Kuh

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Die Kuh ist in Indien und auch anderswo traditionell heilig. Sie symbolisiert Uneigennützigkeit (Milch) - Bedeutungen, die weit von dem hiesigen weg gehen, wie besonders in Govinda; ....

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kuh (Sanskrit कुह् kuh) ist auch ein Sanskrit Verb und bedeutet überraschen, täuschen.

Wiederkäuerei

Die spirituelle, oft gesunkene Tradition auch im europäischen Raum sieht ein Vorbild in Wiederkäuerei (= lat. ruminatio, [1]): und zwar mit heilsamen Worten, Konzentration, vgl. Herzensgebet, Affirmationen; mantra, mala; Surya Namaskar; Koan und vielem mehr... Darauf sind Menschen angewiesen. ... "bis heute wird der Platz, an dem ein Mönch beim Chorgebet steht, Stallum genannt (...)" vgl.: Karl Wallner, Faszination Kloster, S. 152). Eine mala paßt hier dazu....

Swami Sivananda:

"Die (gemeint: vegetarische) Nahrung muss gekaut und verdaut werden, um einen gesunden Körper zu erhalten. Genauso müssen die Anweisungen des Lehrers durchgekaut und durch tiefes Nachdenken integriert werden, um einen gesunden Geist aufzubauen."


Ganz entgegengesetzt kauen sich oft Sorgen und Probleme, Ängste geradezu zeitraubend durch (vielleicht hilft manchmal "religiös"er Abstand, oder einfach etwa Dauerlauf... im Grünen... und "heiliges Innehalten"...). Bzw.: "Im Linga-Purana (bezogen auf Shiva) heißt es über Mantras: "Die Rezitation zu Hause sei gut, die (..) auf einer Kuhweide hundertmal besser und (..) an einem Flußufer noch tausendmal besser." In Gegenwart Shivas unendlich viel effektiver. (vgl. Stephen Cope, "Die Weisheit des Yoga" [2], S. 120)

Ohne die Bedeutung im Hintergrund wird einem so etwas verschlossen sein - Yoga-Bilderbücher (s.u.) andererseits vereinfachen wohl zu stark (erst recht eine Plastikkuh, die ragt aus einem Kofferraum; jetzt auch noch unwürdig hier in das Yoga-Wiki) oder ein Anhänger. Dagegen: „Mu“ ist unsichtbar wichtig, anderes käme vom Dualismus, ohne Sinn - sagen Zen-Koans...

Die Kuh ist ruhig

Anders als Raubtiere (mit ggf. hohem Adrenalin...; sonstwo womöglich auch etwa aufputschendem...): Kühe sind meist (sic?) weitaus ruhiger. Sie können von sich aus ein friedliches Bild abgeben....

Kuh im Verlag

Swami Sivananda, der Spiritus Rector der Yogarichtung, die auch das Yoga-Wiki heraus bringt, gründete 1936 die Divine Life Society (und seinen Ashram? in einem alten Kuhstall: mit vielen Briefen und anderen Schriften - die weiter zu erhalten als Verlag gesehen werden kann, auch wenn andere Schwerpunkte da sind. (Absatz anders überschreiben?)

Das dürfte weitaus weniger Zufall sein als bei einem spirituellen Verlag von Benediktiner-Mönchen hierzulande: Der hatte zunächst auch so ein ein ehemalige Ställe... Dach über dem Kopf...(außerdem das Christkind; "daß der Mensch nur der Stall ist, in dem...", vgl.: Demut und Gotteserfahrung", 2012, S. 43); vgl. hier auch: "vrajamandala".

Denn die Kühe und ihre eigene symbolische Welt haben bei Swami Sivananda eine sehr besondere Bedeutung (siehe: Goloka).


Internet: Für die Buchbranche wie eine Umstellung vom (Kuh)-Fuhrwerk auf das Auto, besonders deutlich bei Lexika, und doch: [3]

Bilderbücher über Yoga-Kühe, die einigermaßen akrobatisch daher kommen, eine ausdrücklich mit Weihnachts-Asanas, finden auch manche Yogalehrer, die regelmäßig in die Kirche gehen, komisch. Sie laufen heraus (aus dem Verlags-Programm; Info 2012 - da sind sie teils allerdings noch drin; im März 2013 kommt eine als Beatle in die Disko). Die Wand-Kalender Yoga-Kühe bleiben auf dem Markt. Anderswo weint eine Kuh in allgemein: weise Geschichten mit und ohne Kuh, im Buchtitel des deutschen longsellers; Leseprobe hier, lohnt (lang...) [4]

[5]

Eine Übertreibung?

Goldenes Kalb bedeutet gerade etwas anderes. ([6]) In Indien überzeichnet sich das Bild vielleicht in der Geschichte

"(...) dieser arme Mann hier meditiert seit Jahren (...) hält zur Sicherheit noch seine Kuh, falls es mit Gott nicht ganz klappen sollte. In dem Moment, wo er die Kuh verliert (...)"[7]


Wo es keine Yogasteuer gibt etc... fragt sich notgedrungen auch nach einer modernen

"Geldkuh, Goldesel oder Melkkuh (..) ein Produkt, mit welchem (überhaupt..) Gewinne erwirtschaftet werden. (...) auch als Selbstläufer bezeichnet." (aus: Cashcow Wikipedia)

Stichworte: keine Gewinne, wie hier...; oder - möglichst evtl. ohne zu werten - "dumme Kuh", Kaugummifladen in Hatha-Yoga-Stunden unter Matten sind etwas ganz anderes als Ruminatio - eher nachbildlich. Zum Vergleich auch: Rauvieh mit Großfuttereinheit (o.ä.) als möglicher ausdrücklich weltlicher Begriff - wie "Flügelpuppe zum Jahreswechsel".

Ganz andere Stichworte auch: Kuhhandel, "Kuhdreck auf dem Kirchendach"; " hl. Kuh: Tabu...; und "geht auf keine Kuhhaut"; umgangssprachl. "mmh, ja..., (jemand) trete wie eine bunte Kuh auf" (= Zitat unter Wut geradezu).

Und auch:

"mm"' ohne den Mund zu öffnen oder Klopfen a. Tisch... bedeutet "einverstanden", geradezu Om Tat Sat

(sagte SwamiSivananda)), GB, S. 360) - Hari Om Tat Sat

Sinnvolle Umwege... "heiliges Innehalten"...

Heilige Kühe können auch auf Straßen hoch geachtet sein, vielleicht einen Umweg symbolisieren - der eigentlich hilft, zu kürzen: was nicht paßt, zu viel Eigenwille... vgl.: "heiliges Innehalten"... Mo, Mo oder Mu steht eventuell wo darauf...; zum Vergleich: Uttamayana


Ähnliches zeigt auch die Geschichte von Bileam und dem Esel im alten Testament: Tiere, die das Fühlen und Verständnis darstellen wie ein Engel - können ihn eher sogar als ein Prophet Bileam erkennen. "Deine Eselin hat mich gesehen und ist mir dreimal ausgewichen. Sonst hätte ich dich getötet, denn dein Weg (in politisch entscheidender Lage) ist falsch...". Das Gewissen oder auch Zufälle, die sich Vorhaben in den Weg stellen (wie so "heilige Kühe?") können solche Engel sein; meint Anselm Grün weiter. Auch seien oft etwa Pferde u.a. gute Zuhörer, so für Kinder nach der Schule.


Himmlische Kuh namens, siehe: Kamadhenu; Kap. in der Bhagavadgita (darf noch ausgeführt werden)

"Erinnert Euch: in Zusammenhang mit dem hinduistischen dharma, unserer spirituellen Kultur und der direkten Erfahrung unserer Vorfahren wird immer wieder gesagt, dass der Allmächtige Universelle Geist, der Höchste Herr, Gott, kalpataru (wunscherfüllender Baum) ist, dass er kamadhenu (die himmlische Kuh, die alle Wünsche erfüllt) ist, dass er chintamani (die göttliche Perle, die alles gibt) ist. Gläubige preisen IHN, indem sie IHN aus ganzem Herzen mit Dankbarkeit anrufen: „Du bist vanchhita-phala-pradayaka – einer, der das gibt, was gewünscht wird.“" (s.o.: ...)


...

Siehe: Nishkamya Karma Yoga

"Obwohl die Kuh, die vom Kalb getrennt wurde, auf der Weide grast, ist ihr Geist immer auf das Kalb gerichtet. Ähnlich (..:) Löse dich von allen Verhaftungen (..:) Erfolg, Misserfolg, Gewinn oder Verlust, Sieg oder Niederlage, Freude oder Leid."

Siehe auch