Plota – das Bildnis nach dem Bad trocknen

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Plota – das Bildnis nach dem Bad trocknen (Sanskrit: प्लोट ploṭa) bezeichnet im Zusammenhang mit einer Puja ein Tuch beziehungsweise den Dienst des Trocknens nach dem rituellen Bad. Auch die Schreibweise „Plotha“ begegnet in praktischen Listen. Die Handlung bildet den natürlichen Übergang vom Bad zum Ankleiden der Murti.

Stellung und Begriffsabgrenzung

In Puja - 32 Schritte steht das Trocknen an zehnter Stelle, nach dem reinen Wasserbad und vor Vastra. Es wird in vielen kürzeren Upachara-Listen nicht eigens mitgezählt. Trotzdem muss eine tatsächlich gebadete Murti vor dem Ankleiden abtrocknen. Ein Angavastra ist ein Ober- oder Schultertuch. Es ist nicht ohne Weiteres das Handtuch für das Bad. Für beide Dienste werden deshalb getrennte, saubere Tücher bereitgelegt. Auch der Ausdruck aṅga-mārjana, Abtrocknen beziehungsweise Abwischen des Körpers, kann die Handlung beschreiben.

Konkretes Beispiel

Nach einem Wasserbad wird die standsichere Figur in der Auffangschale belassen oder auf eine trockene Unterlage gesetzt. Mit einem weichen, fusselfreien Tuch tupft die ausführende Person die Oberfläche vorsichtig trocken. Vertiefungen können anschließend an der Luft trocknen. Man vermeidet kräftiges Reiben über Gesicht, Farbe und empfindlichen Schmuck. Für diesen schlichten Dienst ist kein universell verbindlicher eigener Sanskritvers belegt. Er kann still oder unter Fortführung des bereits verwendeten Gottesnamens geschehen. Bei einer Krishna-Puja wäre beispielsweise das bekannte Namensmantra geeignet:

Begleitender Gottesname; kein besonderer Plota-Mantra
oṃ namo bhagavate vāsudevāya |

ॐ नमो भगवते वासुदेवाय ।

Bedeutung: Om, Verehrung dem erhabenen Vasudeva.

Die Zuordnung dieses Mantras zum Trocknen ist ein praktisches Beispiel. Sie wird nicht als eigener verpflichtender Wortlaut eines klassischen 32er-Ritus ausgegeben.

Spiritueller Sinn und sorgfältiger Umgang

Auch unspektakuläre Dienste gehören zur Verehrung. Gerade beim Trocknen zeigt sich Fürsorge ohne das Bedürfnis nach einer großen Geste. Die Betrachtung „Ich diene aufmerksam, auch im Kleinen“ passt zu diesem Bestandteil. Bei einer symbolischen Puja ohne tatsächliches Bad entfällt das physische Trocknen. Es ist nicht sinnvoll, eine empfindliche Figur nur deshalb zu befeuchten, weil die Lernübersicht einen Trockenschritt enthält. Das gebrauchte Tuch wird nach der Feier gewaschen, vollständig getrocknet und für seinen Zweck aufbewahrt.

Ritualbeispiele und Quellen

Weitere Ritualbestandteile

Puja - 32 Schritte · Bestandteile von Homa, Yajna und Havan · Bestandteile der Yoga Vidya Rituale

Die 32 Puja-Schritte
Dhyana – die Gottheit im Ritual vergegenwärtigen · Avahana – Einladung der göttlichen Gegenwart · Asana – der Gottheit einen Sitz anbieten · Padya – Wasser für die Füße der Gottheit · Arghya – ehrerbietige Wassergabe · Achamaniya – Schluckwasser für die Gottheit · Madhuparka – süße Ehrenspeise für den göttlichen Gast · Panchamrita Snana – Bad mit fünf Nektaren · Snana – das rituelle Bad der Gottheit · Vastra – Gewänder als Darbringung · Yajnopavita – heilige Schnur als Puja-Gabe · Abharana – Schmuck der Gottheit darbringen · Gandha – Duft und Sandelholz als Verehrungsgabe · Saubhagya Dravya – glückverheißende Gaben für die Göttin · Akshata – ungebrochener Reis als Ritualgabe · Pushpa – Blüten als Verehrungsgabe · Anga Puja – die Glieder der Gottheit verehren · Ashtottarashata Namavali – Verehrung mit 108 Namen · Dhupa – Räucherwerk als Darbringung · Dipa – die Lichtgabe der Puja · Naivedya – Speisen der Gottheit darbringen · Paniya – Trinkwasser zur Speisedarbringung · Tambula – Betelgabe als Abschluss der Bewirtung · Dakshina – Ehrengabe und Dank an die Ritualtragenden · Karpura Nirajana – feierliche Kampferlichtgabe · Mantrapushpa – Blütengabe und vedischer Schlussgesang · Pradakshina – ehrerbietige Umrundung · Namaskara – ehrerbietiger Gruß und Verneigung · Stotra – Lobgesang innerhalb des Rituals · Kshamapana – um Vergebung und Vollendung bitten · Samarpana – die Früchte des Rituals hingeben

Weitere Begriffe und Feuerbestandteile
Abhisheka – rituelles Übergießen und Weihen · Angavastra – Ober- und Schultertuch als Gabe · Kanthasutra – Halsschmuck der Göttin · Pranama – sich in Hingabe verneigen · Prarthana – Gebet und persönliche Bitte im Ritual · Visarjana – Verabschiedung der angerufenen Gegenwart · Arati – gemeinschaftliche Lichtverehrung · Achamana – rituelles Wasserschlucken der ausführenden Person · Alankara – das göttliche Bild schmücken · Pushpanjali – die gemeinsame Blütengabe · Upachara – Formen liebevoller Darbringung · Sankalpa – traditioneller Ritualvorsatz mit Zeit, Ort und Anliegen · Purnahuti – die volle Schlussgabe einer Yajna · Agnimukha – Vorbereitung und Eröffnung des Feueropfers · Sthandila und Rekha – Feuerplatz und rituelle Linien · Agni Sthapana – das Ritualfeuer einsetzen · Paristarana – Darbha um das Feuer auslegen · Patra Sadana – die Opfergeräte bereitstellen · Pranita und Prokshani – die Wassergefäße des Homa · Ajya Samskara – Ghee für das Feueropfer bereiten · Paridhi – Begrenzungshölzer des Feueropfers · Parishechana – Wasser um das Opferfeuer geben · Samidhadhana – geeignete Hölzer ins Feuer geben · Aghara – die eröffnenden Ghee-Ströme · Ajyabhaga – Ghee-Anteile für Agni und Soma · Ahuti – Mantra und Feuerdarbringung verbinden · Vyahriti Ahuti – Gaben mit den heiligen Weltenrufen · Svishtakrit – Agni um die Vollendung des Opfers bitten · Jayadi – ergänzende Gaben für das Gelingen des Rituals · Prayashchitta – rituelle Berichtigung und Wiedergutmachung · Vasordhara – der zusammenhängende Ghee-Strom · Agnyupasthana – das Feuer abschließend verehren · Anujna und Brahma Varana – Zustimmung und Ritualverantwortung · Kalasha Sthapana – das heilige Wassergefäß aufstellen · Punyahavachana – Reinheit und Wohlergehen feierlich zusprechen · Nyasa – Mantra und göttliche Gegenwart im Körper verorten · Ghanta – die Ritualglocke erklingen lassen · Rajopachara – königliche Ehrengaben in der Puja · Puja - 32 Schritte · Bestandteile von Homa, Yajna und Havan