Legalität

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Legalität : Was ist die Bedeutung des Begriffs Legalität? Was ist der ethymolgische Ursprung dieses Wortes? Wozu ist Legalität gut? Was die Grenzen? Was sind Synonyme, was Antonyme von Legalität? Du findest hier einen umfangreichen Artikel, Videovortrag und Audiovortrag. Lass dich inspirieren! Legalität ist das, was dem Gesetz entspricht.

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Lateinisch Lex, Legis, bedeutet Gesetz. Legalis als lateinisches Adjektiv bedeutet gesetzmäßig. Legalität ist eine Handlung, die dem geltenden Recht entspricht. Manchmal machen Menschen etwas am Rande der Legalität, also gerade noch erlaubt (oder auch gerade nicht mehr). Ein Staatswesen kann auf dem Prinzip der Legalität aufgebaut sein, d.h. auf nachvollziehbaren Gesetzen beruhen – statt auf Willkür oder Faustrecht.

Das moderne Rechtsstaatsprinzip war ein großer Fortschritt – auch wenn es das Prinzip der Legalität schon vorher gab. Manchmal spricht man auch von Legalität und Illegalität eines Menschen. Das kann zwei Bedeutungen haben: Wer illegal im Land ist (z.B. als Flüchtling), der gilt als Illegaler – selbst wenn er sich sonst an Recht und Gesetz hält. Jemand kann aber auch Legalität als Persönlichkeitsmerkmal haben: Dann ist man jemand, der ständig überlegt, ob etwas den Vorschriften entspricht.

Legalität als hilfreiche Tugend

Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz

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Was hat Legalität mit Spiritualität zu tun? Legalität ist zunächst mal ein Ausdruck, der besagt, dass etwas gemäß den Gesetzen funktioniert. Lex ist lateinisch und heißt Gesetz, lex, der Genitiv ist leges, und lex, leges ist dann legal, ist das, was dem Gesetz entspricht und Legalität ist eine Vorgehensweise, die dem Gesetz entspricht. Natürlich, es gibt kosmische Gesetze, es gibt psychologische Gesetze und es gibt staatliche Gesetze. Und Legalität bezieht sich natürlich auf staatliche Gesetze.

Und was hat jetzt Legalität mit Spiritualität zu tun? Spiritualität bezieht sich auf höhere Gesetze, Spiritualität bezieht sich auf die kosmischen Gesetze. Es gab und gibt auch heute Gesellschaften, in denen ist Religiosität und auch die weltliche Macht sehr miteinander verknüpft, aber es hat sich durchaus gezeigt, dass, wenn religiöse Menschen die Staatsmacht haben, dann wirkt sich das nicht so positiv aus, wie man denken würde. Im Gegenteil, die säkularen Staaten scheinen mit Menschen freundlicher umzugehen als die so genannten Gottesstaaten, die natürlich kein Staat Gottes sind, sondern da, wo religiöse Systeme auch die Gesetze bestimmen.

In diesem Sinn ist dann die Frage, in einem säkularen Gemeinwesen, wie z.B. in Deutschland, in den typischen westlichen Demokratien, was macht man als spiritueller Mensch mit Legalität? Gut, letztlich kann man sagen, ganz einfach, man hält sich erstmal grundsätzlich an die Gesetze. Grundsätzlich, so lange die Gesetze der Grundethik entsprechen, im Sinne von Ahimsa, Nichtverletzen und Mitgefühl, Satya, Wahrhaftigkeit, Asteya, Ehrlichkeit, und Aparigraha, Unbestechlichkeit, und Brahmacharya, Vermeidung von sexuellem Fehlverhalten, dann sollte man sich als spiritueller Mensch an das Legale halten.

Es gibt dann manchmal Sachen, die gefallen einem, manche passen einem nicht, es gibt viele Aspekte in der Steuergesetzgebung oder in der Zollgesetzgebung und vielem anderen, die einem nicht passen, oder auch in der medizinischen Gesetzgebung, trotzdem, das sind jetzt keine existentiellen und essentiell ethische Fragen, da sollte man sich an die Gesetze halten und sich vielleicht dafür engagieren, dass die Gesetze sich ändern. Das ist ja auch das Schöne an einem demokratischen Gemeinwesen, die Gesetze sind erstmal festgeschrieben, aber sie sind änderbar und man kann sich auch als normaler Bürger, auch als spiritueller Bürger dafür engagieren. Anders ist es natürlich in einem Unrechtsstaat, wie z.B. das Dritte Reich, das war ein Unrechtsstaat. Was legal war, war unethisch, nicht alles, aber doch ein großer Teil. Dort in einem unethischen System, dort wäre es die Aufgabe eines spirituellen Aspiranten, eben sich nicht in der Legalität zu bewegen, sondern innerhalb der grundsätzlichen Ethik.

Legalität - Antonyme und Synonyme

Persönlichkeitsmerkmale und Tugenden versteht man am besten in ihrer Beziehung zueinander. Hier einige Hinweise, wie man Legalität in Beziehung zu anderen Fähigkeiten und Verhaltensweisen sowie in Bezug auf Laster sehen kann:

Ähnliche Eigenschaften wie Legalität - Synonyme

Ähnliche Eigenschaften wie Legalität, also Synonyme zu Legalität sind z.B. Rechtmäßigkeit, Legitimität, Gesetzmäßigkeit, Berechtigung, Norm.

Ausgleichende Eigenschaften

Jede Eigenschaft, jede Tugend, die übertrieben wird, wird zu einer Untugend, zu einem Laster, einer nicht hilfreichen Eigenschaft. Legalität übertrieben kann ausarten z.B. in Penibiltät, Pingeligkeit, Haarspalterei. Besserwisserei. Daher braucht Legalität als Gegenpol die Kultivierung von Kindlichkeit, Einfachheit, Natürlichkeit.

Gegenteil von Legalität - Antonyme

Zu jeder Eigenschaft gibt es ein Gegenteil. Hier Möglichkeiten für Gegenteil von Legalität, Antonyme zu Legalität :

Legalität Antonyme auf einen Blick

Direktheit Antonyme (Gegenteile) auf einen Blick:

  • Legalität sind z.B. Kindlichkeit, Einfachheit, Natürlichkeit, Illegalität, Gesetzwidrigkeit, Ungesetzlichkeit, Strafbarkeit,.

Legalität als Teil von Tugendengruppen, Persönlichkeitsfaktoren und Temperamenten

Bewusste Kultivierung von Legalität

Legalität ist eine Tugend, die man stärken kann. Vielleicht willst du ja Legalität in deinem Charakter, in deiner Persönlichkeit, stärker zum Vorschein zu bringen. Hierzu einige Tipps:

  • Nimm dir vor, eine Woche lang diese Eigenschaft der Legalität zu kultivieren.
  • Fasse den Entschluss: "Während der nächsten Woche will ich die Eigenschaft, Legalität bewusst mehr zum Ausdruck bringen. Ich freue mich darauf, in einer Woche ein legalerer Mensch zu sein."
  • Nimm dir vor, jeden Tag mindestens eine Handlung auszuführen, die Legalität ausdrückt. Mache jeden Tag etwas, was du sonst nicht tun würdest, was aber diese Tugend zum Ausdruck bringt.
  • Wenn du morgens aufwachst, dann sage eine Affirmation, z.B.: "Ich entwickle Legalität."
  • Am Tag wiederhole immer wieder eine Autosuggestion, Affirmation wie z.B.: Ich bin legal."

Affirmationen zum Thema Legalität

Hier einige Affirmationen für mehr Legalität. Unter dem Stichwort "Affirmation" und "Wunderaffirmationen" erfährst du mehr zu Funktion und Wirkungsweise von Affirmationen. Nicht alle unten aufgeführten Affirmationen passen - nutze diejenigen, die für dich stimmig erscheinen.

Klassische Autosuggestion für Legalität Hier die klassische Autosuggestion:

  • Ich bin legal.

Im Yoga verbindet man das gerne mit einem Mantra. Denn ein Mantra lässt die Affirmation stärker werden:

  • Ich bin legal. Om Om Om.
  • Ich bin ein Legaler, eine Legale OM.

Entwicklungsbezogene Affirmation für Legalität Manche Menschen fühlen sich als Scheinheiliger oder als Heuchler, wenn sie sagen "Ich bin legal " - und sie sind es gar nicht. Dann hilft eine entwicklungsbezogene Affirmation:

  • Ich entwickle Legalität.
  • Ich werde legal.
  • Jeden Tag werde ich legaler.
  • Durch die Gnade Gottes entwickle ich jeden Tag mehr Legalität.

Dankesaffirmation für Legalität

  • Ich danke dafür, dass ich jeden Tag legaler werde.

Wunderaffirmationen Legalität Du kannst es auch mit folgenden Affirmationen probieren:

  • Bis jetzt bin ich noch nicht sehr legal. Und das ist auch ganz verständlich, ich habe gute Gründe dafür. Aber schon bald werde ich Legalität entwickeln. Jeden Tag wird diese Tugend in mir stärker werden.
  • Ich freue mich darauf, bald sehr legal zu sein.
  • Ich bin jemand, der legal ist.

Gebet für Legalität

Auch ein Gebet ist ein machtvolles Mittel, um eine Tugend zu kultivieren. Hier ein paar Möglichkeiten für Gebete für mehr Legalität:

  • Lieber Gott, bitte gib mir mehr Legalität.
  • Oh Gott, ich verehre dich. Ich bitte dich darum, dass ich ein legaler Mensch werde.
  • Liebe Göttliche Mutter, ich danke dir. Ich danke dir dafür, dass ich jeden Tag die Tugend Legalität mehr und mehr zum Ausdruck bringe.

Frage dich: Was müsste ich tun, um Legalität zu entwickeln?

Du kannst dich auch fragen:

  • Was müsste ich tun, um Legalität zu entwickeln?
  • Wie könnte ich legal werden?
  • Lieber Gott, bitte zeige mir den Weg zu mehr Legalität.
  • Angenommen, ich will legal sein, wie würde ich das tun?
  • Angenommen, ich wäre legal, wie würde sich das bemerkbar machen?
  • Angenommen, ein Wunder würde geschehen, und ich hätte morgen Legalität kultiviert, was hätte sich geändert? Wie würde ich fühlen? Wie würde ich denken? Wie würde ich handeln? Als legaler Mensch, wie würde ich reagieren, mit anderen kommunizieren?

Siehe auch

Eigenschaften im Alphabet vor Legalität

Eigenschaften im Alphabet nach Legalität

Literatur

Weblinks

Seminare

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