesicht. Als sein kleiner Sohn ihn so sah, fragte er nach dem Grund seiner Traurigkeit und Sorge. Der junge Bursche löste das Problem, indem er sagte: "Geliebter Vater, wer außer dir sollte auch schon großartiger und heiliger in diesem Land sein?" Diese tröstende und weise Aussage seines Sohnes bestärkte Teg Bahadur in seiner Entscheidung.

Gobind Rai wurde in das Amt des Guru eingeführt, als er neun Jahre alt war. Als die Frage an ihn herangetragen wurde, was er bevorzugen würde, entweder den Jenev oder die brahmanische heilige Schnur, sagte er, dass das Schwert ihm als heilige Schnur dienen würde und dass es seine Aufgabe wäre, die Unterdrücker zu bestrafen und auszurotten.

Guru Gobind Singh war ein großartiger Gelehrter in Gumukhi, Sanskrit und Persisch. Er förderte und unterstützte Poeten und andere kulturschaffende Menschen. Er engagierte viele Dichter, um die inspirierenden Geschichten von Gott Rama, Gott Krishna und Arjuna in die Hindi-Poesie zu übersetzen und einfügen zu lassen. Er selbst war Verfasser von Hindi-Poesie, die sogar bis heute unübertroffen ist.

Guru Gobind kämpfte auch mit einem Tiger und tötete ihn mit seinem Schwert.

Guru Gobind Singhs Hochzeit

Gobind Rai hatte drei Frauen: Jito, Sundri und Sahit Devi. Er bekam vier Söhne. Der älteste hieß Ajit Singh und wurde ihm von Sundri geboren. Drei weiter Söhne brachte Jito zur Welt. Sie hießen Zarawar Singh, Jughar Singh und Fatih Singh. Auch Sahit Devi bat Gobind Rai um einen Leibeserbe. Er aber sagte, dass die ganze Khalsa Nation ihre Kinder seien. Deshalb wurde sie auch Mutter des Khalsa genannt.]

Geschenke für Guru Gobind Singh

Duni Chand, ein Sikh aus Kabul, gab dem Guru als Geschenk ein prunkvolles Zelt, das mit wunderschönen Szenen in Gold und Silber bestickt war. Raja Rattan Rai aus Assam kam als Pilger nach Anandpur, um seinem Guru Respekt zu erweisen. Er bot ihm fünf Pferde dar, beschenkte ihn mit einer wundervollen Waffe, einer Panchkalla, welche eine Kombination aus fünf Waffen ist (nämlich Keule, Lanze, Dolch, Schwert und Pistole). Zudem überließ er ihm einen wundervollen Elefanten, der einen weißen Streifen von Stirn bis zum Schwanz hatte. Der hieß Parsadi und war überaus gut abgerichtet, seinem Herrn auf unterschiedlichste Art und Weise zu dienen. So konnte er zum Beispiel einen Fächer oder Chauri über dem Guru wedeln, den Wasserkrug mit seinem Rüssel halten, wenn die Füße von Guru Gobind Sindh gewaschen wurden, dann dessen Füße mit einem Handtuch trocken reiben, seine Schuhe in der richtigen Reihenfolge schnüren und die vom Guru verschossenen Pfeile zurückbringen. Raja Rattan Rai schenkte ihm auch noch einen wertvollen Thron, aus dem Puppenfiguren hervorkamen und spielten, wenn man auf eine Sprungfeder drückte.

Der Kampf mit Bhimchand

Guru Gobind verstärkte die Anzahl seiner Truppen. Er ließ am Ufer des Flusses Yamuna eine Festung bauen und nannte sie Paunta.

Der Ruhm des Guru nahm stetig zu. Er machte seine Anhänger zu Heiligen-Soldaten und führte eine neue Form der Ertüchtigung und des Drills ein. Zudem wurde eine neue Kriegstrommel eingesetzt. Täglich traten neue Rekruten in die Armee des Guru ein. Unzählige Geschenke von Waffen und Pferden begannen aus dem ganzen Land einzutreffen. Und mutige und tapfere Mitstreiter, welche alle auf die eine oder andere Art von dem Befehlshaber Aurangazeb unterdrückt worden waren, begannen sich um Guru Gobind Singh zu scharen. Sie alle waren gut ausgerüstet und in militärischer Disziplin bestens geschult.

Die Anführer der Bergregionen beäugten argwöhnisch den Wohlstand und Fortschritt des Guru. Raja Bhimchand von Bilaspur, in dessen Einzugsbereich der Guru residierte, wurde bald eifersüchtig. Er unternahm viele heimtückische Versuche den Elefanten mit Namen Parsadi in seinen Besitz zu bringen. Aber alle Bemühungen des Raja waren zwecklos. Da ließ er dem Guru eine Botschaft überbringen, welche besagte, dass der Guru ihm den Elefanten schicken sollte, anderfalls wollte er ihn aus seinem Territorium vertreiben. Er beanstandete auch das Schlagen der Kriegstrommel des Guru. Er fasste das als Herausforderung seiner Autorität auf. Guru Gobind antwortete dem Raja: "Keiner außer dem einen Schöpfer, der unsterblich ist, kann mir etwas befehlen. Ich lebe nicht in deinem Territorium. Ich lebe in der Stadt, die mein Vater mit Gold gekauft hat. Und Parsadi werde ich dir auch nicht übergeben. Ich bin jederzeit bereit, mich in einem Krieg mit dir zu messen. Ich habe keine Angst vor deinen Kriegsdrohungen." Diese Antwort versetzt den Raja in große Wut. Raja Bhimchand griff den Guru im Jahre 1682 n. Chr. an, wurde aber vernichtend geschlagen, und viele seiner Soldaten starben auf dem Schlachtfeld.

Die Schlacht von Bhangani

Wieder zu einem anderen Anlass griffen die Anführer der Bergregionen die Truppen des Guru an. Bhimchand war einer dieser Anführer. Es wurde eine erbitterte Schlacht zu Bhangani geschlagen, mit vielen Verlusten auf beiden Seiten. Schließlich flohen die Anführer und die Armee des Guru trug den Sieg davon.

Die Schlacht von Cham Kaur

Aurangazeb befahl Wazir Khan, dem Gouverneur von Sirhind, Anandpur zu belagern und den Guru an seinen Hof zu bringen. Viele Sikhs verließen damals den Guru und desertierten. Nur mit Unterstüzung einer Handvoll Getreuer kämpfte der Guru gegen die empirischen Truppen.

Zu Cham Kaur kam es zu einer schweren Schlacht. Sahit Ajit Singh und Sahib Zarawar Singh, die zwei älteren Söhne des Guru, drangen zum Feind durch und fanden den Tod. Seine letzten beiden Söhne konnten mit ihrer Großmutter entkommen.

Ganga Ram, ein alter brahmanischer Koch des Guru, nahm die zwei Söhne Jughar singh und Fatih Singh, der eine acht, der andere sechs Jahre alt, und die Mutter von Guru Gobind nach der Katastrophe am Fluss Sarsa in sein Haus auf. Als sich die Gelegenheit ergab, stahl er aber das Geld und die Juwelen, die sie mit sich in ihrem Zimmer hatten. Die Mutter des Guru stellte Ganga Ram für sein Fehlverhalten zur Rede. Darauf warf der Verräter sie und die Jungen aus dem Haus. Vorher hatte er schon mit der Polizei ihre Verhaftung ausgemacht. Sie wurden zu Wazir Khan, dem Gouverneur von Sihind, gebracht, der sie bedrängte, zum Islam überzutreten. Als die Jungen das aber zurückwiesen, wurden sie bei lebendigem Leibe zwischen den Steinmauern von Sirhind begraben.

Als Guru Gobind diese traurige Nachricht ereilte, blieb er regungslos. Er ließ nur verlauten: "Sirhind wird untergehen und darben, nicht aber meine Söhne."

Die Schlacht von Mukatsar

Erneut kam es zu Mukatsar zu einer erbitterten Schlacht mit den Truppen des Imperators, der gekommen war, um Gobind Gefangen zu nehmen. Die Deserteure bereuten ihre Entscheidung und schlossen sich wieder dem Guru an. So war er es, der den Sieg davontrug. Aurangazeb bat den Guru um ein persönliches Treffen und machte ihm Zugeständnisse. Guru Gobind schickte die Epistel Zafarnama an Aurangazeb, in der er ihn des Verrats und der Doppelzüngigkeit bezichtigte und klarstellte, dass er an die Bekenntnisse seiner Religion nicht glauben werde. Dieser Brief ging dem Oberbefehlshaber sehr ans Herz. Bald darauf verstarb er im Jahre 1707.

Die Geburt des Khalsa

In einer Versammlung sagte Guru Gobind Singh: "Ich will die Köpfe von fünf Sikhs." Die ganze Versammlung war erschüttert. Bhai Daya Ram, ein Khatri Sikh von Lahore, trat vor und sagte: "Oh Guru! Ich biete Euch meinen Kopf dar, oh einzig wahrer Herr!" Da nahm ihn der Guru mit in sein großes Shamiana (Zelt). Der Streich eines Schwertes war zu hören und ein Schwall von Blut strömte aus dem Zelt. Guru Gobind kam aus dem Zelt hervor und nahm mit seinem blutverschmierten Schwert wieder seinen Sitzplatz ein. Abermals rief er dann nach dem nächsten Opfer. Da trat Dhanna, ein Jat, vor und bot seinen Kopf dar. Auch er wurde ins Zelt geleitet und erfuhr dort dieselbe Behandlung wie Daya Ram. Darauf kam Himnah, ein Wasserträger, nach vorn und bot seinen Kopf dar. Danach kamen noch Sahib Ram, ein Barbier und Mohkan Chand, ein Färber und boten ihrerseits ihre Köpfe dar.

Letztendlich kam der Guru wieder mit fünf Personen aus dem Zelt heraus, alle so ausgestattet wie er. Man hatte einfach vorher fünf Ziegen im Zelt versteckt und sie waren anstelle der Männer geschlachtet worden. Guru Gobind erklärte darauf diesen fünf ausgesuchten Männern die wahren Prinzipien des Lebens. Die fünf Auserwählten wurden mit weißer Kleidung und kurzen Reithosen ausgestattet, in der Hand ein Schwert. So standen sie vor ihrem Guru und wiederholten immer wieder den Namen des Herrn: "Vahe Guru". Dann gab Guru Gobind etwas frisches Flusswasser in ein eisernes Becken. Er fügte einige Batashas hinzu (hohle Zuckerstücke), rührte die Mixtur mit einem zweischneidigen Schwert um, wobei er in tiefer Meditation bestimmte Mantralieder wiederholte. Dann erklärte er, Amrit-Nektar oder Lebenswasser zubereitet zu haben. Er träufelte es über die fünf Männer, die ihn umringten und gab dann jedem einzelnen von ihnen davon zu trinken. Er rief sie zu Khalsa, den Reinen, aus und befahl ihnen, ihren Namen das Beiwort Singh hinzuzufügen, was soviel bedeutet wie "der Löwe". Auf diese Weise wurden die ersten Schüler von Guru Gobind eingeweiht.

Jene fünf Auserwählten wurden "Die Fünf Piaras" oder "Die Fünf Liebsten" genannt. Sie erfreuten sich der vordersten Plätze in der Rangordnung der Khalsa Bewegung und dienten dem Guru als Apostel bei der Verbreitung von Rechtschaffenheit.

Amrita oder die Taufe des Khalsa

Einfach nur sein Haar lang zu tragen, macht einen noch nicht zu einem Khalsa. Ein Khalsa muss mit Amrit (Nektar) initiiert werden, sodass Moral und spirituelle Stärke in ihn einfließen können. Der Eingeweihte trägt ein Schwert an einem Hüftgürtel. Er steht vor der Heiligen Schrift und wiederholt unablässig den Namen: "Vahe Guru". Er sollte langes Haar (Kesh), kurze Reithosen (Kachha) einen Kamm (Kangah), ein eisernes Armband und ein doppelschneidiges Schwert (Kirpan) haben.

Es wird frisches Wasser vom Fluss geholt. Das eiserne Becken sollte peinlich sauber sein. Batashas werden ins Becken gegeben. Das Becken wird mit Wasser aufgefüllt. Die Batashas werden mit dem doppelschneidigen Schwert umgerührt, wobei immer wieder das Vahe Guru wiederholt wird. Mantras und Lieder wie Japiji werden rezitiert. Die Teilnehmer, die sich auf Amrita vorbereiten, müssen orthodoxe Sikhs sein, mit einem reinen Lebenswandel. Es müssen immer fünf an der Zahl sein.

Fünf Hände voll Amrita werden über die Augen und das Gesicht geträufelt. Fünf Hände voll werden über das Kopfhaar des Einzuweihenden gegossen. Nach der Initiationszeremonie bekommt der Eingeweihte das Verständnis, wiedergeboren zu sein, mit Guru Gobin Singh als spirituellen Vater und Mata Shib Kaur als spirituelle Mutter.

Der Eingeweihte tritt in ein neues Leben ein, mit einer neuen Geburt. Den Eingeweihten wird Karah Parshad gereicht (Halwa aus Mehl, Ghee und Zucker).

Guru Gobind Singhs letzte Tage

Der Guru blieb für neun Monate in Talwandi Sahib und machte es zu einem Zentrum des Lernens. Er benannte es "Kashi des Guru". Hier wurde der Adi Granth Sahib mündlich nachvollzogen und Verse von Guru Teg Bahadur wurden ihm beigefügt.

Guru Gobind Singh reiste in den Süden und ließ sich in Nanded im Land Nizam nieder. Er machte Nanded zu einem weiteren Anandpur.

Es geschah eines Tages in Nanded, als der Guru allein war und schlief, dass ein Afghane in sein Zelt schlich und auf ihn einstach. Der Guru erhob sich sofort und tötete den Afghanen mit seinem Schwert. Einige Tage später erlag der Guru seinen Verletzungen. Er starb im Jahre 1708 n. Chr., in seinem zweiundvierzigsten Lebensjahr.

Seine letzten Worte waren: "Ich empfehle mein Khalsa dem Schoße des immerwährenden Göttlichen. Der spirituelle Führer für alle von euch wird die heilige Schrift sein, der Granth Sahib. Mit Erlaubnis des unsterblichen Höchsten Wesen wurde der Khalsa Panth eingeleitet. Alle Sikhs werden aufgefordert, von nun an den Granth als ihren Guru anzuerkennen."

Siehe auch

Literatur

Seminare

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