Willenlosigkeit

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Willenlosigkeit - Überlegungen und Gedanken zu einem schwierigen Thema. Willenlosigkeit steht dafür, dass jemand nicht weiß, was er will. Willenlosigkeit bedeutet, dass jemand sich von anderen sagen lässt, was er tun soll oder einfach mechanisch tut, was zu tun ist. Willenlosigkeit kann auch etwas Positives bedeuten, nämlich sich willenlos in sein Schicksal zu ergeben, das anzunehmen was kommen soll.

Willenlosigkeit wird aber meistens als nicht so positiv gesehen. Jemand der alles mit sich machen lässt, der wird als willenlos bezeichnet. Es gibt sogar Drogen, mit denen man sein Opfer willenlos macht. Wenn jemandem sehr übel mitgespielt wird, kann er irgendwann dazu kommen, einfach alle über sich ergehen zu lassen. Diese Art von Willenlosigkeit kann bis zum Verlust der Individualität gehen.

Im Yoga steht der Wille als Kraft hinter Buddhi, dem bewussten Entscheiden. Raga, Vasana und Kama, Mögen, Wunsch und Begierde, sind die Kräfte hinter Manas und Chitta, hinter dem einfachen Denken und dem Unterbewusstsein mit seinen Instinkten und seinem Erfahrungswissen. Iccha Shakti, die Willenskraft, ist die Kraft hinter dem Verstand, dem Urteilsvermögen, des individuellen freien bewussten Nachdenkens.

Viele Menschen mit vielen Wünsche sind in diesem Sinn willenlos ihren Instinkten, Emotionen, letztlich der Fremdsteuerung unterworfen. Gerade im Raja Yoga ist das Ziel Kaivalya, Freiheit, durchaus auch im Sinn verstanden, sich lösen zu können von den Wünschen und automatischen Programmierungen des Geistes.

Vertrauen und Liebe sind Hilfen bei Willenlosigkeit

Umgang mit Willenlosigkeit anderer

Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz

Vielleicht ist in deiner Umgebung jemand der ziemlich willenlos erscheint. Er tut was die anderen wollen, wenn man ihn fragt was er will dann sagt er „Nichts Besonderes.“. Vielleicht empfindest du dies als unwürdig.

Menschen sollten einen festen Willen haben, aber vielleicht hat der andere einen Willen. Er hat den Willen, dass er die gemeinsamen Anliegen anderer unterstützen will. Er hat den Willen, dass Harmonie herrscht und er hat den Willen sich einzusetzen für die Mehrheitsentscheidung. Der Mensch ist nicht willenlos, aber ihm geht es weniger um die konkrete Sache, sondern ihm geht es mehr um das gemeinsame Anliegen und die Gruppe.

Gerade so genannte gesellige Menschen, im DISG-Modell die S Typen, sind solche die willenlos erscheinen, weil sie keine klare Meinung zu einer Sache haben. Aber sie haben sehr wohl einen festen Willen, nämlich dass es allen Beteiligten dabei gut geht.

Insofern wenn du jemand erlebst der scheinbar willenlos ist, überlege ob das jemand ist, dem es hauptsächlich darum geht dass es allen gut geht.

Willenlosigkeit in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Willenlosigkeit gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Willenlosigkeit - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Willenlosigkeit sind zum Beispiel Abdrängen, Abtötung, Erstickung, Niederhaltung, Rationalisierung, Unterdrückung, Vertreibung, Wegrationalisierung, Zurückdrängung, Verbannung, Zurückhaltung, Vergessenheit, Vermeidung, Unlust, in das Unbewusste verlagern, Widerstand, Rebellion, Erhebung, Opposition, Empörung,, Abwehr, Vermeidung, Widerstand, Verhütung, Verteidigung, Defensive, Notwehr .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Willenlosigkeit - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Willenlosigkeit sind zum Beispiel Absicht, Anlage, Entwurf, Idee, Konzept, Konzeption, Planung, Programm, Projekt, Voranschlag, Vorschlag, Angebot, Plan, Vorhaben, Bemühen, Vorstellung, Entschluss, Bestreben, Trachten, Wollen, Wille, Ziel, Verlangen, Anspruch . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Willenlosigkeit, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Willenlosigkeit, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Willenlosigkeit stehen:

Eigenschaftsgruppe

Willenlosigkeit kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Willenlosigkeit sind zum Beispiel das Adjektiv willenlos , sowie das Substantiv Willenloser.

Wer Willenlosigkeit hat, der ist willenlos beziehungsweise ein Willenloser.

Siehe auch

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