Bodhgaya

Aus Yogawiki

Bodhgaya ist der Ort der Erleuchtung von Buddha, auch genannt Siddhartha Gautama.

Bodhgaya - erläutert vom Yoga Standpunkt aus

Über die Stadt Bodhgaya

Es gibt in Indien die Stadt Gaya, die im nordindischen Bundesstaat Bihar liegt. In der Nähe von Gaya liegt die heutige Kleinstadt Bodhgaya, der Ort, an dem Buddha 534 v. Chr. seine Erleuchtung erlangte. Sie ist heute ein wichtiger Pilgerort für Buddhisten aus der ganzen Welt. Sukadev selbst war 1992 dort. Damals gab es dort buddhistische Tempel der verschiedensten Traditionen, tibetische, nepalesische, Thai-Tempel, vietnamesische, japanische und so weiter. Heute sind es ca. 45 Klöster und Tempel dort. Es ist durchaus wert, dorthin zu gehen, die Schwingung der Buddhisten ist dort besonders groß. Seit 2002 ist Bodhgaya UNESCO Weltkulturerbe.

Erleuchtung von Buddha

Buddha war der Sohn eines Rajas, eines Fürsten. Zum Teil heißt es, er war Königssohn, aber das stimmt nicht so ganz. Es war eine Adelsrepublik und sein Vater hat bestimmte Regionen davon regiert. Buddha, mit bürgerlichem Namen Siddhartha Gautama, hat als Jugendlicher zunächst ein schönes Leben gehabt. Als er dann geheiratet hatte, einen Sohn bekommen hatte und kurz bevor er der Nachfolger seines Vaters werden sollte, der sich zur Ruhe setzen wollte, hat Buddha erstmals die Stadt besucht und hat dort gesehen, das Menschen krank werden können, alt werden können, sterben können. Diese Überlegung was bedeutet Alter, Krankheit und Tod hat ihn dazu gebracht, sein Zuhause zu verlassen, seinen Palast zu verlassen, seine Frau und sein Kind, seine Eltern zu verlassen auf der Suche nach der Erleuchtung. Er praktizierte einige Jahre intensive spirituelle Praktiken, Meditation, vermutlich Pranayama und Asanas, in jedem Fall auch viel Fasten und jede Form von Askese. Irgendwann stellte er fest, dass diese körperlichen Askesen auf Dauer auch nicht gut sind. Dann fand er den Mittelweg. Aber nach einer Weile merkte er, dass auch der Mittelweg ihn nicht zur Erleuchtung führt. Und schließlich vor lauter Verzweiflung setzte er sich unter einen Baum, der später als Bodhi-Baum bezeichnet wird, der Baum der Erleuchtung. Dies war dort, wo heute Bodhgaya ist. Er setzte unter den Baum und sagte: „Ich werde mich nicht bewegen, bis ich die Erleuchtung habe. Entweder ich sterbe oder ich erlange die Erleuchtung.“ Er setzte sich also hin und bewegte sich nicht. Was er dort genau erlebte, wird unterschiedlich beschrieben. Natürlich hatte er körperliche Schmerzen. Du kannst mal probieren, in irgendeiner Stellung stundenlang bewegungslos zu sitzen. Es gab Dämonen, die ihm Angst einjagten, was das Symbol für die inneren Ängste ist, die kamen. Es kam sein Unterbewusstsein hoch, alles Mögliche. Buddha blieb ruhig. Irgendwann erreichte er die Erleuchtung. Sogar danach kam nochmal der Mara, in der buddhistischen Mythologie so etwas wie der Teufel, (in einer anderen Mythologie ist Mara der Liebesgott), er kam zu Buddha und sagte: Nun hast du die Erleuchtung erlangt, jetzt behalte sie für dich. Aber Buddha widerstand auch dieser Versuchung und lehrte anschließend.

Der Bodhi Baum

Der Ort, wo Buddha die Erleuchtung erlangt hat, also Bodha oder Bodhi, der hieß dann eben Bodhgaya, der Ort der Erleuchtung. Der Baum, unter dem Buddha die Erleuchtung erlangt hatte, heißt Bodhi-Baum. Bis heute existiert dieser Baum, es ist nicht mehr der Gleiche wie vor 2500 Jahren, aber es heißt immer dann wenn der alte Bodhi-Baum abgestorben war, gab es einen Trieb, und aus diesem Trieb ist dann der neue Bodhi-Baum entstanden. Daher soll es der genetisch gleiche Baum sein wie damals zu Buddhas Zeiten.

Video Bodhgaya

Videovortrag zum Thema Bodhgaya :

Autor/Sprecher/Kamera: Sukadev Bretz, Gründer von Yoga Vidya, Seminarleiter zu Yoga und Meditation.

Bodhgaya Audio Vortrag

Hier die Audiospur des oberen Videos zu Bodhgaya :

Siehe auch

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