Chandi

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1. Chandi (Sanskrit: चण्डी Caṇḍī f.) Chandi ist ein Name von Durga und auch ein Name Kalis, ein Name der göttlichen Mutter. Chandi oder Chandika ist eine Ausprägung von Parvati.

Durga, der wilde Aspekt der Gattin Shivas.

2. Chandi, Hindi चांदी - Cāndī, heißt silbern, silbrig. Chandi ist also die Farbe Silbern auf Hindi.

3. Chandi , Sanskrit चण्डी caṇḍī, erzürnen. Chandi ist ein Sanskritwort und bedeutet erzürnen.

Sukadev über Chandi

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Chandi

Chandi ist einer der vielen Namen der göttlichen Mutter. Chandi ist letztlich die Abkürzung von Chamundi. Chamundi, diejenige, die Chanda und Munda besiegt hat. Chanda und Munda, und eigentlich müsste man sagen Chandamunda, wurde zu Chamunda abgekürzt. Das kann man weiter abkürzen, dann bleibt noch Chandi. Chanja von Chanda und Munda, daher das "nda", daher Chamundi oder Chandi.

Chandi – Name der göttlichen Mutter. Chandi ist auch der Name für die Devi Mahatmyam. Die Devi Mahatmyam, die Herrlichkeit der göttlichen Mutter, ist ein Auszug aus der Markandeya Purana, einer der achtzehn Puranas, die der Verehrung Vishnus wie auch der göttlichen Mutter gewidmet ist. Und die Devi Mahatmyam besteht aus 700 Versen zur Verehrung der göttlichen Mutter. Sie wird als Devi Mahatmyam bezeichnet, sie wird als Durga Saptashati bezeichnet, die 700 Verse, Saptashati, zur Verehrung von Durga, und sie wird auch als Chandi bezeichnet, als die Schrift zur Verehrung von Chandi und damit der göttlichen Mutter. Chandi, also zwei Hauptbedeutungen: Die eine ist, Beiname der göttlichen Mutter. Zweitens, Beiname der Devi Mahatmyam, der 700 Verse zur Verehrung der göttlichen Mutter. Chandi – die göttliche Mutter. Chandi – Verehrung der göttlichen Mutter.

Chamunda und die Dämonen

Chamunda ist ein Aspekt der höchsten Mutter Gottheit, welche in einem gefürchteten Kampf die Dämonen Chanda und Munda tötet. Chamunda entspringt aus dem Namen der beiden Monster Chanda and Munda, welche von der Devi getötet wurden. Gemäß einer uralten Legende wurde die Göttin Chamunda als Anführergöttin 'Rudra' in dem Kampf zwischen Shiva und dem Dämonen Jalandhara betitelt. Seitdem ist der Ort unter dem Namen Rudra Chamunda bekannt. Der Sage von Purana nach, ist die bekannte Chamunda Nandikeshwar Dham eine Wohnstätte des Shiva Shakti. In einer anderen Legende wird angegeben, dass Chamunda während des Kampfes von 'Savarni Manamantra' zwischen Göttern und Dämonen, als Chandika Jayasundra einer Augenbraue der Göttin Kaushiki heraus entsprang.

Ihr wurde die Aufgabe der Tötung beider Dämonen 'Chand' und 'Mund' zuteil. Chamunda kämpfte in einer heftigen Schlacht mit diesen beiden Monstern, gewann schließlich und ermordete sie. Danach übergab Chandika Jayasundra die erschlagenen Köpfe der beiden Dämonen der Göttin Kaushiki, welche ungemein erfreut über ihren Erfolg war, sie segnete und ihr den Titel 'Chamunda' verlieh. Seitdem ist die Göttin unter dem Namen Chamunda bekannt.

Ferner gibt es eine legendäre Geschichte über die Göttin Chamunda. Sie handelt von dem berühmten Tempel der Devi Chamunda in dem Kangra Bezirk in Himachal Pradesh, in Indien. Vor etwa 400 Jahren beteten der König und der Brahmanen Priester um Erlaubnis der Göttin den Tempel an einen leichter zugänglichen Ort zu bewegen. Die Göttin Chamunda erschien dem Priester in seinem Traum und gewährte sein Gebet. Sie wies dem Priester einen bestimmten Ort zur Ausgrabung zu, wo sie ein altes Götterbild finden würden, welches in den Temple eingebaut werden und Form ihrer Anbetung sein sollte.

Der König sandte seinen Mann das Götterbild auszugraben. Der Mann konnte dessen Standort ausfindig machen, es jedoch nicht nach oben ziehen. Wieder erschien die Göttin Chamunda in dem Traum des Priesters und erklärte, warum es ihnen nicht möglich war das ganze Relikt auszugraben, denn sie betrachteten es bloß als einen gewöhnlichen Stein. Die Göttin bat den Priester früh am Morgen aufzustehen, ein Bad zu nehmen, frische Kleidung zu tragen und zu dem Ort sauber und rein zu gehen, mit einem respektvollen Geist. Der Priester tat genau das, was die Göttin angeleitet hatte zu tun und konnte das Götterbild alleine herausheben, was selbst für eine große Gruppe von Männern unmöglich gewesen sei. Das Bildnis der Göttin Chamunda wurde in den Tempel eingesetzt und angebetet. In einigen Gestalten ist die Göttin Chamunda mit Schlangen, Skorpionen und Schädeln geschmückt.

Chamunda ist auch unter Namen wie Chamundi, Chamundeshwari und Charchika bekannt und wird als eine der sieben Matrikas betrachtet. Sie ist auch eine der obersten Yoginis. Sie ist eng mit der Göttin Kali verbunden, welches eine weitere scharfe Seite der Devi ist. Sie wird bei dem Ritual der Tieropferung mit Wein-Gabe und in uralten Zeiten mit Menschenopfern angebetet. Anfänglich war Chamunda eine Stammesgöttin, welche später in den Hinduismus integriert wurde.

In Indien gibt es seine erhebliche Zahl an Tempeln, welche der Göttin Chamunda gewidmet sind. Einige der berühmten Tempel sind der Chamunda Devi Tempel in Himachal Pradesh, die zwei Heiligengräber in Gujarat, der Charchika Tempel in Orissa und der Chamundeshwari Tempel in Mysore.

Chandi ist die Erscheinungsform von Durga, die in vielen Formen verehrt wird. Die wilde Form, die von der Göttin Durga eingenommen wird, wenn sie Dämonen tötet, ist als Chandi bekannt. Chandi ist eine Erscheinungsform der Shakti, die die Kraft symbolisiert. Gemäß der Markandeya Purana hatt die Göttin verschiedene Dämonen (wie Shumbha, Nishumbha, Chanda und Munda) getötet. Die Göttin tötete die Dämonen, indem sie die grausame Gestalt von Chandi annahm. Aber wenn die Göttin ihren Anhängern hilft und sie vor Gefahren rettet, ist sie bekannt als Durga. In der Form der Göttin Durga tötete Chandi den Dämonen Mahishasura.

Hindus verehren Chandi unter vielen Namen, wie Devi Chandi, Mangal Chandi, Jay Chandi, Olai Chandi, Kului Chandi, Chelai Chandi. In der Manifestation von Jay Chandi rottet die Göttin die zerstörerischen Wünsche aus. In dieser Form hat sie zwei Hände, drei Augen, ist creme-farben und von einem Lotus getragen. In der Markandeya Purana wird die Beschreibung der verschiedenen Aspekte der Göttin Chandi in siebenhundert Versen erwähnt.

Die mittelalterliche Dichtung, die noch immer in den Dörfern Westbengalens gesungen wird, beschreibt die Großherzigkeit von Durga als Aranyani Chandi. Hier wird der Göttin die furchtlose Mangal Chandi zugeschrieben, die die Rettung für die schuldbeladenen Menschen ist. Chandis Fahrzeug ist ein Krokodil. Frauen verehren Chandi auch als die Göttin, die häuslichen Frieden und Glück bringt. Die verheirateten Frauen verehren Chandi. Sie fasten mit Früchte an jedem Donnerstag im Monat Jaishtha und rezitieren verschiedene Lobeshymnen, um sie anzubeten.

Die Auszeichnung von Chandi wird auch durch das Volkstum erhalten. Sie ist bekannt als Ban Durga, wenn sie unter einem Sheodabaum steht; oder wird Devi Shashthi genannt, wenn sie mit einem Pakudbaum verbunden ist. In der Manifestation von Basanta Chanda heilt sie die Patienten von ‚Basanta‘ oder Pocken. Die Anhänger von Chandi binden Streifen von buntem Stoff an die Äste des Baumes, der für die Göttin Nekdai steht und beten um ihren Segen. Während der Zeit der Durga Puja rezitieren die Menschen Chandi-Verse, um den Segen von Devi Chandi zu erhalten.

Man glaubt, dass früher Menschenopfer für die Göttin Chandika dargebracht wurden. Es wird behauptet, dass die richtige Opfergabe für die Göttin Chandika das Blut des Anbeters ist. Aus vergangenen Zeiten glaubt man, dass menschliches Fleisch eine Opfergabe für Chandika ist. Nach den heiligen Schriften ist die Opfergabe von Blut schwierig möglich zu machen, und wird daher gleich wie Ambrosia gesehen. Chandi ist eine der wichtigsten weiblichen Bhiitas, die von den Bergstämmen der Nagara Malnad verehrt wird.

Chandi wird beschrieben als eine Verbindung der Dreiheit Mahakali, Mahalakshmi und Mahasaraswati. Der Urprung der Göttin Chandi wird im zweiten Kapitel der Devi Mahatmya beschrieben. Einige der Tempel, die Chandi gewidmet wurden, sind unter anderen der Chandi Devi Mandir in Haridwar, der Maha Lakshmi Tempel in Mumbai, der Vaishno Devi Mandir in Jammu und Kashmir.

Siehe auch

Weblinks

Seminare

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