Teebaum-Öl

Aus Yogawiki
Teebaum-Öl gibt es in Fläschen zu kaufen.

Teebaum-Öl aus yogischer Sicht

ist ein durch Wasserdampfdestillation aus den Blättern und Zweigen des in Australien heimischen Teebaumes gewonnenes Öl und wird auch australisches Teebaum-Öl genannt. Es gilt als Elixier gegen viele Beschwerden. Teebaum-Öl hat insbesondere antibakterielle und antimykotische Eigenschaften, ist aber auch antimikrobiell wirksam. Dieses Öl ist vielleicht eine der machtvollsten natürlichen Substanzen gegen Mikroben und wurde auch als "Melaleucaöl" bekannt. Es ist ein gelblich gefärbtes, ätherisches Öl, das aus den Blättern der Pflanze "Melaleuca alternifolia" hergestellt wird.

Der Teebaum ist ein kleiner Baum aus New South Wales in Australien, ähnlich wie eine Zypresse, mit nadelförmigen Blättern und gelben oder violetten Blüten. Teebaum-Öl ist eines der am häufigsten verwendeten ätherischen Öle. Es hat eine lange Tradition in der ganzheitlichen Pflege, insbesondere als Antimykotikum. Darüber hinaus hat es starke antivirale Eigenschaften, die etwa bei Erkältungen und Halsschmerzen nützlich sind.

Die australischen Aborigines haben bereits die Blätter verwendet, aber kannten noch kein Teebaum-Öl. Sie haben den Dampf von zerkleinerten und im Wasser gekochten Blättern inhaliert, den Sud geschlürft, eine Art Teebaum-Tee, oder bei Wunden die Blätter kleinblättriger Teebaum-Arten verwendet. Heute nimmt man an, dass reines Teebaum-Öl nicht von den australischen Aborigines entwickelt wurde, sondern erst in den 1920-ger Jahren. Es gab mehrere wissenschaftliche Studien in den 20-ger Jahren, die gezeigt haben, dass Teebaum-Öl eine gute antiseptische Alternative zum sogenannten Phenol war. So wurde Teebaum-Öl ein Standard-Antiseptikum für Operationen, insbesondere im Mundraum.

Die australischen Truppen hatten im Zweiten Weltkrieg als Erste-Hilfe-Ausrüstung immer Teebaum-Öl dabei. Nach dem Krieg gab es Penicillin, Antibiotika und andere Mittel zur Desinfektion, und so hat das Teebaum-Öl an Bedeutung verloren. Allerdings wird seit den 70-ger Jahren Teebaum-Öl wieder vermehrt nachgefragt.

Teebaum-Öl aus der Sicht des Yoga

Wobei könnte es helfen?

Es sind verschiedene antimikrobielle Wirkungen des Teebaum-Öls bekannt und es hilft bei einer Reihe von gesundheitlichen Problemen wie überschießenden Immunreaktionen. So kann Teebaum-Öl verwendet werden nach Insektenstichen. Es soll hilfreich sein zum Beispiel bei allen Arten von Hautproblemen wie Akne, aber auch Sonnenstich. Manche Fachleute sagen, dass Teebaum-Öl geholfen hat bei Problemen wie Dermatitis und sogar bei Neurodermitis. Teebaumöl ist geschätzt bei Sterilisierungen oder für seine infektionsmindernden Vorteile. Es hat antibiotische Eigenschaften und hilft bei Hautinfektionen, Hautausschlägen, Verbrennungen und Schuppen.

Teebaumöl ist somit eines der stärksten Stimulanzien für das Immunsystem und heilt die meisten viralen, bakteriellen und pilzlichen Infektionen, weil es sich hervorragend zum Säubern von Wunden eignet und auch Muskelschmerzen lindert. Teebaumöl wirkt kühlend und feuchtigkeitsspendend, fungizid, antiseptisch, infektionshemmend, schleimlösend, stimulierend, antiviral, antibakteriell und fiebersenkend. Dieses Öl lässt sich gut mit folgenden Ölen mischen: Lavendel, Nelke, Rosmarin, Geranie, Neroli, Trifolia, Kamille, Eukalyptus und Niaouli.

Praktische Anwendung

Achtung! Bevor Du Teebaum-Öl für heilende Zwecke verwendest, solltest Du einen Arzt oder Heilpraktiker zu Rate ziehen. Man sollte sich bewusst sein, dass es allergische Reaktionen auf Teebaum-Öl gibt und nicht jede Haut Teebaum-Öl verträgt. So ist es durchaus klug, dass die Patientin, bevor sie Teebaum-Öl unverdünnt auf die Haut aufträgt, zum Beispiel in der Ellbogen-Beuge ein paar Tropfen aufträgt und dann zwei Tage wartet und schaut, ob sie eine allergische Hautreaktion sieht. Wenn er oder sie diese nicht hat, darf man das Öl auch an anderen Stellen ausprobieren.

Man kann zum Beispiel Teebaum-Öl verwenden bei Fußpilz und gegen wunde Lippen. Auch gegen Lippenherpes hat sich Teebaum-Öl als hilfreich erwiesen. Wenn man mehrmals am Tag ein paar Tropfen Teebaum-Öl auf die Lippen gibt, verschwindet innerhalb von 2-3 Tagen Lippenherpes, und dies sogar relativ schmerzlos. Andere meinen, dass das Öl zwar die Bläschen zum Verschwinden bringt, dass aber wunde Stellen bleiben.

Teebaum-Öl darf man also äußerlich auftragen, zum Beispiel für Spülungen. Man gebe zum Beispiel 5-10 Tropfen Teebaum-Öl in ein Glas mit lauwarmem Wasser und gurgele damit morgens und abends. Dies soll helfen, Halsschmerzen zu reduzieren und soll hilfreich sein gegen wunde Stellen im Mund. Manche Mediziner sagen, dass Teebaum-Öl gegen Parodontose hilfreich sei. Wenn einer Akne oder Pickel hat, trage ein paar Tropfen Teebaum-Öl auf Wattestäbchen auf und betupfe die betroffenen Hautstellen damit.

Jemand könnte bei Fußpilz Teebaum-Öl entweder direkt auf die Haut auftragen oder sie kann etwa 10 Tropfen, manche sagen auch 20-30 Tropfen, in 4 Liter Wasser geben und dann die Füße etwa 10 Minuten darin baden. Es ist gut, Kamillenextrakt dazu zu geben, was etwas milder wirkt. Wenn du Vorbeugung gegen Parodontose erzielen oder Zahnsteinbildung bremsen willst, gurgele nach der Mahlzeit mit einem halben Glas lauwarmem Wasser, in das vorher 5 Tropfen Teebaum-Öl hinein gegeben wurde. Weil Teebaum-Öl stark antibakteriell wirkt, ist es nicht gut, jeden Tag Öl in den Mund zu geben, da dies die Mundflora schädigen könnte.

Es gibt ferner die Möglichkeit, mit Teebaum-Öl zu inhalieren. Bei Husten etwa nehme einen Esslöffel Olivenöl und mit 3 Tropfen Teebaum-Öl stelle eine Mischung her, damit reibe Brust und Rücken ein. Bei verstopfter Nase ist es gut, ein Textil-Taschentuch in lauwarmes Wasser zu tauchen und es auszuwringen. Dort kann man 4-8 Tropfen Teebaum-Öl drauf geben. Halte das Tuch an die Nase und atme dabei gut durch. Manche Menschen sagen, dass sich so die Nase wieder öffnet und dass es ihnen hilft, zügig wieder gesund zu werden.

Teebaum-Öl könnte inhaliert werden, indem man heißes Wasser nimmt. Man muss es allerdings ein paar Minuten stehen lassen, denn man sollte das Öl nicht in kochendes Wasser geben und dann direkt inhalieren. So wirkt es zu stark, denn die Schleimhäute in der Nase sind fein, als dass man konzentriert Teebaum-Öl in die Nase bekommen sollte. Aber du könntest zum Beispiel erst einmal mit Kamillentee inhalieren, vielleicht noch etwas Salz dazu geben. Wenn das Wasser etwas abgekühlt ist, gebe 2-3 Tropfen Teebaum-Öl, vielleicht noch 2-3 Tropfen Eukalyptusöl, und noch einen Tropfen Pfefferminzöl hinein. Und danach inhaliere. Aber vergewissere dich, dass du diesen scharfen Geruch gut verträgst.

Manchmal wird sogar eine innerliche Anwendung von Teebaum-Öl empfohlen. Gebe zum Beispiel ein paar Tropfen Teebaum-Öl in ein Glas Wasser und trinke es. Manche sagen, dass das hilfreich sei zum Beispiel gegen Helicobacter pylori-Bakterien oder bei Magen-Darm-Beschwerden. Wegen seiner antimykotischen und antibakteriellen Eigenschaft könnte Teebaum-Öl dort gut wirken.

Allerdings ist nicht genau erforscht, wie eine intensivere Gabe von Teebaum-Öl auf die Magen- und Darmflora insgesamt wirkt. Die Darmflora ist etwas Wichtiges. Niemand sollte überflüssigerweise etwas zu sich nehmen, was die lebenswichtige Darmflora auf diese Weise stark verändert.

Manche schwören, dass Teebaum-Öl in der Duftlampe gut tut. Eventuell werden Mikroben in der Luft abgetötet. In jedem Fall hilft es wacher zu sein und sich besser zu fühlen.

Teebaum-Öl hat also viele verschiedene Wirkungen, kann aber auch Nebenwirkungen hervorrufen.

Zusammenfassung

Teebaumöl (siehe Yoga Vidya Shop) wirkt als Immunstimulanz und erhöht die Fähigkeit des Körpers, Infektionen zu bekämpfen. Es soll Infektionen von 3 Arten von Keimen abwehren, nämlich: Bakterien, Pilze und Viren. Daher hilft es bei Influenza/Grippe, Fieberbläschen, Katarrh, Drüsenfieber und Gingivitis. Eine Massage mit Teebaumöl mag vor einer Operation helfen, den Körper zu stärken und den postoperativen Schock zu reduzieren. Es ist auch sehr effektiv, um Bronchialverstopfung, Asthma, Husten, Nasennebenhöhlenentzündung, Keuchhusten und Tuberkulose zu beseitigen. Schließlich kann es auch für das Urigenital-System verwendet werden, etwa zur Hilfe bei Scheidenentzündungen, Blasenentzündung und Genitalinfektionen.

In der Vergangenheit wurden die Teeblätter als Ersatz für echten Tee verwendet. So erhielt Teebaumöl seinen Namen. Der medizinisch genutzte Teil ist das Öl aus den Blättern. Teebaumöl enthält die als Terpenoide bezeichneten pflanzlichen und chemischen Bestandteile. Es wurde bekannt, dass das Teebaumöl eine antiseptische und antimykotische Aktivität aufweist. Die Verbindung "Terpinen-4-ol" ist die am häufigsten vorkommende und es wird angenommen, dass sie für den größten Teil der antimikrobiellen Aktivität von Teeöl verantwortlich ist.

Teebaum-Öl Video

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Siehe auch

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Themen im Sinnkontext von Teebaum-Öl

Begriffe aus den Gebieten Naturheilkunde, Anatomie, Medizin und Psychologie, die im weitesten Sinn etwas zu tun haben mit Teebaum-Öl, sind zum Beispiel

Teebaum-Öl gehört zu Themen wie Aromatherapie, Heilmittel, Heilpflanze, Pflanzenheilkunde, Heilung, Medikamente, Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel, Naturheilkunde.

Verwandte Begriffe und Stichwörter

Hier einige Begriffe aus verschiedenen Themengebieten, die mit Teebaum-Öl in Verbindung stehen:

Hinweis Gesundheitsthemen

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