Ashvatthama

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Ashvatthama (Sanskrit: अश्वत्थामा, Aśvatthāmā) oder Ashvatthaman (Sanskrit: अश्वत्थामन्, Aśvatthāman) war der Sohn von Drona. Das Gerücht über seinen Tod in Kurukshetra führte zum Tod von Drona durch Prinz Dhrishtadyumna. Er war der Enkel des Saptarishis Bharadvaja. Ashvatthama kämpfte auf Seiten der Kauravas gegen die Pandavas.

Ashwatthama und Brahmashirastra

Dronas Zuneigung zu Ashvatthama

Ashvatthama war der Sohn von Drona und Kripi, der Schwester von Kripa. Drona liebte seinen Sohn sehr, doch Drona war sehr arm. In seiner Kindheit war Ashvatthama sehr hungrig. Seine Mutter hatte nicht einmal eine Kuh, um ihm Milch zu geben. Sie mixte etwas Mehl mit Wasser und fütterte ihn damit. Drona war traurig, als er das mit ansehen musste. Er erinnerte sich an seinen Jugendfreund Drupada, der inzwischen ein König war. Drona suchte diesen auf und bat um eine Kuh. Drupada demütigte Drona als er ihm eröffnete, dass er nicht länger sein Freund sei, da Freundschaft nur unter Gleichgestellten möglich sei. Drona kehrte unverrichteter Dinge zurück und schwor Drupada Rache. Kripa, der Lehrer der Kuru Prinzen sah die Notlage Dronas und bot ihm eine Stelle als Lehrer an. So wurde Drona der Lehrer der Pandavas und der Kauravas in Hastinapura. Ashvatthama selbst wurde in der Kriegskunst ausgebildet.

Ashvatthamas Rolle im Kurukshetra Krieg

Da Hastinapura, regiert von König Dhritarashtra, die Ausbildung der Kuru Prinzen in die Hände Dronas gab, waren Drona und Ashvatthama loyal zu Hastinapura und kämpften für die Kauravas. Vor Dronas Tod suchte Ashvatthama ihn auf und bat ihn um seinen Segen, damit er siegreich für die Kauravas kämpfen konnte. Doch Drona lehnte ab. Er forderte Ashvatthama auf, durch seine eigene Stärke zu siegen, nicht durch den Segen seines Vaters. Nach dem Tod von Dushasana ersuchte Ashvatthama Duryodhana zum Wohle von Hastinapura, Frieden mit den Pandavas zu schließen. Duryodhana wies diesen Vorschlag vehement zurück. Ashvatthamas Wut auf die Pandavas wuchs.

Ashvatthama trifft Duryodhana

Nachdem Duryodhana von Bhima tödlich verletzt wurde, suchten Ashvatthama, Kripa und Kritavarma den Ort auf, an dem der sterbende Duryodhana lag. Ashvatthama erklärte Duryodhana, dass er den Pandavas nie vergeben werde. Er schwor, die Pandavas bei nächster Gelegenheit zu töten. Duryodhana machte Ashvatthama zum General der Kaurava Armee.

Ashvatthama greift das Lager der Pandavas an

In der letzten Nacht des Krieges, nach Duryodhanas Niederlage, saß der aufgebrachte Ashvatthama schlaflos unter einem Baum. Er wurde auf eine Eule aufmerksam. Er beobachtete, dass am Morgen die Eule von Krähen angegriffen wurde. Nachts griff die Eule die Krähen an. So kam er auf die Idee, das Pandava Lager um Mitternacht anzugreifen. Am 18. Tag des Kurukshetra Krieges griff er, zusammen mit den Kaurava Kriegern Kritavarma und Kripa die Pandavas an. Er tötete Dhrishtadyumna, Shikhandi und viele weitere wichtige Pandava Krieger während diese schliefen. Die, die zu fliehen versuchten, wurden von Kripa und Kritavarma getötet, die beide am Eingang des Lagers positioniert waren. Ashvatthama tötete Draupadis fünf Söhne während sie schliefen, in der Annahme es seien die fünf Pandava Brüder.

Nachdem er das gesamte Lager der Pandava Brüder vernichtet hatte, präsentierte er die fünf Köpfe von Draupadis Söhnen Duryodhana. Duryodhana verlange von ihm den Kopf von Bhima. Ashvatthama überreichte den Kopf von Draupadis Sohn in der Annahme es sei Bhimas Kopf. Duryodhana hielt ihn in seiner Hand und wollte ihn in Stücke zerschlagen. Da sich der Kopf nicht von Duryodhana abwandte war er sicher, dass Ashvatthama nicht Bhima und nicht die anderen Pandava Brüder getötet hatte. Die Auseinandersetzung zwischen Duryodhana und Bhima führte dazu, dass, selbst geköpft, Bhima niemals in Duryodhanas Gesicht blicken würde. Duryodhana war nun sehr traurig, da Draupadis Söhne die letzten Kuru Prinzen waren, die Hastinapura hätten regieren können. Duryodhana starb. Ashvatthama erkannte seinen Fehler und ging in den Ashram des Weisen Vyasa, um seine Tat zu sühnen.

Die Pandavas machen Jagd auf Ashvatthama

Die Pandavas und Krishna waren über Nacht nicht im Lager gewesen und kamen am Morgen zurück. Schockiert über Ashvatthamas abscheuliche Tag, gingen die Pandavas zu Vyasas Ashram. Ashvatthama sah sie kommen. Aufgrund seines Studiums der Veden wusste er wie man aus Gras eine Brahma Waffe herstellt. Dies war sein letzter Ausweg. Er benutzte sie gegen die Pandavas und Krishna, obwohl ihm sein Vater, Drona, dies strikt untersagt hatte. Als Krishna die Brahma Waffe auf sie zukommen sah, befahl er Arjuna die seine ebenfalls einzusetzen. Arjuna bekam seine Waffe von Drona und kämpfte damit nun gegen dessen Sohn Ashvatthama.

Vyasa sah die beiden starken Waffen aufeinander zukommen. Ein Zusammenprall hätte das Ende der Erde bedeutet, so hielt er durch seine Yogakraft diese göttlichen Waffen an. Er bat beide Krieger, ihre Waffen außer Kraft zu setzen. Arjuna war dazu in der Lage. Ashvatthama dagegen nicht, da ihm sein Vater dies nicht gelehrt hatte. Ein Krieger der eine Göttliche Waffe einsetzen und außer Kraft setzen kann, kann sie nutzen so oft er will. Drona lehrte Arjuna, wie man die Brahma Waffe außer Kraft setzt, doch seinem Sohn lehrte er dies nicht. So konnte Ashvatthama die Waffe nur einmal einsetzen. Allerdings hatte Ashvatthama die Möglichkeit, von der Regel abzuweichen, wenn er die Waffe auf ein isoliertes Objekt an einem unbewohnten Ort richtete. Aus reiner Bosheit jedoch richtete Ashvatthama die Waffe auf den Leib von Uttara, der Frau Abhimanyus, die mit ihren Sohn Parikshit schwanger war. Krishna nahm sein Sudarshana Rad, setzte die Brahma Waffe außer Kraft und rettete Uttaras ungeborenes Kind.

Ashvatthamas Karma

Bhishma setzte alles daran, um für Hastinapura den richtigen Thronfolger aus Sathyavatis Familie zu finden. Bhishma betraute Krishna damit die Linie der Pandavas zu erhalten. Nach Duryodhanas Niederlage war Hastinapura sicher, denn es war klar, dass Yudhishthira der nächste König werden würde. Ashvatthamas Tat machte der Pandava Linie den Garaus.

Krishna strafte Ashvatthama mit einen Fluch, der bis zum Ende des Kali Yugas wirksam sein würde. Ashvatthama trage die Last alles Bösen der Menschheit auf seinen Schultern und ziehe alleine durch die Welt, ohne Liebe und Mitgefühl. Ohne Unterkunft wird er in völliger Isolation von der Gesellschaft leben. Sein Körper wird unter unheilbaren Krankheiten leiden. Ashvatthama trug ein dem Shamantaka ähnliches Juwel auf der Stirn, das ihn vor Angst vor Schlangen und Dämonen bewahrte. Dieses Juwel musste er abnehmen und Krishna ordnete an, dass die Wunde, die durch das Abnehmen entstand, nie heilen würde. Im Kali Yuga wird sein Name Suryakanta sein. So ist Ashvatthama ständig auf der Suche nach dem Tod. Am Ende des Kali Yugas wird er Kalki, den zehnten und letzten Avatar Vishnus, treffen.

Siehe auch

Literatur

  • Bhagavad Gita, Teil der Mahabharata, mit Einführung in die Mahabharata

Weblinks

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