Brihat Tantrasara Rituale
Brihat Tantrasara Rituale ist eine thematisch gegliederte Übersicht über 124 eigenständige Ritualanleitungen aus dem Brihat Tantrasara. Die Auswahl reicht von täglicher Meditation, Reinigung und Japa über Einweihung und Weihehandlungen bis zur Verehrung von Ganesha, Kali, Durga, Krishna, Lakshmi und weiteren Gottheiten. Zu jedem Ritual findest du einen eigenen Artikellink und eine kurze Erklärung seines Zwecks.
Die Rituale verbinden gesprochene Mantras, innere Vorstellung und konkrete Handlungen. Sie geben der Hingabe eine Form und führen die Aufmerksamkeit vom äußeren Tun zur bewussten Gegenwart des Göttlichen. So werden Puja und Mantrapraxis zu Wegen, Yoga, Gotteserinnerung und Alltag miteinander zu verbinden.
So findest du das passende Ritual
Die folgenden Gruppen ordnen die Rituale nach ihrer Aufgabe und der verehrten Gottheit. Wer eine tägliche Praxis sucht, findet sie in den Abschnitten zu Tageszeiten und Japa. Reinigung und Nyasa erschließen die Vorbereitung; die Gottheitenabschnitte führen zu den jeweiligen Pujas.
Die Kurzbeschreibungen nennen spirituelle Schwerpunkte und traditionelle Anliegen. Mehrere Mantraformen derselben Gottheit werden einzeln aufgeführt, weil ihre Rezitationsformeln und rituellen Zuordnungen voneinander zu unterscheiden sind. Für die Durchführung sind die jeweilige Einzelanleitung und die dort genannten Voraussetzungen maßgeblich; Einweihung und Mantraübertragung gehören in den Zusammenhang einer vermittelten Tradition.
Zum Verständnis der äußeren Verehrung erläutert das folgende Yoga-Vidya-Video Aufbau und Bestandteile einer Puja. Es bietet eine allgemeine Einführung in die Verbindung von Gaben, Gebet und innerer Ausrichtung.
Tägliche Verehrung und Meditation zu den Tageszeiten
Diese Rituale geben dem Tag einen spirituellen Rhythmus. Guruverehrung, Sandhya und Meditation verbinden den Wechsel der Tageszeiten mit Dankbarkeit und bewusster Hinwendung zum Göttlichen.
- Guruverehrung am Morgen: Die morgendliche Guruverehrung richtet den beginnenden Tag auf Dankbarkeit, Vertrauen und die empfangene spirituelle Unterweisung aus. Sie vertieft die Verbindung zum Guru und zur eigenen Überlieferung.
- Ajapa Puja: Die Ajapa Puja verbindet die Verehrung mit dem natürlichen Atem und dem inneren Mantraklang. Sie dient dazu, auch jenseits gesprochener Wiederholungen die Gegenwart des Göttlichen im eigenen Leben wahrzunehmen.
- Shakti Sandhya: Diese Sandhya widmet die Übergänge des Tages der göttlichen Shakti. Sie verbindet regelmäßige Sammlung mit der Verehrung der Göttlichen Mutter.
- Gayatri Meditation am Morgen: Die morgendliche Gayatri-Meditation dient der Hinwendung zu geistigem Licht und klarer Einsicht. Sie gibt dem Tagesbeginn eine Ausrichtung auf Erkenntnis und bewusstes Handeln.
- Gayatri Meditation am Abend: Die abendliche Gayatri-Meditation sammelt die Aufmerksamkeit am Ende des Tages. Sie verbindet die Verehrung des göttlichen Lichtes mit innerer Einkehr.
- Tripura Meditation am Morgen: Diese Meditation vergegenwärtigt Tripura in ihrer für den Morgen beschriebenen Gestalt. Sie eröffnet den Tag mit der Hinwendung zur Göttlichen Mutter.
- Tripura Meditation am Mittag: Die mittägliche Tripura-Meditation erneuert die Ausrichtung auf die Göttin inmitten der täglichen Tätigkeiten. Sie schafft einen bewussten Raum für Sammlung und Verehrung.
- Tripura Meditation am Abend: Die abendliche Tripura-Meditation führt die Aufmerksamkeit aus dem Tagesgeschehen zurück zur Göttin. Sie dient der inneren Sammlung und dem devotionalen Tagesabschluss.
- Tara Sandhya: Die Tara Sandhya verbindet die regelmäßige Tagespraxis mit der Verehrung Taras. Sie vertieft die Zuflucht zur Göttin und die Beständigkeit ihrer Mantrapraxis.
Reinigung, Nyasa und Vorbereitung der Puja
Die äußere Vorbereitung und die innere Ausrichtung gehören im tantrischen Ritual zusammen. Bhuta Shuddhi, Nyasa und Pranayama bereiten den eigenen Körper und die Aufmerksamkeit auf die Verehrung vor; das Grundritual zeigt den größeren Zusammenhang.
- Tantrisches Reinigungsbad: Das Bad bereitet Körper und Geist auf die Verehrung vor. Wasser, Mantra und bewusste Ausrichtung machen aus der äußeren Reinigung einen rituellen Beginn der Sadhana.
- Bhuta Shuddhi: Bhuta Shuddhi ist die rituelle Reinigung und innere Auflösung der Elemente. Sie bereitet darauf vor, den eigenen Körper als Ort göttlicher Gegenwart zu verstehen und die anschließende Puja gesammelt auszuführen.
- Bhuta Shuddhi mit dem Herzlotus: Diese Form der Elementereinigung nimmt den Herzlotus zum Ausgangspunkt der inneren Vorstellung. Sie dient der Vorbereitung der Verehrung durch eine auf das Herz ausgerichtete Meditation.
- Innere Matrika Nyasa: Bei der inneren Matrika Nyasa werden die Sanskritlaute im inneren Körperraum vergegenwärtigt. Das Ritual verbindet die Kraft der Sprache mit der meditativen Weihe des eigenen Körpers.
- Äußere Matrika Nyasa: Die äußere Matrika Nyasa ordnet die Sanskritlaute bestimmten Körperstellen zu. Sie dient der körperlich vollzogenen Sammlung und der Vorbereitung auf Mantra und Puja.
- Samhara Matrika Nyasa: Diese Nyasa folgt einer zurücknehmenden, auflösenden Ordnung der Lautkräfte. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Rückführung der Vielfalt in ihren göttlichen Ursprung.
- Mantra Pranayama: Mantra Pranayama verbindet die Atemführung mit der Mantrarezitation. Es dient der Sammlung von Atem und Aufmerksamkeit als Vorbereitung der weiteren Verehrung.
- Pitha Nyasa: Die Pitha Nyasa vergegenwärtigt den heiligen Sitz und seine Kräfte im eigenen Körper. Sie schafft die innere Grundlage für die anschließende Verehrung der Gottheit.
- Tantrische Puja als Grundritual: Dieses Grundritual erschließt die gemeinsame Ordnung tantrischer Puja: Vorbereitung, Anrufung, Verehrung und Darbringung. Es hilft, die einzelnen Handlungen im Zusammenhang zu verstehen und gottheitsspezifische Anleitungen einzuordnen.
Japa, Mantrapflege und intensive Übungszeiten
Die folgenden Anleitungen behandeln die regelmäßige und vertiefte Arbeit mit einem Mantra. Sie reichen von der Zählung einzelner Wiederholungen bis zum zusammenhängenden Purascharana.
- Tägliches Mantra Japa: Diese Anleitung ordnet die regelmäßige tägliche Mantrawiederholung. Ihr Schwerpunkt liegt auf Beständigkeit, gesammelter Rezitation und der Verbindung des Japa mit dem übrigen spirituellen Leben.
- Japa mit der Fingermala: Die Fingermala ermöglicht die geordnete Zählung von Mantrawiederholungen mit den Fingergliedern. Sie unterstützt ein konzentriertes Japa, wenn ohne äußere Gebetskette praktiziert wird.
- Japa mit der Buchstabenmala: Die Buchstabenmala verbindet die Mantrapraxis mit der geordneten Folge der Sanskritlaute. Sie dient einer inneren Form des Japa, in der die Lautkräfte selbst zur Gebetskette werden.
- Purascharana eines Mantras: Ein Purascharana widmet einem Mantra eine zusammenhängende, geregelte Zeit intensiver Praxis. Es dient seiner vertieften Aneignung durch Wiederholung und die damit verbundenen Verehrungs- und Abschlusshandlungen.
- Purascharana während einer Finsternis: Diese Form konzentriert das Purascharana auf den besonderen rituellen Zeitraum einer Finsternis. Sie dient einer zeitlich gebündelten Intensivierung der Mantrapraxis.
- Zehn Mantra Samskaras: Die zehn Mantra Samskaras sind rituelle Verfahren zur Vorbereitung und Pflege eines Mantras. Sie werden traditionell auf seine Reinigung, Belebung und volle Entfaltung in der Praxis bezogen.
Einweihung, Mantraübertragung und Weihe von Ritualgegenständen
Diksha und Upadesha stehen im Zusammenhang der persönlichen Übertragung durch einen Guru. Die Weihe von Mala und Ring widmet Gegenstände dem spirituellen Gebrauch und bindet sie in die Mantrapraxis ein.
Einweihung und Unterweisung
- Kalavati Diksha: Die Kalavati Diksha führt durch eine gegliederte Folge von Reinigungen und Weihehandlungen in die Mantrapraxis ein. Im Mittelpunkt stehen die Übertragung durch den Guru und die rituelle Vorbereitung des Schülers.
- Panchayatana Diksha: Diese Einweihung verbindet die Mantraübertragung mit der Verehrungsordnung von fünf Gottheiten. Sie führt in eine Praxis ein, in der die gewählte Hauptgottheit innerhalb eines umfassenderen göttlichen Zusammenhangs verehrt wird.
- Verkürzte Diksha mit dem Kalasha: Die verkürzte Diksha verwendet den geweihten Kalasha als Mittelpunkt der Weihe. Sie dient der Einweihung in einer gegenüber dem ausführlichen Verfahren gestrafften Form.
- Diksha mit Muschelwasser: Bei dieser Einweihungsform steht das geweihte Wasser aus einer Muschel im Mittelpunkt. Es wird zum Träger der vom Guru vollzogenen Reinigung und Weihe.
- Mantra Upadesha: Mantra Upadesha ist die persönliche Unterweisung und Übermittlung eines Mantras. Sie begründet die Verbindung zwischen Lehrendem, Lernendem und der übertragenen Mantrapraxis.
Gebetskette und Dreimetallring
- Mala Weihe mit den fünf Shiva-Mantras: Die Weihe bereitet eine Mala für den rituellen Gebrauch vor und verbindet sie mit den fünf Shiva-Mantras. Sie macht die Gebetskette zum bewusst verehrten Hilfsmittel der Mantrapraxis.
- Mala Weihe nach dem Agamakalpadruma: Diese Mala-Weihe folgt dem im Brihat Tantrasara aufgenommenen Verfahren des Agamakalpadruma. Sie dient der rituellen Vorbereitung und Widmung der Gebetskette für das Japa.
- Weihe eines Dreimetallrings: Die Weihe widmet einen Ring aus drei Metallen dem spirituellen Gebrauch. Silber, Gold und Kupfer werden dabei mit Mond, Sonne und Feuer verbunden und in die Mantrapraxis eingebunden.
Ganesha: Hindernisse überwinden und einen guten Beginn finden
Ganesha wird für einen segensreichen Beginn, gutes Gelingen und die Überwindung von Hindernissen verehrt. Die hier versammelten Formen unterscheiden sich in Gottheitsgestalt, Mantra und Ritualaufbau.
- Ganesha Puja mit Gam: Diese Ganesha-Puja verwendet das Bija Gam als Mittelpunkt der Verehrung. Sie dient der Anrufung Ganeshas für einen segensreichen Beginn und die Überwindung von Hindernissen.
- Heramba Puja: Heramba wird als beschützende Gestalt Ganeshas verehrt. Seine Puja dient der Bitte um Beistand, Sicherheit und die Überwindung von Hindernissen.
- Kshipraprasadana Ganesha Puja: Kshipraprasadana bedeutet sinngemäß der rasch Gnade Gewährende. Seine Verehrung richtet sich auf Ganeshas zugewandten Beistand und den Segen für das eigene Vorhaben.
- Haridra Ganesha Puja: Diese Puja gilt Haridra Ganesha, der mit Kurkuma verbundenen Gestalt Ganeshas. Sie dient der Anrufung seiner glückverheißenden Gegenwart in dieser besonderen Ritualform.
- Ganesha Puja mit der Indra-Bija-Vidya: Die Indra-Bija-Vidya bildet den besonderen Mantrakern dieser Ganesha-Puja. Sie erschließt seine Verehrung zur Bitte um Segen und Gelingen innerhalb dieser eigenen Mantrafassung.
- Mahaganesha Puja: Die Mahaganesha Puja entfaltet eine umfassende Verehrung Ganeshas mit seinem zugehörigen göttlichen Umkreis. Sie verbindet die Bitte um Gelingen und Fülle mit einer vertieften tantrischen Hingabe.
- Shaktiganadhipa Puja: Shaktiganadhipa wird als mit Shakti verbundene Ganesha-Gestalt verehrt. Die Puja dient der Hinwendung zu dieser Verbindung göttlicher Kraft und Hindernisüberwindung.
- Shaktiganesha Puja mit der elfsilbigen Vidya: Die elfsilbige Vidya bestimmt diese Shaktiganesha-Puja. Sie dient der Verehrung Ganeshas in seiner Verbindung mit Shakti innerhalb dieser besonderen Mantraform.
- Ucchishta Ganesha Puja: Diese besondere Ganesha-Verehrung gehört zum tantrischen Ucchishta-Ritualzusammenhang. Sie richtet sich auf die Anrufung seiner Kraft und seines Segens unter den spezifischen Voraussetzungen dieser Praxis.
Kali: Hingabe, Verwandlung und die Kraft der Göttlichen Mutter
Die Verehrung Kalis umfasst zahlreiche Mantraformen. Ihr gemeinsamer spiritueller Bezug ist die Hinwendung zur Göttlichen Mutter, deren Gestalt auch Vergänglichkeit, das Loslassen von Bindungen und den Mut zur inneren Verwandlung berührt.
Die Bezeichnungen Vidya, Bija-Folge und die Silbenzahlen unterscheiden hier die jeweiligen Mantrafassungen. Eine kurze Formel bezeichnet dabei nicht automatisch einen kurzen Gesamtritus.

Die Bedeutung von Shakti als göttlicher Kraft erläutert das folgende Yoga-Vidya-Video. Es bietet einen thematischen Zugang zur Verehrung der Göttlichen Mutter.
Dakshinakali, Chamunda und Kalihridaya
- Dakshinakali Puja: Die Dakshinakali Puja entfaltet die Verehrung Kalis mit ihrem zugehörigen Mantra und Ritualaufbau. Sie dient der Hingabe an die Göttliche Mutter und der Ausrichtung auf spirituelle Verwandlung.
- Dakshinakali Puja mit vorangestelltem Om: Diese Dakshinakali-Puja verwendet eine Mantraform mit vorangestelltem Om. Sie vertieft dieselbe Göttinnenverehrung innerhalb dieser ausdrücklich unterschiedenen Fassung.
- Kali Puja mit der elfsilbigen Dakshina-Vidya: Diese Kali-Puja verwendet die elfsilbige Dakshina-Vidya. Sie dient der gesammelten Hinwendung zu Dakshinakali und der Vertiefung ihrer überlieferten Verehrung.
- Chamunda Kalika Mantra Japa: Dieses Japa richtet die wiederholte Anrufung auf Chamunda und Kalika. Es dient der Sammlung in ihrer machtvollen göttlichen Gegenwart und der Bitte um Schutz.
- Kalihridaya Puja: Die Kalihridaya Puja erschließt eine besondere, auf das „Herz Kalis“ bezogene Verehrungsform. Sie vertieft die innere Hinwendung zur Göttin durch den dafür vorgesehenen Ritualzusammenhang.
Weitere Kali-Pujas nach ihrer Mantraform
- Kali Puja mit dreifachem Grundbija und Svaha: Die dreifache Wiederholung des Grundbijas wird hier mit Svaha verbunden. Die Form dient der Kali-Verehrung mit besonderer Betonung der mantraischen Darbringung.
- Kali Puja mit dreifachem Grundbija und Phat: Diese Kali-Puja verbindet das dreifache Grundbija mit dem Abschluss Phat. Sie dient der Verehrung Kalis in einer Mantraform, deren Abschluss die rituelle Abgrenzung hervorhebt.
- Kali Puja mit der doppelten Bija-Gruppe: Die doppelte Bija-Gruppe bestimmt diese eigenständige Form der Kali-Puja. Sie gibt der Verehrung und Mantrasammlung eine wiederkehrende, klar gegliederte Lautfolge.
- Kali Puja mit dem Vagbhava-Anfang: Diese Kali-Puja beginnt mit dem Vagbhava-Element der Mantraform. Sie dient der Hinwendung zur Göttin unter Beibehaltung dieses besonderen Mantraaufbaus.
- Kali Puja mit der doppelten Maya-Folge: Die doppelte Maya-Folge kennzeichnet den Mantrakern dieser Kali-Verehrung. Sie dient der Vertiefung der Puja in einer eigenen, durch Wiederholung geprägten Bija-Anordnung.
- Kali Puja mit dem Phat-Abschluss: Diese Fassung stellt den Phat-Abschluss der Kali-Anrufung heraus. Sie verbindet die Verehrung der Göttin mit der rituellen Funktion der Abgrenzung.
- Kali Puja mit der zwanzigsilbigen Vidya: Die zwanzigsilbige Vidya bildet eine eigene Grundlage der Kali-Puja. Sie dient der geordneten Verehrung und Rezitation für Praktizierende, denen diese Mantraform vermittelt wurde.
- Kali Puja mit Grundbija und Svaha: Grundbija und Svaha fassen die Kali-Anrufung in einer knappen Form zusammen. Ihr Schwerpunkt liegt auf der konzentrierten mantraischen Hingabe an die Göttin.
- Kali Puja mit der achtsilbigen Bija-Folge: Diese Kali-Puja richtet die Verehrung nach einer achtsilbigen Bija-Folge aus. Sie dient der Sammlung in dieser festgelegten Lautgestalt des Mantras.
- Kali Puja mit der fünfsilbigen Vidya: Die fünfsilbige Vidya eröffnet eine kurze Mantraform der Kali-Verehrung. Sie konzentriert die Hinwendung zur Göttin auf die dafür vorgesehene Silbenfolge.
- Kali Puja mit der neunsilbigen Bija-Folge: Die neunsilbige Bija-Folge bildet den Mittelpunkt dieser Kali-Puja. Sie dient der Vertiefung der Göttinnenverehrung durch genau diese eigenständige Mantragestalt.
- Kali Puja mit der kurzen Dakshina-Anrufung: Diese Fassung verwendet eine kurze Anrufung Dakshinakalis. Sie richtet die Puja unmittelbar auf diese Gestalt der Göttlichen Mutter aus.
- Kali Puja mit der wiederholten Vierergruppe: Die wiederholte Vierergruppe gibt der Mantraform dieser Kali-Puja ihre besondere Ordnung. Sie dient der gleichmäßigen Sammlung und Verehrung innerhalb dieser Fassung.
- Kali Puja mit der vierzehnsilbigen Vidya: Diese Puja verwendet die vierzehnsilbige Kali-Vidya. Ihr Zweck ist die Hingabe an die Göttin mit dem zu dieser Mantraform gehörenden Ritualablauf.
- Kali Puja mit der wiederholten Siebenergruppe: Die wiederholte Siebenergruppe prägt diese Form der Kali-Anrufung. Sie dient der konzentrierten Verehrung durch eine in sich gegliederte Mantrafolge.
- Kali Puja mit Namah und Vagbhava: Diese Kali-Puja verbindet Namah mit dem Vagbhava-Element. Sie bringt die ehrerbietige Hinwendung zur Göttin in dieser besonderen Mantraanordnung zum Ausdruck.
- Kali Puja mit Pasha und Ankusha: Die Pasha- und Ankusha-Elemente kennzeichnen diese Kali-Vidya. Die Puja dient der Verehrung Kalis unter Verwendung dieser eigenen Kombination von Mantrakräften.
Mahakali
- Mahakali Puja mit der dreifachen Bija-Vidya: Diese Mahakali-Puja verwendet eine dreifache Bija-Vidya als Mittelpunkt. Sie dient der konzentrierten Verehrung der Großen Kali und der Hingabe an ihre umfassende göttliche Kraft.
- Mahakali Puja mit der zwanzigsilbigen Vidya: Diese Mahakali-Puja entfaltet die Verehrung mit einer zwanzigsilbigen Vidya. Sie dient der vertieften Hinwendung zur Großen Kali innerhalb dieser ausführlicheren Mantraform.
Guhyakali
- Guhyakali Puja mit der sechzehnsilbigen Vidya: Die sechzehnsilbige Vidya ist eine eigenständige Grundlage der Guhyakali-Verehrung. Sie dient der vertieften Hinwendung zur verborgenen Gestalt Kalis innerhalb dieser Mantraüberlieferung.
- Guhyakali Puja mit der vierzehnsilbigen Vidya: Diese Guhyakali-Puja verwendet eine vierzehnsilbige Vidya. Sie erschließt die Verehrung der Göttin mit dem dafür vorgesehenen Mantraaufbau.
- Guhyakali Puja mit der neunsilbigen Vidya: Die neunsilbige Vidya fasst die Guhyakali-Anrufung in einer kürzeren Mantraform. Sie dient der Sammlung und Hingabe innerhalb dieser besonderen Fassung.
Bhadrakali
- Bhadrakali Puja: Bhadrakali wird als machtvolle und zugleich segensreiche Gestalt Kalis angerufen. Ihre Puja dient der Bitte um Schutz und der vertrauensvollen Hingabe an die Göttliche Mutter.
- Bhadrakali Puja mit der umschlossenen Anrufung: Bei dieser Bhadrakali-Puja wird die Anrufung von weiteren Mantraelementen umschlossen. Sie dient der Verehrung der beschützenden Göttin in genau dieser gegliederten Form.
Shmashanakali
- Shmashanakali Puja mit der elfsilbigen Vidya: Diese Shmashanakali-Verehrung verwendet eine elfsilbige Vidya. Sie richtet die Hingabe auf Kali als Göttin der Verbrennungsstätte und führt damit an die Themen Vergänglichkeit, Furcht und Loslassen heran.
- Shmashanakali Puja mit Klim Kalikayai Namah: Die Anrufung Klim Kalikayai Namah bildet den Mittelpunkt dieser Shmashanakali-Puja. Sie dient der konzentrierten Verehrung Kalis in ihrer mit der Verbrennungsstätte verbundenen Gestalt.
- Shmashanakali Puja mit der einundzwanzigsilbigen Vidya: Die einundzwanzigsilbige Vidya bildet den Mantrakern dieser Shmashanakali-Puja. Die Verehrung richtet sich auf Kali in ihrer mit Vergänglichkeit und der Verbrennungsstätte verbundenen Gestalt.
Bhuvaneshvari: die Göttin als Herrin der Welt
Bhuvaneshvari wird als Weltenherrin und Göttliche Mutter verehrt. Die vier Anleitungen erschließen unterschiedliche Mantraformen dieser Hinwendung.
- Bhuvaneshvari Puja mit Hrim: Diese Bhuvaneshvari-Puja sammelt die Verehrung der Weltenherrin im Bija Hrim. Sie richtet die Aufmerksamkeit auf die Göttliche Mutter als tragende Gegenwart der Welt.
- Bhuvaneshvari Puja mit Aim Hrim Shrim: Die Folge Aim Hrim Shrim bildet den besonderen Mantrakern dieser Verehrung Bhuvaneshvaris. Sie dient der vertieften Hinwendung zur Weltenherrin in dieser dreigliedrigen Vidya.
- Bhuvaneshvari Puja mit Aim Hrim Aim: Diese Variante verehrt Bhuvaneshvari mit der Folge Aim Hrim Aim. Sie ermöglicht die Fortführung ihrer Puja innerhalb genau dieser überlieferten Mantraform.
- Bhuvaneshvari Puja mit der Pasha-Vidya: Die Pasha-Vidya ist eine eigene Form der Bhuvaneshvari-Verehrung. Ihr Zweck ist die Anrufung der Weltenherrin mit dem dafür vorgesehenen Mantra und den zugehörigen Ritualhandlungen.
Durga, Gauri und verwandte Göttinnenverehrungen
Diese Gruppe vereint Verehrungsformen der schützenden, siegreichen und glückverheißenden Göttin. Die einzelnen Gestalten und historischen Zielsetzungen bleiben dabei voneinander unterschieden.
- Durga Puja: Die Durga Puja richtet sich an die Göttliche Mutter als Überwinderin von Bedrängnis. Sie verbindet die Bitte um Schutz und Kraft mit Hingabe und vertrauensvoller Gotteserinnerung.
- Jayadurga Puja: Jayadurga wird als siegreiche Gestalt Durgas verehrt. Die Puja richtet sich auf die Überwindung von Bedrängnis und die Bitte um Kraft in herausfordernden Situationen.
- Vishalakshi Puja: Die Vishalakshi Puja richtet sich an die weitblickende, segensreiche Göttin. Sie dient der Hinwendung zur Göttlichen Mutter und der Bitte um ihre Gnade und Fürsorge.
- Gauri Puja: Gauri wird als leuchtende und glückverheißende Gestalt der Göttin verehrt. Die Puja verbindet die Bitte um Segen und Wohlergehen mit der Hingabe an ihre göttliche Gegenwart.
- Brahmashri Puja: Diese besondere Göttinnenverehrung ruft Brahmashri mit einer eigenen Mantraform an. Zu ihren historischen Zielsetzungen gehören Ansehen und Einfluss beziehungsweise das Gefügigmachen anderer; dieser Bezug unterscheidet sie von einer allgemeinen Gauri-Andacht.
Bagalamukhi und Dhumavati: Stillstellung und Abwehr
Bei diesen Verehrungsformen treten traditionelle Vorstellungen von Stillstellung und der Abwehr gegnerischer Kräfte hervor. Die Kurzbeschreibungen benennen diesen Ritualzweck, während die Einzelartikel den jeweiligen Ablauf und seine Voraussetzungen behandeln.
- Bagalamukhi Puja mit der ersten Vidya: Die erste Bagalamukhi-Vidya dient traditionell der Stillstellung feindlicher Einwirkungen, insbesondere schädigender Rede. Die Puja richtet die Bitte um Schutz und Abwehr auf Bagalamukhi.
- Bagalamukhi Puja mit der zweiten Vidya: Diese zweite Vidya erschließt eine eigene Mantraform der Bagalamukhi-Verehrung. Ihr traditioneller Schwerpunkt liegt ebenfalls auf Stillstellung und Abwehr gegnerischer Kräfte.
- Dhumavati Puja: Die Puja gilt Dhumavati, deren Gestalt mit Entbehrung und dem Vergehen äußerer Sicherheiten verbunden ist. Zum überlieferten Ritualzusammenhang gehört auch die Abwehr beziehungsweise Bezwingung feindlicher Kräfte.
Lakshmi, Annapurna und Dhanada: Fülle, Nahrung und Lebensunterhalt
Die Bitte um göttlichen Segen umfasst auch Nahrung, Versorgung und gedeihliche Lebensbedingungen. In der Bhakti verbindet sich dieses Anliegen mit Dankbarkeit und dem Teilen empfangener Gaben.
- Lakshmi Puja mit Shrim: Das Bija Shrim steht im Mittelpunkt dieser Lakshmi-Verehrung. Die Puja verbindet die Bitte um Wohlstand und Gedeihen mit Dankbarkeit für empfangene Fülle.
- Lakshmi Puja mit der viersilbigen Vidya: Diese Lakshmi-Puja verwendet eine viersilbige Vidya. Sie dient der Anrufung ihrer segensreichen Gegenwart in einer eigenen Mantraform.
- Kamalavasini Puja: Kamalavasini wird als die auf dem Lotus Wohnende verehrt. Ihre Puja richtet sich auf glückverheißende Fülle, Schönheit und den Segen der Göttin.
- Mahalakshmi Puja als Weltmutter: Diese Puja betrachtet Mahalakshmi als Weltmutter. Sie erweitert die Bitte um Fülle zur Verehrung der göttlichen Kraft, die das Leben trägt und nährt.
- Mahalakshmi Puja mit der Kamalalaya-Vidya: Die Kamalalaya-Vidya bildet den besonderen Mantrakern dieser Mahalakshmi-Puja. Sie dient der Hinwendung zur Göttin in ihrer mit dem Lotus verbundenen Gestalt.
- Annapurna Puja: Annapurna wird als die Göttin verehrt, die Nahrung und Fülle schenkt. Die Puja verbindet die Bitte um Versorgung mit Dankbarkeit und der Bereitschaft, Nahrung zu teilen.
- Dhanada Puja: Die Dhanada Puja richtet sich an die Geberin von Wohlstand und materieller Fülle. Ihr Anliegen ist die Bitte um gedeihliche Lebensbedingungen und den Segen für den Lebensunterhalt.
Krishna, Balagopala und Vasudeva: Liebe und Gottesnähe
Die Krishna-Verehrung entfaltet unterschiedliche Beziehungen zum Göttlichen: die Fürsorge für das göttliche Kind, liebende Hingabe und die Erinnerung an den Herrn der Sinne. Die eigenen Mantraformen erhalten jeweils ihren gesonderten Artikel.
Balagopala und Vasudeva
- Balagopala Puja mit dem Gopala-Mantra: Diese Verehrung richtet sich mit dem Gopala-Mantra an Krishna in seiner kindlichen Gestalt. Sie vertieft eine liebevolle, fürsorgliche Beziehung zum Göttlichen.
- Balagopala Puja mit der achtsilbigen Vidya: Die achtsilbige Vidya bildet den Mantrakern dieser Balagopala-Verehrung. Das Ritual dient der Hingabe an den göttlichen Krishna-Knaben innerhalb dieser besonderen Mantraform.
- Balagopala Puja mit Klim Krishna Klim: Diese Balagopala-Puja verbindet den Namen Krishna mit dem Bija Klim. Sie sammelt die Verehrung des göttlichen Kindes in einer eigenen, knapp gefassten Mantraform.
- Vasudeva Puja: Die Vasudeva Puja gilt Krishna als göttlicher Gegenwart und Gegenstand liebender Verehrung. Sie dient der Vertiefung von Vertrauen, Hingabe und beständiger Gotteserinnerung.
Krishna-Pujas nach ihrer Mantraform
- Krishna Puja mit dem zehnsilbigen Mantra: Diese Krishna-Puja verwendet einen zehnsilbigen Mantra. Sie dient der Sammlung in Krishnas Gegenwart und der Entfaltung einer beständigen Gottesliebe.
- Krishna Puja mit dem achtzehnsilbigen Mantra: Der achtzehnsilbige Mantra bildet die Grundlage dieser Krishna-Verehrung. Sie verbindet Mantrarezitation und Gaben mit der liebevollen Hingabe an die Gottheit.
- Krishna Puja mit dem zwanzigsilbigen Mantra: Diese Form verehrt Krishna mit einem zwanzigsilbigen Mantra. Sie dient der Vertiefung seiner Puja innerhalb dieser eigenen Mantrafassung.
- Krishna Puja mit der gegliederten Bija-Form: Die gegliederte Bija-Form gibt der Krishna-Anrufung eine besondere Lautordnung. Sie unterstützt die gesammelte Verehrung durch die bewusste Verbindung ihrer Mantraelemente.
- Krishna Puja mit dem vierzehnsilbigen Mantra: Der vierzehnsilbige Mantra bestimmt diese eigenständige Krishna-Puja. Sie dient der Hinwendung zu Krishna und der Fortführung einer entsprechend vermittelten Mantrapraxis.
- Krishna Puja mit der einsilbigen Vidya: Diese Krishna-Verehrung sammelt sich in einer einsilbigen Vidya. Sie richtet die Aufmerksamkeit auf einen konzentrierten Mantrakern als Träger der Hingabe.
Hrishikesha, Govinda und Rukminivallabha
- Hrishikesha Puja: Hrishikesha wird als Herr der Sinne verehrt. Seine Puja verbindet die Hingabe an Krishna beziehungsweise Vishnu mit dem Anliegen, Wahrnehmung und Handeln auf das Göttliche auszurichten.
- Krishna Govinda Puja: Diese Puja ruft Krishna als Govinda an. Sie dient der liebenden Erinnerung an seine zugewandte und erhaltende göttliche Gegenwart.
- Rukminivallabha Puja: Rukminivallabha bedeutet der Geliebte Rukminis. Diese Krishna-Verehrung stellt die liebevolle göttliche Beziehung und den daraus erbetenen Segen in den Mittelpunkt.
Vishnu-Formen: Erhaltung, Wissen und Schutz
Diese Rituale erschließen weitere Gestalten Vishnus. Lakshminarayana verbindet Fülle und Erhaltung, Hayagriva steht im Zusammenhang göttlichen Wissens und Nrisimha wird als machtvoller Beschützer angerufen.
Lakshminarayana und Dadhivamana
- Lakshminarayana Puja: Die gemeinsame Verehrung von Lakshmi und Narayana verbindet göttliche Fülle mit Erhaltung und Ordnung. Sie dient der Bitte um einen gesegneten Lebenszusammenhang und der Hingabe an das göttliche Paar.
- Dadhivamana Puja: Diese Puja verehrt Vishnu in der Gestalt Dadhivamanas. Sie richtet die Bitte um Segen und göttlichen Beistand auf diese besondere Form des Erhalters.
Hayagriva und Hayashiras
- Hayagriva Puja mit dem Udgitha-Mantra: Der Udgitha-Mantra bestimmt diese Verehrung Hayagrivas. Die Puja verbindet die Hinwendung zum Göttlichen mit dem Anliegen von Wissen, Lernen und geistiger Klarheit.
- Hayagriva Puja mit Hsum: Diese Hayagriva-Puja sammelt die Verehrung im Bija Hsum. Sie dient der Bitte um den Segen der Gottheit für Erkenntnis und vertiefte Beschäftigung mit der heiligen Lehre.
- Hayashiras Puja: Hayashiras ist die pferdeköpfige Gestalt der Gottheit, die in diesem Ritual eigens verehrt wird. Die Puja steht im Zusammenhang mit der Hinwendung zu göttlichem Wissen und der Pflege geistiger Einsicht.
- Hayagriva Puja mit dem Svaha-Abschluss: Diese Hayagriva-Verehrung verwendet eine Mantraform mit Svaha-Abschluss. Sie verbindet die Bitte um Wissen und Klarheit mit der mantraischen Darbringung.
- Hayagriva Puja mit der Hamsa-Umfassung: Die Hamsa-Umfassung kennzeichnet diese besondere Hayagriva-Vidya. Sie dient der Verehrung des Gottes des Wissens innerhalb dieser Mantraanordnung.
Nrisimha
- Nrisimha Puja mit dem Mantraraja: Der Mantraraja bildet den Mittelpunkt dieser Nrisimha-Puja. Sie dient der Zuflucht zum beschützenden Vishnu-Aspekt und der Bitte um Furchtlosigkeit angesichts von Bedrängnis.
- Nrisimha Puja mit der sechssilbigen Vidya: Diese Nrisimha-Verehrung verwendet eine sechssilbige Vidya. Ihr Anliegen ist die Bitte um Schutz und göttlichen Beistand innerhalb dieser eigenen Mantraform.
- Nrisimha Puja mit Kshraum: Die Puja sammelt die Nrisimha-Anrufung im Bija Kshraum. Sie richtet die Hingabe auf seine machtvolle, schützende Gegenwart.
- Nrisimha Puja mit Jaya Jaya: Die Anrufung Jaya Jaya hebt Nrisimhas siegreiche Kraft hervor. Die Puja dient der Bitte um Überwindung von Bedrängnis und um Zuversicht im Schutz der Gottheit.
Natur, Familie und Opferkult
Weitere Anleitungen verbinden die Verehrung mit heiligem Wasser, Mut, dem Wohlergehen von Kindern und dem Opfergeschehen. Jede Gottheit besitzt dabei ihren eigenen religiösen Zusammenhang.
- Ganga Puja: Die Ganga Puja ehrt den heiligen Fluss als Göttin und Trägerin reinigender Kraft. Sie verbindet die Verehrung des Wassers mit der Bitte um innere Reinigung und Segen.
- Kartikeya Puja: Kartikeya wird als kraftvoller göttlicher Anführer verehrt. Seine Puja richtet sich auf Mut, Entschlossenheit und die Überwindung hindernder Kräfte.
- Shashthi Puja: Die Shashthi Puja gilt der mit Kindern und Nachkommenschaft verbundenen Göttin. Sie dient der Bitte um ihren Segen für das Wohlergehen von Kindern und Familie.
- Manasa Puja: Diese Puja verehrt Manasa als Schlangengöttin. Ihr traditioneller Schutzbezug gilt den Schlangen und den mit ihnen verbundenen Gefahren; der Titel bezeichnet hier die Göttin, nicht eine nur gedanklich ausgeführte Puja.
- Svaha Puja: Die Svaha Puja verehrt die göttliche Gestalt der Opferdarbringung. Sie richtet die Aufmerksamkeit auf die Hingabe der Gaben und ihren Platz im heiligen Opfergeschehen.
- Dakshina Puja: Diese Puja gilt Dakshina als göttlicher Verkörperung der Opfergabe und Vergütung. Sie vertieft die Anerkennung, dass Dankbarkeit und angemessenes Geben zum vollständigen Ritual gehören.
Hüter des Ritualortes und Bhairava
Auch der Ort der Verehrung und seine schützenden Kräfte gehören zum tantrischen Ritualverständnis. Diese Pujas richten sich auf die Hüter des heiligen Bereichs und den göttlichen Beistand für die Praxis.
- Kshetrapala Puja: Die Kshetrapala Puja verehrt den Hüter des heiligen Ortes. Sie dient dem rituellen Schutz des Platzes und der Achtung der Kräfte, die den Bereich der Verehrung bewahren.
- Vatuka Bhairava Puja: Vatuka Bhairava wird als machtvoller Beschützer angerufen. Seine Puja richtet sich auf die Abwehr von Bedrängnis und die Sicherung der spirituellen Praxis.
Die Vielfalt der Rituale als Weg der Hingabe
Die Brihat Tantrasara Rituale zeigen, wie viele Formen eine bewusste Hinwendung zum Göttlichen annehmen kann. Eine morgendliche Verneigung, das regelmäßige Japa, die Weihe einer Gebetskette und eine ausführliche Gottheiten-Puja setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Gemeinsam ist ihnen, dass Wort, Handlung und Aufmerksamkeit aufeinander bezogen werden.
Beständigkeit lässt eine gewählte Praxis wachsen. Wer den Sinn der einzelnen Schritte versteht, ihre Mantras aufmerksam rezitiert und die Gaben mit Hingabe darbringt, kann auch den Alltag aus dieser Haltung heraus gestalten. Die Vielfalt dieser Übersicht lädt dazu ein, die eigene überlieferte Praxis besser zu verstehen und verwandte Formen des Hindu Dharma kennenzulernen.
Siehe auch
- Brihat Tantrasara
- Tantra Rituale
- Kategorie:Tantra Rituale
- Kategorie:Rituale Anleitung
- Kategorie:Puja
- Puja
- Japa
- Mantra
- Nyasa
- Diksha
- Purascharana
- Bhakti Yoga
- Meditation
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Chakras
- 26.12.2026 - 01.01.2027 Kundalini Yoga Intensiv Praxis - Live Online
Intensives Praktizieren der im Mittelstufen-Seminar gelernten Übungen für noch tiefere Erfahrung und Erweiterung des Bewusstseins ohne viel Theorie. L…- Sukadev Bretz, Shaktipriya Vogt, Radharani Birkner
- 27.12.2026 - 30.12.2026 Chakra - Heilung - Klang
Intensiviere deine Beziehung zu deinen Chakras durch Tönen und achtsames Atmen. Durch meditative Klang- und Atemübungen kannst du deinen Körper und d…- Hagit Noam
Energiearbeit
- 04.12.2026 - 06.12.2026 Kundalini Yoga Mittelstufe
Intensives Kundalini Yoga Seminar zur Erweckung der inneren Kundalini Energie, Erweiterung des Bewusstseins und Entfaltung des vollen Potentials. Yoga A…- Manuel Hirning
- 04.12.2026 - 06.12.2026 Entdecke deine Medialität
Hast du das Gefühl, dass du mehr spürst, siehst oder wahrnimmst, als sich um dich herum zeigt?
Möchtest du deine Verbindung zu deiner eigenen Führun…- Michaela Hold