Shakti Sandhya nach dem Brihat Tantrasara
Shakti Sandhya nach dem Brihat Tantrasara erschließt eine einzelne Ritualform aus dem Brihat Tantrasara. Diese Anleitung dient dazu, an der Tageswende Wasser, Sonne und Mantra zu einer Sammlung auf die erwählte Göttin zu verbinden.
Die äußere Handlung und die innere Hinwendung gehören zusammen: Jede bewusst dargebrachte Gabe kann Aufmerksamkeit, Dankbarkeit und die Erinnerung an das Göttliche vertiefen. Die historischen Wirkungsangaben des Werkes bleiben als Aussagen der Überlieferung kenntlich.
Zweck und Voraussetzungen
Die Anleitung setzt Vertrautheit mit Puja, Sanskritaussprache und den hier ausdrücklich genannten Nyasa- und Mudra-Verfahren voraus. Besondere Mantraformen werden innerhalb ihrer Überlieferung praktiziert.
Gewählte Form: Shakti Sandhya. Andere Grundmantras sind eigenständige Formen; sie werden nicht zusätzlich in diese Durchführung eingefügt.
Vorbereitung und Materialien
Wasser, ein Wassergefäß, ein Gefäß für die Arghya-Gabe und die im Einzelbeleg genannten Duftstoffe oder Blüten.
Vorsatz: Formuliere vor Beginn bewusst die Absicht dieser Durchführung. Ein kurzer deutscher Vorsatz genügt als redaktionelle Orientierung: Du vollziehst dieses Ritual in Hingabe an die genannte Gottheit beziehungsweise zur beschriebenen Weihe. Eine traditionelle Sanskrit-Sankalpa-Formel wird nur dort rezitiert, wo sie in der eigenen Überlieferung vollständig bestimmt ist.
Durchführung
Bereite das Wasser vor, vollziehe die vorgeschriebenen Reinigungen und Nyasas, bringe der Sonne Arghya dar und richte die Rezitation auf die Gottheit im Sonnenkreis. Führe die Gegenwart am Ende wieder in das Herz.
Nyasa und Mantra-Zuordnungen
Handlung und Bedeutung (P2-0007):
Nun die Durchführung der Sandhyā. Bei Śakti vollziehe man Ācamana mit „Oṃ. Dem Ātman-Prinzip, svāhā; oṃ, dem Wissensprinzip, svāhā; oṃ, dem Śiva-Prinzip, svāhā“. In anderen Fällen nur gewöhnliches Ācamana. So im Svatantratantra: Der beste Übende vollziehe Ācamana mit den Prinzipien Ātman, Vidyā und Śiva, jeweils mit der „Gemahlin des Feuers“, svāhā, und reinem Wasser, o Geliebte. Im Mālinītantra: Mit den Ātman-Prinzip-Formeln, beginnend mit Praṇava und endend mit dviṭha. Danach rufe man mit „O Gaṅgā …“ die heiligen Wasser ins Wasser, werfe unter dem Grundmantra mit Kuśa dreimal Wasser auf den Boden und besprenge mit diesem Wasser den Kopf siebenmal. Nach Prāṇāyāma und sechsgliedrigem Nyāsa nehme man Wasser in die linke Handfläche, bedecke es mit der rechten und bespreche dreimal mit haṃ yaṃ vaṃ laṃ raṃ. Unter dem Grundmantra besprenge man mit heruntertropfendem Wasser und der Tattva-Mudrā den Kopf siebenmal. Das übrige Wasser nehme man rechts, vergegenwärtige es als Lichtkraft, ziehe durch Iḍā ein und wasche die Sünde im Körperinneren aus. Man vergegenwärtige das Wasser als schwarz und als Gestalt der Sünde, atme durch Piṅgalā aus und werfe es als Gestalt des Sündenmenschen mit phaṭ auf einen davor vorgestellten Diamantstein. Dies ist Aghamarṣaṇa, Abstreifen der Sünde. Den mit „O Gaṅgā …“ beginnenden Mantra spreche man auch an einer Pilgerstätte, denn nach der Smṛti ist dort seine Frucht doppelt. Im Gautamīya: Der Mantrakundige vollziehe vorschriftsgemäß Ācamana, setze sich an einen reinen Ort, verbinde das Wasser mit den Pilgerstätten, werfe unter dem Grundmantra mit einer Kuśa-Spitze dreimal Wasser auf die Erde und besprenge den Kopf siebenmal. In einem anderen Tantra: Der Dharma-Kundige vollziehe erneut Ācamana und den sechsgliedrigen Nyāsa, nehme Wasser links und besprenge mit den fallenden Tropfen unter Mantrarezitation den Kopf siebenmal. Er nehme das übrige Wasser rechts, ziehe durch Iḍā ein und wasche die angesammelte Sünde im Körper aus. Das schwarze Wasser atme er durch die rechte Nāḍī aus, vergegenwärtige es in der rechten Hand als Sündengestalt und werfe es unter dem Waffenmantra auf den vorgestellten Diamantstein.
Sanskrit zur Handlung:
atha sandhyāprayogaḥ :
tatra śaktiviṣaye:
oṃ ātmatattvāya svāhā, oṃ vidyātattvāya svāhā, oṃ śivatattvāya
svāhā ityācāmet |
anyatrācamanamātram ||
tathā ca svatantratantre:
ātmavidyāśivaistattvairācāmetsādhakāgraṇīḥ |
vahnijāyāṃ tato dattvā śuddhena pāthasā priye ||
mālinītantre:
ācāmedātmatattvādyaiḥ praṇavādyairdviṭhāntakairiti |
tato jale gaṅge cetyādinā tīrthamāvāhya mūlena kuśena trivāraṃ
bhūmau jalaṃ kṣipet |
tajjalena saptadhā mūrddhānamabhiṣiñcet |
tataḥ prāṇāyāmaṣaḍaṅganyāsau kṛtvā vāmahastatale jalaṃ
nidhāya dakṣiṇahastena jalamācchādya haṃ yaṃ vaṃ laṃ raṃ iti
trivāramabhimantrya, mūlamuccarangalitodakavindubhistattvamudrayā
mūrddhani saptadhābhyukṣaṇaṃ kṛtvā, śeṣajalaṃ dakṣiṇahaste
samādāya, tejorūpaṃ dhyātvā, iḍayākṛṣya, dehāntaḥpāpaṃ
prakṣālya, kṛṣṇavarṇaṃ tajjalaṃ pāparūpaṃ dhyātvā, piṅgalayā
virecya, puraḥkalpitavajraśilāyāṃ phaḍiti mantreṇa
pāpapuruṣasvarūpaṃ tajjalaṃ kṣipedityaghamarṣaṇam |
gaṅge cetyādimantraṃ tīrthe'pi paṭhet, tīrthe tadadviguṇaphalamiti
smṛteḥ |
tathā ca gautamīye:
ācamya vidhivanmatrī śucau deśe ca saṃviśet |
jale saṃyojya tīrthāni trivāraṃ mūlamantrataḥ |
kṣipedbhūmau kuśāgreṇa saptadhā mūrdhni secayet ||
tantrāntare:
punarācamya vinyasya ṣaḍaṅgamapi dharmavit |
vāmahaste jalaṃ gṛhya galitodakavindubhiḥ |
saptadhā prokṣaṇaṃ kṛvā mūrdhni mantraṃ samuccaran |
avaśiṣṭodakaṃ dakṣahaste saṃgṛhya buddhimān |
iḍayākṛṣya dehāntaḥ kṣālitaṃ pāpasañcayam |
kṛṣṇavarṇaṃ tadudakaṃ dakṣanāḍyā virecayet |
dakṣahaste tu tanmantrī pāparūpaṃ vicintya ca |
purato vajrapāṣāṇe nikṣipedastramuccaran
|| 7 ||
Mantra und seine Anwendung
Handlung und Bedeutung (P2-0009):
Dann wasche man die Hände, vollziehe Ācamana und gebe der Sonne Arghya mit „Hrīṃ haṃ saḥ“ oder „Oṃ ghṛṇi sūrya āditya“. [Ghṛṇi, Sūrya und Āditya sind Sonnenbezeichnungen: der Glühende, die Sonne, der Āditya.] Im Sammohanatantra: Man setze das Śiva-Bīja auf Feuer, schmücke es mit dem linken Auge und Bindu und Nāda, o Göttin, und schreibe danach haṃsaḥ. Mit diesem der Sonne lieben Mantra gebe der Mantrakundige Arghya. Die Besonderheit wird im Abschnitt über das Baden erklärt. [Die Bīja-Konstruktion ist verschlüsselt und nicht als korrigierte Gesamtform ergänzt.]
Sanskrit zur Handlung:
tatohastaṃ
prākṣālyācamya hrīṃ haṃ saḥ oṃ ghṛṇi sūrya āditya iti mantreṇa
vā sūryāyārghyaṃ dadyāt ||
tathā sammohanatantre:
śivabījaṃ vahnisaṃsthaṃ vāmanetravibhūṣitam |
vindu nādātmakaṃ devi haṃsaḥ padamatho likhet |
anena manunā mantro bhāskarasya priyeṇa tu |
arghyaṃ dadyāditi śeṣaḥ |
viśeṣastu snānaprakaraṇe vaktavyaḥ
|| 9 ||
Handlungen, Gaben und Abschluss
Handlung und Bedeutung (P2-0010):
Danach werfe man dreimal Wasser mit „Oṃ. Der im Sonnenkreis weilenden [genannten] Gottheit sei Verehrung“ oder mit ihrer Gāyatrī und rezitiere die Gāyatrī der jeweiligen Gottheit.
Sanskrit zur Handlung:
tataḥ oṃ sūryamaṇḍalasthāyai amukadevatāyai namaḥ, ityanena
tadgāyatryā vā trivāraṃ jalaṃ nikṣipya tattaddevatāyā gāyatrīṃ
japet
|| 10 ||
Handlung und Bedeutung (P2-0012):
In der Nandikeśvarasaṃhitā: Solange dem hochherzigen Bhāskara kein Arghya gegeben wurde, soll man weder Viṣṇu noch Śaṅkara oder Maheśvarī verehren.
Sanskrit zur Handlung:
nandikeśvarasaṃhitāyām:
yāvanna dīyate cārghyaṃ bhāskarāya mahātmane |
tāvanna pūjayedviṣṇuṃ śaṅkaraṃ vā maheśvarīm
|| 12 ||
Mantra und seine Anwendung
Handlung und Bedeutung (P2-0014):
Ein Brahmane vollziehe die drei Sandhyās entsprechend der Vorschrift; ein Śūdra nach dem im Tantra gelehrten Verfahren. Bei Unvermögen kann der Mantrapraktizierende eine verkürzte Sandhyā vollziehen: abends, morgens und mittags über die Gottheit meditieren und den Mantra rezitieren. Wurde eine Sandhyā versäumt, rezitiere man die Gāyatrī zehnmal.
Sanskrit zur Handlung:
sandhyātrayaṃ
tathā kuryādbrāhmaṇo vidhipūrvakam |
tantroktavidhipūrvantu śūdraḥ sandhyāṃ samācaret |
saṃkṣepasandhyāmathavā kuryānmantrī hyaśaktitaḥ |
sāyaṃ prātaśca madhyāhne devaṃ dhyātvā manuṃ japet |
sandhyāyāṃ patitāyāntu gāyatrīṃ daśadhā japet
|| 14 ||
Abschluss
Beende die im gewählten Verfahren vorgeschriebene letzte Handlung, sammle dich und verneige dich innerlich vor Guru und Gottheit. Wo der Quellentext eine besondere Übergabe, Entlassung oder Abschlussformel nennt, ist diese maßgeblich. Der kurze Moment stiller Dankbarkeit ist eine redaktionelle Praxisanregung.
Ergänzte Ausführung der Rückverweise
Gayatri zur vorgeschriebenen Wiederholung
An der Stelle der Gayatri-Wiederholung verwende diese zugehörige Formel aus P2-0035:
sarvasammohinyai vidmahe viśvajananyai dhīmahi tannaḥ śaktiḥ pracodayāt
Die Allbezaubernde möchten wir erkennen; über die Mutter des Alls meditieren wir. Möge Shakti uns dazu anregen.
Ergänzte Ausführung der Rückverweise
Wasseranrufung
Bei der Anrufung der heiligen Gewässer spricht man nach P2-0019:
gaṅge ca yamune caiva godāvari sarasvati |
narmade sindhukāveri jale’smin sannidhiṃ kuru ||
Ganga, Yamuna, Godavari, Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Seid in diesem Wasser gegenwärtig.
Quellenwortlaut in IAST und deutscher Übersetzung
Die folgenden Belege gehören ausschließlich zur bezeichneten Ritualform oder zu ausdrücklich benannten gemeinsamen Vorhandlungen. Die Kennungen P1/P2/P3/P6 mit vierstelliger Nummer sind redaktionelle Fundstellen der vorhandenen Werkfassung, keine neu erfundenen Versnummern. Die überlieferte Originalnummer steht jeweils daneben. Sanskritanweisungen beschreiben Handlungen; sie werden nicht insgesamt als Mantra rezitiert.
P2-0007 · Originalnummer 7
atha sandhyāprayogaḥ :
tatra śaktiviṣaye:
oṃ ātmatattvāya svāhā, oṃ vidyātattvāya svāhā, oṃ śivatattvāya
svāhā ityācāmet |
anyatrācamanamātram ||
tathā ca svatantratantre:
ātmavidyāśivaistattvairācāmetsādhakāgraṇīḥ |
vahnijāyāṃ tato dattvā śuddhena pāthasā priye ||
mālinītantre:
ācāmedātmatattvādyaiḥ praṇavādyairdviṭhāntakairiti |
tato jale gaṅge cetyādinā tīrthamāvāhya mūlena kuśena trivāraṃ
bhūmau jalaṃ kṣipet |
tajjalena saptadhā mūrddhānamabhiṣiñcet |
tataḥ prāṇāyāmaṣaḍaṅganyāsau kṛtvā vāmahastatale jalaṃ
nidhāya dakṣiṇahastena jalamācchādya haṃ yaṃ vaṃ laṃ raṃ iti
trivāramabhimantrya, mūlamuccarangalitodakavindubhistattvamudrayā
mūrddhani saptadhābhyukṣaṇaṃ kṛtvā, śeṣajalaṃ dakṣiṇahaste
samādāya, tejorūpaṃ dhyātvā, iḍayākṛṣya, dehāntaḥpāpaṃ
prakṣālya, kṛṣṇavarṇaṃ tajjalaṃ pāparūpaṃ dhyātvā, piṅgalayā
virecya, puraḥkalpitavajraśilāyāṃ phaḍiti mantreṇa
pāpapuruṣasvarūpaṃ tajjalaṃ kṣipedityaghamarṣaṇam |
gaṅge cetyādimantraṃ tīrthe'pi paṭhet, tīrthe tadadviguṇaphalamiti
smṛteḥ |
tathā ca gautamīye:
ācamya vidhivanmatrī śucau deśe ca saṃviśet |
jale saṃyojya tīrthāni trivāraṃ mūlamantrataḥ |
kṣipedbhūmau kuśāgreṇa saptadhā mūrdhni secayet ||
tantrāntare:
punarācamya vinyasya ṣaḍaṅgamapi dharmavit |
vāmahaste jalaṃ gṛhya galitodakavindubhiḥ |
saptadhā prokṣaṇaṃ kṛvā mūrdhni mantraṃ samuccaran |
avaśiṣṭodakaṃ dakṣahaste saṃgṛhya buddhimān |
iḍayākṛṣya dehāntaḥ kṣālitaṃ pāpasañcayam |
kṛṣṇavarṇaṃ tadudakaṃ dakṣanāḍyā virecayet |
dakṣahaste tu tanmantrī pāparūpaṃ vicintya ca |
purato vajrapāṣāṇe nikṣipedastramuccaran
|| 7 ||
Nun die Durchführung der Sandhyā. Bei Śakti vollziehe man Ācamana mit „Oṃ. Dem Ātman-Prinzip, svāhā; oṃ, dem Wissensprinzip, svāhā; oṃ, dem Śiva-Prinzip, svāhā“. In anderen Fällen nur gewöhnliches Ācamana. So im Svatantratantra: Der beste Übende vollziehe Ācamana mit den Prinzipien Ātman, Vidyā und Śiva, jeweils mit der „Gemahlin des Feuers“, svāhā, und reinem Wasser, o Geliebte. Im Mālinītantra: Mit den Ātman-Prinzip-Formeln, beginnend mit Praṇava und endend mit dviṭha. Danach rufe man mit „O Gaṅgā …“ die heiligen Wasser ins Wasser, werfe unter dem Grundmantra mit Kuśa dreimal Wasser auf den Boden und besprenge mit diesem Wasser den Kopf siebenmal. Nach Prāṇāyāma und sechsgliedrigem Nyāsa nehme man Wasser in die linke Handfläche, bedecke es mit der rechten und bespreche dreimal mit haṃ yaṃ vaṃ laṃ raṃ. Unter dem Grundmantra besprenge man mit heruntertropfendem Wasser und der Tattva-Mudrā den Kopf siebenmal. Das übrige Wasser nehme man rechts, vergegenwärtige es als Lichtkraft, ziehe durch Iḍā ein und wasche die Sünde im Körperinneren aus. Man vergegenwärtige das Wasser als schwarz und als Gestalt der Sünde, atme durch Piṅgalā aus und werfe es als Gestalt des Sündenmenschen mit phaṭ auf einen davor vorgestellten Diamantstein. Dies ist Aghamarṣaṇa, Abstreifen der Sünde. Den mit „O Gaṅgā …“ beginnenden Mantra spreche man auch an einer Pilgerstätte, denn nach der Smṛti ist dort seine Frucht doppelt. Im Gautamīya: Der Mantrakundige vollziehe vorschriftsgemäß Ācamana, setze sich an einen reinen Ort, verbinde das Wasser mit den Pilgerstätten, werfe unter dem Grundmantra mit einer Kuśa-Spitze dreimal Wasser auf die Erde und besprenge den Kopf siebenmal. In einem anderen Tantra: Der Dharma-Kundige vollziehe erneut Ācamana und den sechsgliedrigen Nyāsa, nehme Wasser links und besprenge mit den fallenden Tropfen unter Mantrarezitation den Kopf siebenmal. Er nehme das übrige Wasser rechts, ziehe durch Iḍā ein und wasche die angesammelte Sünde im Körper aus. Das schwarze Wasser atme er durch die rechte Nāḍī aus, vergegenwärtige es in der rechten Hand als Sündengestalt und werfe es unter dem Waffenmantra auf den vorgestellten Diamantstein.
P2-0008 · Originalnummer 8
anyatrāpi:
ṣaḍaṅganyāsamācarya vāmahaste jalaṃ tataḥ |
gṛhītvā dakṣiṇenaiva sampuṭaṃ kārayedbudhaḥ |
śiva - vāyu - jala - pṛthvīvahnibījaistridhā punaḥ |
abhimantrya ca mūlena saptadhā tattvamudrayā |
nikṣipya tajjalaṃ mūrdhni śeṣaṃ dakṣe nidhāya ca |
śarīrāntaḥsthitaṃ pāpaṃ kṣālayetsādhakāgraṇīḥ
|| 8 ||
Auch anderswo: Nach dem sechsgliedrigen Nyāsa nehme der Verständige Wasser links und bedecke es mit der rechten Hand. Er bespreche dreimal mit den Bījas Śivas, der Luft, des Wassers, der Erde und des Feuers, besprenge dann mit Grundmantra und Tattva-Mudrā den Kopf siebenmal und nehme den Rest rechts. So wasche der beste Übende die im Körper befindliche Sünde aus.
P2-0009 · Originalnummer 9
tatohastaṃ
prākṣālyācamya hrīṃ haṃ saḥ oṃ ghṛṇi sūrya āditya iti mantreṇa
vā sūryāyārghyaṃ dadyāt ||
tathā sammohanatantre:
śivabījaṃ vahnisaṃsthaṃ vāmanetravibhūṣitam |
vindu nādātmakaṃ devi haṃsaḥ padamatho likhet |
anena manunā mantro bhāskarasya priyeṇa tu |
arghyaṃ dadyāditi śeṣaḥ |
viśeṣastu snānaprakaraṇe vaktavyaḥ
|| 9 ||
Dann wasche man die Hände, vollziehe Ācamana und gebe der Sonne Arghya mit „Hrīṃ haṃ saḥ“ oder „Oṃ ghṛṇi sūrya āditya“. [Ghṛṇi, Sūrya und Āditya sind Sonnenbezeichnungen: der Glühende, die Sonne, der Āditya.] Im Sammohanatantra: Man setze das Śiva-Bīja auf Feuer, schmücke es mit dem linken Auge und Bindu und Nāda, o Göttin, und schreibe danach haṃsaḥ. Mit diesem der Sonne lieben Mantra gebe der Mantrakundige Arghya. Die Besonderheit wird im Abschnitt über das Baden erklärt. [Die Bīja-Konstruktion ist verschlüsselt und nicht als korrigierte Gesamtform ergänzt.]
P2-0010 · Originalnummer 10
tataḥ oṃ sūryamaṇḍalasthāyai amukadevatāyai namaḥ, ityanena
tadgāyatryā vā trivāraṃ jalaṃ nikṣipya tattaddevatāyā gāyatrīṃ
japet
|| 10 ||
Danach werfe man dreimal Wasser mit „Oṃ. Der im Sonnenkreis weilenden [genannten] Gottheit sei Verehrung“ oder mit ihrer Gāyatrī und rezitiere die Gāyatrī der jeweiligen Gottheit.
P2-0011 · Originalnummer 11
tathā cārghyānantaraṃ jñānārṇave:
tataśca prajapeddhīmāngāyatrīṃ paramākṣarīm |
gāyatrī tu snāna prakarane vaktavyā
|| 11 ||
So nach dem Arghya im Jñānārṇava: Danach rezitiere der Verständige die aus höchsten Silben bestehende Gāyatrī. Die Gāyatrī wird im Abschnitt über das Baden genannt.
P2-0012 · Originalnummer 12
nandikeśvarasaṃhitāyām:
yāvanna dīyate cārghyaṃ bhāskarāya mahātmane |
tāvanna pūjayedviṣṇuṃ śaṅkaraṃ vā maheśvarīm
|| 12 ||
In der Nandikeśvarasaṃhitā: Solange dem hochherzigen Bhāskara kein Arghya gegeben wurde, soll man weder Viṣṇu noch Śaṅkara oder Maheśvarī verehren.
P2-0013 · Originalnummer 13
gautamīye:
evaṃ te kathitā mantrasandhyā mantraphalāptaye |
na kuryādyadi mohena na dīkṣāphalamāpnuyāt
|| 13 ||
Im Gautamīya: So wurde dir die Mantra-Sandhyā zur Erlangung der Mantrafrucht gelehrt. Wer sie aus Verwirrung nicht vollzieht, erlangt nicht die Einweihungsfrucht.
P2-0014 · Originalnummer 14
sandhyātrayaṃ
tathā kuryādbrāhmaṇo vidhipūrvakam |
tantroktavidhipūrvantu śūdraḥ sandhyāṃ samācaret |
saṃkṣepasandhyāmathavā kuryānmantrī hyaśaktitaḥ |
sāyaṃ prātaśca madhyāhne devaṃ dhyātvā manuṃ japet |
sandhyāyāṃ patitāyāntu gāyatrīṃ daśadhā japet
|| 14 ||
Ein Brahmane vollziehe die drei Sandhyās entsprechend der Vorschrift; ein Śūdra nach dem im Tantra gelehrten Verfahren. Bei Unvermögen kann der Mantrapraktizierende eine verkürzte Sandhyā vollziehen: abends, morgens und mittags über die Gottheit meditieren und den Mantra rezitieren. Wurde eine Sandhyā versäumt, rezitiere man die Gāyatrī zehnmal.
Sanskrit in Devanagari
Die Schriftfassung stammt aus der gesicherten Vorlage und ist aus IAST abgeleitet. Sie ist kein unabhängiger Textzeuge. Ritualgrenzen innerhalb einer Einheit wurden in beiden Schriftfassungen an derselben Einleitungsformel getrennt; der ungeteilte Beleg bleibt im Quellenarchiv erhalten.
P2-0007
अथ सन्ध्याप्रयोगः :
तत्र शक्तिविषये:
ॐ आत्मतत्त्वाय स्वाहा, ॐ विद्यातत्त्वाय स्वाहा, ॐ शिवतत्त्वाय
स्वाहा इत्याचामेत् ।
अन्यत्राचमनमात्रम् ॥
तथा च स्वतन्त्रतन्त्रे:
आत्मविद्याशिवैस्तत्त्वैराचामेत्साधकाग्रणीः ।
वह्निजायां ततो दत्त्वा शुद्धेन पाथसा प्रिये ॥
मालिनीतन्त्रे:
आचामेदात्मतत्त्वाद्यैः प्रणवाद्यैर्द्विठान्तकैरिति ।
ततो जले गङ्गे चेत्यादिना तीर्थमावाह्य मूलेन कुशेन त्रिवारं
भूमौ जलं क्षिपेत् ।
तज्जलेन सप्तधा मूर्द्धानमभिषिञ्चेत् ।
ततः प्राणायामषडङ्गन्यासौ कृत्वा वामहस्ततले जलं
निधाय दक्षिणहस्तेन जलमाच्छाद्य हं यं वं लं रं इति
त्रिवारमभिमन्त्र्य, मूलमुच्चरन्गलितोदकविन्दुभिस्तत्त्वमुद्रया
मूर्द्धनि सप्तधाभ्युक्षणं कृत्वा, शेषजलं दक्षिणहस्ते
समादाय, तेजोरूपं ध्यात्वा, इडयाकृष्य, देहान्तःपापं
प्रक्षाल्य, कृष्णवर्णं तज्जलं पापरूपं ध्यात्वा, पिङ्गलया
विरेच्य, पुरःकल्पितवज्रशिलायां फडिति मन्त्रेण
पापपुरुषस्वरूपं तज्जलं क्षिपेदित्यघमर्षणम् ।
गङ्गे चेत्यादिमन्त्रं तीर्थेऽपि पठेत्, तीर्थे तदद्विगुणफलमिति
स्मृतेः ।
तथा च गौतमीये:
आचम्य विधिवन्मत्री शुचौ देशे च संविशेत् ।
जले संयोज्य तीर्थानि त्रिवारं मूलमन्त्रतः ।
क्षिपेद्भूमौ कुशाग्रेण सप्तधा मूर्ध्नि सेचयेत् ॥
तन्त्रान्तरे:
पुनराचम्य विन्यस्य षडङ्गमपि धर्मवित् ।
वामहस्ते जलं गृह्य गलितोदकविन्दुभिः ।
सप्तधा प्रोक्षणं कृवा मूर्ध्नि मन्त्रं समुच्चरन् ।
अवशिष्टोदकं दक्षहस्ते संगृह्य बुद्धिमान् ।
इडयाकृष्य देहान्तः क्षालितं पापसञ्चयम् ।
कृष्णवर्णं तदुदकं दक्षनाड्या विरेचयेत् ।
दक्षहस्ते तु तन्मन्त्री पापरूपं विचिन्त्य च ।
पुरतो वज्रपाषाणे निक्षिपेदस्त्रमुच्चरन्
॥ ७ ॥
P2-0008
अन्यत्रापि:
षडङ्गन्यासमाचर्य वामहस्ते जलं ततः ।
गृहीत्वा दक्षिणेनैव सम्पुटं कारयेद्बुधः ।
शिव - वायु - जल - पृथ्वीवह्निबीजैस्त्रिधा पुनः ।
अभिमन्त्र्य च मूलेन सप्तधा तत्त्वमुद्रया ।
निक्षिप्य तज्जलं मूर्ध्नि शेषं दक्षे निधाय च ।
शरीरान्तःस्थितं पापं क्षालयेत्साधकाग्रणीः
॥ ८ ॥
P2-0009
ततोहस्तं
प्राक्षाल्याचम्य ह्रीं हं सः ॐ घृणि सूर्य आदित्य इति मन्त्रेण
वा सूर्यायार्घ्यं दद्यात् ॥
तथा सम्मोहनतन्त्रे:
शिवबीजं वह्निसंस्थं वामनेत्रविभूषितम् ।
विन्दु नादात्मकं देवि हंसः पदमथो लिखेत् ।
अनेन मनुना मन्त्रो भास्करस्य प्रियेण तु ।
अर्घ्यं दद्यादिति शेषः ।
विशेषस्तु स्नानप्रकरणे वक्तव्यः
॥ ९ ॥
P2-0010
ततः ॐ सूर्यमण्डलस्थायै अमुकदेवतायै नमः, इत्यनेन
तद्गायत्र्या वा त्रिवारं जलं निक्षिप्य तत्तद्देवताया गायत्रीं
जपेत्
॥ १० ॥
P2-0011
तथा चार्घ्यानन्तरं ज्ञानार्णवे:
ततश्च प्रजपेद्धीमान्गायत्रीं परमाक्षरीम् ।
गायत्री तु स्नान प्रकरने वक्तव्या
॥ ११ ॥
P2-0012
नन्दिकेश्वरसंहितायाम्:
यावन्न दीयते चार्घ्यं भास्कराय महात्मने ।
तावन्न पूजयेद्विष्णुं शङ्करं वा महेश्वरीम्
॥ १२ ॥
P2-0013
गौतमीये:
एवं ते कथिता मन्त्रसन्ध्या मन्त्रफलाप्तये ।
न कुर्याद्यदि मोहेन न दीक्षाफलमाप्नुयात्
॥ १३ ॥
P2-0014
सन्ध्यात्रयं
तथा कुर्याद्ब्राह्मणो विधिपूर्वकम् ।
तन्त्रोक्तविधिपूर्वन्तु शूद्रः सन्ध्यां समाचरेत् ।
संक्षेपसन्ध्यामथवा कुर्यान्मन्त्री ह्यशक्तितः ।
सायं प्रातश्च मध्याह्ने देवं ध्यात्वा मनुं जपेत् ।
सन्ध्यायां पतितायान्तु गायत्रीं दशधा जपेत्
॥ १४ ॥
Deutsche Übersetzung des Ritualabschnitts
P2-0007
Nun die Durchführung der Sandhyā. Bei Śakti vollziehe man Ācamana mit „Oṃ. Dem Ātman-Prinzip, svāhā; oṃ, dem Wissensprinzip, svāhā; oṃ, dem Śiva-Prinzip, svāhā“. In anderen Fällen nur gewöhnliches Ācamana. So im Svatantratantra: Der beste Übende vollziehe Ācamana mit den Prinzipien Ātman, Vidyā und Śiva, jeweils mit der „Gemahlin des Feuers“, svāhā, und reinem Wasser, o Geliebte. Im Mālinītantra: Mit den Ātman-Prinzip-Formeln, beginnend mit Praṇava und endend mit dviṭha. Danach rufe man mit „O Gaṅgā …“ die heiligen Wasser ins Wasser, werfe unter dem Grundmantra mit Kuśa dreimal Wasser auf den Boden und besprenge mit diesem Wasser den Kopf siebenmal. Nach Prāṇāyāma und sechsgliedrigem Nyāsa nehme man Wasser in die linke Handfläche, bedecke es mit der rechten und bespreche dreimal mit haṃ yaṃ vaṃ laṃ raṃ. Unter dem Grundmantra besprenge man mit heruntertropfendem Wasser und der Tattva-Mudrā den Kopf siebenmal. Das übrige Wasser nehme man rechts, vergegenwärtige es als Lichtkraft, ziehe durch Iḍā ein und wasche die Sünde im Körperinneren aus. Man vergegenwärtige das Wasser als schwarz und als Gestalt der Sünde, atme durch Piṅgalā aus und werfe es als Gestalt des Sündenmenschen mit phaṭ auf einen davor vorgestellten Diamantstein. Dies ist Aghamarṣaṇa, Abstreifen der Sünde. Den mit „O Gaṅgā …“ beginnenden Mantra spreche man auch an einer Pilgerstätte, denn nach der Smṛti ist dort seine Frucht doppelt. Im Gautamīya: Der Mantrakundige vollziehe vorschriftsgemäß Ācamana, setze sich an einen reinen Ort, verbinde das Wasser mit den Pilgerstätten, werfe unter dem Grundmantra mit einer Kuśa-Spitze dreimal Wasser auf die Erde und besprenge den Kopf siebenmal. In einem anderen Tantra: Der Dharma-Kundige vollziehe erneut Ācamana und den sechsgliedrigen Nyāsa, nehme Wasser links und besprenge mit den fallenden Tropfen unter Mantrarezitation den Kopf siebenmal. Er nehme das übrige Wasser rechts, ziehe durch Iḍā ein und wasche die angesammelte Sünde im Körper aus. Das schwarze Wasser atme er durch die rechte Nāḍī aus, vergegenwärtige es in der rechten Hand als Sündengestalt und werfe es unter dem Waffenmantra auf den vorgestellten Diamantstein.
P2-0008
Auch anderswo: Nach dem sechsgliedrigen Nyāsa nehme der Verständige Wasser links und bedecke es mit der rechten Hand. Er bespreche dreimal mit den Bījas Śivas, der Luft, des Wassers, der Erde und des Feuers, besprenge dann mit Grundmantra und Tattva-Mudrā den Kopf siebenmal und nehme den Rest rechts. So wasche der beste Übende die im Körper befindliche Sünde aus.
P2-0009
Dann wasche man die Hände, vollziehe Ācamana und gebe der Sonne Arghya mit „Hrīṃ haṃ saḥ“ oder „Oṃ ghṛṇi sūrya āditya“. [Ghṛṇi, Sūrya und Āditya sind Sonnenbezeichnungen: der Glühende, die Sonne, der Āditya.] Im Sammohanatantra: Man setze das Śiva-Bīja auf Feuer, schmücke es mit dem linken Auge und Bindu und Nāda, o Göttin, und schreibe danach haṃsaḥ. Mit diesem der Sonne lieben Mantra gebe der Mantrakundige Arghya. Die Besonderheit wird im Abschnitt über das Baden erklärt. [Die Bīja-Konstruktion ist verschlüsselt und nicht als korrigierte Gesamtform ergänzt.]
P2-0010
Danach werfe man dreimal Wasser mit „Oṃ. Der im Sonnenkreis weilenden [genannten] Gottheit sei Verehrung“ oder mit ihrer Gāyatrī und rezitiere die Gāyatrī der jeweiligen Gottheit.
P2-0011
So nach dem Arghya im Jñānārṇava: Danach rezitiere der Verständige die aus höchsten Silben bestehende Gāyatrī. Die Gāyatrī wird im Abschnitt über das Baden genannt.
P2-0012
In der Nandikeśvarasaṃhitā: Solange dem hochherzigen Bhāskara kein Arghya gegeben wurde, soll man weder Viṣṇu noch Śaṅkara oder Maheśvarī verehren.
P2-0013
Im Gautamīya: So wurde dir die Mantra-Sandhyā zur Erlangung der Mantrafrucht gelehrt. Wer sie aus Verwirrung nicht vollzieht, erlangt nicht die Einweihungsfrucht.
P2-0014
Ein Brahmane vollziehe die drei Sandhyās entsprechend der Vorschrift; ein Śūdra nach dem im Tantra gelehrten Verfahren. Bei Unvermögen kann der Mantrapraktizierende eine verkürzte Sandhyā vollziehen: abends, morgens und mittags über die Gottheit meditieren und den Mantra rezitieren. Wurde eine Sandhyā versäumt, rezitiere man die Gāyatrī zehnmal.
Verwandte Rituale
Diese bereits im Yoga-Vidya-Wiki verzeichneten Rituale vertiefen verwandte Formen der Verehrung:
- Durga Puja
- Kali Puja
- Devi Archanam
- Durga Nityarchana Krama
- Shrichakra Navavarana Puja
- Mahalakshmi Puja Vidhi
- Lakshmi Puja
- Pushpanjali
Weitere Einzelanleitungen dieser Ausgabe:
- Guruverehrung am Morgen nach dem Brihat Tantrasara
- Tantrisches Reinigungsbad nach dem Brihat Tantrasara
- Gayatri Meditation am Morgen nach dem Brihat Tantrasara
Quellen und redaktionelle Einordnung
Textgrundlage ist der in dieser Ausgabe gesicherte Ritualauszug des Brihat Tantrasara von Krishnananda Agamavagisha. Sanskrit und deutsche Übersetzung wurden aus der vorhandenen Fassung übernommen und der einzelnen Ritualform zugeordnet. Die praktische Gliederung und die ausdrücklich genannten Durchführungshilfen sind redaktionelle Ergänzungen. Eine neue unabhängige Kollation sämtlicher Sanskritlesungen wurde nicht vorgenommen.
Die allgemeinen Darbringungs- und Abschlussbelege stammen aus P1-0536–0540 sowie P2-0100–0120. Sie werden nur in dem dort bezeichneten Umfang herangezogen. Besondere Mantravorschriften, Gaben, Zahlen und Rückverweise der jeweiligen Gottheit haben Vorrang.
Die Querverweise zu bereits vorhandenen Ritualseiten wurden mit der Kategorie Puja und den daraus erreichbaren Seiten abgeglichen. Tantra Rituale bietet die ergänzende Übersicht.
Die Verehrung im Alltag weitertragen
Nimm die Erinnerung an die verehrte Gegenwart mit in dein Handeln. Die Gabe einer Blüte, die Wiederholung eines Mantras und eine bewusste Verneigung können daran erinnern, auch im Umgang mit anderen aufmerksam, wahrhaftig und gütig zu sein. Diese Anregung begleitet die überlieferte Praxis; sie ist kein zusätzliches Ritual.