Haut

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Haut (Cutis): Körper bedeckendes Organ, mit einer Fläche von 1,5 - 2 m² und einem Gewicht von 3,5 - 10 kg. Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers. Sie besteht aus zwei Hauptschichten: der Oberhaut (Epidermis, äußerste Schicht) und der Lederhaut (Korium). Darunter liegt die Unterhaut (Subcutis). Der Haut zuzurechnen sind die Hautanhangsgebilde Haare, Hautdrüsen und Nägel.

Weitere Informationen findest du auch unter dem Stichwort Hautprobleme.

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Aufgaben der Haut

Die Haut trennt die „Innenwelt“ von der „Außenwelt“ und schützt den Körper so vor schädlichen Umwelteinflüssen (Schutzfunktion, siehe auch Immunsystem). Gleichzeitig ist die Haut ein wichtiges Sinnesorgan und stellt die Verbindung zur Außenwelt her. Sie hält die Körpertemperatur konstant, indem sie Flüssigkeit (Schweiß) abgibt und durch die Verengung und Erweiterung der Hautgefäße. Darüber hinaus greift die Haut in den Wasserhaushalt ein, indem sie als natürliche Barriere einem extremen Wasserverlust entgegenwirkt und andererseits über Drüsensekrete Wasser und Salze abgibt. Schließlich ist die Haut eine Art Spiegel der Seele und in diesem Sinne auch Kommunikationsorgan – man denke nur daran, wie wir vor Neid erblassen oder in unangenehmen Situationen vor Scham erröten!

Schichten der Haut

Die Oberhaut

Epidermis ist die äußerste Schicht der Haut, gefäßlos und zwischen 30µm /0,03 mmm und 4 mm dick. Die Epidermis besteht aus mehrschichtigem verhornten Plattenepithel (Keratinozyten). Sie ist eine wasserabweisende und mechanisch schützende Schicht, die zum anderen der Haut Festigkeit verleiht. Die Oberhaut besteht aus 4-5 Lagen - vom Körperinneren zur Oberfläche hin:

  1. Basalschicht,
  2. Stachelzellschicht,
  3. Körnerschicht,
  4. Stratium lucidum (Handteller und Fußsohlen, "lucidus" bedeutet "leuchtend"),
  5. Hornschicht.

In der Basal- und Stachelzellschicht befinden sich die Melanozyten. Sie produzieren Melanin, das Hautpigment. Malignes Melanom: bösartiger Hauttumor, Früherkennung lebensrettend (ABCD-Regel):

  • A: Asymmetrie des Herdes,
  • B: Begrenzung unscharf oder polyzyklisch,
  • C: Coloration ungleichmäßig: hellbraune, dunkle und schwarze Anteile,
  • D: Durchmesser ungleich lang.

Die Farbe der Haut wird bestimmt durch das Melanin, das Pigment der Epidermis, und das Karotin, ein Pigment der Leder- und Unterhaut. Die Blutkapillaren der Lederhaut erschaffen die durch die Durchblutung erzeugte Hautfarbe. Sie erlaubt Rückschlüsse auf die Sauerstoffsättigung des Blutes. Wenn die Lippen beispielsweise blau gefärbt sind (Zyanose), ist die Durchblutung eher gering. Bei rosigen Wangen ist die Haut gut mit Sauerstoff gesättigt.

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Schemazeichnung der menschlichen Haut, GNU Free Documentation License

Die Lederhaut

Die Lederhaut liegt unter der Oberhaut. Die Lederhaut ist eine bindegewebige Haut und verleiht Reißfestigkeit, sie bietet aber gleichzeitig die Möglichkeit zur elastischen Dehnung. Der Ausdruck "Lederhaut" rührt daher, dass aus der Lederhaut tierischer Häute durch Gerben Leder gewonnen wird. Der obere Abschnitt, die Startium papillare (Papillarschicht) besteht aus lockerem Bindegewebe mit feinen elastischen Fasern. In den Papillen verlaufen die Blutkapillaren, die die Oberhaut versorgen. Der untere Abschnitt der Lederhaut, die Geflechtschicht (Stratium reticulare) ist aus hartem Bindegewebe aufgebaut, das neben kollagenen und elastischen Fasern auch Blutgefäße, Fettgewebe, Haarfollikel, Nerven, Talgdrüsen und Gänge von Schweißdrüsen enthält.

Die Unterhaut

Die Unterhaut besteht aus lockerem Bindegewebe. Sie ist die Verschiebeschicht der Haut zu den daruntergelegenen Schichten wie Kuskelfaszien und Periost (Knochenhaut). Die Unterhaut ist kaum durchblutet und ist dadurch ein guter Injektionsort für Heparin. Hier liegen die Schweißdrüsen, die unteren Abschnitte der Haarbälge sowie spezielle Druck- und Vibrations-Tastkörperchen. Je nach Körperstelle sind in die Unterhaut mehr oder weniger Fettzellhaufen eingebaut. Das subcutane Fettgewebe dient als Stoßpuffer, Kälteschutz und Energiespeicher.

Narben

Bindegewebiges Ersatzgewebe ohne Hautanhangsgebilde wie Haare und Schweißdrüsen. Entstehen durch Verletzungen oder Operationen. Narbengewebe hat die Tendenz zu schrumpfen und kann die verschieden Hautschichten untereinander und mit tiefer gelegenen Schichten (Muskelfaszien, Periost) „verkleben“. Dies führt besonders dann zu Beeinträchtigungen, wenn die Narbe über ein Gelenk zieht (Kontrakturen). Auch ist die elektrochemische Beschaffenheit des Narbengewebes eine andere und es wirkt häufig wie eine Isolationsschicht, sodass Kommunikation benachbarter Zellen und der Energiefluss (Meridiane, Nadis) unterbrochen werden kann. Dies führt langfristig zu Beschwerden, die jenseits der Narbe in einem anderen Organ, scheinbar völlig zusammenhangslos, auftreten können.

Hautanhangsgebilde

Bei den Hautanhangsgebilden unterscheidet man Schweißdrüsen, Talgdrüsen und Duftdrüsen. Die Schweißdrüsen verteilen sich auf der ganzen Oberfläche (besonders Handflächen und Fußsohlen). Schweiß ist eine Mischung aus Wasser, Salz, Harnstoff, Harnsäure, Aminosäuren, Ammoniak, Zucker, Milchsäure und Ascorbinsäure. Schweiß reguliert die Körpertemperatur, die Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten und den Säureschutzmantel der Haut. Die Talgdrüsen sind an Haarfollikel gebunden. Das Sekret ist eine Mischung aus Fetten, Cholesterin, Protein und Elektrolyten. Es bewahrt das Haar vor Austrocknung, hält die Haut geschmeidig, verhindert übermäßige Wasserverdunstung und das Wachstum von Bakterien. Die Duftdrüsen finden sich in den Achselhöhlen, der Schamregion und im Bereich der Brustwarzen.

Wenn Talgdrüsenausgänge verstopfen und Talg sich anstaut, entstehen Mitesser. Von Akne spricht man, wenn viele, z.T. entzündete Mitesser vorliegen. Pickel und Mitesser findet man vor allem in den talgdrüsenreichen Bezirken wie Gesicht, Nacken, Brust und Rücken. Bei starker Akne, Pickeln und Furunkeln sollte man niemanden massieren. Die Entzündungsherde können dabei verletzt und gestreut werden und möglicherweise eine Bakteriämie auslösen.

Vortrag über die Haut - Video und Audio

Hier findest du ein Video zu Haut mit einigen Informationen und Anregungen:

Hier kannst du die Tonspur des Videos zu Haut anhören:

Haut - weitere Infos

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Siehe auch

Haut gehört zu den Themengebieten Anatomie, Physiologie, Medizin, Organe.

Begriffe im Alphabet vor und nach Haut

Hier einige Infos zu Begriffen im Alphabet vor und nach Haut:

Seminare und Ausbildungen

Hier ein paar Links zu Seminaren und Ausbildungen, nicht nur zum Thema Haut:

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Weitere Infos

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