Vyahriti Ahuti – Gaben mit den heiligen Weltenrufen

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Vyahriti Ahuti – Gaben mit den heiligen Weltenrufen (Sanskrit: व्याहृत्य्-आहुति vyāhṛty-āhuti) sind Feuergaben mit den heiligen Ausrufen Bhuh, Bhuvah und Suvah beziehungsweise Svah. Diese Vyahritis bezeichnen Erde, Zwischenraum und Himmelswelt und eröffnen zugleich eine geistige Betrachtung der umfassenden göttlichen Ordnung.

Stellung und Varianten

In der hier erklärten Homa-Fassung erscheinen sie im vorbereitenden Rahmen und nochmals im Schluss. Der gleiche kurze Text kann an verschiedenen Stellen eine andere Funktion haben. Er wird nicht allein wegen seiner Wiederholung als versehentliche Dublette gestrichen. Die Umschrift suvaḥ entspricht einer gebräuchlichen vedischen Leseform; svaḥ begegnet in anderen Wiedergaben. Eine gewählte Rezitationsschule wird einheitlich beibehalten.

Beispiel der drei Gaben

Lesefassung mit sichtbarer Worttrennung
oṃ bhūḥ svāhā | agnaye idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyave idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāya idaṃ na mama |

ॐ भूः स्वाहा । अग्नये इदं न मम ।
ॐ भुवः स्वाहा । वायवे इदं न मम ।
ॐ सुवः स्वाहा । सूर्याय इदं न मम ।

Bedeutung: Om, Erde: Svaha; diese Gabe ist für Agni, nicht für mich. Om, Zwischenraum: Svaha; diese Gabe ist für Vayu, nicht für mich. Om, Himmelswelt: Svaha; diese Gabe ist für Surya, nicht für mich.

Zu jeder Zeile wird die vorgesehene kleine Gabe ausgeführt. In flüssiger Rezitation entstehen Sandhiformen wie bhūssvāhā. Die getrennte Schreibweise dient dem Verstehen und ist keine zusätzliche Silbe im Mantra. Die zusammenfassende Gabe lautet in derselben Fassung:

Zusammenfassende Vyahriti-Gabe
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā |
prajāpataye idaṃ na mama |

ॐ भूर् भुवः सुवः स्वाहा ।
प्रजापतये इदं न मम ।

Bedeutung: Om, Erde, Zwischenraum und Himmelswelt: Svaha. Diese Gabe ist für Prajapati, nicht für mich.

Sie wird nur an der in der Anleitung bestimmten Stelle hinzugefügt.

Spirituelle Bedeutung

Die drei Welten können die Aufmerksamkeit über das persönliche Anliegen hinaus weiten. Körper, Atem und geistiges Leben lassen sich als heutige Meditationsanregung damit verbinden; diese Betrachtung wird nicht als einzige wörtliche Übersetzung der Weltennamen ausgegeben. Die traditionelle Zuordnung Agni, Vayu und Surya bleibt sichtbar.

Ritualbeispiele und Quellen

Weitere Ritualbestandteile

Puja - 32 Schritte · Bestandteile von Homa, Yajna und Havan · Bestandteile der Yoga Vidya Rituale

Die 32 Puja-Schritte
Dhyana – die Gottheit im Ritual vergegenwärtigen · Avahana – Einladung der göttlichen Gegenwart · Asana – der Gottheit einen Sitz anbieten · Padya – Wasser für die Füße der Gottheit · Arghya – ehrerbietige Wassergabe · Achamaniya – Schluckwasser für die Gottheit · Madhuparka – süße Ehrenspeise für den göttlichen Gast · Panchamrita Snana – Bad mit fünf Nektaren · Snana – das rituelle Bad der Gottheit · Plota – das Bildnis nach dem Bad trocknen · Vastra – Gewänder als Darbringung · Yajnopavita – heilige Schnur als Puja-Gabe · Abharana – Schmuck der Gottheit darbringen · Gandha – Duft und Sandelholz als Verehrungsgabe · Saubhagya Dravya – glückverheißende Gaben für die Göttin · Akshata – ungebrochener Reis als Ritualgabe · Pushpa – Blüten als Verehrungsgabe · Anga Puja – die Glieder der Gottheit verehren · Ashtottarashata Namavali – Verehrung mit 108 Namen · Dhupa – Räucherwerk als Darbringung · Dipa – die Lichtgabe der Puja · Naivedya – Speisen der Gottheit darbringen · Paniya – Trinkwasser zur Speisedarbringung · Tambula – Betelgabe als Abschluss der Bewirtung · Dakshina – Ehrengabe und Dank an die Ritualtragenden · Karpura Nirajana – feierliche Kampferlichtgabe · Mantrapushpa – Blütengabe und vedischer Schlussgesang · Pradakshina – ehrerbietige Umrundung · Namaskara – ehrerbietiger Gruß und Verneigung · Stotra – Lobgesang innerhalb des Rituals · Kshamapana – um Vergebung und Vollendung bitten · Samarpana – die Früchte des Rituals hingeben

Weitere Begriffe und Feuerbestandteile
Abhisheka – rituelles Übergießen und Weihen · Angavastra – Ober- und Schultertuch als Gabe · Kanthasutra – Halsschmuck der Göttin · Pranama – sich in Hingabe verneigen · Prarthana – Gebet und persönliche Bitte im Ritual · Visarjana – Verabschiedung der angerufenen Gegenwart · Arati – gemeinschaftliche Lichtverehrung · Achamana – rituelles Wasserschlucken der ausführenden Person · Alankara – das göttliche Bild schmücken · Pushpanjali – die gemeinsame Blütengabe · Upachara – Formen liebevoller Darbringung · Sankalpa – traditioneller Ritualvorsatz mit Zeit, Ort und Anliegen · Purnahuti – die volle Schlussgabe einer Yajna · Agnimukha – Vorbereitung und Eröffnung des Feueropfers · Sthandila und Rekha – Feuerplatz und rituelle Linien · Agni Sthapana – das Ritualfeuer einsetzen · Paristarana – Darbha um das Feuer auslegen · Patra Sadana – die Opfergeräte bereitstellen · Pranita und Prokshani – die Wassergefäße des Homa · Ajya Samskara – Ghee für das Feueropfer bereiten · Paridhi – Begrenzungshölzer des Feueropfers · Parishechana – Wasser um das Opferfeuer geben · Samidhadhana – geeignete Hölzer ins Feuer geben · Aghara – die eröffnenden Ghee-Ströme · Ajyabhaga – Ghee-Anteile für Agni und Soma · Ahuti – Mantra und Feuerdarbringung verbinden · Svishtakrit – Agni um die Vollendung des Opfers bitten · Jayadi – ergänzende Gaben für das Gelingen des Rituals · Prayashchitta – rituelle Berichtigung und Wiedergutmachung · Vasordhara – der zusammenhängende Ghee-Strom · Agnyupasthana – das Feuer abschließend verehren · Anujna und Brahma Varana – Zustimmung und Ritualverantwortung · Kalasha Sthapana – das heilige Wassergefäß aufstellen · Punyahavachana – Reinheit und Wohlergehen feierlich zusprechen · Nyasa – Mantra und göttliche Gegenwart im Körper verorten · Ghanta – die Ritualglocke erklingen lassen · Rajopachara – königliche Ehrengaben in der Puja · Puja - 32 Schritte · Bestandteile von Homa, Yajna und Havan