Jayadi – ergänzende Gaben für das Gelingen des Rituals

Aus Yogawiki

Jayadi – ergänzende Gaben für das Gelingen des Rituals (Sanskrit: जयादि jayādi) bezeichnet eine Gruppe ergänzender Opferabschnitte, die mit den Jaya-Gaben beginnen. Im Homa Sangraha umfasst die ausführliche Folge Jaya, Abhyatana und Rashtrabhrit. Sie bittet um das Gedeihen der rituellen Handlung und ihrer tragenden Lebensordnungen.

Stellung und Umfang

Die Folge kann nach dem jeweiligen Haupt-Homa und vor dem weiteren Uttaranga stehen. Nicht jede einfache Homa-Praxis enthält den gesamten Jayadi-Block. Der Ausdruck „Jayadi“ darf nicht so verstanden werden, dass ein einzelner Siegesspruch die ganze Reihe ersetzt. Die Namen beziehen auch Denken, Absicht, Erkenntnis, Mondphasen und übergeordnete Mächte ein. Diese Breite macht sichtbar, dass die gelingende Handlung nicht nur vom einzelnen Willen abhängt.

Ausgewählter Anfang

Die ersten beiden Gaben lauten:

Erste zwei Einheiten; Dativformen in lesbarer Grundform
cittaṃ ca svāhā | cittāya idaṃ na mama |
cittiś ca svāhā | cittyai idaṃ na mama |

चित्तं च स्वाहा । चित्ताय इदं न मम ।
चित्तिश् च स्वाहा । चित्त्यै इदं न मम ।

Bedeutung: Dem Geist beziehungsweise dem Gedanken: Svaha; dies ist für Citta, nicht für mich. Dem Erkennen beziehungsweise Bewusstwerden: Svaha; dies ist für Citti, nicht für mich.

Je Einheit wird eine kleine Gabe vollzogen. Die beiden Zeilen sind ein Beispiel zur Erklärung, nicht der vollständige Jayadi-Homa. Die gesamte verwendete Reihe steht im Homa Sangraha auf den angegebenen Seiten. Für eine tatsächliche vollständige Ausführung liegt dieser Text zusammenhängend bereit.

Bedeutung und Grenzen der Verkürzung

Die Folge würdigt Kräfte des Erkennens und der Ordnung. Als persönliche Betrachtung kann man die Bereitschaft entwickeln, klar zu denken und die Bedingungen des Handelns zu achten. Ein gekürzter häuslicher Homa kann einen anderen vorgesehenen Abschluss besitzen. Er wird nicht dadurch verbessert, dass man nur zwei beliebige Einheiten eines langen vedischen Abschnitts einfügt und diesen anschließend als vollständig ausgeführt bezeichnet. Wer die ausführliche Form lernt, verbindet Wortlaut, Opferzeichen und Reihenfolge unter kundiger Anleitung.

Ritualbeispiele und Quellen

Weitere Ritualbestandteile

Puja - 32 Schritte · Bestandteile von Homa, Yajna und Havan · Bestandteile der Yoga Vidya Rituale

Die 32 Puja-Schritte
Dhyana – die Gottheit im Ritual vergegenwärtigen · Avahana – Einladung der göttlichen Gegenwart · Asana – der Gottheit einen Sitz anbieten · Padya – Wasser für die Füße der Gottheit · Arghya – ehrerbietige Wassergabe · Achamaniya – Schluckwasser für die Gottheit · Madhuparka – süße Ehrenspeise für den göttlichen Gast · Panchamrita Snana – Bad mit fünf Nektaren · Snana – das rituelle Bad der Gottheit · Plota – das Bildnis nach dem Bad trocknen · Vastra – Gewänder als Darbringung · Yajnopavita – heilige Schnur als Puja-Gabe · Abharana – Schmuck der Gottheit darbringen · Gandha – Duft und Sandelholz als Verehrungsgabe · Saubhagya Dravya – glückverheißende Gaben für die Göttin · Akshata – ungebrochener Reis als Ritualgabe · Pushpa – Blüten als Verehrungsgabe · Anga Puja – die Glieder der Gottheit verehren · Ashtottarashata Namavali – Verehrung mit 108 Namen · Dhupa – Räucherwerk als Darbringung · Dipa – die Lichtgabe der Puja · Naivedya – Speisen der Gottheit darbringen · Paniya – Trinkwasser zur Speisedarbringung · Tambula – Betelgabe als Abschluss der Bewirtung · Dakshina – Ehrengabe und Dank an die Ritualtragenden · Karpura Nirajana – feierliche Kampferlichtgabe · Mantrapushpa – Blütengabe und vedischer Schlussgesang · Pradakshina – ehrerbietige Umrundung · Namaskara – ehrerbietiger Gruß und Verneigung · Stotra – Lobgesang innerhalb des Rituals · Kshamapana – um Vergebung und Vollendung bitten · Samarpana – die Früchte des Rituals hingeben

Weitere Begriffe und Feuerbestandteile
Abhisheka – rituelles Übergießen und Weihen · Angavastra – Ober- und Schultertuch als Gabe · Kanthasutra – Halsschmuck der Göttin · Pranama – sich in Hingabe verneigen · Prarthana – Gebet und persönliche Bitte im Ritual · Visarjana – Verabschiedung der angerufenen Gegenwart · Arati – gemeinschaftliche Lichtverehrung · Achamana – rituelles Wasserschlucken der ausführenden Person · Alankara – das göttliche Bild schmücken · Pushpanjali – die gemeinsame Blütengabe · Upachara – Formen liebevoller Darbringung · Sankalpa – traditioneller Ritualvorsatz mit Zeit, Ort und Anliegen · Purnahuti – die volle Schlussgabe einer Yajna · Agnimukha – Vorbereitung und Eröffnung des Feueropfers · Sthandila und Rekha – Feuerplatz und rituelle Linien · Agni Sthapana – das Ritualfeuer einsetzen · Paristarana – Darbha um das Feuer auslegen · Patra Sadana – die Opfergeräte bereitstellen · Pranita und Prokshani – die Wassergefäße des Homa · Ajya Samskara – Ghee für das Feueropfer bereiten · Paridhi – Begrenzungshölzer des Feueropfers · Parishechana – Wasser um das Opferfeuer geben · Samidhadhana – geeignete Hölzer ins Feuer geben · Aghara – die eröffnenden Ghee-Ströme · Ajyabhaga – Ghee-Anteile für Agni und Soma · Ahuti – Mantra und Feuerdarbringung verbinden · Vyahriti Ahuti – Gaben mit den heiligen Weltenrufen · Svishtakrit – Agni um die Vollendung des Opfers bitten · Prayashchitta – rituelle Berichtigung und Wiedergutmachung · Vasordhara – der zusammenhängende Ghee-Strom · Agnyupasthana – das Feuer abschließend verehren · Anujna und Brahma Varana – Zustimmung und Ritualverantwortung · Kalasha Sthapana – das heilige Wassergefäß aufstellen · Punyahavachana – Reinheit und Wohlergehen feierlich zusprechen · Nyasa – Mantra und göttliche Gegenwart im Körper verorten · Ghanta – die Ritualglocke erklingen lassen · Rajopachara – königliche Ehrengaben in der Puja · Puja - 32 Schritte · Bestandteile von Homa, Yajna und Havan