Schaffenslust

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Schaffenslust : Was bedeutet das Wort Schaffenslust? Woher kommt das Wort? Wozu ist Schaffenslust ein guter Begriff? Was sind Synonyme, was Gegenteile von Schaffenslust? Wäre es wünschenswert, diese Eigenschaft zu kultivieren, stärker werden zu lassen? Dieser Yoga Wiki Artikel will dich auch zum Nachdenken anregen. Jetzt aber zunächst eine Kurzdefinition:

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Schaffenslust ist die Freude daran etwas zu erschaffen. Schaffenslust wird insbesondere im Kontext mit Künstlern und jeder Art von Schriftstellern verwandt. Dann bedeutet die Schaffenslust die Lust, ein Kunstwerk, eine literarische Abhandlung zu erschaffen bzw. fortzusetzen. In einem weiteren Sinn ist jede Art von Arbeitsfreude Schaffenslust. Jemand kann sich mit großer Schaffenslust an eine Arbeit machen. Man kann nach einer Periode der Trägheit neue Schaffenslust gewinnen. Und manchmal bleibt die Schaffensfreude auch nach Enttäuschungen und Widerständen ungebrochen.

Schaffenslust als hilfreiche Tugend

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Schaffenslust ist Lust daran, etwas zu schaffen, etwas zu erschaffen. Schaffenslust ist auch so etwas wie Freude am Tun. Der Mensch ist ein Wesen, das gerne etwas tut, das gerne etwas schaffen will, Schaffenslust ist im Menschen drin. Es gibt einen Wirtschaftswissenschaftler bzw. Motivationsforscher, ich glaube, Sprenger heißt der, der hat irgendwo gesagt: "Menschen müssen nicht motiviert werden. Indem man versucht, Menschen zu motivieren, demotiviert man Menschen."

Menschen wollen etwas tun, Menschen haben Schaffenslust. Schon bei Kleinkindern oder bei Babys sieht man das. Wenn Babys irgendwie das Gefühl haben, sie können etwas tun und Erwachsene sehen das, dann freuen die sich. Z.B. gibt es dieses berühmte Bespiel, das diese Schaffenslust zeigt, wenn man ein Baby im Kinderwagen hat und dann ist da drüber irgendein Mobile, also irgendetwas, was über dem Kind ist, wenn das Kind das irgendwo bewegen kann und es bewegt sich, das macht dem Kind Spaß, dann lacht es und es freut sich und es versucht, es wieder zu machen.

Angenommen, der Erwachsene bewegt das Mobile, dann ist das auch ganz ok, das Kind freut sich kurz, aber sehr viel mehr Freude hat das Kind, wenn es etwas tun kann. Oder auch dann Kleinkinder, sie bauen Burgen und sie konstruieren etwas, Kinder haben den Wunsch, etwas zu schaffen, sie haben Schaffenslust. Sie haben den Wunsch, etwas zu schaffen, aber sie wollen auch, dass andere das sehen und es anerkennen.

Zum [[Beispiel], Lehrer können auch diese Schaffenslust der Kinder nutzen, auch Lernlust, Kinder haben auch den Wunsch, zu lernen, jeder Säugling, jedes Baby, jedes Kleinkind, jedes Kind, jeder Jugendliche will Dinge lernen und erfahren. Es gilt, diese Schaffenslust und diese Lernlust des Menschen zu nutzen und in gute Bahnen zu lenken.

So ähnlich auch, wenn überlegt wird, "wie kann man Leute motivieren", dann darf man nicht überlegen, "wie kann ich Menschen belohnen" usw., sondern man kann schauen, wie kann man Menschen in ihrer natürlichen Schaffenslust einen Weg geben, darin aktiv zu werden. Es gibt manche Menschen, die vielleicht psychische Erkrankungen haben, es gibt manche Menschen, die vielleicht Enttäuschungen hatten, wo das alles etwas schwieriger ist. Oder es gibt auch Menschen, die haben einen Job, in der deren Richtung gar nicht ihre Schaffenslust ist.

Du selbst kannst auch überlegen, wenn das, was du tust, dir nicht viel Spaß macht oder du dich irgendwo zwingen musst, etwas zu tun, dann kannst du auch überlegen: "Wie könnte ich meine Schaffenslust wieder aktivieren? Wie könnte ich es machen, dass es mir Spaß macht? Wie könnte ich meine Schaffenslust dort hineinbringen?" Natürlich, in jedem Beruf gibt es auch mal Trockenphasen und wer irgendetwas Wichtiges machen will, muss immer auch Dinge tun, die einem keinen Spaß machen. Zu erwarten, dass das, was du tust, dir immer Spaß macht, ist auch nicht das Richtige.

Manchmal muss man auch Disziplin haben und manchmal kommt die Schaffenslust, wenn man sich erstmal zwingt, zu beginnen. Z.B. ich bin gerade dabei, viele Videos zu drehen, jeden Tag zwei Stunden und ich hocke dann vor der Kamera, ich habe eine freundliche Kamerafrau, die mich filmt und sich bemüht, dass da die Bilder schön werden und dass die Einstellungen gut sind und mal näher und mal weiter usw., aber manchmal gibt es auch Momente, wo ich denke, ich will ein paar Tage Pause haben. Aber dann habe ich trotzdem die Disziplin und sage, jeden Tag zwei Stunden, so werde ich das Thema abschließen können. Und dann, wenn ich anfange, kommt meistens die Schaffenslust, ich muss ja jetzt nicht irgendwo lange überlegen, es fließt aus mir heraus, ich habe irgendwo das Gefühl, da ist irgendwo eine Aufgabe, die ich habe und so strömt es einfach und es fließt und ich lasse es fließen, ich habe große Schaffenslust, diese Videos zu schaffen, es macht mir große Freude. Aber es gibt auch Momente, wo ich keine Lust habe, die muss ich dann überwinden und dann kommt die Schaffenslust wieder von selbst.

In diesem Sinne, wenn man erstmal so eine gewisse Disziplin hat und dann Dinge tut, so, wie sie einem Spaß machen, und wenn man auch weiß, dass in dem Aufgabengebiet, das man hat, man größtenteils Freude haben kann, dann klappt das mit der Schaffenslust gut. So überlege selbst, kann deine Schaffenslust sich manifestieren? Tust du das, wo deine Schaffenslust hineingeht? Behinderst du vielleicht mit kleineren Übertreibungen von Nichtigkeiten, dass deine Schaffenslust fließen kann? Erwartest du von anderen, dass sie dich motivieren? Oder übst du Selbstmotivation? Und bei deinen Mitmenschen, ermöglichst du deren Schaffenslust? Nutzt du deren Wunsch, etwas zu tun? Oder folgst du dem falschen Weltbild, wo du sagst, Menschen sind alle faul und man muss sie irgendwie zwingen? Das kann zur selbsterfüllenden Prophezeiung werden. Sei dir bewusst, Menschen haben eine Motivation aus sich selbst heraus, sie haben eine genannte intrinsische Motivation, sie haben Schaffenslust, sie haben Freude, Gutes zu tun, sie wollen sinnvoll handeln und sie wollen, dass das, was sie tun, für andere Menschen gut ist. Denke darüber nach, überlege.

Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz

Schaffenslust - Antonyme und Synonyme

Persönlichkeitsmerkmale und Tugenden versteht man am besten in ihrer Beziehung zueinander. Hier einige Hinweise, wie man Schaffenslust in Beziehung zu anderen Fähigkeiten und Verhaltensweisen sowie in Bezug auf Laster sehen kann:

Ähnliche Eigenschaften wie Schaffenslust - Synonyme

Ähnliche Eigenschaften wie Schaffenslust, also Synonyme zu Schaffenslust sind z.B. Fleiß, Eifer, Strebsamkeit, Tatendrang, Enthusiasmus, Arbeitsfreude.

Ausgleichende Eigenschaften

Jede Eigenschaft, jede Tugend, die übertrieben wird, wird zu einer Untugend, zu einem Laster, einer nicht hilfreichen Eigenschaft. Schaffenslust übertrieben kann ausarten z.B. in Übereifer, Hektik, Überschwänglichkeit. Daher braucht Schaffenslust als Gegenpol die Kultivierung von Gleichmut, Gelassenheit, Selbstbeherrschung, Würde.

Gegenteil von Schaffenslust - Antonyme

Zu jeder Eigenschaft gibt es ein Gegenteil. Hier Möglichkeiten für Gegenteil von Schaffenslust, Antonyme zu Schaffenslust :

Schaffenslust Antonyme

Antonyme Schaffenslust sind Gleichmut, Gelassenheit, Selbstbeherrschung, Würde, Faulheit, Müßiggang, Trägheit, Phlegma, Desinteresse.

Schaffenslust als Teil von Tugendengruppen, Persönlichkeitsfaktoren und Temperamenten

Bewusste Kultivierung von Schaffenslust

Schaffenslust kann man sehen als eine positive Eigenschaft. Vielleicht willst du ja Schaffenslust stärker werden lassen in dir. Hierzu einige Tipps:

  • Nimm dir vor, eine Woche lang diese Eigenschaft der Schaffenslust zu stärken.
  • Du kannst dir z.B. vornehmen: "Während der nächsten Woche will ich die Fähigkeit Schaffenslust kultivieren, wachsen lassen, stärker werden lassen. Ich freue mich darauf, in einer Woche ein schaffenderer Mensch zu sein."
  • Nimm dir vor, täglich mindestens etwas zu tun, was Schaffenslust ausdrückt. Mache jeden Tag einiges oder mindestens etwas, was du sonst nicht tun würdest, und was diese Eigenschaft zum Ausdruck bringt.
  • Wenn du morgens aufwachst, dann sage eine Affirmation, z.B.: Ich entwickle Schaffenslust.
  • Am Tag wiederhole immer wieder eine Autosuggestion, Affirmation wie z.B.: Ich bin schaffend.

Affirmationen zum Thema Schaffenslust

Hier einige Affirmationen für mehr Schaffenslust. Unter dem Stichwort "Affirmation" und "Wunderaffirmationen" erfährst du mehr zu Funktion und Wirkungsweise von Affirmationen. Nicht alle unten aufgeführten Affirmationen passen - nutze diejenigen, die für dich stimmig erscheinen.

Klassische Autosuggestion für Schaffenslust Hier die klassische Autosuggestion:

  • Ich bin schaffend.

Im Yoga verbindet man das gerne mit einem Mantra. Denn ein Mantra lässt die Affirmation stärker werden:

  • Ich bin schaffend. Om Om Om.
  • Ich bin ein Schaffender, eine Schaffende OM.

Entwicklungsbezogene Affirmation für Schaffenslust Manche Menschen fühlen sich als Scheinheiliger oder als Heuchler, wenn sie sagen "Ich bin schaffend " - und sie sind es gar nicht. Dann hilft eine entwicklungsbezogene Affirmation:

  • Ich entwickle Schaffenslust.
  • Ich werde schaffend.
  • Jeden Tag werde ich schaffender.
  • Durch die Gnade Gottes entwickle ich jeden Tag mehr Schaffenslust.

Dankesaffirmation für Schaffenslust :

  • Ich danke dafür, dass ich jeden Tag schaffender werde.

Wunderaffirmationen Schaffenslust Du kannst es auch mit folgenden Affirmationen probieren:

  • Bis jetzt bin ich noch nicht sehr schaffend. Und das ist auch ganz verständlich, ich habe gute Gründe dafür. Aber schon bald werde ich Schaffenslust entwickeln. Jeden Tag wird diese Tugend in mir stärker werden.
  • Ich freue mich darauf, bald sehr schaffend zu sein.
  • Ich bin jemand, der schaffend ist.

Gebet für Schaffenslust

Auch ein Gebet ist ein machtvolles Mittel, um eine Tugend zu kultivieren. Hier ein paar Möglichkeiten für Gebete für mehr Schaffenslust:

  • Lieber Gott, bitte gib mir mehr Schaffenslust.
  • Oh Gott, ich verehre dich. Ich bitte dich darum, dass ich ein schaffender Mensch werde.
  • Liebe Göttliche Mutter, ich danke dir. Ich danke dir dafür, dass ich jeden Tag die Tugend Schaffenslust mehr und mehr zum Ausdruck bringe.

Frage dich: Was müsste ich tun, um Schaffenslust zu entwickeln?

Du kannst dich auch fragen:

  • Was müsste ich tun, um Schaffenslust zu entwickeln?
  • Wie könnte ich schaffend werden?
  • Lieber Gott, bitte zeige mir den Weg zu mehr Schaffenslust.
  • Angenommen, ich will schaffend sein, wie würde ich das tun?
  • Angenommen, ich wäre schaffend, wie würde sich das bemerkbar machen?
  • Angenommen, ein Wunder würde geschehen, und ich hätte morgen Schaffenslust kultiviert, was hätte sich geändert? Wie würde ich fühlen? Wie würde ich denken? Wie würde ich handeln? Als schaffender Mensch, wie würde ich reagieren, mit anderen kommunizieren?

Siehe auch

Eigenschaften im Alphabet vor Schaffenslust

Eigenschaften im Alphabet nach Schaffenslust

Literatur

Weblinks

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