Sieben

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Sieben‏‎ ist eine Zahl von großer Bedeutung. In der Zahlenmystik spielt sieben eine große Rolle, im Yoga gibt es die sieben Chakras und die sieben Lokas. Sieben ist eine besondere mathematische Zahl, sieben hat im Christentum eine besondere Rolle gespielt und spielt es bis heute und auch in anderen Religionen.

Die Zahl Sieben beleucht aus Yoga Sicht

Die Zahl Sieben

Sieben ist eine ungerade Zahl, sieben ist eine Primzahl, sie ist nur durch eins und sieben teilbar. Man spricht von sieben Kontinenten, wenn man Südamerika als eigenständigen Kontinent sieht. So gibt es Nordamerika, Südamerika, Afrika, es gibt Europa, Asien, Australien und die Antarktis. Und so gibt es sieben verschiedene Kontinente. Es gibt sieben Tage in einer Woche und so heißt es auch, dass Gott die Welt in sieben Tagen geschaffen hat bzw. in sechs Tagen geschaffen hat und am siebten hat er geruht. Sieben ist die Summe von drei und vier. Drei gilt als die Zahl von Geist und Seele und auch die Dreifaltigkeit, also die spirituelle Wirklichkeit, und vier ist die Zahl des Menschlichen, vier ist die Zahl der Körper, vier ist die Zahl der Welt. Die Welt ist eben eine Zweiheit, die Dualität, zwei Achsen und zwei mal zwei ist vier. So steht die Sieben für die Verbindung von der Welt und des Göttlichen.

Sieben als Lieblingszahl

Sieben wird relativ häufig als Lieblingszahl gesehen. Wenn man fragt: „Welche Zahl ist deine Lieblingszahl?“ Und dann kommt sieben am häufigsten vor. Blau wird am häufigsten als Lieblingsfarbe genannt und so spricht man vom Blue Seven Phenomenon, das heißt also, blau und sieben ist die Lieblingsfarbe bzw. die Lieblingszahl. Sieben ist auch die Glückszahl im Westen und in manchen Ländern Ostasiens, wie Japan oder Thailand, wird sie aber als Unglückszahl angesehen. Sieben ist die Zahl der Tage, das hatte ich schon mal erwähnt. Sieben war auch in der babylonischen Kultur besonders wichtig, nämlich es war die Glückszahl grundsätzlich. In der Antike wurden sieben Himmelskörper gesehen für die antike Astrologie, das waren die fünf Planeten plus Mond und Sonne, also sieben Himmelskörper.

Sieben in den Weltreligionen

Siebenarmiger Leuchter im Judentum

Die Zahl Sieben spielt im Judentum eine besondere Rolle. Es gibt den siebenarmigen Leuchter, das hängt damit zusammen, dass die Schöpfung sieben Tage umfasst und dass auch der Sabbat der siebte Tag der Woche ist. Im Christentum gibt es eine Menge von Siebenheiten, da gibt es zum einen die sieben Haupttugenden, Kardinaltugenden. Glaube, Hoffnung, Liebe, das sind die drei, die in dem Paulus-Brief drinstehen, wo er über das Hohelied der Liebe spricht, Glaube, Liebe Hoffnung. Und dann kommen die vier Tugenden, die in der Antike als besonders wichtig gegolten haben, Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung.

Bei den Katholiken gibt es die sieben Laster. Diesen sind Stolz, Geiz, Wollust, Neid, Völlerei, Zorn und Trägheit. Es gibt die sieben Sakramente, Taufe, Firmung, Eucharistie, Beichte, Ehe, Priesterweihe und die Krankensalbung, die auch eine Totensalbung sein kann. Es gibt die sieben Gaben des Heiligen Geistes, es gibt die sieben Werke der Barmherzigkeit, also man findet dort eine ganze Menge. Im Islam ist auch die Zahl Sieben besonders wichtig, bei den Muslimen ist der siebente Himmel als der Ort der letzten Verklärung und der Prophet Mohammed hat den siebten Himmel erreicht.

Bei der Haddsch, also der Pilgerreise nach Mekka, soll die Kaaba siebenmal entgegen dem Urzeigersinn umrundet werden. Und so gibt es auch die sieben Gräber islamischer Sufi-Heiliger, die man in einer bestimmten Reihenfolge aufsuchen soll. So gibt es die Heiligenkulte der sieben Heiligen von Marrakesch und auch in Indien gibt es das. Sieben ist auch die Zahl der Unendlichkeit. Die sieben Himmel werden auch beschrieben als Adam, der erste Himmel, dann Johannes und Jesus im zweiten Himmel, Joseph im dritten Himmel, Idris im vierten Himmel, Aaron im fünften Himmel, Mose im sechsten Himmel und Abraham im siebten Himmel. Es gibt die Zahl Sieben in außereuropäischen Kulturen, das Nilhochwasser zeigte einen siebenjährigen Zyklus, im alten Ägypten gab es die sieben fetten und die sieben dürren Jahre. Und natürlich gibt es auch in verschiedensten Musiktitel die Zahl Sieben.

Die Zahl Sieben im Yoga

Die sieben Chakras im Kundalini Yoga

Im Yoga gibt es die sieben Chakras, die sieben Energiezentren. Diese sieben Energiezentren stehen für sieben verschiedene Ebenen der Existenz. Die Zahl Sieben steht auch für die sieben Lokas und dem entsprechen auch die sieben Chakras. Man kann die Anzahl der Ebenen in dieser Schöpfung in drei angeben, eben Bhurloka, Bhuvarloka und Svarloka, oder man kann die Anzahl angeben in sieben. Und so gibt es die sieben Lokas, eben Bhurloka, Bhuvarloka, Svarloka, Maharloka, Jnanaloka, Tapoloka und Satyaloka. Das sind die sieben höheren Welten und dann gibt es auch die sieben niederen Welten, die so genannten Patala Lokas. Und die Patala Lokas in einem weiteren Sinn sind eben sieben, da gibt es Atala, Vitala, Sutala, Rasatala, Talatala, Mahatala und Patala im engeren Sinne.

Es gibt die sieben heiligen Flüsse, die Sapta Sindhavas. Die Sapta Sindhavas sind Sindhu, Yamuna, Narmada, Kaveri, Ganga, Saraswati, Godavarai. Es gibt diese Sapta Sindhava Shloka: „Om Gange Cha Yamune Chaiva Godavari Sarasvati Narmade Sindhu Kaveri Namas Tubhyam Namo Namah.“ Das ist die Anrufung der sieben heiligen Flüsse und da gehört eben Ganga, Yamuna, Narmada, Sindhu, Kaveri, Saraswati und Godaveri. Also, sieben heilige Flüsse, aber es gibt eben auch die sieben Himmelskörper, die im Jyotish, in der indischen Astrologie, eine besondere Rolle spielen. Und wenn man diese sieben noch ergänzt mit Rahu und Ketu, das sind eben der aufsteigende und absteigende Mondknoten, dann kommt man zu den neun Himmelskörpern der indischen Astrologie, davon eben sieben die Himmelskörper, die es auch in der physischen Existenz gibt.

Es gibt in Indien sieben heilige Städte, also Ayodhya, Mathura, Kashi, Kanchi, Avantika, Dwaraka und Mayapuri, diese sollte man besonders besuchen. Sieben, auf Sanskrit Sapta, sind eben auch die sieben Tage in der Woche, sieben Farben im Regenbogen, sieben musikalische Noten und sieben Tage der Woche. Es gibt auch die sieben großen Inseln, es gibt die sieben heiligen Meere, es gibt die sieben heiligen Flüsse.

Es gibt die sieben großen Rishis, wobei es dort verschiedene Rishis gibt, deren die Zahl Sieben zugeordnet wird und so heißt es, dass jedes Manvantara sieben Rishis hat. Und im heutigen Manvantara sollen die sieben Haupt-Rishis, die Sapta Rishis, sein: Atri, Vasishtha, Kashyapa, Gautama, Bharadvaja, Vishvamitra und Jamadagni. Dann gibt es die sieben heiligen Sterne und es gibt die sieben Chiranjivis, also die Sieben, die ewig jung bleiben, eben Ashvatthama, Bali, Vyasa, Hanuman, Vibhishana, Kripa, Parashurama. Das sind die sieben Chiranjivis, solche, die auf ewig jung bleiben sollen. Es gibt im Ayurveda die sieben Dhatus, also die sieben Elemente des Körpers, die da sind: Rasa, Rakta, Mamsa, Meda, Ashti, Majja und Sukra. Es wird auch von den sieben Metallen gesprochen, man spricht auch von den sieben Schritten, die man macht, bei Hindu-Heirat. Zur Hochzeit gehört dazu, dass das Brautpaar zusammen sieben heilige Schritte macht. Es gibt auch die 700 Verse, z.B. gibt es die Durga Saptashati, also die 700 Verse zur Verehrung der göttlichen Mutter und auch die Bhagavad Gita hat 700 Verse. Das sind nur einige Aufzählungen von sieben, sieben spielt also in der indischen Mythologie, im Yoga wie auch im Hinduismus, eine große Rolle.

Sieben‏‎ Video

Kurzes Vortragsvideo mit dem Thema Sieben‏‎:

Einige Informationen zum Thema Sieben‏‎ in diesem Kurzvideo. Der Yogalehrer und spirituelle Lehrer Sukadev Bretz denkt laut nach über das Wort bzw. den Ausdruck Sieben‏‎ und streut einige Yoga Überlegungen mit ein.

Siehe auch

Weitere Begriffe im Kontext mit Sieben‏‎

Einige Begriffe, die nur ganz entfernt etwas in Beziehung stehen mit Sieben‏‎, aber vielleicht doch von Relevanz sein können, sind z.B. Sie‏‎, Sicherheitsgurt‏‎, Sich sorgen‏‎, Siebzehn‏‎, Siegreich‏‎, Simple‏‎.

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Sieben‏‎ - weitere Informationen

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Zusammenfassung

Die Zahl Sieben‏‎ kann gesehen werden im Kontext von Sprachwissenschaft, Geographie, Biologie, Chemie, Mathematik und kann interpretiert werden vom Standpunkt von Yoga, Meditation, Ayurveda, Spiritualität, humanistische Psychologie.