Alankara – das göttliche Bild schmücken
Alankara – das göttliche Bild schmücken (Sanskrit: अलङ्कार alaṅkāra) ist das Schmücken und die festliche Ausstattung einer Gottheit. Es kann Gewänder, Schmuck, Blüten, Duftzeichen und die Gestaltung des unmittelbaren Altars umfassen. Das Wort beschreibt damit einen größeren Zusammenhang als ein einzelnes Schmuckstück.
Platz und Bestandteile
Im Bad- und Darbringungsbereich von Puja - 32 Schritte gehören Trocknen, Gewandgabe, Hals- oder Schulterschnur, Abharana und Blüten zu diesem Zusammenhang. Eine tatsächliche Tempel-Alankara folgt der Ikonografie und der jeweiligen Tages- oder Festform. Abharana bezeichnet die Schmuckgabe. Alankara umfasst auch das Anordnen und das Gesamtbild. Eine bereits geschmückte Murti wird nicht nur deshalb entkleidet, weil die allgemeine Lernfolge Gewänder als eigenen Schritt nennt.
Beispiel einer Handlung
Nach Bad und Trocknen werden zuerst die Kleidungsstücke angelegt, danach die zur Fassung passenden leichten Schmuckstücke und Blüten. Die Gottheit bleibt erkennbar; das Gesicht wird nicht unbeabsichtigt verdeckt. Beim Anlegen einer Blütengabe kann der folgende Varalakshmi-Vers gesprochen werden:
Blütengabe innerhalb des Schmückens
nānā-vidhāni puṣpāṇi nānā-varṇa-yutāni ca |
puṣpāṇi te prayacchāmi bhaktyā devi varaprade ||
नाना-विधानि पुष्पाणि नाना-वर्ण-युतानि च ।
पुष्पाणि ते प्रयच्छामि भक्त्या देवि वरप्रदे ॥
Bedeutung: Blüten vieler Arten und Farben bringe ich dir in Hingabe dar, o Göttin, die du Segen gewährst.
Dies ist eine Formel für den Blumenanteil des Alankara, kein allgemeiner Ersatz für sämtliche Gewand- und Schmuckformeln.
Spiritueller Sinn und Nachbereitung
Das Schmücken kann Freude und liebevolle Genauigkeit wecken. Die Schönheit wird dem Göttlichen angeboten und anschließend gemeinsam betrachtet. Eine passende innere Anregung lautet: „Mögen auch mein Denken und mein Umgang mit anderen freundlich und klar werden.“ Aufwendiger Schmuck macht eine Verehrung nicht automatisch tiefer. Eine schlichte, gepflegte Gestaltung kann ebenso innig sein. Nach der Feier werden verwelkte Blüten entfernt und dauerhaftes Material gereinigt beziehungsweise trocken aufbewahrt. Gaben aus verderblichem Material bleiben nicht allein aus Ehrfurcht unbegrenzt am Bild.
Ritualbeispiele und Quellen
- Weiterführende Ritualartikel und verwandte Fassungen: Große Krishna Puja · Große Durga Puja · Varalakshmi Vrata mit vollständiger Puja · Alankara – Schmücken der Murti bei Yoga Vidya
- Pandit Sri Ram Sivan: Puja Sangraha, Ausgabe 18. Januar 2025: Puja Sangraha, Vastra, Gandha und Pushpa in den Gottheitspujas.
- Drik Panchang: Varalakshmi Puja Vidhi; dort eine besondere, anders gezählte 32-teilige Varalakshmi-Puja: Varalakshmi Puja Vidhi, Gewand-, Schmuck- und Blütengaben.
Weitere Ritualbestandteile
Puja - 32 Schritte · Bestandteile von Homa, Yajna und Havan · Bestandteile der Yoga Vidya Rituale
Die 32 Puja-Schritte
Dhyana – die Gottheit im Ritual vergegenwärtigen · Avahana – Einladung der göttlichen Gegenwart · Asana – der Gottheit einen Sitz anbieten · Padya – Wasser für die Füße der Gottheit · Arghya – ehrerbietige Wassergabe · Achamaniya – Schluckwasser für die Gottheit · Madhuparka – süße Ehrenspeise für den göttlichen Gast · Panchamrita Snana – Bad mit fünf Nektaren · Snana – das rituelle Bad der Gottheit · Plota – das Bildnis nach dem Bad trocknen · Vastra – Gewänder als Darbringung · Yajnopavita – heilige Schnur als Puja-Gabe · Abharana – Schmuck der Gottheit darbringen · Gandha – Duft und Sandelholz als Verehrungsgabe · Saubhagya Dravya – glückverheißende Gaben für die Göttin · Akshata – ungebrochener Reis als Ritualgabe · Pushpa – Blüten als Verehrungsgabe · Anga Puja – die Glieder der Gottheit verehren · Ashtottarashata Namavali – Verehrung mit 108 Namen · Dhupa – Räucherwerk als Darbringung · Dipa – die Lichtgabe der Puja · Naivedya – Speisen der Gottheit darbringen · Paniya – Trinkwasser zur Speisedarbringung · Tambula – Betelgabe als Abschluss der Bewirtung · Dakshina – Ehrengabe und Dank an die Ritualtragenden · Karpura Nirajana – feierliche Kampferlichtgabe · Mantrapushpa – Blütengabe und vedischer Schlussgesang · Pradakshina – ehrerbietige Umrundung · Namaskara – ehrerbietiger Gruß und Verneigung · Stotra – Lobgesang innerhalb des Rituals · Kshamapana – um Vergebung und Vollendung bitten · Samarpana – die Früchte des Rituals hingeben
Weitere Begriffe und Feuerbestandteile
Abhisheka – rituelles Übergießen und Weihen · Angavastra – Ober- und Schultertuch als Gabe · Kanthasutra – Halsschmuck der Göttin · Pranama – sich in Hingabe verneigen · Prarthana – Gebet und persönliche Bitte im Ritual · Visarjana – Verabschiedung der angerufenen Gegenwart · Arati – gemeinschaftliche Lichtverehrung · Achamana – rituelles Wasserschlucken der ausführenden Person · Pushpanjali – die gemeinsame Blütengabe · Upachara – Formen liebevoller Darbringung · Sankalpa – traditioneller Ritualvorsatz mit Zeit, Ort und Anliegen · Purnahuti – die volle Schlussgabe einer Yajna · Agnimukha – Vorbereitung und Eröffnung des Feueropfers · Sthandila und Rekha – Feuerplatz und rituelle Linien · Agni Sthapana – das Ritualfeuer einsetzen · Paristarana – Darbha um das Feuer auslegen · Patra Sadana – die Opfergeräte bereitstellen · Pranita und Prokshani – die Wassergefäße des Homa · Ajya Samskara – Ghee für das Feueropfer bereiten · Paridhi – Begrenzungshölzer des Feueropfers · Parishechana – Wasser um das Opferfeuer geben · Samidhadhana – geeignete Hölzer ins Feuer geben · Aghara – die eröffnenden Ghee-Ströme · Ajyabhaga – Ghee-Anteile für Agni und Soma · Ahuti – Mantra und Feuerdarbringung verbinden · Vyahriti Ahuti – Gaben mit den heiligen Weltenrufen · Svishtakrit – Agni um die Vollendung des Opfers bitten · Jayadi – ergänzende Gaben für das Gelingen des Rituals · Prayashchitta – rituelle Berichtigung und Wiedergutmachung · Vasordhara – der zusammenhängende Ghee-Strom · Agnyupasthana – das Feuer abschließend verehren · Anujna und Brahma Varana – Zustimmung und Ritualverantwortung · Kalasha Sthapana – das heilige Wassergefäß aufstellen · Punyahavachana – Reinheit und Wohlergehen feierlich zusprechen · Nyasa – Mantra und göttliche Gegenwart im Körper verorten · Ghanta – die Ritualglocke erklingen lassen · Rajopachara – königliche Ehrengaben in der Puja · Puja - 32 Schritte · Bestandteile von Homa, Yajna und Havan