Ungewissheit

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Ungewissheit - Praktische Tipps. Ungewissheit ist ein Zustand, in dem man nicht weiß, wie es weitergeht. Ungewissheit ist auch ein Aspekt in einer Planung, in dem man sich auf unklare Informationen stützen muss. Letztlich ist alles von Ungewissheit geprägt. Der Tod kann jederzeit kommen, alles kann jederzeit vorzeitig zu Ende gehen.

Meditation und Yoga helfen Klarheit und Gewissheit zu erreichen.

Leben in der Ungewissheit

Erreiche Klarheit und Gewissheit durch Meditation und Yoga.

Ein Leben in der Ungewissheit

Wir leben in der Ungewissheit und das gilt es zu akzeptieren und anzunehmen. Das Leben ist ungewiss und man kann sagen das ist die Urangst des Menschen. Der Mensch hat einen Überlebensinstinkt und weiß er wird irgendwann sterben. Das ist schon mal ganz klar. Du weißt nicht ob du heute Abend noch erlebst oder ob du diese Nacht noch überlebst. Ein kleines Blutgefäß im Hirn platzt und manche Menschen haben ja was mit ihren Blutgefäßen, ohne es zu wissen, ein Anorisma das jederzeit reißen könnte, und schon ist man tod. Ein falscher Schritt über die Straße,- Querschnittslähmung. Ein Auto beachtet die Vorfahrt nicht und dein Leben ist etwas anderes. Und du kannst auch auf niemanden sonst wirklich bauen. Jederzeit kann etwas geschehen mit deinem Partner, egal ob er Beziehungspartner oder Geschäftspartner ist, jederzeit können sich die Gesetze ändern. Jederzeit kann es eine Überschwemmung geben, jederzeit kann es ein Feuer geben, usw. Das Leben ist ungewiss und es gilt in der Ungewissheit zu leben.

Wie kannst du in der Ungewissheit leben?

Wie kannst du in der Ungewissheit leben ohne in Ängsten zu zergehen? Eigentlich ist es erstaunlich wie wenig Angst Menschen haben, vor dem Hintergrund aller Gefahren. Wenn du jemand bist der eher ängstlich ist,- eigentlich kann man sagen, du siehst die Welt etwas realistischer. Man sagt ja so schön, es gibt die Optimisten und die Pessimisten, wer hat Recht? Man kann sagen, langfristig haben die Pessimisten Recht denn langfristig stirbt jeder Mensch, langfristig geht alles kaputt. Man kann sagen, das Schicksal der Medizin ist notwendiger weise der Tod des Patienten. Gut, bevor du jetzt vollkommen verzweifelst, es gibt noch eine andere Sichtweise.

Die andere Sichtweise ist: deine wahre Natur ist Bewusstsein, du bist nicht der physische Körper und du bist nicht die Psyche. Auf der physische Ebene und auf der psychischen Ebene lebst du in der Ungewissheit aber du bist reines Bewusstsein und auf der Ebene des reinen Bewusstseins bist du immer da, nichts passiert hier und das heißt eine Gewissheit.

Und dann gibt es die Zwischenebene, die Zwischenebene sagt: hinter der ganzen Schöpfung ist die göttliche Intelligenz. Hinter der göttlichen Schöpfung ist letztlich auch ein Sinn, du verstehst ihn nicht, aber du kannst daran glauben. Und so kannst du sagen, hinter der Ungewissheit deines physischen Lebens gibt es die Gewissheit der Gegenwart des Göttlichen. Und aus diesen zwei Gewissheiten kannst du die spirituelle Kraft bekommen in den Ungewissheiten des Lebens besser umzugehen.

Versuche nicht auf einer physischen Ebene Gewissheit und Sicherheit zu bekommen, das ist alles nur Scheinsicherheit und Scheingewissheit, aber du bekommst Sicherheit im Göttlichen, in der Einheit mit der Weltenseele und im Vertrauen darauf das hinter allem eine göttliche Kraft steht.

Das waren ein paar Gedanken zum Thema: Leben in der Ungewissheit. Ein Eintrag im Yoga-Vida Lexikon der Tugenden und Schattenseiten des Menschen und ein Vortrag im Rahmen des Umgang mit Angst-Podcast. Alle Informationen auf www.Yoga-Vidya.de.

Aus folgendem Vortrag von Sukadev Bretz:

Umgang mit Ungewissheit anderer

Vielleicht gibt es in deiner Umgebung Menschen die an Ungewissheit leiden. Sie wissen nicht, was ihre Aufgabe ist. Sie wissen nicht, was als nächstes kommen wird. Sie wissen nicht, wie es mit ihrer Partnerschaft weitergeht, wie es im Betrieb weitergeht, ob sie ihr Apartment behalten können usw. Wie kannst du dem Menschen helfen?

Es hängt jetzt davon ab. Es gibt ja objektive und subjektive Ungewissheit. Natürlich objektive Ungewissheit heißt, dass wirklich alles ungewiss ist. Wir wissen nicht, ob wir die nächste Sekunde überleben werden. Du weißt nicht, ob du diesen Vortrag zu Ende hören kannst. Denn in jedem Moment kann das Leben zu Ende sein. Aber auf einer relativen Ebene hat man eine gewisse Ungewissheit. Und es gibt Ungewissheiten, die wahrscheinlicher sind und solche, die unwahrscheinlicher sind. Wenn jemand sehr ängstlich ist bei etwas, was höchstwahrscheinlich gutgehen wird, dem kann man Mut zusprechen. Manchmal hilft es schon wenn man ihm sagt, dass schon alles gutgehen wird und er es schon hinbekommt.

Eine andere Möglichkeit ist aber auch anzuerkennen, dass der andere Recht hat mit seiner Ungewissheit. Man kann dem Anderen aber auch sagen, dass er erkannt hat, dass das Leben ungewiss ist und wir in einer Ungewissheit leben. Es gibt nur zwei gewisse Dinge: Das eine ist der Tod, das andere Gott, die höhere Wirklichkeit.

Vielleicht ist die Ungewissheit, die du jetzt im äußeren Leben erfährst ein Zeichen dafür, Gewissheit in einer tieferen Wirklichkeit zu suchen. Vielleicht solltest du jetzt mit Yoga und Meditation beginnen oder die Praxis vertiefen. Beim Yoga und der Meditation machst du Erfahrungen, die dir zu einer tieferen Gewissheit führen und dann machen dir die äußeren Ungewissheiten nichts oder nur noch weniger aus.

Der Mensch wiegt sich manchmal in einem falschen Gefühl der Gewissheit, der Sicherheit. Wenn dann plötzlich etwas Unvorhergesehenes kommt, dann ist er ziemlich erschüttert. Ein kluger Mensch ist sich der Ungewissheit allen Lebens bewusst. Es gibt nur wenig Gewisses. Das einzige, was mit Gewissheit vorhergesagt werden kann, ist der Tod.

Wer intensiv Yoga, Meditation und andere spirituelle Praktiken übt, bekommt eine andere Gewissheit, nämlich dass hinter allem eine höchste göttliche Wirklichkeit steht. Indem man sich in dieser höchsten göttlichen Wirklichkeit verankert, lernt man, in Ungewissheit zu leben, mit Ungewissheit zurecht zu kommen.

Ungewissheit

Im Leben einen übergeordneten Sinn zu sehen hilft mit Ungewissheit glücklich zu leben

- Abschnitt aus Karma und Reinkarnation von Sukadev Bretz -

Weit verbreitet ist die Vorstellung, dass man nicht wissen kann, was nach dem Tod kommt. Es sei wichtiger, sein jetziges Leben zu leben, als sich über das nächste Leben Gedanken zu machen. Was nachher kommt, würden wir schon sehen. Diese Vorstellung klingt vernünftig, führt aber zu einer unterbewussten Grundangst. Denn der Mensch weiß ja um die Vergänglichkeit. Letztlich kommt aus dieser Einstellung die in unserer Kultur so verbreitete Verdrängung des Todes. Über Sterben spricht man nicht, mit Sterbenden spricht man nicht über den Tod, gestorben wird im Krankenhaus. So gelingt es, den Tod aus dem Leben zu verbannen. Aber der Tod kommt von selbst immer wieder ins Leben: Ein naher Angehöriger stirbt, man selbst gerät in Lebensgefahr, unheilbare Krankheiten werden diagnostiziert oder befürchtet. Diese Grundangst sorgt dafür, dass der moderne Mensch im aktiven Leben immer unter einem Hintergrund-Stress leidet, was auch in der psychologischen Forschung empirisch belegt wurde. Menschen mit einer ungenaueren Vorstellung über „das Leben nach dem Tod“ leiden erheblich mehr unter Unsicherheit und Stress als Menschen mit einer festen Überzeugung. Auch die Trauma-Forschung hat gezeigt: Menschen mit festen Überzeugungen, die auch die Katastrophen des Lebens mit einbeziehen, leiden weniger unter erschütternden Erfahrungen als andere. Man hat zum Beispiel festgestellt, dass Exiltibeter, die Schlimmstes erlebt hatten, 20 Jahre nachher erheblich weniger unter posttraumatischen Belastungssyndromen gelitten haben als andere, die Vergleichbares erlebt hatten, aber keine so tiefe spirituelle Verankerung hatten.

Eine mit Ungewissheit nach dem Tod einhergehende Lebens- und Weltanschauung ist eine Art rosaroter Optimismus, der die Katastrophen des Lebens ausblendet.

Viele Menschen in Europa haben folgende Weltanschauung: Die Welt meint es gut mit mir. Mein Leben wird sich schon gut entwickeln. Wenn ich keine groben Fehler mache, wird alles gut sein. Aber: Katastrophen geschehen nun mal: Angehörige sterben, Ehen gehen in die Brüche, Kinder kommen auf Abwege, Arbeitsstellen werden gekündigt, Unfälle und Krankheiten geschehen.

Da fragen sich die modernen Menschen vergebens: Warum? Warum ich? Warum mir? Eine Lebenseinstellung, die nicht tief genug denkt und für sich selbst nur eine rosarote Zukunft ausmalt und den Schwierigkeiten und Herausforderungen des Lebens keinen Platz einräumt, wird immer wieder erschüttert. Und weil das Unbewusste das weiß, wird im Hintergrund der Psyche eine beständige Angst und Unsicherheit herrschen. Die scheinbar so „vernünftige“ Lebenseinstellung „man weiß nicht, was nach dem Tod ist, und ich lebe jetzt mein Leben“ entpuppt sich als Quelle von psychischen und psychosomatischen Beschwerden. Diese Einstellung scheitert auch immer wieder daran, dem Leben einen tieferen Sinn zu geben, der ja laut den Forschungen von Victor Frankl für die psychische Gesundheit so wichtig ist. Wer den Sinn im Leben darin sieht, eine Firma aufzubauen, wird diesen nach einem Konkurs in Scherben sehen. Wer in Ehe und Familie seinen Sinn sieht, wird nach Scheidung oder Tod eines Kindes sein Leben für sinnlos ansehen.

So braucht erfülltes, gesundes Menschsein letztlich eine tiefere Basis, einen tieferen Sinn, ein tieferes Verstehen. Selbst wenn sich am Ende des Lebens herausstellen würde, dass es nach dem Tod doch nichts gibt, hätte man wenigstens ein erfüllteres, freudevolleres Leben geführt, das der evolutionär-biologisch-neurologischen Hirnausstattung des Menschen mehr gemäß war als ein materialistisches...

Ungewissheit in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Gelassenheit ist ein Gegenpol zu Ungewissheit

Ungewissheit gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Ungewissheit - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Ungewissheit sind zum Beispiel Fraglichkeit, Zweifelhaftigkeit, Beklommenheit, Furcht, Unentschiedenheit, Unbestimmtheit, Ungesichertheit .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Ungewissheit - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Ungewissheit sind zum Beispiel Gewissheit, Sicherheit, Bestimmtheit, Festgefahrenheit, Dominanz, Arroganz . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Ungewissheit, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Ungewissheit, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Ungewissheit stehen:

Eigenschaftsgruppe

Ungewissheit kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

  • Schattenseiten-Kategorie Unruhe

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Ungewissheit sind zum Beispiel das Adjektiv ungewiss, das Verb wissen, sowie das Substantiv Unwissender.

Wer Ungewissheit hat, der ist ungewiss beziehungsweise ein Unwissender.

Siehe auch

Entspannung und Stressmanagement Yoga Vidya Seminare

Seminare Entspannung und Stressmanagement:

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20.05.2022 - 22.05.2022 - RELAX-YOGA
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