Paridhi – Begrenzungshölzer des Feueropfers

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Paridhi – Begrenzungshölzer des Feueropfers (Sanskrit: परिधि paridhi) sind Hölzer, die in bestimmten Feueropferformen die rituelle Begrenzung des Feuers markieren. Sie werden in einer festgelegten Anordnung ausgelegt und später nach der Vorschrift wieder aufgenommen beziehungsweise dargebracht. Sie sind nicht bloß zusätzliche Brennholzstücke.

Stellung und Varianten

Die Paridhi-Bereitung gehört zum Agnimukha. Zahl, Lage und Reihenfolge sind schulabhängig. Das Homa Sangraha beschreibt in seiner Fassung vier Begrenzungshölzer; andere vedische Riten unterscheiden drei Paridhis und weitere Stützhölzer. Diese Zählungen werden nicht zu einer allgemeinen Pflichtzahl vermischt. Der Platz der Hölzer wird vor Beginn bekannt gemacht, damit eine Assistenz sie nicht während des Hauptopfers als gewöhnliches Brennholz wegnimmt.

Beispiel und Abschlussbezug

Die Hölzer liegen zunächst nach der vorgesehenen Anordnung. Im Uttaranga werden sie in der dort festgelegten Folge der Flamme übergeben. Ein anschließender Ghee-Strom wird im Handbuch als Samsrava beschrieben und verwendet die Formel:

Zum anschließenden Samsrava; nicht als universeller Paridhi-Mantra
svāhā | vasubhyo rudrebhya ādityebhyaḥ
saṃsrāva-bhāgebhya idaṃ na mama |

स्वाहा । वसुभ्यो रुद्रेभ्य आदित्येभ्यः
संस्राव-भागेभ्य इदं न मम ।

Bedeutung: Svaha. Diese Gabe ist für die Vasus, Rudras und Adityas, denen die Samsrava-Anteile zukommen, nicht für mich.

Der Zusammenhang zeigt, dass das Aufnehmen der Begrenzungshölzer Teil eines geregelten Abschlusses ist. Die Formel wird nicht schon beim anfänglichen Auslegen gesprochen, nur weil sie hier als Beispiel erscheint.

Sinn und sorgfältige Durchführung

Die Begrenzung kann als Ausdruck eines geordneten Opferraums verstanden werden. Anfang und Aufhebung gehören zusammen. Eine freie Betrachtung lautet: „Ich beginne bewusst und beende bewusst.“ Nur geeignete trockene, unbehandelte Hölzer werden verwendet. Bemalte oder verleimte Stücke sind keine passende praktische Ersatzgabe. Bei einem kleinen Feuer müssen alle Hölzer zur Feuerstätte passen. Die tradierte Längenangabe eines großen Ritualplatzes wird nicht ohne Anpassung auf ein kleines Tischgefäß übertragen.

Ritualbeispiele und Quellen

Weitere Ritualbestandteile

Puja - 32 Schritte · Bestandteile von Homa, Yajna und Havan · Bestandteile der Yoga Vidya Rituale

Die 32 Puja-Schritte
Dhyana – die Gottheit im Ritual vergegenwärtigen · Avahana – Einladung der göttlichen Gegenwart · Asana – der Gottheit einen Sitz anbieten · Padya – Wasser für die Füße der Gottheit · Arghya – ehrerbietige Wassergabe · Achamaniya – Schluckwasser für die Gottheit · Madhuparka – süße Ehrenspeise für den göttlichen Gast · Panchamrita Snana – Bad mit fünf Nektaren · Snana – das rituelle Bad der Gottheit · Plota – das Bildnis nach dem Bad trocknen · Vastra – Gewänder als Darbringung · Yajnopavita – heilige Schnur als Puja-Gabe · Abharana – Schmuck der Gottheit darbringen · Gandha – Duft und Sandelholz als Verehrungsgabe · Saubhagya Dravya – glückverheißende Gaben für die Göttin · Akshata – ungebrochener Reis als Ritualgabe · Pushpa – Blüten als Verehrungsgabe · Anga Puja – die Glieder der Gottheit verehren · Ashtottarashata Namavali – Verehrung mit 108 Namen · Dhupa – Räucherwerk als Darbringung · Dipa – die Lichtgabe der Puja · Naivedya – Speisen der Gottheit darbringen · Paniya – Trinkwasser zur Speisedarbringung · Tambula – Betelgabe als Abschluss der Bewirtung · Dakshina – Ehrengabe und Dank an die Ritualtragenden · Karpura Nirajana – feierliche Kampferlichtgabe · Mantrapushpa – Blütengabe und vedischer Schlussgesang · Pradakshina – ehrerbietige Umrundung · Namaskara – ehrerbietiger Gruß und Verneigung · Stotra – Lobgesang innerhalb des Rituals · Kshamapana – um Vergebung und Vollendung bitten · Samarpana – die Früchte des Rituals hingeben

Weitere Begriffe und Feuerbestandteile
Abhisheka – rituelles Übergießen und Weihen · Angavastra – Ober- und Schultertuch als Gabe · Kanthasutra – Halsschmuck der Göttin · Pranama – sich in Hingabe verneigen · Prarthana – Gebet und persönliche Bitte im Ritual · Visarjana – Verabschiedung der angerufenen Gegenwart · Arati – gemeinschaftliche Lichtverehrung · Achamana – rituelles Wasserschlucken der ausführenden Person · Alankara – das göttliche Bild schmücken · Pushpanjali – die gemeinsame Blütengabe · Upachara – Formen liebevoller Darbringung · Sankalpa – traditioneller Ritualvorsatz mit Zeit, Ort und Anliegen · Purnahuti – die volle Schlussgabe einer Yajna · Agnimukha – Vorbereitung und Eröffnung des Feueropfers · Sthandila und Rekha – Feuerplatz und rituelle Linien · Agni Sthapana – das Ritualfeuer einsetzen · Paristarana – Darbha um das Feuer auslegen · Patra Sadana – die Opfergeräte bereitstellen · Pranita und Prokshani – die Wassergefäße des Homa · Ajya Samskara – Ghee für das Feueropfer bereiten · Parishechana – Wasser um das Opferfeuer geben · Samidhadhana – geeignete Hölzer ins Feuer geben · Aghara – die eröffnenden Ghee-Ströme · Ajyabhaga – Ghee-Anteile für Agni und Soma · Ahuti – Mantra und Feuerdarbringung verbinden · Vyahriti Ahuti – Gaben mit den heiligen Weltenrufen · Svishtakrit – Agni um die Vollendung des Opfers bitten · Jayadi – ergänzende Gaben für das Gelingen des Rituals · Prayashchitta – rituelle Berichtigung und Wiedergutmachung · Vasordhara – der zusammenhängende Ghee-Strom · Agnyupasthana – das Feuer abschließend verehren · Anujna und Brahma Varana – Zustimmung und Ritualverantwortung · Kalasha Sthapana – das heilige Wassergefäß aufstellen · Punyahavachana – Reinheit und Wohlergehen feierlich zusprechen · Nyasa – Mantra und göttliche Gegenwart im Körper verorten · Ghanta – die Ritualglocke erklingen lassen · Rajopachara – königliche Ehrengaben in der Puja · Puja - 32 Schritte · Bestandteile von Homa, Yajna und Havan