Samidhadhana – geeignete Hölzer ins Feuer geben

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Samidhadhana – geeignete Hölzer ins Feuer geben (Sanskrit: समिध्-आधान samidh-ādhāna) ist das Hinzufügen der vorgesehenen Brenn- und Opferhölzer. Samidh bezeichnet das Holz, das das Ritualfeuer nährt. Das Nachlegen kann bloß der Feuerführung dienen oder selbst eine festgelegte Opferhandlung mit eigenen Worten sein.

Stellung und Vorbereitung

Im Agnimukha steht eine besondere Holzgabe vor den ersten Ghee-Spenden. Andere Riten, besonders Samidadhana im Zusammenhang mit brahmacharinischer Praxis, haben eigene umfangreichere Mantrafolgen. Der gemeinsame Wortstamm macht diese Riten nicht identisch. Man legt kleine, trockene, unbehandelte und für die Tradition geeignete Hölzer geordnet bereit. Länge und Menge passen zur Feuerstätte. Eine Assistenz reicht nur die ausdrücklich angeforderten Stücke.

Beispiel eines rituellen Dialogs

Der Homa Sangraha lässt die darbringende Person den Brahman um Zustimmung zur Holzgabe bitten. Ein hier auf den allgemeinen Homa verkürztes Sprechschema lautet:

Erste Zeile: darbringende Person; zweite Zeile: zustimmende Antwort
asmin homa-karmaṇi brahman idhmam ādhāsye |
ādhatsva |

अस्मिन् होम-कर्मणि ब्रह्मन् इध्मम् आधास्ये ।
आधत्स्व ।

Bedeutung: In diesem Homa, o Brahman, werde ich das Brennholz auflegen. – Lege es auf.

Nach der Antwort wird das vorgesehene Holz ruhig auf die Feuerzone gelegt. Die Antwort ādhatsva wird nicht als zweiter Opferstoffname behandelt. Der konkrete Ritualname kann im vollständigen Vorsatz ergänzt werden.

Wirkung und sachgemäßer Umgang

Holz macht sichtbar, dass das Feuer gepflegt werden muss. Als innere Betrachtung kann man fragen, wodurch man die eigene Praxis dauerhaft nährt: Aufmerksamkeit, regelmäßige Zeit und verantwortliches Tun. Das Feuer wird nicht durch große plötzlich nachgelegte Mengen zum Aufflammen gebracht. Chemisch behandelte Hölzer, Lackreste und Abfälle gehören nicht hinein. Das rituelle Geben und das praktische Beobachten der Flamme unterstützen einander. Nach der Holzgabe folgt in der gewählten Form Aghara.

Ritualbeispiele und Quellen

Weitere Ritualbestandteile

Puja - 32 Schritte · Bestandteile von Homa, Yajna und Havan · Bestandteile der Yoga Vidya Rituale

Die 32 Puja-Schritte
Dhyana – die Gottheit im Ritual vergegenwärtigen · Avahana – Einladung der göttlichen Gegenwart · Asana – der Gottheit einen Sitz anbieten · Padya – Wasser für die Füße der Gottheit · Arghya – ehrerbietige Wassergabe · Achamaniya – Schluckwasser für die Gottheit · Madhuparka – süße Ehrenspeise für den göttlichen Gast · Panchamrita Snana – Bad mit fünf Nektaren · Snana – das rituelle Bad der Gottheit · Plota – das Bildnis nach dem Bad trocknen · Vastra – Gewänder als Darbringung · Yajnopavita – heilige Schnur als Puja-Gabe · Abharana – Schmuck der Gottheit darbringen · Gandha – Duft und Sandelholz als Verehrungsgabe · Saubhagya Dravya – glückverheißende Gaben für die Göttin · Akshata – ungebrochener Reis als Ritualgabe · Pushpa – Blüten als Verehrungsgabe · Anga Puja – die Glieder der Gottheit verehren · Ashtottarashata Namavali – Verehrung mit 108 Namen · Dhupa – Räucherwerk als Darbringung · Dipa – die Lichtgabe der Puja · Naivedya – Speisen der Gottheit darbringen · Paniya – Trinkwasser zur Speisedarbringung · Tambula – Betelgabe als Abschluss der Bewirtung · Dakshina – Ehrengabe und Dank an die Ritualtragenden · Karpura Nirajana – feierliche Kampferlichtgabe · Mantrapushpa – Blütengabe und vedischer Schlussgesang · Pradakshina – ehrerbietige Umrundung · Namaskara – ehrerbietiger Gruß und Verneigung · Stotra – Lobgesang innerhalb des Rituals · Kshamapana – um Vergebung und Vollendung bitten · Samarpana – die Früchte des Rituals hingeben

Weitere Begriffe und Feuerbestandteile
Abhisheka – rituelles Übergießen und Weihen · Angavastra – Ober- und Schultertuch als Gabe · Kanthasutra – Halsschmuck der Göttin · Pranama – sich in Hingabe verneigen · Prarthana – Gebet und persönliche Bitte im Ritual · Visarjana – Verabschiedung der angerufenen Gegenwart · Arati – gemeinschaftliche Lichtverehrung · Achamana – rituelles Wasserschlucken der ausführenden Person · Alankara – das göttliche Bild schmücken · Pushpanjali – die gemeinsame Blütengabe · Upachara – Formen liebevoller Darbringung · Sankalpa – traditioneller Ritualvorsatz mit Zeit, Ort und Anliegen · Purnahuti – die volle Schlussgabe einer Yajna · Agnimukha – Vorbereitung und Eröffnung des Feueropfers · Sthandila und Rekha – Feuerplatz und rituelle Linien · Agni Sthapana – das Ritualfeuer einsetzen · Paristarana – Darbha um das Feuer auslegen · Patra Sadana – die Opfergeräte bereitstellen · Pranita und Prokshani – die Wassergefäße des Homa · Ajya Samskara – Ghee für das Feueropfer bereiten · Paridhi – Begrenzungshölzer des Feueropfers · Parishechana – Wasser um das Opferfeuer geben · Aghara – die eröffnenden Ghee-Ströme · Ajyabhaga – Ghee-Anteile für Agni und Soma · Ahuti – Mantra und Feuerdarbringung verbinden · Vyahriti Ahuti – Gaben mit den heiligen Weltenrufen · Svishtakrit – Agni um die Vollendung des Opfers bitten · Jayadi – ergänzende Gaben für das Gelingen des Rituals · Prayashchitta – rituelle Berichtigung und Wiedergutmachung · Vasordhara – der zusammenhängende Ghee-Strom · Agnyupasthana – das Feuer abschließend verehren · Anujna und Brahma Varana – Zustimmung und Ritualverantwortung · Kalasha Sthapana – das heilige Wassergefäß aufstellen · Punyahavachana – Reinheit und Wohlergehen feierlich zusprechen · Nyasa – Mantra und göttliche Gegenwart im Körper verorten · Ghanta – die Ritualglocke erklingen lassen · Rajopachara – königliche Ehrengaben in der Puja · Puja - 32 Schritte · Bestandteile von Homa, Yajna und Havan