Sikh

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1. Sikh (Panjabi: ਸਿੱਖ sikh; zu Sanskrit: śiṣya Shishya m. "Schüler") Angehöriger des Sikhismus. Ein Sikh ist ein Anhänger des Sikhismus. Das Punjabi Wort Sikh stammt vom Sanskritbegriff Shishya ab und bedeutete ursprünglich Schüler. Wer einem Guru folgt, ist ein Shishya. So gibt es im Sikhismus eine Reihe von Gurus. Und wer den Lehren dieser großen Gurus folgt, wird ihr Schüler, ihr Shishya, auf Panjabi eben Sikh. Alle Sikhs fühlen sich also als Schüler. Ein Sikh ist jemand der danach strebt, mehr über Gott zu erfahren. Ein Sikh ist ein Schüler auf dem Weg der Wahrheit. Ein Sikh ist ein Gottessucher, einer der dem Guru GranthSahib Ji folgt, um die höchsten Ziele zu erreichen.

Sikh ist ein Ausdruck aus der Sikh Religion. Hier eine Darstellung der Sikh Gurus

2. Sikh (Sanskrit शिख् śikh ) gehen, bewegen. Sikh ist eine alternative Schreibweise für Shikh.

Mehr Informationen zu dem Sanskrit Wort sikh findest du unter dem Hauptstichwort Shikh

Drei der fünf Kakas - Kara, Kangha, Kirpan. Foto: Harisingh Copyright

Sukadev über Sikh

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Sikh

Ein Sikh ist ein Anhänger des Sikhismus. Sikhismus ist eine der Religionen in Indien. In Indien gibt es viele Religionen, die dort entstanden sind. Es gibt den Sikhismus, Buddhismus, Hinduismus und es gibt auch die Angehörigen der Jains, also den Jainismus. Sikhismus beruht auf Sikh und Sikh ist ein Punjabi-Wort, das kommt von Shiksha. Shiksha heißt Schüler. Punjabi ist eine Region in Nord-West-Indien. Früher gehörten auch Teile von Pakistan zum Punjab. Punjab wird manchmal auch Panjab genannt, das ist der nordwestliche Teil von Indien, der aber auch noch Küstenverbindung hat bzw. früher hatte.

Dort entstand eine Sprache, die man Panjabi nennt, es ist eine Abwandlung vom Sanskrit. Im Panjabi werden die Sanskrit-Ausdrücke anders ausgesprochen. Du findest manchmal auch bei Yoga Vidya Kirtans, die in Panjabi gesungen werden, denn Panjabi ist auch die Sprache der Yoga Organisation "3HO" und damit des Kundalini Yogas nach Yogi Bhajan. Die Anhänger von Yogi Bhajan, bzw. die Kundalini Yogis von 3HO singen gerne und sehr schön. Einige der Yoga Übenden bei Yoga Vidya haben in der Tradition singen gelernt oder lassen sich inspirieren von Menschen, die dort singen. Deswegen findest du zum Beispiel Atguruname und das ist eigentlich Adiguru Namaha oder Adigurave Namaha. Oder du findest eben auch Sikh und Sikh ist kein Sanskrit-Ausdruck, sondern Panjabi und kommt von Shiksha, was „der Schüler“ bedeutet.

Der Sikh betrachtet sich idealerweise als Schüler auf dem Weg der Wahrheit, er will lernen und spirituell praktizieren, er will Gottes Dienst tun, anderen Menschen helfen und will immer Schüler sein, will permanent spirituell wachsen. Also, Sikh – das Panjabi-Wort für Shiksha und Shiksha ist der Schüler. Und so ist ein Sikh jemand, der lernen und wachsen möchte. Ein Sikh ist ein Anhänger des Sikhismus. Sikhs sind übrigens einfach zu erkennen, zumindestens die männlichen Sikhs, denn sie haben, wenn sie den Vorschriften ihrer Religion folgen, einen Turban auf, und einen langen Bart, weil sie sich weder die Haare schneiden noch den Bart rasieren.

Die Religion der Sikhs

Sikhismus ist heute ein Name für eine der indischen Religionen. Sikhismus wird auch genannt die Religion der Sikhs. Diese wurde von Guru Nanak gegründet und beruht auf älteren Traditionen des Hinduismus.

Guru Nanak lebte von 1469 bis 1539. So ist die Religion der Sikhs eine der jüngsten Religionen der Welt. Die Bahai-Religion ist noch jünger, aber Sikhismus ist für eine Religion relativ jung. Der große Guru Nanak lebte Anfang des 16. Jahrhunderts. Er wollte Hindus und Moslems miteinander versöhnen. Er verband er hinduistische Spiritualität und moslemische Spiritualität. Seine Absicht war, dass Angehörige beider Religionen erkennen, dass sie eins sind. Aber dann, statt dass dort Hindus und Moslems sich miteinander verbanden, ist eine dritte Religion entstanden, Sikhismus. Für eine lange Zeit haben sich die Sikhs durchaus auch als Teil derjenigen verstanden, die Sanatana Dharma folgen, dem ewigen Dharma. Und für eine lange Zeit wurden die Sikhs verfolgt von muselmanischen Herrschern. Für eine lange Zeit waren die Sikhs kriegerisch und wollten die Hindus beschützen gegen manche der recht fanatischen Moslem-Herrscher. Später wurden die Sikhs eine eigene Religion und haben eigene Bräuche, eigene Schriften, eigene religiöse Vorsätze. Sikhismus, der Name, kommt natürlich vom Punjabi Wort Sikh. Sikh kommt vom Sanskrit-Wort „Siksha“ und Siksha heißt Schüler. Ein Sikh ist ein Schüler, er will lernen. Bei den Sikhs spielen die Gurus eine besondere Rolle. Einige der bedeutsamen Sikh Gurus sind Guru Nanak, Guru Gobind Singh, Guru Ramdas, um nur drei der bekanntesten zu nennen. So gibt es eine Reihe von 10 historischen, klassischen Gurus. Diese historischen traditionellen, klassischen Gurus schließen ab mit Guru Gobindh Singh (1666-1708). Alle, die diesen Gurus folgen, sind dann eben Sikhs, also Sikshas, Schüler, sie folgen diesen großen Gurus. Im Sikhismus spielen die alten Gurus eine wichtigere Rolle als moderne Gurus. Ein Sikh kann auch einen persönlichen Guru, einen persönlichen Meister haben. Aber alle Sikhs verehren die klassischen Gurus, beginnend mit Guru Nanak. Sikhismus ist also eine Religion, die von Guru Nanak begründet wurde, eine Religion, deren Angehörigen sich als Sikhs bezeichnen, als Schüler der Wahrheit, Schüler der großen Weisheitslehrer, Sikshas, Sikhs der großen Gurus.


Siehe auch

Sikh ist ein Punjabi Wort, das für den Sikhismus, für die Sikh Religion und damit für alle Sikhs, besondere Bedeutung hat. Hier weitere Punjabi Wörter, deren Verständnis hilft zu verstehen, was Sikhismus ist:

Literatur

Weblinks

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Swami Divyananda,

Zusammenfassung

Sikh ist ein Angehöriger des Sikhismus.