Blut

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Blut ist eine Körperflüssigkeit, die in Blutbahnen in einem geschlossenen System im gesamten Körper zirkuliert. Es besteht aus ganz unterschiedlichen Bestandteilen und hat eine große Aufgabenvielfalt im menschlichen Organismus.

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Blut

Etwa 7-8% des Körpergewichtes entfallen auf das Blut. Blutplasma macht davon 55% aus, die Blutzellen 45%.

Blutplasma

Eine gelbliche Flüssigkeit, bestehend aus anorganischen Salzen, Fetten, Schlacken, Vitaminen und Eiweiß. Eiweiß ist durch seine wasseranziehende Eigenschaft mit verantwortlich für die Aufrechterhaltung des Flüssigkeitsvolumens in den Blutgefäßen.

Albumine

Werden in der Leber hergestellt und sind im Körper unter anderem für den Transport von Hormonen, die Blutgerinnung und die Immunabwehr zuständig. Unter den Eiweißen bilden die Albumine mit 60% den größten Anteil.

Globuline

Die Aufgaben der Globuline sind sehr unterschiedlich, ebenso ist der molekulare Aufbau der Globuline sehr unterschiedlich, so dass sich hier eine weitere Differenzierung herausgebildet hat.

Alpha Globulin: Transportfunktion
Beta Globulin: Transportfunktion
Gamma Globulin: Immunabwehr

Letztere differenzieren sich weiter in:

Immunglobulin G: Unspezifische Abwehr
Immunglobulin M: Unspezifische Abwehr, passive Immunisierung des Fötus während der Schwangerschaft
Immunglobulin E: Allergische Reaktion

Blutzellen (Hämozyten)

Man unterscheidet drei unterschiedliche Zellarten im Blut. Die roten Blutkörperchen, die weißen Blutkörperchen, die Blutplättchen. Diese einzelnen Bestandteile unterscheiden sich in Form, Größe, Funktion und Entstehung.

Rote Blutkörperchen (Erythrozythen)

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Aufgebaut aus einem Gerüst (Stroma) und Blutfarbstoff (Hämoglobin) bilden die roten Blutkörperchen etwa 95% des Blutbestandteiles des Menschen, das sind etwa 5,5 Millionen /mm³. Sie sehen aus wie flache, auf beiden Seiten eingedellte Scheiben und sind im Durchmesser nur ca. 7,5 Mikrometer groß. Sie besitzen keinen Zellkern, so dass eine Vermehrung durch Erythropoese notwendig ist.

Etwa alle 4 Monate erneuern sich die Erythrozyten und gewährleisten dadurch eine optimale Funktion und hohe Beweglichkeit. Die Milz ist für das Aussortieren und den Abbau zuständig. Die rote Farbe verdankt das Blut dem Hämoglobin, das in gelöster Form vorliegt und etwa ein Drittel des Inhaltes der Erys ausmacht.

Gebildet werden die roten Blutkörperchen im roten Knochenmark, beim Embryo auch in Leber und Milz. Die wichtigste Aufgabe des Hämoglobin ist es, die Atemgase Sauerstoff und Kohlendioxid aufzunehmen und durch den Organismus zu transportieren.

Weiße Blutkörperchen (Leukozyten)

Zwischen 5000-10000 /mm³ dieser kernhaltigen Zellen hat ein Mensch. Sie sind durch ihre Phagozytosefähigkeit für die spezifische und unspezifische Abwehr zuständig. Dabei sind Aussehen, Form und Aufgaben im Detail sehr differenziert. Sie bewegen sich wie Amöben vorwärts und können sich durch Ausstülpungen und Verformungen an schadhafte Gefäßwände anheften, so zum Beispiel an Orten mit Gewebsschädigungen, Infektionen, Entzündungen.

Blutplättchen (Thrombozyten)

Es gibt zwischen 250000 und 400000 mm³ dieser Zellen, die durch Abschnürung von Riesenzellen des Knochenmarks entstehen. Ihre Lebensdauer liegt bei ca. 7 Tagen. Hauptaufgabe dieses Blutbestandteiles ist die Blutstillung und Blutgerinnung.

Blutgruppe

Erythrozyten weisen in der Membran ein Antigen auf, deren Ausprägung erblich bedingt ist. Bei Kontakt mit körperfremdem Blut (z.B. bei einer Bluttransfusion) bilden sich Antikörper im eigenen Organismus zur Abwehr des fremden Stoffes, so dass es zu Verklumpungen der roten Blutkörperchen als Träger der Antigene kommen kann.

ABO-System

Klassifiziert wird das Blut nach dem „AB0-System“.

Blutgruppe A >> Antikörper gegen B >> ca.44% der Mitteleuropäer
Blutgruppe B >> Antikörper gegen A >> ca. 10% der Mitteleuropäer
Blutgruppe AB >> keine Antikörper >> ca. 4% der Mitteleuropäer
Blutgruppe 0 >> Antikörper gegen A und B >> ca. 42% der Mitteleuropäer

Rhesus-System

Man klassifiziert hier sechs unterschiedliche Antigene, von denen nur das Antigen D auch Antikörper bilden kann. Ist ein Antikörper Antigen D im Blut nachweisbar, ist diese Person RH-positiv, fehlt dieses Merkmal dann RH-negativ. In Mitteleuropa sind ca. 85% der Bevölkerung RH-positiv.

Siehe auch

Literatur

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