Padma Purana

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Padma Purana, auch „Gtamahatmya“ genannt, ist eine der wichtigsten unter den 18 Hauptpuranas. Es ist ein religiöser Hindu-Text und ist in 5 Teile und 55.000 Verse unterteilt. Das Padma Purana stuft sich selbst als "Sattva Purana" ein, das Gute und Reine darstellend. Es wird auf 5000 v. Chr. datiert. Es gibt eine Anzahl späterer Jaina Arbeiten, die auch als Padma-Purana bekannt sind und ebenso vom Leben Ramas handeln: Padma Purana (Balabhadrapurana) oder Raidhu (15. Jahrhundert), Padma Purana von Somadeva (1600), Padma Purana von Dharmakirti (1612) und das Padma Purana von Bhattaraka Candrakirti (17. Jahrhundert).

Rama wird oft mit Pfeil und Bogen dargestellt, seine Waffen, mit denen er die Guten beschützt und die Dämonen bekämpft.

Das Padma Purana steht im Allgemeinen an zweiter Stelle aller Puranas und wird folgendermaßen beschrieben: "Es enthält einen Bericht über jenes Zeitalter, in dem die Welt noch die Form eines goldenen Lotus (Padma) hatte. Durch all die Geschehnisse in dieser Zeit wird die Welt von den Weisen „Padma“ genannt.

Im ersten Teil des Textes (Srishti Khanda) erklärt der Weise Pulastya dem Bhishma, was Religion ist und die Essenz von Religion. Im zweiten Teil (Bhumi Khanda) wird Prithivi (Erde) ausführlich erklärt. Im dritten Teil (Svarg Khanda) werden der Kosmos beschrieben, die Schöpfung und Indien (Bharata Varsha). Der vierte Teil (Patala Khanda) schildert Leben und Taten von Rama. Der fünfte Teil (Uttara Khanda) ist im Stil eines Dialogs zwischen Shiva und seiner Gemahlin Parvati geschrieben und handelt vom wesentlichen Wissen über Religion.

Shiva, Parvati und Ganesha

Inhalt der bengalischen und süd-indischen Version

Dieser Text wurde in zwei verschiedenen Versionen überliefert, der bengalischen und der süd-indischen. Die bengalische Version besteht aus 5 Khandas (Teilen): Shrishti Khanda, Bhumi Khanda, Svarga Khanda, Patala Khanda und Uttara Khanda. Die südindische Version besteht aus 6 Khandas: Adi Khanda (in einigen Werken auch Svarga Khanda genannt), Bhumi Khanda, Brahma Khanda, Patala Khanda, Srishti Khanda und Uttara Khanda. Das Bhumi Khanda der bengalischen Version enthält zusätzlich 13 Kapitel, während das Patala Khanda dieser Version 31 zusätzliche Kapitel enthält. Das Svarga Khanda dieser Fassung umfasst die Beschreibung verschiedener Gebiete (Lokas) und Erzählungen von Königen und Dämonen. Das Srishti Khanda kann in zwei Teile geteilt werden und der zweite Teil ist in der bengalischen Version nicht enthalten.

Ursprung des Padma Purana

Vishnu

Shiva erklärt seiner Gemahlin Parvati die Natur Vishnus und dessen Verehrung. Es ist unmöglich, dieses Purana zu datieren. Es ist eine Zusammenstellung loser Teile, die zu gänzlich verschiedenen Perioden gehören und wahrscheinlich Jahrhunderte auseinanderliegen. Das gemeinsame Merkmal der fünf oder sechs Teile ist ihr strikter, sektiererischer Charakter. Alle Teile verlangen die Verehrung Vishnus. Darüberhinaus enthalten all diese Bücher Hinweise auf ziemlich moderne Aspekte des Vishnukultes wie z. B. die Verehrung von Radha als Göttin, die Unantastbarkeit und Heiligkeit der Salagrama-Steine, der Tulsi-Pflanze und Ähnliches. Die jüngsten Teile sind sicherlich früher als die Bhagavata Purana, welche wiederum zu den jüngsten Werken der Purana-Literatur zählt. Aber es gibt ganz sicher einen antiken Kern in der Sristi, Bhumi, Swarga und Patala Khanda.

Srishti Khanda (Buch der Schöpfung)

Dieses Khanda ist in Form eines Dialoges zwischen Bhishma und dem Weisen Pulastya geschrieben. Pulastya ist einer der sieben Prajapatis, der geistgeborenen Söhne Brahmas. Es enthält auch eine ausführliche Beschreibung des berühmten Pilgerortes Pushkara. Interessanterweise wird die Verehrung von Planeten (Grahas) spöttisch kommentiert.

Zu Beginn sendet Lomaharsana seinen Sohn Suta Ugrasrava in den Naimisa-Wald, um für die dort versammelten Rishis die Puranas zu rezitieren. Auf Wunsch von Saunaka rezitiert er das Padma Purana. Dieses ist nach dem Lotus (Padma) benannt, in dem Brahman bei der Schöpfung erscheint. Suta Ugrasrava berichtet von der Schöpfung, wie er es von Brahmans Sohn Pulastya vernommen hat. Die kosmologischen Mythen sind hier denen in anderen Puranas sehr ähnlich. Aber in diesem Purana wird nicht Vishnu als erste Ursache angenommen, sondern das höchste Brahman in der Form des persönlichen Gottes Brahma. Aber auch dieses Buch ist sehr stark von Vishnu geprägt und enthält Mythen und Legenden zur Glorifizierung von Vishnu.

Durga auf dem Tiger mit ihren Waffen

Nach dem Bericht der Schöpfung kommt die übliche Geschlechterfolge der Sonnen-Dynastie mit Abschnitten über Pitris, den Vätern der Menschheit und ihren Glaubenskult und der Mond-Dynastie bis zurück zu der Zeit Krishnas. Mythen werden erzählt über die Konflikte zwischen Göttern und Dämonen, gefolgt von einem Kapitel, das aus der Sicht der Religionsgeschichte interessant ist.

Einer der wichtigsten Teile dieses Buches besteht aus einer Beschreibung des Pushkara-Sees (Pokher in Ajmer), dem Brahman geweiht und als Pilgerort verherrlicht und empfohlen. Mehrere Mythen und Legenden preisen Pushkara an. Auch werden verschiedene Feste und Gelübde zu Ehren der Göttin Durga hier erwähnt.

Dann wird das Thema der Schöpfung wieder aufgenommen. Das Buch endet mit Mythen über Vishnu, der die Dämonen vernichtet und der Geburt und Hochzeit von Skanda (Sohn von Shiva, Bruder von Ganesha).

Bhumi Khanda (Buch der Erde)

Bhumi Khanda gibt eine Beschreibung von Prithivi (der Erde) und enthält Geschichten von Königen wie Prithu und Yayati und von verschiedenen Weisen. Einige Gelehrte glauben, dass die Beschreibung der Erde, Könige und Weisen in diesem Purana tatsächliche Elemente von Geographie und Geschichte darstellt.

Dieses Buch beginnt mit Legenden über Somasarman, der in einer späteren Geburt der berühmte Vishnu-Verehrer Prahlada wurde. Der Zweck dieser Geschichte ist zu erklären, wie er einerseits unter Dämonen geboren wurde und es anderseits geschafft hat, ein so großer Verehrer Vishnus zu werden. Neben einer Beschreibung der Erde enthält dieses Buch viele Legenden, die die Heiligkeit und Unantastbarkeit verschiedener Tirthas und anderer heiliger Orte beweisen will. Nicht nur heilige Badeplätze werden als Tirthas angesehen, sondern auch Personen wie Lehrer, Väter oder Ehefrauen.

Zeichnung von Indra auf seinem Elefantenberg, Airavata, ca. 1820

Als ein Beweis dafür, dass auch Frauen Tirthas sein können, wird folgende Geschichte erzählt: Sukalas Mann geht auf eine Pilgerreise und lässt sie zurück in Not und Elend. Der Gott der Liebe, Kama, und der König der Götter, Indra, versuchen vergeblich, sie zu verführen, sie bleibt standhaft und ihrem Mann treu. Als er von der Pilgerreise zurückkehrt, erhält er eine göttliche Belohnung wegen der Tugendhaftigkeit seiner Frau. Eine weitere Geschichte beweist, dass auch Söhne Tirthas werden können: die Geschichte von Yayati und seinem Sohn Puru, die man bereits aus der Mahabharata kennt.

Svarg Khanda (Buch des Himmels)

Svarg Khanda enthält Einzelheiten des Ablaufs der Schöpfung des Kosmos. Es beschreibt die Bedeutung und Wichtigkeit von heiligen Orten, außerdem die geographische Ausdehnung, Berge, Flüsse und Besonderheiten von Jambudvipa. Es berichtet auch von den Menschen Indiens in alter Zeit.

In diesem Khanda gibt es Beschreibungen der verschiedenen Götterwelten, vom höchsten Himmel Vishnus, "Vaikuntha" genannt, und den Welten der Bhutas (Astralwesen), Pisacas, Gandharvas (Engelswesen, himmlische Musiker, Vidyadharas (Halbgötter) und Apsaras (himmlische Wesen, Nymphen, Gemahlinnen der Gandharvas). Die Welten Shivas, Indras, des Feuergottes Agni und des Gottes Yama werden in vielen Mythen und Legenden beschrieben.

Die Erwähnung von König Bharata führt zu der Geschichte von Shakuntala, die hier allerdings nicht wie in der Mahabharata wiedergegeben wird, sondern mehr in Übereinstimmung mit dem Drama von Kalidasa. Ein Vergleich mit Kalidasas Werk und der Version der Mahabharata und dem Padma Purana zeigt, dass Kalidasa wahrscheinlich das Padma Purana als Quelle benutzt hat.

Eine Beschreibung der Welt der Apsaras führt auch zu der Legende vom Prinzen Pururava und der Nymphe Urvashi. Es tauchen auch zahlreiche Legenden auf, die aus den Epen bekannt sind. Das Padma Purana enthält auch Anweisungen über die Pflichten der Kasten, über die vier Ashramas (Lebensstadien), über Arten der Vishnu-Verehrung und viel über Rituale und Moral.

Patal Khanda ( Buch der Unterwelt)

Satrughna, der jüngste Bruder von Rama

In diesem Buch werden zuerst die unterirdischen Regionen beschrieben, insbesondere die Wohnstätten der Nagas (Schlangen-Gottheiten). Ravana wird erwähnt und das führt zur Erzählung der gesamten Rama-Legende, die hier teilweise mit dem Ramayama übereinstimmt, aber auch oft wörtlich mit Kalidasas Epos „Raghuvamsa“. Der Rama-Legende voraus geht eine Geschichte über Ramas Vorväter, beginnend mit Manu, dem Sohn des Sonnengottes und seiner Rettung aus den Fluten.

Rama hat durch das Töten des Brahmanen Havana die Schuld des Mordes auf sich geladen. Um dies zu sühnen, veranlasst er ein Pferde-Opfer. In Übereinstimmung mit den vorgeschriebenen Regeln, muss das Pferd, das für das Opfer vorgesehen ist, ein Jahr lang frei herumlaufen. Es wird von einem Heer von Kriegern begleitet, angeführt von Shatrughna. Die Abenteuer des Pferdes und seiner Begleiter während ihrer Wanderung durch ganz Indien nimmt einen Großteil des Buches ein. Viele heilige Orte werden beschrieben und die entsprechenden Legenden erzählt. Nach langer Wanderschaft erreicht das Pferd die Einsiedelei des Rishis Valmiki. Hier wird nun der Teil des Ramayama erzählt, der mit Sita zu tun hat.

Dann folgen detaillierte Angaben zu den 18 Puranas. Es wird gesagt, dass Vyasa zuerst das Padma Purana verkündet hat, danach die 16 anderen und zuletzt Bhagavata Purana, welches als heiligstes Buch der Vishnu-Verehrer angesehen wird. Es gibt auch Abschnitte, die dem Leben und Wirken von Krishna gewidmet sind. 16 Kapitel des Patal Khanda sind als Shiva Gita bekannt.

Patal Khanda ( Buch der Unterwelt)

In diesem Buch werden zuerst die unterirdischen Regionen beschrieben, insbesondere die Wohnstätten der Nagas (Schlangen-Gottheiten). Ravana wird erwähnt und das führt zur Erzählung der gesamten Rama-Legende, die hier teilweise mit dem Ramayama übereinstimmt, aber auch oft wörtlich mit Kalidasas Epos „Raghuvamsa“. Der Rama-Legende voraus geht eine Geschichte über Ramas Vorväter, beginnend mit Manu, dem Sohn des Sonnengottes und seiner Rettung aus den Fluten.

Ravana

Rama hat durch das Töten des Brahmanen Havana die Schuld des Mordes auf sich geladen. Um dies zu sühnen, veranlasst er ein Pferde-Opfer. In Übereinstimmung mit den vorgeschriebenen Regeln, muss das Pferd, das für das Opfer vorgesehen ist, ein Jahr lang frei herumlaufen. Es wird von einem Heer von Kriegern begleitet, angeführt von Shatrughna. Die Abenteuer des Pferdes und seiner Begleiter während ihrer Wanderung durch ganz Indien nimmt einen Großteil des Buches ein. Viele heilige Orte werden beschrieben und die entsprechenden Legenden erzählt. Nach langer Wanderschaft erreicht das Pferd die Einsiedelei des Rishis Valmiki. Hier wird nun der Teil des Ramayama erzählt, der mit Sita zu tun hat.

Dann folgen detaillierte Angaben zu den 18 Puranas. Es wird gesagt, dass Vyasa zuerst das Padma Purana verkündet hat, danach die 16 anderen und zuletzt Bhagavata Purana, welches als heiligstes Buch der Vishnu-Verehrer angesehen wird. Es gibt auch Abschnitte, die dem Leben und Wirken von Krishna gewidmet sind. 16 Kapitel des Patal Khanda sind als Shiva Gita bekannt.

Uttar Khanda

Das Uttar Khanda stellt die metaphysischen Aspekte von Religion vor in der Form eines Dialoges zwischen Shiva und Parvati. Es enthält außerdem eine weitere Version des Vishnu Sahasranam, der Tausend Namen Vishnus (nicht die Mahabharata-Version) und des Rama Sahasranam, der Tausend Namen Ramas. Wie der Name ahnen lässt, steht Uttar Khandar in Beziehung zu der Uttarkhand Region im indischen Himalaya. Man glaubt, dass Shiva und seine Gemahlin Parvati über die Quelle des Ganges und der Yamuna herrschen, auch über Badrinath (Vishnu) und Kedarnath (Shiva) und über die Mündung des Ganges in das indische Tiefland. Sechs Kapitel bilden die „Bhagavat Mahatmyam“, die als der eigentlich Beginn der Srimad Bhagavad angesehen wird.

Dieses Khanda erläutert sehr ausführlich und auf großartige Weise den Vishnu Kult und die damit verbundenen Feste und Zeremonien. Ein großer Teil ist der Verherrlichung des Monats Magha gewidmet, welcher für Vishnu besonders heilig ist. Zahlreiche Legenden werden erzählt die beweisen, dass es ein großer Verdienst ist, während dieses Monats ein rituelles Bad zu nehmen.

Ein anderer Abschnitt verherrlicht den Monat Kartikeya, in dem das Verschenken von Lampen besonders verdienstvoll ist.

Radha und Krishna

Um der Vishnu-Verehrung besonderes Gewicht zu verleihen, veranlasst der Autor Shiva persönlich, in einem Gespräch mit seiner Gemahlin Parvati die Großartigkeit Vishnus zu preisen und eine Vielzahl der Vishnu-Avatare aufzuzählen. Dies schließt auch die Rezitation einer Zusammenfassung der Rama-Legende mit ein; und die Krishna-Legende wird mit vielen Details wiedergegeben. Dann fragt Parvati, wer denn die Ketzer wären. Daraufhin erklärt Shiva, dass die Shaiva-Lehrer und die Anhänger der Shaiva Pashupta-Sekte zu den Ketzern gehören und erklärt, was Vishnu-Bhakti ist und erläutert die verschiedenen Formen des Vishnu-Kultes.

Dieses Kandha enthält auch noch eine Verherrlichung der Bhagavad Gita. Es gibt Legenden die veranschaulichen, welchen Verdienst das Lesen eines jeden Verses bringt. Ein Kapitel enthält die Aufzählung der Tausend Namen Vishnus, in einem anderen Kapitel wird Radha mit der Göttin Lakshmi gleichgesetzt und die Feier ihres Geburtstages wird beschrieben.

Kriyayogasara

Eine Art Nachtrag oder Ergänzung ist die Kriyayogasara, die Essenz des Yoga und der Praxis der Hingabe. Es wird gelehrt, dass Vishnu nicht durch Meditation (Dhyana) verehrt werden soll, sondern durch fromme, strenggläubige Taten wie vor allem Pilgerreisen zum Ganges und das Zelebrieren aller Festlichkeiten, die Vishnu gewidmet sind. In vielen Legenden wird berichtet, wie höchste Erfüllung aller Wünsche dadurch erreicht wurde, dass Vishnu an den Ufern des Ganges verehrt wird.

Die Bezeichnungen der vielen Aufteilungen der Kriyayogasara vermitteln eine unvollkommene und einseitige Vorstellung von ihren verschiedenartigen Inhalt. Es scheint so, als ob diese Kapitel auf mehrere individuelle Arbeiten basieren, die dann unter einem Titel zusammengefasst wurden. Es gibt keinen Grund zur Annahme, dass irgendeine Arbeit älter als das XII. Jahrhundert nach Christus ist.

Siehe auch

Weblinks

Literatur

Seminare

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