Reinkarnation ins Tierreich

Aus Yogawiki
Delfine sind mitfühlende, intelligente Tiere

Reinkarnation ins Tierreich - Reinkarnation ( Wiederfleischwerdung, Wiedergeburt) bedeutet, das die Seele nach dem Tod des physischen Körpers weiterlebt und sich wieder in einen neuen Körper inkarniert. Reinkarnation ins Tierreich beschreibt die beschreibt die Wiedergeburt in einem Tierkörper. Alte indische Schriften erzählen von der Möglichkeit einer Reinkarnation im Tierkörper, wenn man im Moment des Todes sehr stark an ein Tier denkt.

Exkurs: Reinkarnation ins Tierreich?

Kühe sind Tiere mit einem ausgeprägten Sozialverhalten

- Abschnitt aus Karma und Reinkarnation von Sukadev Bretz -

Alte indische Schriften halten sogar eine Reinkarnation im Tierkörper für möglich, wenn man im Moment des Todes sehr stark an ein Tier denkt oder sehr starke Wünsche hat, die im Tierkörper leichter befriedigt werden können. Wenn westliche Menschen das hören, schütteln sie oft sehr vehement den Kopf, auch wenn sie sonst gegenüber dem Reinkarnationsgedanken ganz offen sind. Das hat sicherlich auch ideengeschichtliche Hintergründe. In der westlichen Zivilisation wurde eine große Trennungslinie gezogen zwischen Tieren und Menschen. Vom Standpunkt vieler christlicher Theologen haben Tiere keine Seele. Nur der Mensch hat eine Seele. Descartes hat behauptet, Tiere hätten kein Bewusstsein und könnten keinen Schmerz empfinden. Wenn Tiere schreien, wenn sie gequält würden, sei das wie das Quietschen einer Maschine.

Laut BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) sind Tiere Sachen, die man besitzt. Daher kann man ihnen die Freiheit nehmen, sie quälen, für Tierversuche missbrauchen, schlachten und essen. Glücklicherweise hat ein gewisser Tierschutz schlimmsten Missständen einen Riegel vorgeschoben. Glücklicherweise sind sich Haustierbesitzer sehr wohl bewusst, dass Tiere eine Seele haben. Aber leider werden so viele Tiere oft sinnlos im Namen von Wissenschaft und Medizin gequält. Am Skandalösesten aber ist das Einsperren der Tiere in Massentierhaltung und das Schlachten nur für den menschlichen Gaumen.

Für Menschen der meisten anderen Kulturen war es immer offensichtlich, dass auch Tiere eine Seele haben, dass der Unterschied zwischen Mensch und Tier graduell, nicht absolut ist. Für Hindus und Buddhisten ist jede Tierart eine Evolutionsstufe auf dem Weg zum Menschen. Und Mensch und Tier haben viele gemeinsame Eigenschaften. Die ersten drei Koshas sind bei Mensch und Tier identisch. So verdienen die Tiere unser Mitgefühl. Tieren sollte eine Würde zugesprochen werden. Ihr Leben sollte schützenswert sein. Der Mensch kann über liebevollen Dialog mit Tieren viel lernen. Patanjali empfiehlt sogar die Meditation über verschiedene Tierarten, wenn man bestimmte Eigenschaften in sich entwickeln will (Yogasutra III 25).

Vielleicht hilft die Vorstellung, dass eine Katze die Inkarnation der eigenen Großmutter sein könnte, für mehr Respekt und Freundlichkeit, selbst wenn die Inkarnation von einer Seele aus einem menschlichen in einen Tierkörper äußerst selten, wenn überhaupt, stattfindet.

Schimpansen und Menschen haben zu 98.7 % die gleiche Erbsubstanz

Interessanterweise sind die Erkenntnisse der modernen Biologie zum Unterschied zwischen Mensch und Tier den Aussagen der Yogis erheblich näher als der traditionellen westlichen Philosophie, Theologie und Jurisprudenz. Der biologische Unterschied zwischen Mensch und Tier scheint gar nicht einmal so groß zu sein. Menschen und Schimpansen haben zu 98,7% die gleiche Erbsubstanz. Sogar mit Insekten sind über 70% der Gene identisch.

Auch Tiere, ganz sicher Säugetiere, haben Emotionen. Tiere haben Gefühle wie Freude, Ärger, Angst und Trauer. Tiere können Hass empfinden, Mitgefühl haben, sich für andere aufopfern, sogar ihr Leben für ihre Nachkommen darbringen. Tiere können treu bis zum Tod sein. Tiere können Schmerzen genauso empfinden wie Menschen. Auch Fische an der Angel empfinden Schmerzen wie ein Mensch, den man mit einem Fleischerhaken am Gaumen auf dem Boden entlang schleift. Mindestens legen das Messungen von Hirnreaktionen beim Fisch nahe. Ein Tier kann das eine Exemplar seiner Gattung mögen und das andere nicht. So sind die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren auf all diesen Ebenen nicht sehr gravierend. Hauptunterschiede zwischen Mensch und Tier sind das Selbstbewusstsein (auf Sanskrit Ahamkara) und die Vernunft (auf Sanskrit Buddhi). Durch diese beiden hat der Mensch die Befähigung zu freiem Willen, Unterscheidungsvermögen, systematisch an sich selbst zu arbeiten, zu planen, aber auch zu lügen, zu betrügen, vorausschauend zu denken und Instrumente zu benutzen. Sogar diese Unterschiede scheinen eher graduell zu sein und eher durch die Kultur, insbesondere die Sprache, errungen worden zu sein als durch einen fundamentalen genetischen Unterschied.

In den letzten Jahren wurden immer mehr Tierarten gefunden, die Selbstbewusstsein haben (identifiziert an der Fähigkeit, ihr Spiegelbild als sich selbst zu erkennen) und ihre Vernunft zu benutzen (identifiziert an der Fähigkeit, Schlüsse zu ziehen, vorausschauend zu denken und Instrumente herzustellen). Dazu gehören zum Beispiel alle Menschenaffenarten, Delfine, manche Wale, manche Vögel (insbesondere Papageien und Elstern), Elefanten. Manche Tierarten, wie Schimpansen und Wale, haben tradierte Kulturgewohnheiten, die in jedem Stamm/Schwarm anders sind. Bei Walen sollen sich sogar unterschiedliche Sprachen entwickelt haben, so dass Wale der gleichen Art ihre Artgenossen in anderen Teilen der Erde nur bedingt verstehen können.

Man hat einigen Schimpansen und Gorillas Gestensprache beigebracht. Diese verhielten sich dann in vielerlei Hinsicht ganz wie ein Mensch. Sie konnten sogar neue Begriffe bilden, hatten ein Gefühl für Humor, lernten zu lügen und Mitgefühl auszudrücken. Die wenigen Kinder, die man gefunden hat, die ohne Sprache aufwuchsen, glichen Tieren mehr als die Schimpansen und Gorillas, denen man Sprache beigebracht hat.

Etwas zugespitzt könnte man sagen: Die intelligentesten Tiere sind menschenähnlicher als intelligenzgeminderte Menschen. Ich möchte hier nicht falsch verstanden werden: Selbstverständlich ist jeder Mensch gleich wertvoll. Geistig behinderte Menschen können auf bestimmten Ebenen wahre Heilige sein. Ich habe mit einigen Pflegern in Behinderteneinrichtungen gesprochen, die mir erzählten, wie viel sie von ihren Schutzbefohlenen gelernt haben. In unseren Seminarhäusern haben wir öfter Kinder mit Down-Syndrom, die eine tolle Ausstrahlung haben und vor denen ich eine sehr große Hochachtung habe. Es gibt ein wunderschönes Buch namens „Die drei Lichter der kleinen Veronika“ von Manfred Kyber. Da kommt auch ein geistig behinderter Mensch vor, der eigentlich spirituell fortgeschritten ist. Er hatte für dieses Leben bewusst eine Inkarnation als Behinderter gewählt, sodass ein Teil der intellektuellen Fähigkeiten ausgeschaltet ist und er die anderen Teile besonders gut entfalten kann, um die volle Verwirklichung zu erreichen. Wenn jemand geistig behindert ist, ist es nicht unbedingt eine Strafe für etwas Schlechtes, sondern es kann sein, dass man Heilige vor sich hat.

Warum erzähle ich all das, was vielleicht für ein schmales Reinkarnationsbuch doch etwas ausführlich ist? Hauptsächlich, weil mir ein würdiges Leben von Tieren sehr am Herzen liegt und weil ich dafür werben will, auch Tieren eine Würde zuzuerkennen und sie mit Respekt zu behandeln.

Zurück zur Frage: Können sich Seelen, die im vorigen Leben in einem Menschenkörper waren, in einen Tierkörper inkarnieren? Den größten Teil ihrer Zeit verbringen die meisten Menschen mit Essen, Schlafen, „Nestbau und Nestgestaltung“, sozialen Kontakten, Fortpflanzung und Verantwortung für die Familie. Hier unterscheidet sich der Mensch nicht vom Tier. Das Tier kann Vieles davon sogar besser, nämlich ohne komplizierende Gedanken, innere Konflikte, schlechtes Gewissen, Sorge um die Figur etc. Tiere können die sinnlich-emotionalen Bedürfnisse unkomplizierter ausleben als Menschen. Angenommen, jemand hätte in diesem Leben den Wunsch, die Sinne zu befriedigen, richtig essen und trinken zu können, schlafen zu können, wann man will, keine Verantwortung und Gewissenskonflikte haben zu müssen, dann geht das in einem Tierkörper vielleicht besser als in einem Menschenkörper. Wer sich zum Beispiel als Katze im Haus Yoga Vidya inkarniert, hat hier ein nahezu ideales Leben...

Wenn ein Mensch mit großen sinnlichen Bedürfnissen und dem Verlangen nach einem unkomplizierteren Leben im letzten Moment seines Lebens an ein Tier denkt, dann, so heißt es, könnte er sich eventuell noch einmal in einem Tierleib inkarnieren.

Das gilt aber als Ausnahme. Ian Stevenson ist in seinen Untersuchungen auf keinen Fall gestoßen, wo ein Kind sich an ein Vorleben als Tier erinnert. Viele Menschen erzählen mir ihre Erinnerungen an frühere Leben. Dabei war auch noch keiner, der sich an ein Vorleben als Tier erinnert hätte. Die Anthroposophen und manche westliche Esoteriker, deren Reinkarnationstheorie ansonsten der yogischen sehr ähnlich ist, würden sogar sagen, dass ein Mensch sich gar nicht mehr als Tier inkarniert. Die indischen Schriften im Hinduismus und Buddhismus sagen, dass, wenn die Seele sich einmal als Mensch inkarniert hat, die anschließenden Geburten normalerweise menschlicher Natur sind. Samsara Chakra, der Kreislauf von Geburt und Tod, ist eigentlich kein Kreislauf sondern eine spiralförmige Evolution, die über viele Leben zur höchsten Vollkommenheit führt. Und wenn man einmal Mensch ist, ist es wahrscheinlich, dass man im nächsten Leben Mensch bleibt. In Ausnahmefällen könnte es auch einmal anders sein, denn in der Natur läuft nichts linear.

Nehmen wir ein Beispiel: Der kälteste Monat im Jahr ist normalerweise der Januar. Um den 15. Januar herum ist in Mitteleuropa die kälteste Zeit, durchschnittlich etwa -1 Grad Celsius. Ab 15. Januar wird es dann immer wärmer, bis es um den 15. Juli am Wärmsten ist, durchschnittlich etwa 19 Grad Celsius. Aber es ist keineswegs so, dass es ab dem 15. Januar jeden Tag um 0,1 Grad wärmer wird, sondern es gibt ein gewisses Auf und Ab. Es wird mal wieder ganz warm und kalt werden, obgleich es insgesamt sechs Monate lang wärmer wird. So sind Evolution und Entwicklung in der Natur selten etwas ganz Geradliniges, sondern es geht in verschiedenen Höhen und Tiefen.

An dieser Stelle möchte ich noch eine kleine Geschichte erzählen, die verdeutlichen soll, wie wichtig der letzte Gedanke ist.

Lass dich nicht ablenken

Es ist die Geschichte des Königs Bharata, eines großen Königs, Ahnherr der Kauravas und Pandavas, Namensgeber von Indien, welches von den Indern früher Bharata Varsha genannt wurde. Bharata führte ein sehr tugendhaftes Leben, ein erfülltes Leben, ein großartiges Leben, ein spirituelles Leben. Er war ein guter und gerechter König. Er einigte verschiedene Königreiche zu einem großen, blühenden Königreich, in dem niemand unter Armut litt. Am Ende seines Lebens wollte er sich von allem lösen und den letzten Schritt zur Selbstverwirklichung gehen. Er übergab das Königreich seinen Nachfolgern und zog sich in den Wald zurück. Dort meditierte er jeden Tag viele Stunden, übte Pranayama, las die Schriften, rezitierte Mantras.

Eines Tages, als er am Ufer eines Flusses meditierte, wurde ein Rehkitz an ihm vorbeigetrieben. Es war kurz davor zu ertrinken. Bharata unterbrach sein Pranayama, sprang in den Fluss und rettete dieses Rehkitz. Da die Mutter nicht auffindbar war, zog Bharata selbst das Rehkitz auf. Während er früher intensiv meditiert hatte, schaute er jetzt immer während der Meditation, wie es dem Rehkitz ging, meditierte manchmal mit dem Rehkitz auf dem Schoß oder genoss, wie das Rehkitz sich bei ihm anschmiegte und ihn abschleckte. Wenn das Rehkitz mal ein paar Stunden verschwunden war, machte er sich Sorgen und hatte Angst, dass ein Tiger es reißen würde. So wurde seine Verhaftung an das Rehkitz immer stärker und seine Meditation immer flacher. Er hatte seinem ganzen Königreich entsagt, einschließlich Frau, Kindern, Macht. Mit viel Gebet und Meditation hatte er die Anhaftung an sie verloren. Er hatte sich auch keine Sorgen um seinen eigenen Körper wegen der Tiger und Löwen im Dschungel gemacht. Auch diese Identifikation hatte er überwunden. Doch an dieses Reh entwickelte er eine große Anhaftung.

Schließlich kam der Moment des Todes. Lange hatte er sich auf diesen Moment vorbereitet. Er hatte gelernt, in der Meditation seinen Geist vom Außen abzuziehen, sein Prana (Lebensenergie) im Herzen zu zentrieren, seinen Geist zum Ajna oder Sahasrara Chakra zu richten, innerlich ein Mantra zu wiederholen und so im Bewusstsein der Unendlichkeit den Körper zu verlassen. Jetzt vergaß er, dies zu tun. Stattdessen dachte er: Oh, was wird mit meinem Reh passieren? Wer wird sich um mein Reh kümmern? Mit letzter Kraftanstrengung rief er, allerdings vergeblich, nach dem Reh.

Da sein Geist so intensiv mit dem Gedanken an das Reh erfüllt war, inkarnierte er sich in seinem nächsten Leben als Reh. Da er allerdings ein großer Weiser gewesen war, behielt er die Erinnerung an sein früheres Leben. Er wusste, wer er eigentlich war und konnte das Bewusstsein der Einheit auch als Reh aufrechterhalten. Er hielt sich etwas abseits vom übrigen Rehrudel und wartete auf das Ende dieser Inkarnation.

Für die nächste Inkarnation nahm er sich vor, dass ihm das nicht noch einmal passieren sollte. Er beschloss: „Ich werde mich an nichts und niemanden anhaften.“ Und er entschied sich, im nächsten Leben nicht zu sprechen. Er wuchs auf, wurde fünf Jahre, zehn Jahre und fünfzehn Jahre alt, ohne jemals mit einem Menschen gesprochen zu haben. Alle nahmen an, dass er stumm war. Da er ohne Sprache kaum zu etwas zu gebrauchen war, nannten ihn seine Eltern „Jadabharata“, also nutzloser Bharata. Damit er doch zu etwas nützlich sei, geboten sie ihm, als Vogelscheuche auf die Felder zu gehen und die Vögel davon abzuhalten, die gesäten Körner zu fressen.

Wenn Jadabharata allerdings auf dem Feld stand oder saß, schaute er den Himmel an, wurde sich der Unendlichkeit bewusst und fiel in Ekstase, in Samadhi. Jadabharata konnte keinem Wesen böse sein. Wenn ihn jemand beschimpfte, lächelte er zurück. Er war die Liebe selbst, aber im täglichen Leben eben zu nichts zu gebrauchen. Nun bekam er also die Aufgabe, die Vögel zu vertreiben. Die Eltern gaben ihm Kleidung in grellen Farben und Glöckchen und Schellen. Als Jadabharata die Vögel sah, spürte er ihren Hunger und verhielt sich ganz ruhig, damit die Vögel ihren Hunger mit den Körnern stillen konnten. Die Eltern hatten jetzt genug von ihm und verjagten ihn. So wurde Jadabharata zum bettelnden Landstreicher.

Eines Tages kam ein König die Straße entlang. Der König war auf dem Weg zu seinem Guru, um Einweihung zu bekommen. Da im alten Indien Könige nicht zu Fuß gingen, wurde der König in einer Sänfte getragen. Die Sänfte hatte vier Träger. Einer davon verstauchte sich einen Knöchel und die Sänfte musste abgesetzt werden. So kam die Frage auf, wie sie den König jetzt weiter tragen sollten. Der Hauptmann, der vor der Sänfte auf einem Pferd voran ritt, hielt Ausschau nach einem potenziellen Ersatz. Da sah er Jadabharata auf der Straße in die Richtung ihrer Sänfte entlang kommen.

Der Hauptmann rief: „He du, komm mal her und trage die Sänfte für den König.“ Bharata sagte nichts und nickte einfach nur. So half er den anderen und der König wurde in seiner Sänfte wieder voran getragen. Als sie so entlang gingen, wurde die Sänfte plötzlich durchgeschüttelt und der König bekam eine Beule. Der König schimpfte und fragte den Hauptmann, was denn da los sei? Der Hauptmann antwortete: „Der neue Träger ist etwas ungeschickt!“ Folgendes hatte sich ereignet: Bharata hatte auf der Straße eine Ameisenstraße gesehen. Gerade als er seinen Fuß darauf setzen wollte, bemerkte er sie. Um keine Ameise zu töten, machte er einen Satz nach vorne, was dann die Ursache für die Beule war.

Schnecken schleimen bei Gefahr

Der König befahl Jadabharata, gefälligst besser aufzupassen. So gingen sie weiter. Als nächstes sah Jadabharata eine große Schnecke. Er sah sie wieder sehr spät. So musste er wieder springen. Die Sänfte wurde wieder durchgerüttelt und der König bekam wieder eine Beule. Der König schimpfte wieder und befahl Jadabharata, doch aufzupassen. Sie gingen weiter.

Als nächstes sah Bharata im letzten Moment eine Kröte, die sich tot stellte. So machte er wieder einen Satz, stolperte, die Sänfte wurde durchgerüttelt, der König bekam seine dritte Beule. Wutentbrannt sprang der König aus seiner Sänfte, zog sein Schwert und rief: „Wie kannst du es wagen, mich so zu missachten? Weißt du nicht, dass ich Herr bin über Leben und Tod? Wage es nicht, noch einmal so etwas zu machen.“ Nun öffnete Bharata zum ersten Mal in seinem Leben den Mund und sagte: „Oh großer König, du denkst, du bist Herr über Leben und Tod. Du könntest kein einziges Lebewesen selbst erschaffen. Du gehst, um eine Einweihung zu empfangen und du kannst doch noch nicht einmal deinen eigenen Geist beherrschen. Du kannst vielleicht diesen Körper töten, aber das Selbst kannst du nicht töten.“ Plötzlich durchzuckte es den König, er zitterte am ganzen Körper und erkannte, wie dumm er sich benahm. Er befand sich auf dem Weg, um die Erleuchtung zu erlangen. Einer seiner Sänftenträger besaß sie offensichtlich bereits und er war gerade dabei, ihm den Kopf abzuschlagen. Und anschließend wollte er die Selbstverwirklichung erreichen! Der König fiel Jadabharata zu Füßen und bat ihn um Unterweisung.

Und Bharata unterwies ihn in der Wissenschaft von Brahman, dem Absoluten, und zog anschließend seines Weges. Der König erzählte anschließend die Geschichte von Jadabharata, und so ist sie an uns überliefert worden.

Siehe auch

Literatur

Seminare

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