Zuchtlosigkeit

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Zuchtlosigkeit - Wortdefinition und praktische Tipps. Zuchtlosigkeit bedeutet Anstandslosigkeit, Ungesittetheit. Zuchtlosigkeit kann mangelnde Selbstkontrolle bedeuten. Zuchtlosigkeit kann verwendet werden als Gegenteil von Zucht und Ordnung. Zuchtlosigkeit kann man einem Menschen attestieren, der blind seinen Begierden nachgeht, zu Prostituierten geht, seine Frau betrügt.

Zuchtlosigkeit kann man auch einer ganzen Gruppe von Menschen oder gar einer ganzen Gesellschaft attestieren, welche im Überfluss lebt, nichts den Bedürftigen abgibt, sexuelle und andere Ausschweifungen übt. Fundamentalisten attestieren gerne der normalen Gesellschaft Zuchtlosigkeit und hoffen auf die Strafe Gottes - oder befürchten sie.

In der hebräischen Bibel gibt es immer wieder Passagen, in welcher Gott die Menschen wegen ihrer Zuchtlosigkeit bestraft hat. So gibt es bis in die Neuzeit insbesondere in jüdischen, christlichen und islamischen fundamentalistischen Gruppen die Vorstellung, dass jede Epidemie, jede Naturkatastrophe eine Strafe Gottes für die Zuchtlosigkeit der Menschen sei. Was aber konkret unter Zuchtlosigkeit zu verstehen sei, darüber gibt es durchaus unterschiedliche Ansichten unter den Fundamentalisten.

Für strenggläubige Moslems wäre es ganz ok, mehrere Frauen zu haben - für Christen wäre das der Gipfel der Zuchtlosigkeit. Für manche strenggläubige Moslems sind Frauen in der Öffentlichkeit absolut sittenlos - für strenggläubige Christen nicht unbedingt.

Im Hinduismus wachen die Götter zur Vermeidung von Zuchtlosigkeit

Umgang mit Zuchtlosigkeit bei anderen

Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz (2016)

Zuchtlosigkeit ist einer dieser Worte die es heute kaum noch gibt, die kaum noch verwendet werden. Zuchtlosigkeit bedeutete stand für Anstandslosigkeit, Ungesittetheit, mangelnde Selbstkontrolle. Das Gegenteil von Zucht und Ordnung ist Zuchtlosigkeit.

Vielleicht meinst du damit in deiner Umgebung sind Menschen, die sich nicht an Sitten und Gebräuche halten, vielleicht meinst du, dass Menschen irgendwie ausschweifend sind. Vielleicht tragen sie eine Kleidung, die nicht angemessen ist.

Menschen sind unterschiedlich, es mag sein, dass Menschen vielleicht zu leger gekleidet sind, dass Frauen einen zu großen Ausschnitt tragen, zu kurze Ärmel haben, Nabelfrei haben. Dass Männer irgendwo ihre Löcher in den Jeans haben und du findest, dass dies alles keine Zucht und Ordnung ist. Oder Männer haben lange Haare, Frauen schneiden sich die Haare ganz ab. Wo sind wir hingekommen?

Wir sind hingekommen in eine sehr pluralistische Gesellschaft, die verschiedene Lebensentwürfe ermöglicht. Ist doch toll und großartig und es muss ja auch nicht immer jeder selbstbeherrscht sein. Es ist auch schön, dass Menschen frei und offen sind. Es ist gut, dass es Menschen gibt die diszipliniert sind, dass es Menschen gibt, die sehr engagiert sind und es ist auch gut, dass Menschen auch Lebensgenuss und Sinnlichkeit leben.

Die menschliche Gesellschaft wird dadurch schön, dass Menschen auch unterschiedlich sind. Natürlich kommt Zuchtlosigkeit auch an ethische Grenzen, du kannst auch mal jemanden sagen: „In unserem sozialen Kontext gibt es die und die Kleidungsordnung und den und den Sprachstil.“ Du könntest auch eben darauf hinweisen und es gibt die tatsächliche Ethik.

Zuchtlosigkeit hat ihre Grenzen, wo die Gefühle anderer stark beleidigt werden. Ahimsa nicht zu verletzten ist wichtig, Satya die Wahrhaftigkeit, Asteya das Nichtstehlen, Brahmacharya die Vermeidung von sexuellem Fehlverhalten.

Zuchtlosigkeit in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Zuchtlosigkeit gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Zuchtlosigkeit - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Zuchtlosigkeit sind zum Beispiel Anteil, Anteilnahme, Gnade, Entschuldigung, Milde, Nachsicht, Verständnis, Schonung, Freundlichkeit Menschlichkeit, Mitempfinden, Mitfühlen, Mitgefühl, Mitleid, Sympathie, Teilnahme, Verständnis, Gnade, Vergebung, Verzeihung, Erbarmen, Humanität, Barmherzigkeit, Nächstenliebe, Mitleid, Bedauern .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Zuchtlosigkeit - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Zuchtlosigkeit sind zum Beispiel Prügelei, Bestrafung, Schlagen, Durchpeitschung, Geißelung, Rache, Vergeltung, Angriff, Misshandlung, Verdreschen, Verprügelung, Knüppelung, Bestrafung . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Zuchtlosigkeit, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Zuchtlosigkeit, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Zuchtlosigkeit stehen:

Eigenschaftsgruppe

Zuchtlosigkeit kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Zuchtlosigkeit sind zum Beispiel das Adjektiv zuchtlos, das Verb züchtigen, sowie das Substantiv Zuchtloser.

Wer Zuchtlosigkeit hat, der ist zuchtlos beziehungsweise ein Zuchtloser.

Siehe auch

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