Edward Bach

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Dr. Edward Bach ist der Begründer der nach ihm benannten Bachblütentherapie. Dr. Edward Bach war Arzt und lebte vom 24. September 1886 bis zum 27. November 1936.


Dr. Edward Bach ist Erfinder der Blütentherapie. Copyright

Edward Bach war ein naturverbundener Mensch

Dr. Edward Bach war ein sehr intuitiver, gefühlsvoller und naturverbundener Mensch. Er verbrachte viel Zeit mit Pflanzen und Tieren. Als 17-jähriger arbeitete er in der Messinggießerei seines Vaters und fand die Arbeitsbedingungen schrecklich. Dort fiel ihm der Zusammenhang von körperlichen Beschwerden und seelischen Leiden der Mitarbeiter auf. Aus seinem Wunsch heraus den Menschen zu helfen, traf er die Entscheidung Arzt zu werden.

Studium und Forschung

Bach studierte zuerst an der Birmingham University, später am University College Hospital in London, an welchem er seine Approbation erhielt. Zunächst war er dort als Leiter der Unfallstation tätig. Nach einiger Zeit wuchs sein Interesse für die Immunologie und er wurde Bakteriologe. Nun erforschte er mögliche Zusammenhänge zwischen chronischen Krankheiten und speziellen Darmbakterien. Er hielt es für möglich, dass im Darm die Ursache vieler chronischer Krankheiten zu finden ist. Das Ergebnis seiner Forschung war die Entwicklung von sieben verschiedenen Impfstoffen, welche er seinen Patienten verabreichte und erstaunlich positive Ergebnisse erzielte.

Eine Krankheit weckte in ihm eine tiefe innere Kraft

1917 musste er sich schwer krank einer Operation unterziehen. Seine Kollegen prophezeiten ihm eine Lebenszeit von maximal 3 Monaten. Besessen von dem Wunsch, sein Werk noch vor seinem Ableben zu vollenden, arbeitete er von nun an Tag und Nacht und gesundete auf wundersame Weise vollständig, fast ohne es selbst zu bemerken. Er erkannte den für ihn entscheidenden Zusammenhang zwischen seiner Genesung und seinem beruflichen Engagement. Diese tiefe innere Kraft der Berufung machte es ihm unmöglich sich in Sorge seinem Schicksal hinzugeben.

Inspiration durch das Konzept der Homöopathie

Von 1918 bis 1922 war er am London Homöopathie Hospital tätig. Er entdeckte die Arbeit von Samuel Hahnemann, dem Begründer der Homöopathie. Dessen Konzept, Arzneistoffe in potenzierter Form anzuwenden, inspirierte ihn dazu, die von ihm entwickelten Impfstoffe ebenfalls als homöopathische Mittel aufzubereiten, was ihm äußerst erfolgreich gelang. Der Homöopathie liegt der Gedanke zugrunde, dass ein Mittel nicht ausschließlich nach körperlichen Symptomen ausgewählt wird, sondern die geistige und emotionale Verfassung eines Patienten zu berücksichtigen ist. Aus dieser Idee heraus begann Bach mit der Betrachtung der Persönlichkeit seiner Patienten. Es war möglich, einzelne Bakteriengruppen verschiedenen Gemütssymptomen zuzuordnen, welche er fortan neben den Laboranalysen bei der Bestimmung des erforderlichen Mittels berücksichtigte. Die daraus entstandenen homöopathischen Impfstoffe wurden später als sogenannte Bach-Nosoden bekannt und finden noch heute Anwendung.

Die Suche nach reinen Essenzen aus der Natur

Von 1920 bis 1930 betrieb Dr. Edward Bach eine eigene Praxis und ein Labor in London. Die Herstellung seiner Nosoden mit schädlichen Bakterien aus dem Darm kranker Menschen missfiel ihm. Also machte er sich in der Natur auf die Suche nach reineren Alternativen. Er begann damit, homöopathische Mittel aus Pflanzen anzufertigen und verglich deren Wirkung mit seinen Nosoden. Zu diesem Zeitpunkt war es ihm jedoch noch nicht möglich, mit pflanzlichen Mitteln die gleichen Effekte zu erzielen.

Emotionen behandeln anstatt körperliche Symptome

1928 machte Dr. Edward Bach dann auf einer offiziellen Veranstaltung die entscheidende Entdeckung. Aus Langeweile beobachtete er die anwesenden Gäste und teilte sie gemäß ihrem Verhalten in verschiedene Gruppen ein, ähnlich seinem Verfahren zur Auswahl der Nosoden. Das Ergebnis dieser Beobachtung brachte ihm die bahnbrechende Erkenntnis, dass er jede Krankheit behandeln könne, wenn er sich auf die emotionalen Auffälligkeiten eines Persönlichkeitstyps konzentrieren würde, anstatt auf die Behandlung der körperlichen Krankheit.

Die ersten Essenzen

Nach seiner Entdeckung der Persönlichkeitsmerkmale fand er im September 1928 die ersten Pflanzen, die er seinen Persönlichkeitsgruppen zuordnen konnte, nämlich Impatiens (Impatiens Glandulifera; Drüsentragendes Springkraut; Zeitblüte, Geduldsblüte), Mimulus (Mimulus Guttatus; Gefleckte Gauklerblume; Tapferkeitsblüte) und kurz darauf Clematis (Clematis vitalba; Greisenbart, Weisse Waldrebe; Realitätsblüte).

Neue Essenzen für die Selbstheilung

Ab 1930 widmete er sich dann ganz der Kräuterheilkunde. Er suchte neue Kräuterhilfsmittel und behandelte Patienten kostenlos mit der Bachblütentherapie. Er wurde zwar eine Weile von den Ärzten in England nicht sehr positiv gesehen, aber er blieb die ganze Zeit bei seiner Ärztezulassung. Im gleichen Jahr entdeckte die Pflanzen Agrimony, Chicory, Vervain, Centaury, Cerato und Scleranthus. Außerdem entstand sein Hauptwerk: Heilen Sie sich selbst (Heal Thyself), in welchem er das Verfahren der Bachblüten beschrieb.

Die sieben Helfer

1931 entdeckte er die Pflanzen Water Violet, Gentian und Rock Rose. Diese zwölf Bachblüten komplettierten die sogenannten "Zwölf Heiler". Zwölf Mittel, die zwölf verschiedenen Persönlichkeitstypen und deren persönlichen Stärken und Schwächen zugeordnet waren. 1933 kamen die sogenannten "Vier Helfer" Gorse, Oak, Heather und Rock Water hinzu. Daraus und mit den bis 1935 entdeckten drei Blüten: Wild Oat, Olive und Vine, wurden die sogenannten "Sieben Helfer" – eine Bachblüten-Reihe, die ursprünglich bei Menschen Anwendung fand, die chronisch negative Gemütssymptome aufwiesen und deren wahre Persönlichkeit nicht wirklich zu erkennen war.

1934 ließ er sich dauerhaft in einer kleinen Hütte namens Mount Vernon nieder, die sich im Dörfchen Sotwell vor den Toren des Ortes Wallingford im Themsetal befand, welches Bach schon immer mochte. Erstaunlicherweise wuchsen dort die meisten der von ihm bis dahin verwendeten 19 Pflanzen.

Die zweiten Neunzehn

1935 realisierte er, dass sein System unvollständig war, weshalb er sich schließlich im Frühling des Jahres erneut auf die Suche nach heilenden Pflanzen machte. In dieser Zeit durchlebte er selbst solche negativen Zustände, für die er nach passenden Mitteln suchte. Aufgrund seines mittlerweile sehr ausgeprägten Gespürs für die Schwingungen von Pflanzen, hatte er bis zum August 1935 neunzehn weitere Blütenmittel entdeckt, die auch als "Die zweiten Neunzehn" bekannt sind und das System aus nun 38 Bachblüten vervollständigen.

Zu diesen Mitteln gehören die Bachblüten Cherry Plum, Elm, Aspen, Beech, Chestnut Bud, Hornbeam, Larch, Walnut, Star of Bethlehem, Holly, Crab Apple, Willow, Red Chestnut, Pine, Mustard, Honeysuckle, Sweet Chestnut, Wild Rose sowie White Chestnut. Über die zweiten Neunzehn schrieb Bach, dass sie auf einer anderen Ebene wirksam wären und uns unterstützen würden, das "Innere Große Selbst" zu entwickeln, das die Macht besäße, alle Ängste, Schwierigkeiten und Sorgen zu überwinden.

Gleichwertigkeit der Bachblüten

Nachdem Edward Bach die letzte Bachblüte entdeckt und sein System als vollständig betrachtet hatte, suchte er nach einer einfachen Klassifikation der Blütenmittel. Sein Verständnis bzgl. der zwölf grundlegenden Persönlichkeitstypen hatte sich geändert, und so wurde aus den drei Gruppierungen am Ende eine Gruppierung nach Endzuständen. Dies bedeutete, dass er alle Bachblüten als gleichwertig betrachtete.

Das Vermächtnis von Edward Bach wird fortgeführt

Am 27. November 1936 starb Dr. Edward Bach im Alter von nur 50 Jahren im Schlaf an Herzversagen. Seine Mitarbeiter Nora Weeks und Victor Bullen führten seine Arbeit bis 1978 persönlich fort. Noch heute besteht an Bachs Wirkungsstätte Mount Vernon das sogenannte Bach Centre, an dem heute hauptsächlich Kurse über Bachblüten veranstaltet werden.

Siehe auch

Weblinks

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