Fatalismus

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Fatalismus bedeutet Schicksalsglaube. Der Ausdruck Fatalismus kommt vom Lateinischen "fatalis", vom Schicksal (fatum) bestimmt. Fatalismus ist in der Philosophie und Religionswissenschaft die Lehre, dass Ereignisse und Erlebnisse vorherbestimmt sind und vom Individuum weder kontrolliert und noch beeinflusst werden können.

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Fatalismus hält die Fügungen des Schicksals für unausweichlich und hält die Vorstellung des freien Willens für eine Illusion. Fatalismus ist auch die Bezeichnung für eine Art Passivität eines Menschen oder einer Gruppe von Menschen: Wenn jemand oder eine Gruppe von Menschen nichts tut, um ihr Schicksal, ihr Leben zu verbessern, kann man Apathie und Fatalismus sprechen. So sagt man Menschen, sie mögen sich nicht im Fatalismus ergeben.

Fatalismus - eine Tugend. Was bedeutet das Wort Fatalismus? Woher stammt dieser Begriff? Wozu ist Fatalismus gut? Was sind Begriffe mit ähnlicher Bedeutung, was Begriffe mit entgegengesetzter Bedeutung zu Fatalismus? Umfangreicher Artikel mit Vortragsvideo und Tipps.

Fatalismus und Spiritualität

Fatalismus: Im spirituellen Zusammenhang die Annahme, dass Karma und Schicksal nicht beeinflussbar seien, dass der Lebensweg von höheren Institutionen genau vorherbestimmt ist. Daraus folgt eine gewisse Passivität des Individuums, da es ja trotz Anstrengung nichts ändern kann, weder am Ablauf des Lebens noch am Wesen selbst, was Lebensführung, Charaktereigenschaften und Gedanken betrifft. In diesem Zusammenhang müssen auch genaue Zukunftsdeutungen genannt werden, die Wahrsager zu sehen glauben und die zu einem bestimmten Zeitpunkt einträfen. Die meisten spirituellen Strömungen widersprechen dem.

Man würde zwar in ein spezielles Umfeld inkarniert (oder inkarniert sich selbst darin), in welchem man die anstehende Lebensaufgabe lösen kann, und es gibt zu bestimmten Tagen verschiedene Energien, die bestimmte Aufgaben unterstützen; jedoch sei der Mensch mit einem umfangreichen, freien Willen auf der Erde und kann diesen dazu einsetzen, Dinge zu tun oder sie zu lassen; sprich die Aufgabe zu lösen oder eben nicht.

Beim Fatalismus, also dem blinden Ergeben in das "vorbestimmte" Schicksal bzw. eben in das, was ohnehin gerade geschieht, ist es also sehr fraglich, ob das Leben tatsächlich nützlich gelebt wird, im Sinne von Weiterentwicklung über mehrere Leben.

Fatalismus und Rückenschmerzen

Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz

Caspar David Friedrich Der Wanderer über dem Nebelmeer.jpg

Einige Gedanken darüber, was Fatalismus vielleicht mit Rückenschmerzen zu tun haben könnte. Fatalismus ist eine gewisse Schicksalsgläubigkeit. Menschen, die an ihr Fatum, ihr Schicksal glauben und denken, dass alles vorherbestimmt ist und dass sie wenig ändern können, einer Situation hilflos ausgeliefert sind, die nennt man Fatalisten.

Fatalismus ist also eine gewisse Lebenseinstellung, eine gewisse Welteinstellung, die davon ausgeht, dass du deine Situation nicht ändern kannst. Es gibt positiven Fatalismus und es gibt nicht so positiven Fatalismus. Tatsächlich hat sich gezeigt, dass Menschen, die vertrauensvoll an ihr Schicksal glauben, dass diese Menschen tatsächlich wenig unter Rückenproblemen leiden.

Angenommen, du gehst davon aus, alles, was kommt, hat einen tieferen Sinn, du weißt nicht, welchen, du musst es auch nicht wissen. Gott meint es gut mit dir und du nimmst alles an, was auch immer kommt. Wenn du diese Schicksalsergebenheit hast, die man auch als Fatalismus bezeichnen kann, wirst du vermutlich weniger Rückenprobleme haben.

Zweite Möglichkeit ist natürlich, Menschen, die sehr stark ihr Leben selbst in die Hand nehmen, die also davon ausgehen: "Ja, ich kann viel beeinflussen. Ja, ich kann viel tun. Und es liegt in meiner Hand." Diese Macher-Typen, die haben oft eine ganze Weile auch keine Rückenschmerzen, sie sind selbst verantwortlich und sie haben einen hohen Grad von Selbstverantwortung. Und wenn man einen hohen Grad von Selbstverantwortung hat, dann hat man oft auch weniger Rückenprobleme, wenn man irgendwo meint, "ich kann Dinge ändern".

Angenommen, man spürt ein kleines Ziehen und Zwacken, also überlegen: "Was kann ich dort ändern? Müsste ich vielleicht aufrechter sein, müsste ich ein paar Yoga-Übungen machen, ins Fitness-Studio gehen, Tiefenentspannung machen? Ich kann einiges ändern. Welche Affirmationen können helfen? Usw." Also, diese Selbstwirksamkeit kann sehr hilfreich sein.

Jetzt hast du also beides, ein positiver Fatalismus kann gut gegen Rückenprobleme sein, Schicksalsergebenheit, Gottvertrauen, könnte man es auch nennen, aber auch Selbstwirksamkeit, das Gegenteil von Fatalismus kann hilfreich sein. Dann gibt es etwas dazwischen, nämlich dazwischen wäre, du hast das Gefühl, du bist einer Situation hilfreich ausgeliefert, du kannst nichts machen und es ist noch dazu schlecht. Wenn du das Gefühl hast, negativen Kräften ausgeliefert zu sein oder einfach Opfer zu sein, deines Rückens, oder Opfer zu sein, deiner Umstände und dass das nicht gut für dich ist, gut, das begünstigt die Rückenschmerzen.

Dann kannst du selbst überlegen, was ist vielleicht für dich hilfreich, dich ganz Gott anvertrauen und sagen: "Oh Gott, dein Wille geschehe. Ich kann nichts, du kannst alles. Bitte hilf mir, ich vertraue dir." Das ist eine Möglichkeit, das wäre die Bhakti Yoga Einstellung. Oder eben die Raja Yoga Einstellung: "Ich werde schon rauskriegen, was das Schicksal von mir will. Und ich werde es so machen, dass das, was das Schicksal von mir will, dass das irgendwo gut ausgeht."

Und du überlegst: "Ja, was kann ich ändern? Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg und es gibt viele Möglichkeiten. Wenn ich noch nicht weiß, was mir hilft, habe ich noch nicht ausreichend ausprobiert. Ich werde jetzt zum Experten werden, z.B. zum Experten bei Rückenproblemen. Ich werde alles rauskriegen über Rückenprobleme und irgendwas wird mir helfen. Das mag der Sinn dort sein." Sowie du einen Sinn hinter dem Ganzen siehst, ist es leichter zu ertragen.

Also überlege, was hat Fatalismus vielleicht mit deinen Rückenproblemen zu tun? Ist Fatalismus etwas, was du etwas mehr kultivieren willst, im Sinne von Schicksalsergebenheit, im Sinne von Gottvertrauen, im Sinne von Gottergebenheit? Oder bist du mehr jemand, der vielleicht mehr Selbstwirksamkeit entwickeln könnte, vielleicht selbst aktiver werden könnte?

Fatalismus - Antonyme und Synonyme

In diesem Yoga Wiki werden über 1000 Tugenden und Persönlichkeitsmerkmale beschrieben. Hier einige Erläuterungen, wie man die Eigenschaft der Fatalismus in Beziehung zu anderen Fähigkeiten und Verhaltensweisen sowie in Bezug auf Laster sehen kann:

Ähnliche Eigenschaften wie Fatalismus - Synonyme

Ähnliche Eigenschaften wie Fatalismus, also Synonyme zu Fatalismus sind z.B. Schicksalsgläubigkeit, Vertrauen, Gottvertrauen, Schicksalsvertrauen.

Ausgleichende Eigenschaften

Jede Eigenschaft, jede Tugend, die übertrieben wird, wird zu einer Untugend, zu einem Laster, einer nicht hilfreichen Eigenschaft. Fatalismus übertrieben kann ausarten z.B. in Lebensverneinung, Pessimismus, Hoffnungslosigkeit, Panikmache, Passivität. Daher braucht Fatalismus als Gegenpol die Kultivierung von Selbstvertrauen, Engagement, Eifer, Hoffnung, Zukunftsglaube, Vision.

Gegenteil von Fatalismus - Antonyme

Zu jeder Eigenschaft gibt es ein Gegenteil. Hier Möglichkeiten für Gegenteil von Fatalismus, Antonyme zu Fatalismus :

Fatalismus Antonyme auf einen Blick

Direktheit Antonyme (Gegenteile) auf einen Blick:

  • Fatalismus sind Selbstvertrauen, Engagement, Eifer, Hoffnung, Zukunftsglaube, Vision, Panik, Angst, Furcht, Überheblichkeit, Allmachtsphantasie.

Fatalismus im Kontext von Tugendengruppen, Persönlichkeitsfaktoren und Temperamenten

Siehe auch

Eigenschaften im Alphabet vor Fatalismus

Eigenschaften im Alphabet nach Fatalismus

Literatur

Weblinks

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